Warum melden Seamis - Gießanzeiger keinen Wasserbe


Ende 2014 begann ich, meine Pflanzen von Erde auf Seramis umzustellen. Kann mir jemand, vielleicht ein User, der gärtnerischer Fachmann ist odern selbst auf Seramis steht, von seinen Erfahrungen mit den dazugehörigen Gießanzeigern mitteilen?
Meine erste Pflanze, eine Blattpflanze, uraltes Erbstück von einer Verwandten, auch in Seramis befindlich, sollte ein neues Seramisbett bekommen. Diese Pflanze bildet im Laufe der Zeit so etwas ähnliches, wie einen Stamm, der immer länger und hässlicher wurde. Einem Besucher, ehemaliger Gärtner hat die gleiche Pflanze und weiß, dass man oberhalb der Erde (Seramis) den Stamm abschneiden und so, wie er ist, neu einsetzen kann. Nur Stiel und Blattwerk guckt heraus. Das machte ich mit Seramis nach Anleitung auf der Seramispackung. Auch den entsprechenden Gießanzeiger, in der alten Pflanze war keiner, und mein Mann kümmerte sich um das Gießen. setzte ich ein, mit dem Ergebnis, dass das Schaufenster nach 6 Wochen immer noch nicht von blau auf rot gewechselt hatte. Rot bedeutet ja Wasserbedarf.
Der Bekannte kennt sich nicht mit dieser Methode aus, darum Hilfe von ihm nicht in Sicht. Ich überprüfte die Gießanzeiger (inzwischen mehr im Einsatz) auf Funktionalität, durch Herausnehmen und liegenlassen im Trockenen. Sie färbten sich rot. Eine andere Grünpflanze, zu mehreren in einer Schale, schien einzugehen, weil ich vermutlich zu viel Kaffeesatz als Dünger auf die Erde gestreut hatte.
Ich topfte auch diese um und zwar in Seramis. Es waren nur kleine Würzelchen da. Dasselbe Ergebnis: Gießanzeiger zeigten keinen Wasserbedarf an. Seit Februar gieße ich nach Gefühl, vermisse Sicherheit, obwohl die Pflanzen wachsen. Kann es sein, dass die Anzeige funktioniert, wenn mehr Wurzelwerk vorhanden ist?
Vor ganz wenigen Tagen, war ein Geldbaum für einen größeren fällig.
Den setzte ich mit dem Erd – Wurzelballen in Seramis und bin gespannt, wie das auf den Gießanzeiger reagiert, den ich dort probehalber einsetzen will. Dieser Geldbaum ist die erste Pflanze, die mit großem Wurzelballen im neuen Seramisbett landete.
Einige Ableger, die sich momentan mit den Stielen im Wasser beim WurzelnZiehen befinden, sollen demnächst auch in Seramis.


Hilfreichste Antwort

Ich habe auch seit ca. zwanzig Jahren alles in Seramis, und zwar ohne Gießanzeige. Alle paar Wochen kommen ein paar Liter Wasser rein und allen geht es gut.
Neugekaufte Pflanzen befreie ich von der Erde so gut es geht, dann werden sie in Seramis gepflanzt.


Soweit mir bekannt ist, sollen Pflanzen, die in Seramis umgesetzt werden, immer gut bewurzelt sein und auch immer mit ihrem ursprünglichen Erdballen in die Seramis-"Erde" eingesetzt werden!
Von daher dauert es auch ziemlich lange, bis die Wasseranzeigen wieder "rot" anzeigen! Die Erdfeuchtigkeit wird durch das Tonsubstrat sehr lange gehalten!


Dem schließe ich mich an. Ich persönlich halte nichts so wirklich von den Anzeigen. Gieße lieber nach Gefühl oder teste mit dem Finger, ob Wasser benötigt wird.


hallo, Murmeltier

Dein und Franci`s Beitrag waren für mich sehr hilfreich. Mittlerweile bestätigt sich, dass ich bisher alles richtig gemacht habe und Deine These mit meinen bisherigen Erfahrungen. bzw. Vermutungen übereinstimmen. Ich entdeckte, dass die kleinen Würzelchen, die ich erwähnt hatte, sich vermehrt hatten und holte die Gießanzeiger wieder hervor und konnte beobachten, dass sie doch funktionieren. Das vermehrte Wurzelwerk konnte ich sehen, weil ich seinerzeit diese Pflanzen in größere alte ehemalige Mayonnaisegläser gesetzt hatte, um den Wasserstand und somit Gießbedarf beobachten zu können. Dabei bemerkte ich gerade letzte Wochenende, dass sich Algen bilden. Darum verwarf ich die Idee mit den Gläsern und stellte sie zum Schutz vor Tageslicht in Übertöpfe.
Der Fingertest, den ich bei der großen Pflanze vor dem Wiedereinstecken des Anzeigers machte, zeigte leicht gefühlte Feuchtigkeit an, wurde aber Stunden später durch den Anzeiger widerlegt.
Danke vielmals mit lieben Grüßen
Hildchen


