Streik im öffentlichen Dienst


Hallo,
seit ein paar Wochen streiken ja die Angestellten im öffentlichen Dienst.
Was meint ihr dazu und wer elidet momentan darunter?


Wir kriegen hier nichts davon mit. Mit der Entsorgung ist hier eh ein privates Unternehmen beauftragt. Kindergarten brauchen wir nicht und auch sonst ist mir noch nichts aufgefallen.

Für die Müllwerker wird das ein Schuß ins Knie, wenn Ihr mich fragt. Die Städte werden das verstärkt so lösen, wie die Gemeinde das hier getan hat. Privatunternehmen beauftragen und fertig. Dann dürfte es aber mit dem Einkommen, den Sozialleistungen und besonders mit den Arbeitszeiten ein bisschen anders aussehen. :(


Zitat (HSommerwind @ 03.03.2006 - 10:37:51)
Für die Müllwerker wird das ein Schuß ins Knie, wenn Ihr mich fragt. Die Städte werden das verstärkt so lösen, wie die Gemeinde das hier getan hat. Privatunternehmen beauftragen und fertig. Dann dürfte es aber mit dem Einkommen, den Sozialleistungen und besonders mit den Arbeitszeiten ein bisschen anders aussehen. :(

Da hast du vollkommen Recht. Ich frag mich nur immer, wann die Gewerkschaften das endlich kapieren. Kurzfristig erreichen sie vielleicht Erfolge mit ihren Aktionen, aber langfristig ist das ein Schuss ins Knie.

Also soll man einfach alle Bedingungen von den Arbeitgebern diktieren lassen? In anderen Branchen ist ja auch so. Mehr Arbeit für weniger Geld.


Zitat (Sparfuchs @ 03.03.2006 - 10:48:56)
Also soll man einfach alle Bedingungen von den Arbeitgebern diktieren lassen? In anderen Branchen ist ja auch so. Mehr Arbeit für weniger Geld.

Gerade für den öffentlichen Sektor gilt: Wo kein Geld ist, kann auch keines ausgegeben werden.

Ach danach Kein Geld da. Geld ist schon da, wird nur verschwendet. Rede aus Erfahrung -hab Bekannte im Öffentlichen. Im Öffentlichen Dienst haben die Gehälter schon immer denen der Wirtschaft hinterhergehinkt.


ich kann nur mit dem kopf schütteln.
zum glück arbeiten sie bei uns in hamburg wieder.
wenn man sich überlegt, warum die gestreikt habe.
wegen 18 minuten mehr arbeit am tag. 18 minuten .... hallo! :wallbash:
ich habe null verständnis für den streik.
und wenn gewerkschaften sich in struktur und aufstellung nicht gründlich verändern, reformieren und anpassen, halte ich das modell gewerkschaft für mehr als überholt. :labern:


Zitat (Sparfuchs @ 03.03.2006 - 10:57:41)
Im Öffentlichen Dienst haben die Gehälter schon immer denen der Wirtschaft hinterhergehinkt.

Die Arbeitszeiten und -bedingungen aber auch.

Das Streikrecht gehört mit zu dem Wichtigsten, was eine demokratische Gesellschaft haben kann. Für dieses Recht sind mal Menschen gestorben.
Wenn ich sehe, was heute daraus geworden ist, kommt mir das Grausen.
Geht es wirklich noch um die betroffenen Arbeitnehmer oder versuchen die Gewerkschaften verzweifelt ihr Image bei den Mitgliedern aufzupolieren?
Ich bin alt genug um mich daran zu erinnern, wie Streiks zu einem bundesweiten Thema wurden. Was jetzt abgeht, ist für ich ein schlechter Witz. Diese Art von Streik birgt wirklich die Gefahr in sich, dass es so ausgeht, wie Sommerwind schreibt.
Ich bin seit über 30 Jahren ÖTV/Verdi-Mitglied, habe aber in letzer Zeit schon drüber nachgedacht auszutreten.


