Kasselerbraten mit Knochen


Hallo Ihr Lieben,

ich habe mal wieder ein Problem: neulich vor der Fleischtheke hat mich für Neujahr so sehr ein Stück Kasselerbraten angelacht, ca 1,5kg am Stück und mit Knochen. Ich also zugeschlagen, zu Hause gleich eingefroren und Kinder und ich freuen uns auf Neujahr und diesen Braten.

Tja, alles schön gut, wäre da nicht ein winziges Problem: Sheila kann leider gar nicht richtig kochen. Meine Idee das Fleisch einfach in Alufolie zu wickeln und auf gut Glück die ein oder andere Stunde im zu lassen ist ja ganz nett, aber dann haben wir immer noch EIN großes Stück Fleisch mit Knochen. Eher unpraktisch zu essen.

Sicher könnt Ihr Euch jetzt meine Fragen schon denken. Erstens, ist meine tolle Idee einfach ab in den Backofen wirklich so einfach? Und zweitens: wie bitte bekommen Kinder und ich ein halbwegs normal großes Stück Kasseler auf den Teller?

Und ja, Ihr dürft lachen. Passiert mir bei meinen Kochkünsten auch zuweilen. :D

Sheila


Hallo!
ich stolperte über "in Alufolie wickeln..."
Dazu:
http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2014-...sundheitsrisiko
Ich selbst meide es nach mMöglichkeit, seit ich von den Bedenken, und seien sie auch sehr schwach, weiß.

Zu deinem Problem: Kannst du das Stück nicht in einige Scheiben zerlegen? Zwischen den Rippen mit einem scharfen Messer durchschneiden und die Wirbel auseinander hacken...
Aber auch im Ganzen kann man es zubereiten, dauert dann halt länger. Wenn es richtig durchgegart ist, dürfte es kaum ein Problem sein, entsprechend aufzuteilen.

Ich brate so was lieber im Bräter auf der Kochplatte.

Bearbeitet von dahlie am 25.12.2014 11:54:45


Hallo,Shaila ! :blumen: :blumen: :blumen:

Hier habe ich was gefunden,ich hoffe,es hilft dir weiter:
http://www.chefkoch.de/rs/s0/kasselerbrate...en/Rezepte.html

Viel Erfolg und guten Appetit! :D :blumen:


Schließe mich Dahlie an. Ich würde auch keine Alufolie nehmen, sondern evtl. Bratfolie oder einen Bräter.

Würde es auch im Ganzen braten, dann bleibt es saftiger.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 25.12.2014 14:25:05


Ok, Alufolie habe ich nicht mal Haus, sondern einen Bratschlauch. Bräter habe ich nicht mehr, der alte (und sauteure) war nicht induktionsgeeignet und daher muß alles im gehen. Also Bratschlauch. Neuer Bräter ist mir einfach zu teuer.

Danke Euch allen. Im Ganzen will ich den Braten eh zubereiten, eben damit er möglichst saftig bleibt. Und später dem Hund beibringen, daß die Knochen nichts für ihn sind. Wobei ich mir immer noch nicht sicher bin, wie ich die heißen Knochen voneinander trennen soll, ohne Hackebeil und ohne angebrannte Finger. Aber mal im Ernst: die Idee ist doch bis auf diese Kleinigkeit echt gut mit dem Braten. :sabber:

Sheila


Hi Sheila,

klingt lecker, was du da vorhast. :sabber:

Kasselerbraten teilen: Ich wäre da kreativ, ohne Rücksicht auf Verluste. Falls kein Hackebeilchen vorhanden, (auch nicht beim besten aller Nachbarn oder bei Freunden), würde ich mein schärfstes Fleischmesser nehmen und einen Hammer. Dann den Braten mit Fingerspitzengefühl oder leichter Gewalt :pfeifen: zwischen den Rippen teilen. Also mit der Breitseite des Hammers auf das Messer. Am besten ein Tuch zwischen die beiden Utensilien. Weisst du, was ich meine?
Klingt abenteuerlich, aber das wäre meine Methode.
Du bist kreativ, las ich irgendwo in einem deiner Beiträge hier im Forum.
Du kriegst das schon hin!!
Zur Not fährst du mit dem Braten zum nächsten Metzger oder in das nächste Restaurant. Die kriegen das schon hin und du hast auf jeden Fall sympathische Lacher auf deiner Seite :blumen: :blumen:

Wünsche einen schönen 1. Weihnachtsfeiertag :)


Danke Moirita, dann werde ich wohl das größte Küchenmesser mal nehmen und schauen was passiert. Am 2. Januar kann ich dann ja mal Bericht erstatten.

Sheila


Zitat (Shaila @ 25.12.2014 15:10:58)
Bräter habe ich nicht mehr, der alte (und sauteure) war nicht induktionsgeeignet und daher muß alles im Topf gehen.

Aber, aber! Es gibt doch extra deswegen jene Platten, induktionsgeeignet, die man unter solche Töpfe legt, die keinen Eisenanteil haben.
Warum denn wegtun? :o

Wie wäre es denn, wenn Du das Kasseler einfach ausbeinst??