Ich hab sehr viele Pflanzen und alle in Seramis, seit mindestens 25 Jahren topfe ich alles Gekaufte in Seramis um und alle selbst gezogenen Ableger lernen nie Erde kennen. Ganz zu Anfang hab ich mal Giessanzeiger benutzt, aber ich brauche die nicht. Ich versuche, eine Pflanze nicht "ständig ein bisschen" sondern so zu gießen, dass der Topf zu einem Drittel mit Wasser voll ist und dann nicht mehr (!) bis das Substrat richtig trocken ist. Viele Wurzeln stehen nicht gerne ständig im Wasser und würden dann faulen. Das klappt recht gut. Rat eines Gärtners. Wenn man die Pflanzen beobachtet, sieht man häufig am Aussehen der Pflanze oder des Substrats, dass es Zeit zum Gießen ist.

Funktioniert bei mir wirklich gut. Ich habe einen 3 m hohen und einen 2,5 m hohen Ficus Benjamini, beide sind mehr als 20 Jahre alt und viele andere schön gewachsene Pflanzen, alle in Seramis.


Ich habe auch alle Pflanzen umgetopft vor ca. einem Jahr. Anfangs dachte ich "Ohje..." Aber alle sind zufrieden. Auch meine neuen Pflanzen und sogar die Wüstenrosen :)


:rolleyes:
Hilfreicher Kommentar, der mich ermutigt. Bevor ich das Thema Seramis hier im Forum behandelte, wandte ich mich direkt an Seramis; von dort bekam ich dann auch den Tipp, das Gießen nach Gefühl zu erledigen, bzw. mal einen CM mit dem Finger in das Granulat zu stecken, ob Feuchtigkeit zu spüren ist. Das ist mir zu unsicher.
Beruhigend auch zu erfahren, dass Blumenerde gar nicht nötig ist.

Hatte auch in Erwägung gezogen, neu erworbene Pflanzen gleich in Seramis umzusiedeln, war mir aber nicht sicher, ob das sinnvoll ist, weil solch eine Pflanze sich ja erst einmal in frischer Erde befindet.
Nun habe ich jedoch beschlossen, es auch so zu handhaben mit dem sofortigen Umsetzen.


Hallo, Hör Auf Dein Herz,

:rolleyes: Das ist ein ermutigender Beitrag. Bevor ich Thema Seramis hier im Forum behandelte, wandte ich mich an Seramis direkt und bekam als Alternative den Rat, das Gießen nach Gefühl zu erledigen, wenn ich mit dem Gießanzeiger nicht klar komme. Und zwar mit dem Finger etwa 1 cm tief in das Substrat gehen, ob es sich feucht anfühlt.
Ob ich damals richtig lag, von wegen gar keine Erde und mit kleinen Wurzeln bestückte Ableger, wusste ich auch nicht recht.
Danke also, für die Bestätigung meiner Vermutung, die sich inzwischen auch mit Ergebnissen bestätigt.

Ich trug mich auch schon mit dem Gedanken, neu erworbene Pflanzen gleich in Seramis umzusiedeln, bin mir aber nicht sicher gewesen, ob das sinnvoll ist und man die frisch eingetopfte Pflanze nicht erst eine Zeit so belassen soll, bis ein Umtopfen nötig wird.
Nach Euren Erfahrungen werde ich das jetzt genauso handhaben wie Ihr
L G. Hildchen


Ich habe auch seit ca. zwanzig Jahren alles in Seramis, und zwar ohne Gießanzeige. Alle paar Wochen kommen ein paar Liter Wasser rein und allen geht es gut.
Neugekaufte Pflanzen befreie ich von der Erde so gut es geht, dann werden sie in Seramis gepflanzt.