Dem (Beitrag von kLeiner) kann ich mich nur anschließen. Und ich gehe mal davon aus, dass bei der Entsorgung eh häufig Mehrarbeit anfällt. Es geht dann nicht darum, dass die mehr arbeiten müssen. Es geht darum, dass man nicht nach 38,5 Stunden sondern erst ab 40 Stunden Überstundenprozente kassiert.

Ich hatte bisher einen 40-Stunden Vertrag mit Festgehalt. Und zwar "all inclusive". Das heißt, dass Überstunden mit dem Gehalt abgegolten waren. Kein Urlaubsgeld, kein Weihnachtsgeld, keine Fahrtkostenbeteiligung, kein gar nichts. Und das ist absolut nicht unüblich.

Was wollen die eigentlich noch???

Bearbeitet von HSommerwind am 03.03.2006 11:03:44


ja diemal sinds 18 Minuten und Kürzungen bei Weihnachstgeld, Urlaubsgeld, bei steigenden Kosten. Dann sollten alle gleich verdienen. Für Familen im öffentlichen Dienst gibt es auch keine Sonderpreise-müssen im Laden den gleichen Preis zahlen.


Zitat (Sparfuchs @ 03.03.2006 - 11:03:12)
ja diemal sinds 18 Minuten und Kürzungen bei Weihnachstgeld, Urlaubsgeld, bei steigenden Kosten. Dann sollten alle gleich verdienen. Für Familen im öffentlichen Dienst gibt es auch keine Sonderpreise-müssen im Laden den gleichen Preis zahlen.

sag mal sparfuchs, bist du müllmann (oder sonst wie im öffentlichen dienst)?

ne bekannte von mir (eine gelernte kraft - keine ungelente hilfarbeiterin) verdient unter 1.300,- netto, macht jeden tag unbezahlte überstunden u.s.w.
ich habe noch nie gehört, daß die sich wegen 18 minuten so angepißt hätte.

und auf weihnachts und urlaubsgeld müssen in letzte zeit sehr viele leute verzichten. alle verzichten hier und da auf gelder und freizeit. und zwar um ihre jobs zu erhalten, damit es den unternehmen gut geht (denn nur dann können sie gehälter überhaupt bezahlen) u.s.w.

der öffentlich dienst arbeitet auch bei einem unternehmen - dieses unternehmen heißt "staat" (wo eh viel zu viele leute arbeiten). diesm unternehmen geht es schlecht. wäre es da nicht angemessen, daß die angestellten etwas mehr zusammenrücken, mehr anpacken, hier und da verzicht übern u.s.w.?
ich finde ja.
aber was machen die herren und damen angestellten des unternehmens staat - sie streiken anstatt anzupacken.
da kann ich als angestellter in der freien wirtschaft nur mit dem kopf schütteln.

Zitat (kLeiner @ 03.03.2006 - 10:57:46)
ich kann nur mit dem kopf schütteln.
zum glück arbeiten sie bei uns in hamburg wieder.
wenn man sich überlegt, warum die gestreikt habe.
wegen 18 minuten mehr arbeit am tag. 18 minuten .... hallo! :wallbash:
ich habe null verständnis für den streik.
und wenn gewerkschaften sich in struktur und aufstellung nicht gründlich verändern, reformieren und anpassen, halte ich das modell gewerkschaft für mehr als überholt. :labern:

Das mußte ja kommen - den Schwachsin von Finanzminster Rambo-Möllring nachzubeten.

Dann arbeite du doch 2 Wochen im Jahr länger!!! Unbezahlt!!

Vielleicht durch verzicht auf Urlaub.

Ich könnte kotzen. :sabber: :sabber: :sabber:

Zitat (kLeiner @ 03.03.2006 - 11:24:29)

der öffentlich dienst arbeitet auch bei einem unternehmen - dieses unternehmen heißt "staat" (wo eh viel zu viele leute arbeiten). diesm unternehmen geht es schlecht. wäre es da nicht angemessen, daß die angestellten etwas mehr zusammenrücken, mehr anpacken, hier und da verzicht übern u.s.w.?
ich finde ja.
aber was machen die herren und damen angestellten des unternehmens staat - sie streiken anstatt anzupacken.
da kann ich als angestellter in der freien wirtschaft nur mit dem kopf schütteln.