Nimm ein recht scharfes und nicht zu langes, aber festes Messer und fahre mit diesem zwischen Knochen und Fleisch entlang. Diesen Vorgang wiederholst Du auf jeder der beiden Fleischseiten, an denen der Knochen sitzt.

Das Fleisch wird so vom Knochen gelöst und Du kannst es durchschneiden und es ist dann passend für den Topf, den Du zum Braten verwenden willst.

Oder aber Du legst es, wie Du am Anfang schon geschrieben hattest, im Ganzen in den auf ca. 160 Grad vorgeheizten Backofen, und zwar in die Fettpfanne zusammen mit ein wenig zusätzlichem Butterschmalz oder ähnlichem. Dann läßt Du den Braten schön langsam schmurgeln und wenn Du das Gefühl hast, er würde zu dunkel, dann deckst Du die Fettpfanne mit Alufolie ab (diese ein wenig "einklemmen", sonst flattert sie durch den Backofen - zumindest bei Umluft -!)

In etwa 1 1/2 Stunden längstens dürfte der Braten gut sein, er ist ja schließlich schon durch das bei Kasseler übliche Räuchern "angegart" und braucht keine Ewigkeit, um gar zu werden, es sei denn, das Kasseler sollte sollte strohtrocken werden!


Vorhin hatte ich noch vergessen zu schreiben, dass sich das Fleisch nach dem Garvorgang ganz leicht mit einem Messer vom Knochen loesen laesst!


Wie Murmeltier schon schrieb, nach dem Garen lösen sich die Knochen ganz leicht (auch ohne Beil!)

Ich mache Kasseler übrigens immer im Bratschlauch, so trocknet er garantiert nicht aus, auch wenn er mal länger im Ofen war.

Gutes Gelingen.


Also DIE Idee ist natürlich die beste. Ohne Hackebeilchen und so weiter, da fühle ich mich schon viel wohler. Mit Beilchen hätte ich auch ein wenig Sorge um meine Finger sowie die Einrichtung. :rolleyes:

Na gut, ich werde nach Neujahr dann mal berichten, wie es gelaufen ist.

Sheila


Ja, mach mal Shaila, bin gespannt, wie das Kasseler denn letztendlich geworden ist! :sabber:


Oh ja, ich auch. Was hat mich da bloß wieder geritten? :rolleyes:


So, jetzt mal eine Rückmeldung.

Also, damit das Kasseler nicht doch noch austrocknet, habe ich es sicherheitshalber auf ein Bett aus Zwiebelringe gelegt und zwischen die Zwiebelringe auch noch zwei Lorbeerblätter gelegt. Dann den Bratschlauch zubinden und ab in den Ofen.

Das Ergebnis war :sabber: :sabber: :sabber:

Einfach nur super! Dabei war es soviel, daß wir morgen noch mal davon essen können.

Die Knochen waren übrigens doch kein Problem, denn das Fleisch war zwar am Stück, die Knochen aber bereits voneinander geteilt. Ich mußte also nur noch das Fleisch durchschneiden, was mit einem scharfen Messer natürlich kein Problem war.

Auf jeden Fall war das zwar das erste, aber garantiert nicht das letzte Mal, daß ich so ein Stück Kasseler so zubereiten werde.

Danke noch mal für Eure Hilfe.

Sheila


Kasslerbraten oder Kassler geräuchert und im Wasser gekocht schmeckt auch, in dünne Scheiben geschnitten, prima kalt zum Vesper.


Na prima - jetzt hab ich total Hunger auf saftigen Kasslerbraten mit Kartoffelsalat und Soße! :sabber:

Wo krieg ich das jetzt her? :heul:


Den Braten gibt es bei mir. :pfeifen:

Heute abend die Reste für die Kleine und für mich.

Sheila


Ist ja prima, daß es gut geklappt hat mit dem Braten und ich hoffe, auch Deine weiteren Kasseler-Dinners werden ebenso perfekt!

Du kannst übrigens auch so ein Stück Kasseler hervorragend im Sauerkraut mitkochen, aber dann das Kraut erst salzen, wenn es fertig gegart ist! Kasseler ist ja schon durchs Pökeln salzig und gibt diesen Geschmack an das Kraut ab!


Wie jetzt, ich hätte das Sauerkraut salzen sollen? :whaaaaaat:

Öhm, also ok, es hat auch ungesalzen geschmeckt.

Auf die Idee, das Kasseler auf ein Bett aus Sauerkraut zu legen bin ich dann auch gekommen. Logischerweise natürlich erst, nachdem das Zwiebelbett fertig und alles schon im Ofen war. Wie dem auch sei, es war super mega saftig.


Zitat (Shaila @ 02.01.2015 14:38:09)
Wie jetzt, ich hätte das Sauerkraut salzen sollen?  :whaaaaaat:

Öhm, also ok, es hat auch ungesalzen geschmeckt.

Auf die Idee, das Kasseler auf ein Bett aus Sauerkraut zu legen bin ich dann auch gekommen. Logischerweise natürlich erst, nachdem das Zwiebelbett fertig und alles schon im Ofen war. Wie dem auch sei, es war super mega saftig.