Ich hatte einen Teil meiner Pflanzen auch in Seramis, allerdings habe ich auch auf die Gießanzeiger verzichtet, eben weil das mit den Angaben einfach nicht stimmte. Daher habe ich die Pflanzen ganz normal und wie gewohnt in normale Töpfe gesetzt und dann in einen Übertopf. Da sehe ich dann weit besser, ob noch Wasser unten im Übertopf steht bzw ich nachgießen sollte.

Auf Seramis kann man verschieden Pflanzen auch aussäen, Zitrusse und auch Karambolen keimen darin sehr gut. Auch bewurzeln klappt bei manchen Pflanzen, vor allem Weihnachstskakteen.

Inzwischen habe ich viele meiner Pflanzen auf Lechuza umgewechselt, davon bin ich noch überzeugter. Aber egal ob Lechuza oder Seramis, ich topfe nur die Pflanze selbst um und versuche so viel Erde wie möglich von den Wurzeln zu lösen. Nachdem mir die Erde nämlich mal schimmelte, fand ich das nicht mehr so lustig.

Mich ärgert übrigens die Antwort von Seramis etwas: Du sollst nach Gefühl gießen, anstatt daß Du Dich als Kunde auf die teuren Gießanzeiger verlassen kannst. Immerhin mußt Du für die unnützen Dinger ja auch Geld bezahlen.


Hallo, Sheila,

Zu Deinem letzten Abschnitt im Kommentar muss ich dazu sagen: In einem zweiten Schreiben an Seramis hatte ich noch einmal ausdrücklich geschildert, dass ich mit den Gießanzeigern nicht zurecht komme. Dann müssen die Leute wohl doch mitbekommen haben, wo mich wirklich der Schuh drückt. Daraufhin kam der Rat, den Wasserbedarf mit dem Finger zu testen.


Zitat (Hildchen @ 03.06.2015 22:47:02)
Hallo, Sheila,

Zu Deinem letzten Abschnitt im Kommentar muss ich dazu sagen: In einem zweiten Schreiben an Seramis hatte ich noch einmal ausdrücklich geschildert, dass ich mit den Gießanzeigern nicht zurecht komme. Dann müssen die Leute wohl doch mitbekommen haben, wo mich wirklich der Schuh drückt. Daraufhin kam der Rat, den Wasserbedarf mit dem Finger zu testen.

Klar, das macht Sinn: erst einen teuren Gießanzeiger verkaufen und dann empfehlen mit dem Finger zu testen. :wallbash:

Ist jetzt nicht wahr, oder?

Naja wie auch immer, ich persönlich empfinde die Lösung mit Topf und Übertopf immer noch am Sinnvollsten. Muß aber natürlich jeder selber herausfinden, womit er am besten klar kommt.

Viel Spaß Dir noch mit Deinen Pflanzen.

Hallo, Shaila,

Habe zu Beginn meiner ersten "Gehversuche" mit Seramis auch von der Möglichkeit, mit Topf und Übertopf gelesen, so wie Du es machst und gleich verworfen. Es erschien mir zu aufwändig. War froh, erst einmal wasserdichte Gefäße zu haben und erste Versuche zu starten.
Doch, seit ich mehr über das Thema "Pflanzen in Seramis" weiß und Dein Kommentar mich wieder daran erinnerte, schätze ich diese Methode als die Sicherste ein. Demnächst werde ich nochmal genau darüber nachlesen. Momentan schätze ich die Sache so ein, dass man den Übertopf mit Wasser füllt und sich die Pflanze ihren Bedarf herauszieht, Ist der Übertopf leer, gießt man nach.
Das wäre super und vor allem sicher. Das werde ich demnächst probieren und die Sicherheit gern mit mehr Aufwand bezahlen.
Ich wäre Dir dankbar, wen Du mir schildern könntest, vorausgesetzt, es ist Dir zeitlich möglich, wie Du das machst. Setzt Du die Pflanzen wie bei Erdbepflanzug auch in Tontöpfe, oder gibt es spezielle Töpfe, die man unbedingt nehmen sollte?
Danke im Voraus mit lieben Grüßen Hildchen


Hildchen, ich nehme da einfach Plastiktöpfchen, wo man z.B. im Handel seine Pflanzen auch drin kauft, mache unten etwas Flies rein, damit das Seramis nicht rauskullert und fertig. Mehr Arbeit ist das nicht, als wenn man normalerweise eine Pflanze in Erde umtopft.

Ach ja, mit etwas mehr Aufwand und einer Art "Docht" zur Selbstbewässerung kann man auch mit Lechuza herumexperemtieren.

Bearbeitet von Shaila am 06.06.2015 22:58:39



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