Genau - sollen die doch am besten für Null arbeiten.

Soviel gequirlte Schei... habe ich ja lange nicht gehört.

Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen muss!! :labern: :labern:

Zitat (RheumaKai @ 03.03.2006 - 11:26:46)
Das mußte ja kommen - den Schwachsin von Finanzminster Rambo-Möllring nachzubeten.

Dann arbeite du doch 2 Wochen im Jahr länger!!! Unbezahlt!!

Vielleicht durch verzicht auf Urlaub.

Ich könnte kotzen. :sabber:  :sabber:  :sabber:

2 wochen im jahr mehrarbeit ... ich lach mich tot ... ehrlich

dein scheiß 2 wochen errechnen sich, wenn man die 18 minuten tgl übers jahr zusammenrechnet - dann kommt man so ca auf 2 wochen.

du tust hier so, als müßtet ihr auf 2 wochen urlaub verzichten. dem ist aber nicht so. also heul ma nicht so rum.


edit: dann kotz doch

Bearbeitet von kLeiner am 03.03.2006 11:37:39

...

Bearbeitet von Didi die Große am 04.07.2007 12:48:24


Zitat (kLeiner @ 03.03.2006 - 11:35:13)
Zitat (RheumaKai @ 03.03.2006 - 11:26:46)
Das mußte ja kommen - den Schwachsin von Finanzminster Rambo-Möllring nachzubeten.

Dann arbeite du doch 2 Wochen im Jahr länger!!! Unbezahlt!!

Vielleicht durch verzicht auf Urlaub.

Ich könnte kotzen. :sabber:  :sabber:  :sabber:

2 wochen im jahr mehrarbeit ... ich lach mich tot ... ehrlich

dein scheiß 2 wochen errechnen sich, wenn man die 18 minuten tgl übers jahr zusammenrechnet - dann kommt man so ca auf 2 wochen.

du tust hier so, als müßtet ihr auf 2 wochen urlaub verzichten. dem ist aber nicht so. also heul ma nicht so rum.

Kleiner Tip du Oberschlauberger.
Rechne doch die magischen 18 Minuten auf Sekunden runter. Sieht vielleicht noch besser aus.

Lern doch erstmal arbeiten und lach dich dann tot, damit der Mist den du hier abläßt allen erspart bleibt.

Hallo?!?.... es gibt über 5 Mio. Arbeitslose....und Mehrarbeit ist heutzutage mehr als üblich...in der heutigen Situation ist es echt ein Witz, wegen so einer Lapalie so einen Wind zu machen... falls es den Leuten im öffendlichen Dienst noch nicht aufgefallen ist: die Leute in der freien Wirtschaft müssen noch ne ganze Menge mehr Kompromisse eingehen...wacht mal auf, heutzutage muss jeder Abstriche machen, der Arbeit behalten will....

Bearbeitet von lady-nutella am 03.03.2006 11:41:48


Zitat (RheumaKai @ 03.03.2006 - 11:39:54)
Kleiner Tip du Oberschlauberger.
Rechne doch die magischen 18 Minuten auf Sekunden runter. Sieht vielleicht noch besser aus.

Lern doch erstmal arbeiten und lach dich dann tot, damit der Mist den du hier abläßt allen erspart bleibt.

ist das deine komplette argumentation? rofl

@Didi die Große:

Du hast zwar die Wörter gelesen, die ich geschrieben habe, aber in keinster Weise verstanden, was ich damit gemeint habe.


...

Bearbeitet von Didi die Große am 04.07.2007 12:50:21


Leute ihr habt mich überzeugt, wir müssen endlich runter mit dem Lohnniveau auf Höhe der Entwicklungsländer - dann wird alles besser. :sabber:


...

