Hund gräbt Löcher in den Garten: Ich brauche dringend Ratschläge


Hi
ich habe ein Problem und zwar das mein Hund (Beagle,2) Löcher in unseren Garten gräbt und zwar nicht nur in die Beete sondern auch auf dem Rasen. Das ist ziemlich nervig. Habt ihr vielleicht Ideen wie man das stoppen könnte?
ich wäre euch sehr dankbar. :D


Hilfreichste Antwort

Beagle sind Jagdhunde, die brauchen viel Bewegung und Auslastung, immerhin wurden sie gezüchtet, um in der Meute das Wild im Jagd aufzuspüren und zu jagen. Es sind halt Arbeitshunde und keine Begleithunde. Daher brauchen sie auch wahnsinnig viel Bewegung und Auslastung. Wenn der Hund müde ist vom Laufen und Rennen, dann wird er auch nicht mehr so viel Elan haben, den Garten umzugraben.

Und dann wirst Du diesen "Maulwurf" wohl auch nicht einfach in den Garten lassen können, zumindest momentan nicht. Es ist nun mal in der Natur des Hundes zu buddeln und das lebt er dort aus. Klickertraining kann helfen, Wasserpistole ebenfalls, geht halt nur, wenn Du anwesend bist, wenn er im Garten ist.

Vielleicht kann hier auch ein erfahrener Hundetrainer gute Tips geben.


Wir haben das den Hund meiner Eltern mit einer Wasserpistole abgewöhnt. Immer wenn er graben wollte hat er einen Schuss ab bekommen. Hat geholfen... ;)


Nun, das liegt in der Natur des Wuffs und ist kein seltener Fall ;-)
Hast du es schon mit einem Klicker versucht? Manchmal hilft das intensive beschäftigen damit um Ihn spielerisch davon abzugewöhnen ;-) So einen Klicker bekommst du bei jedem Tierbedarf Handel...bedarf jedoch Zeit und Intesives Training.
Hilft auch bei Katzen...wenn sie es annehmen ;-)

LG KaTatze


Ich glaube auch, dass der Hund (noch) mehr Auslastung braucht. Er ist erst zwei, da haben viele Rassen noch einen unbändigen Tatendrang. Die Idee mit dem Klicker ist gut, aber auch sportliche Aktivitäten wie gemeinsames Radfahren, Laufen, oder sowas wie Agility (einfach mal googeln) wird dazu beitragen, dass der Hund körperlich und geistig mehr "ausgepowert" ist.

Viel Erfolg mit deinem Wuffi.


Beagle sind Jagdhunde, die brauchen viel Bewegung und Auslastung, immerhin wurden sie gezüchtet, um in der Meute das Wild im Jagd aufzuspüren und zu jagen. Es sind halt Arbeitshunde und keine Begleithunde. Daher brauchen sie auch wahnsinnig viel Bewegung und Auslastung. Wenn der Hund müde ist vom Laufen und Rennen, dann wird er auch nicht mehr so viel Elan haben, den Garten umzugraben.

Und dann wirst Du diesen "Maulwurf" wohl auch nicht einfach in den Garten lassen können, zumindest momentan nicht. Es ist nun mal in der Natur des Hundes zu buddeln und das lebt er dort aus. Klickertraining kann helfen, Wasserpistole ebenfalls, geht halt nur, wenn Du anwesend bist, wenn er im Garten ist.

Vielleicht kann hier auch ein erfahrener Hundetrainer gute Tips geben.


Schlicht gesagt: wenn ich mich zu Tode langweilen würde, ich tät auch Löcher bis nach Australien buddeln.


Fast alle jungen Hunde buddeln gerne, aber irgendwann verlieren (die meisten) Hunde das Interesse daran.
Ihr werdet es nicht glauben, aber unserer Lilli hab ich es beigebracht, wo sie buddeln darf und wo nicht. Das hat funktioniert.
Jetzt buddelt sie nur noch ab und zu am Rand, wo nichts weiter wächst , wenn es sehr heiß ist oder wenn sie mal einen Leckerli-Knochen auf Vorrat legen will :P .

Aber ihr müßt euch ein bissel Zeit nehmen. Ist unsere Lilli ins Beet gegangen zum buddeln, hab ich geschimpft und auch mit der Wasserpistole gespritzt. Dann hab ich ihr eine Stelle im Garten gezeigt, wo sie buddeln kann und das hat sie dann irgendwann begriffen.'Also, bin zu einer Stelle am Rand, habe mit ihr gesprochen und mit dem Finger gezeigt und gesagt "hier kannst du buddeln". Sie hat dann auch gemerkt, das ich an bestimmten Stellen nicht geschimpft habe. Auf jeden Fall hat es bei uns so geklappt.