Versteh ich jetzt nicht, wie Du das meinst? :keineahnung:

Wenn ich Sauerkraut - im Topf auf dem - koche, gebe ich neben Schmalz, ausgelassener Zwiebel, Lorbeerblatt, Wachholderbeeren und 2 bis 3 Pimentkörnern sowie einer kräftigen Prise Zucker und einen guten Schuß Apfelsaft oder auch ein paar Scheiben Ananas kein Salz ins Sauerkraut! Denn wenn ich das Kasseler sodann direkt ins rohe Sauerkraut lege und so mitkoche, entweicht der Fleischsud ins Kraut, und da das Kasseler ja gepökelt und geräuchert ist, ist auch der beim Garen entstehende Sud bereits relativ würzig, so daß Salzen, falls überhaupt notwendig, erst nach Fertigstellung des Sauerkrauts und Entnahme des Kasselers angesagt ist!

Bearbeitet von Murmeltier am 02.01.2015 15:09:00

Sauerkraut salzen?? Noch nie gemacht; da kommen, wenn es einzeln zubereitet wird, nur ein Paar Wacholderbeeren und Pfeffer dazu. Es muss sich aber beeilen damit genügend übrigbleibt, denn ich nasche es gerne roh - wenn es frisch ist, also weder aus dem Glas noch aus einer Dose oder Beutel. :sabber:
Ganz selten mal mit Ananas.

Meistens gibt es das aber untereinander, gemeinsam nit Kasseler und Kartoffeln gekocht. Da braucht man in der Tat wirklich kein Salz zusätzlich.


Danke Dahlie, ich hab grad überlegt, was ich jetzt schon wieder falsch gemacht habe.

Ich gebe ggf etwas Weißwein dazu, Lorbeerblatt, Muskat und fertig. Mit Salz bin ich ohnehin sehr sparsam in der Anwendung, ist ja alles meist schon genug gesalzen.


Zitat (dahlie @ 02.01.2015 15:06:26)
denn ich nasche es gerne roh - wenn es frisch ist, also weder aus dem Glas noch aus einer Dose oder Beutel. :sabber:

Da kann ich mich nur anschließen. Das ist für mich auch so was von lecker.......

Zitat (Shaila @ 02.01.2015 16:40:54)
.............. ich hab grad überlegt, was ich jetzt schon wieder falsch gemacht habe.

Ich gebe ggf etwas Weißwein dazu, Lorbeerblatt, Muskat und fertig. Mit Salz bin ich ohnehin sehr sparsam in der Anwendung, ist ja alles meist schon genug gesalzen.

Du hast doch nichts falsch gemacht, Shaila!!!

Ob und wieviel Salz ich zum Sauerkraut gebe, hängt ganz vom jeweiligen Fleisch ab, welches ich in den meisten Fällen gleich mitkoche. Ist es z. B. ungepökelte, dicke Rippe, dann kommt ganz zum Schluß beim Abschmecken schon noch ein wenig Salz dazu. Bei geräucherten und gepökelten Fleischeinlagen kann man sich das Salz tatsächlich gänzlich sparen! Hab mich wohl mißverständlich ausgedrückt, sorry!! :freunde:

Bearbeitet von Murmeltier am 03.01.2015 14:39:49

Ach was, mach Dir da keine Gedanken, Murmeltier!

Es ist halt so, daß ich nie kochen gelernt habe. Zwar steht immer was durchaus Gutes auf dem Tisch (behaupten zumindest meine Kinder), aber natürlich schau ich dann doch dumm, wenn ich was höre und meine "weia, das hast du jetzt all die Jahre total falsch gemacht".

Naja und daher auch zuweilen meine dummen Fragen, mit denen ich machmal nerve. Da bin ich immer froh, wenn ich entsprechend einfache Lösungen finde. Chefkoch ist mir da auch nie eine Hilfe bei den teilweise Hunderten von Einträgen.

Sheila


Zitat (Shaila @ 03.01.2015 16:55:54)
Naja und daher auch zuweilen meine dummen Fragen
Dumme Fragen gibt es nicht, nur (manchmal) dumme Antworten. :rolleyes:
Frag nur immer zu, öfter mal ist auch eine brauchbare Antwort dabei. :)
Zitat
Da bin ich immer froh, wenn ich entsprechend einfache Lösungen finde. Chefkoch ist mir da auch nie eine Hilfe bei den teilweise Hunderten von Einträgen.
Dafür gibt es ja die "Muttis", da bekommst du ganz gezielt Hilfe. Hin und wieder ergibt sich dann auch noch ein gemütlicher Plausch.
Was kochst du z. B. morgen? ;)

Ich habe heute 500 g Hack angebraten, mit Tomatenmark und wenig Brühe abgelöscht.
Dann einen halben Chinakohl fein geschnitten (fast so dünn wie Sauerkraut), druntergemischt, mit Pfeffer und Nelkenpfeffer gewürzt und das Ganze mit Deckel weitere 5 Min. gedünstet. :sabber:
Reicht auch noch für morgen.


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