Bearbeitet von Didi die Große am 04.07.2007 12:51:45


Zitat (Sparfuchs @ 03.03.2006 - 11:49:14)
Leute ihr habt mich überzeugt, wir müssen endlich runter mit dem Lohnniveau auf Höhe der Entwicklungsländer - dann wird alles besser. :sabber:

mit solchen parolen beeindruckst du hier nicht.
die kannst du gröhlen, wenn du mit deinem verdi leibchen durch die gegend rennst - nimmt trotzdem keiner ernst.

spätestes jetzt bin ich der meinung, daß soche dinge wie müllentsorgung von privaten unternehmen gemacht werden sollten.
ich würde wetten, daß es billiger und schneller wird.

Im übrigen hab ich mir sagen lassen, als die Arbeitszeitverkürzung eingeführt wurde bekamen die Arbeiter im öffentlichen Dienst keine Lohnerhöhung und da die 38,5 Stunden Woche (anstatt 35) 2 zusätzliche freie Tage, die mittlerweile auch wieder abgeschafft wurden. Auch mit 42, 44..... Wochenarbeitstunden wird man das <problem nicht lösen. Durch sinkende Löhne,weniger Kaufkraft werden noch mehr Geschäfte zumachen, die Arbeitslosigkeit steigen - dadurch steigen wieder die Lohnnebenkosten, dazu kommt das die Bevölkerung in Deutschland schrumpft und die Pro-Kopf-Verschuldung steigt bis zum Staatbankrott.


Hallo Kleiner,
falls du es noch nichtt gemerkt hast:
1. Der öffentliche Dienst besteht nicht nur aus der Müllabfuhr
2. Ich bin in keiner Gewerkschaft
3. Ich bin Elektroinstallateurmeister
4. Die Löhne sind nicht das Problem in Deutschland, sondern unser Sozialstaat sowie die
aufgeblähte Bürokratie.

Auch in der privaten Wirtschaft schaffen niedrigere Löhne keine Arbeitsplätze


Zitat (kLeiner @ 03.03.2006 - 10:57:46)
ich kann nur mit dem kopf schütteln.
zum glück arbeiten sie bei uns in hamburg wieder.
wenn man sich überlegt, warum die gestreikt habe.
wegen 18 minuten mehr arbeit am tag. 18 minuten .... hallo! :wallbash:
ich habe null verständnis für den streik.
und wenn gewerkschaften sich in struktur und aufstellung nicht gründlich verändern, reformieren und anpassen, halte ich das modell gewerkschaft für mehr als überholt. :labern:

Du sprichst mir aus der
Seele!! :blumen: :pfeifen: :pfeifen:

Es gibt Arbeitslose, die wirklich arbeiten wollen, und bereit sind, auch länger zu arbeiten!! Möchte mal die Gehälter der Gewerkschaftler sehen!!! Warum streiken die nie für mehr Geld????? Weil sie genug haben!!!!

wollmaus

Zitat (wollmaus @ 03.03.2006 - 12:11:35)
Es gibt Arbeitslose, die wirklich arbeiten wollen, und bereit sind, auch länger zu arbeiten!! Möchte mal die Gehälter der Gewerkschaftler sehen!!!

Man sollte bei der Diskussion nie aus dem Auge lassen, dass Gewerkschaften immer nur für die kämpfen, die Arbeit haben und nicht für die, die keine haben. Schließlich sind sie die Lobby für die Arbeitnehmer. Und das merkt man teilweise schon deutlich.

ja wollmaus - hast ja so recht. Und die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst, haben es da leichter die bestimmen selbst wieviel sie verdienen. In Rheinland Pfalz haben vor 2-3 Jahren die Minister gesagt das Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gekürzt werden müssen.
Gleichzeitig haben sie Ihre Diäten erhöht(warum eigentlich Diät). Die großen deutschen Firmen haben in den letzten Jahren Rekordgewinne eingefahren. Bei der all so schlechten Zeit haben sich Vorstände teils ihre Gehälter verdoppelt.


und es gibt Arbeitslose die wollen nicht arbeiten. Wer es in unserem Staat geschickt anstellt (besonders Familien) kann ohne Arbeit besser leben als mit


:D kann ich mir grad nicht verkneifen ... hab ja mal in Mathe gehört das man Aufgaben vor und rückwärts rechnen kann/soll.

Zitat
Das Jahr hat 365 Tage. Davon sind 52 Wochenenden.
Also bleiben 365-104=261
Dann hat jeder 30 Urlaubstage 261-30=231 Tage bleiben übrig
Dann nehmen wir nur mal 6 Feiertage an 231-6=225
225 Tage * 18 Minunten/Tag = 4050 Minuten Mehrarbeit
4050 Minuten / 60 = 67,5 Stunden
67,5 Stunden / 8 Stunden pro Arbeitstag = 8,44 Tage, die man mehr arbeiten müsste


8,44 Tage mehr arbeiten
+ 225 Tage
+6Tage
+ 30 Tage
+104 Tage
macht 373,44 hey cool so hat das Jahr ja viel mehr Tage. :P

...

Bearbeitet von Didi die Große am 04.07.2007 12:53:35


...

Bearbeitet von Didi die Große am 04.07.2007 12:54:48


... weiß ich doch ... aber ein bisschen Spaß muß manchmal sein. :)


BMW ist ein sehr gutes Beispiel, denen gönne ich es sogar. Ein hervoragendes Management. Ist ja auch gröstenteils in Privater Hand. dDort würd ich auch gern arbeiten. Gegenbeispiel Daimler. Größenwahn. Gutlaufende Geschäftsfelder wurden verkauft um bei den Autofirmen weltweit zuzukaufen, teuer eingekauft und doch ein Flopp. Opel gehts schlecht durch Managementfehler.


Zitat (Sparfuchs @ 03.03.2006 - 12:10:39)
Hallo Kleiner,
falls du es noch nichtt gemerkt hast:
1. Der öffentliche Dienst besteht nicht nur aus der Müllabfuhr
2. Ich bin in keiner Gewerkschaft
3. Ich bin Elektroinstallateurmeister
4. Die Löhne sind nicht das Problem in Deutschland, sondern unser Sozialstaat sowie die
aufgeblähte Bürokratie.

Auch in der privaten Wirtschaft schaffen niedrigere Löhne keine Arbeitsplätze

dann entschuldige ich mich mal für das "verdi leibchen"

mich überrascht, daß du dann hier eine lanze für die streikenden brichst.

Ich kann das Thema Gewerkschaften NICHT MEHR HÖREN:

siehe SAP Walldorf


Also, ich muss jetzt doch noch mal meinen Frust loswerden. Mein erstes Posting ist ja nicht verstanden worden, aber ist ja auch kein Wunder. Man haut hier was in die Tasten und das kann nicht rüberkommen.
Ich kenne genug Leute, die das so sehen und ich sehe auch an einigen Beiträgen hier, dass dem öffentlichen Dienst immer noch die Marke anhängt, "die habens eh gut, die sollen nicht meckern". Und da haut dieser Streik auch noch rein.

Wir sollen ein bisschen mehr arbeiten.
Au ja. Wenn bei uns die 40-Std.-Woche wieder eingeführt wird, bin ich die erste, die Hurrah schreit. Dann muss ich nicht mehr so viel arbeiten. Wenn ich meine Überstunden aufrechne, kriege ich noch was raus und ich hab nicht eine einzige davon bezahlt bekommen.
Ich bin seit 30 Jahren im öffentlichen Dienst, werde seit 30 Jahren nach der selben Gehaltsstufe bezahlt, habe bis zur Rente keine Chance, irgendwann mal eine Gehaltserhöhung zu bekommen. Die Menge an Arbeit und die Anforderungen an meine Qualifikation sind aber ständig gestiegen und steigen immer noch.

Damit nicht wieder ein Missverständnis entsteht: ich beklage mich nicht. Ich komme mit meinem Gehalt aus und ich habe einen höchstwahrscheinlich bis zur Rente sicheren Arbeitsplatz. Das weiß ich zu schätzen und dafür bin ich sehr dankbar.

Was mich so wütend macht ist, dass überall im öffentlichen Dienst Stellen abgebaut werden bis zum Geht nicht mehr. Die weiterhin wachsende Arbeit wird auf die verbliebenen Arbeiter und Angestellten verteilt.
Wenn mein Gehalt gekürzt wird, wird mir dass sicher weh tun und ich werde mich in vielen Dingen ganz gewaltig einschränken müssen. Aber ich wäre bereit, den Gürtel enger zu schnallen, wenn dadurch ein anderer arbeiten dürfte.
So aber wird die Kluft zwischen denen, die Arbeit haben und denen, die außen vor stehen, nur noch größer.
Und was durch diesen Streik jetzt rüber kommt ist, ach die "Öffentlichen" beklagen sich, dass sie ein klein wenig mehr arbeiten sollen.

Deshalb bin ich der Meinung, dass dieser Streik nichts mit dem zu tun hat, was ein Streik sein sollte.

@Didi die Große: wenn du sagst "Man sollte bei der Diskussion nie aus dem Auge lassen, dass Gewerkschaften immer nur für die kämpfen, die Arbeit haben und nicht für die, die keine haben. Schließlich sind sie die Lobby für die Arbeitnehmer. Und das merkt man teilweise schon deutlich", dann ist es verdammt traurig, dass du einerseits recht hast obwohl es rein sachlich nicht so sein dürfte, denn auch wenn ich arbeitslos werde bin ich Gewerkschaftsmitglied und die haben für mich da zu sein; aber mich macht es noch wütender, dass die Gewerkschaften eigentlich für niemanden mehr eine wirkliche Lobby sind.

So – ich hoffe, dass ich nu nicht wieder missverständlich war


Was ja alle wissen: es schneit zur Zeit arg viel und trotzdem streiken die Räumdienste. ;)
Als Ersatzarbeiter die Fahrzeuge mit Salz beladen wollen werden sie daran gehindert. Toll. Und die Autofahrer? Können die was dafür ? NÖ!! Trotzdem stecken einige nun fest.

Verdi will in Taschen greifen, wo nichts mehr zu holen ist. Auch wenn ich den Leuten die Kohle gönne, verstehen kann ich es nun doch nicht wirklich!


Mal eine Geschichte aus unserem Amt

Wir haben 6 neue Leute bekommen mit einem Zeitvertrag für 1 Jahr.
Da Sie Ihre Arbeit ordentlich machten bekammen sie einen Verlängerungsvertrag ( noch ein Jahr ). Da ja eingetlich die Arbeitskraft der 6 Leuten gebraucht wird die Stadt aber sowas von Pleite ist müssen meine Kollegen jetzt 1 Monat und 1 Tag zu Haue bleiben dann bekommen sie einen neuen Vertag aber mit ca 300 Euro weniger Geld.

Wir bekommen keine Schichtzulagen mehr, keine Samstag Sonntag zulage mehr ( nur Zeitausgleich) keine Nachtzulage mehr.

Jetzt werden unsere Arbeitzeiten erweitert
Die Spätschicht ist eigentlich um 21 Uhr zu ende die würde dann bis 23Uhr gehen auch Samstags.

Das Schlagwort bei uns im Amt ist Abmahnung also nicht daran zu denken das hier noch ein " sicherer Jop" ist ganz im gegenteil ist der Fall. Die Zeiten mit dem goldenen Löffel sind lage vorbei!!!!
Man versucht die Leute raus zu bekommen die schon seit Jahren dabei sind und dafür dann neue Leute einzustellen die dann das selbe Arbeitspensum haben aber für weniger Geld ( sie sind ja froh einen Job gefunden zu haben) bekommen.

Damit ich über die Runden komme bleibt mir nichts anderes übrig nebenbei zu Joben.
Nur werd ich das wohl an den Nagel hängen können weil der komplette Schichtplan umgekrämpelt wird.

Die 18 Minuten mehr am Tag wären nicht so schlimm wenn ich wüste das dafür keiner mehr mit Abmahnungen oder represalien rechnen müßte.
Das ist leider nicht der Fall.
Im gegenteil es wird immer schlimmer.

Wer macht sich darüber gedanken???
Denkt mal drüber nach wieveiel mit den 18Minuten am Tag wieder Arbeitslos werde !!!!


Also was mir jetzt noch einfällt - viele sagen: Mensch warum streiken die wegen 18 Minuten am Tag - mag ja sein das es nicht von Bedeutung ist .... aber warum beharren die Arbeitgeber dann so hart darauf - wird schon einen Grund haben.


Die Außerirdische!!!

Bist Du Beamtin oder Zivilangestellte!! Mein Mann hat 38Jahre bei der Bereitschaftspolizei Bremen als stellvert. Werkstattleiter in der Kfz.-Werkstatt gearbeitet. Gehaltserhöhungen gibt es immer!!! Ich könnte noch mehr zu Deinem Bericht sagen,aber ich verkneif es mir. Ich weiß jedenfalls aus erster Hand, wie es bei der Behörde so läuft.

wollmaus


Ich arbeite auch im öffentlichen Dienst und ich bin der Meinung - der einzelne müsste nicht LÄNGER arbeiten, um die Arbeitslosigkeit in den Griff zu kriegen (das gibt nur mehr Arbeitslose) sondern KÜRZER (Jawohl, KÜRZER) - dafür müssten aber dann auch Leute eingestellt werden anstatt die Arbeit auf die verbleibenden Kollegen und Kolleginnen zu verteilen!!!!

ICH wäre bereit, meine Arbeitszeit zu kürzen - aber nur unter der Bedingung, dass für die Zeit, die ich kürze, jemand neues eingestellt wird - wird aber leider nicht, also bleibe ich bei meiner jetzigen Arbeitszeit (egal ob 18 Minuten mehr oder weniger)


Da muß ich dir recht geben schwabinchen. Vielleicht könnte man ja als Kompromiss die
Arbeitszeit für jüngere verlängern und ab 50 oder 55 verkürzen, wenn man eh bis 67 arbeiten soll, was ich persönlich für absoluten Blödsinn halte. Wer kann denn mit über 60 tatsächlich noch die Leistung bringen wie ein junger Mensch - die wenigsten. Und die Arbeitgeber wollen eh nur junge Arbeiter - das ist schon diskriminierend.


Klar so isses Sparfuchs aber aber die erfahrung von einem 55 Jährigen sollen sie bitte mitbringen :wallbash:


Zitat (Schuldenhilfe @ 03.03.2006 - 19:31:22)
Klar so isses Sparfuchs aber aber die erfahrung von einem 55 Jährigen sollen sie bitte mitbringen :wallbash:

Genau so. Am besten wär den jungen Arbeitskräften einen Chip einbauen und so programmieren wie man sie braucht und wenn dann die Batterie kaputt ist - austauschen! rofl

Grööööhhhhhhhhhllllllllllllllll Sparfuchs
aber bitte nicht meiner Stadt weitergeben den Tipp.
Reicht das wir das bald in unseren Erfassgeräten haben grummel.
Sonnst sehen die noch das ich anstat Autos auf zu schreiben einen Kaffee am schlüfen bin :D


Zitat (Schuldenhilfe @ 03.03.2006 - 19:43:06)
Grööööhhhhhhhhhllllllllllllllll Sparfuchs
aber bitte nicht meiner Stadt weitergeben den Tipp.
Reicht das wir das bald in unseren Erfassgeräten haben grummel.
Sonnst sehen die noch das ich anstat Autos auf zu schreiben einen Kaffee am schlüfen bin  :D

Na so eine bist du :lol:
aber mit der Erfindung hätte ich zumindest ausgesorgt und so ein Knöllchen könnt ich mir dann auch noch leisten oder willst lieber ein Becherchen?

ein becherchen Sparfuchs läuft noch nicht unter bestechung grinsel
das nehm ich dann auch mal :pfeifen:


Zitat (Schuldenhilfe @ 03.03.2006 - 19:55:20)
ein becherchen Sparfuchs läuft noch nicht unter bestechung grinsel
das nehm ich dann auch mal :pfeifen:

gut machen wir so :P


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