Vielleicht ein besonders schlaues Kerlchen? :rolleyes: Oder ein schlaues Frauchen? Oder Beides? :lol:


Danke für eure Tipps . Ich glaube den mit der Wasserpistole probier ich mal aus. Aber ich glaube nicht das sie zu wenig Bewegung hat, es stimmt zwar das Beagle sehr sportlich sind doch ich glaube wen man am tag mit ihr 5 km mit dem Fahrrad fährt sollte das genügen oder ?


Fünf Kilometer einmal am Tag sind ein Witz für eine Sportskanone a là Beagle. Da wundert es nicht, dass der Teenager-Hund seine überschüssige Energie irgendwie loswerden muss. Das reicht gerademal zum Aufwärmen.

Der Hund braucht Aufmerksamkeit. Und die holt er sich, indem er Deinen Garten verwüstet. Fünf Kilometer sind in weniger als einer Stunde abgefrühstückt. Was macht Herr/Frau Hund in der Zeit, in der Du Dich nicht mit ihm beschäftigst?

Strafe hilft nicht. Denn das wäre dann die Wasserspritzpistole. Er/sie versteht es nämlich nicht. Er/sie braucht Aufmerksamkeit und Führung durch das Alpha-Tier. Willst Du das sein, oder soll er Dich lieber kontrollieren - ähm, terrorisieren?

Hast Du schon mal an eine Hundeschule gedacht? Werde Mitglied im örtlichen Verein und trainiere regelmäßig Gehorsam mit Deinem Wuff. Dann sind diese Klagen überflüssig, weil es sie nicht mehr geben wird.

Wie Du sicherlich weißt, sind Hunde Rudeltiere, die einen Alpha benötigen, dem sie folgen. Sobald Du diese Position geklärt hast, gräbt Dir Deine Fellnase auch nicht mehr den Garten um. Dabei kann Dir eine Hundeschule helfen. Wenn Du es zu lange schleifen lässt, die Rangordnung zu klären, kann Dir nur noch der Hundetrainer helfen.

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria

Bearbeitet von Egeria am 31.07.2015 12:23:22


Fünf Kilometer am Tag? Das ist ca eine Stunde lang Gassigehen und das für einen Jagdhund! Nein, das reicht nicht, bei weitem nicht! Du kannst das locker verdreifachen und dann braucht er immer noch Zeit und Aufmerksamkeit. Beagle sind Nutzhunde und die brauchen eine Aufgabe, dafür wurden sie seit vielen Generationen gezüchtet. Und wie Egeria schon schrieb, wie jeder Hund ist auch der Beagle ein Rudeltier. Er braucht den Kontakt zu seinem "Rudel", also zu Dir und er will nicht nur neben Dir liegen und den lieben langen Tag nur dösen.

Denke wirklich mal über die Sache mit dem Hundetrainer oder der Hundeschule nach. Das wäre wohl wirklich sinnvoll für Euch beide.


Wie sieht das aus, etwa so? :pfeifen:


Zitat (Katrina Schnurz @ 31.07.2015 15:32:37)
Wie sieht das aus, etwa so? :pfeifen:

roflroflrofl

Danke @Shaila :wub:

so direkt, wie Du das ausgedrückt hast, habe ich das nicht hinbekommen. Doch Du hast mir aus der Seele gesprochen.

Ich kann - als langjährige Futtertante für meine Katzen - nur auf die Erfahrungen meiner Schwester zurückgreifen. Sie besitzt zwei Hunde. Einen Kampfhund (der zu dreivierteln ein Kampfhund ist, zu einem Drittel eine königliche toupierte Ratte, sprich ein Corgie) und einen schwarzen, juvenilen Schäferhund.

Beide Hunde benötigen sehr viel Aufmerksamkeit. Das fängt bei dem täglichen Auslauf an und hört bei den festen Fütterungszeiten für beide Wuffis auf. Wenn ich ab und zu mal in den Genuss komme, beim Gassi gehen dabei sein zu dürfen, bleibt mir selbst die Luft wech. Selbst wenn Frau Kampfhund schon etwas älter als Fräulein Schäfer sein mag: Wenn die beiden sich dazu entschließen, im Feld zu sprinten, komme ich nicht nach. Keine Chance.

Doch beide sind schon seit geraumer Zeit in guter Aufsicht. Meine Schwester besucht mit beiden regelmäßig eine versierte Hundetrainerin. Da die beiden mich nun schon kennen und als Rudelmitglied akzeptiert haben, gehorchen sie selbst mir. Und ich bin nicht das Alpha-Tier. Das heißt: Ich hebe den Zeigefinger und sage: "Sitze". Die beiden Mädels sitzen prompt auf ihrem Hintern. Ich senke den Zeigefinger und sage: "Abe". Die beiden Mädels liegen prompt. Selbstverständlich freuen sich die beiden auch darüber, wenn man ihnen dann ein Trainings-Leckerlie reicht. Okay, sie sind in niederländischer Sprache konditioniert. Das kann frau aber lernen.

Grüßle,

Egeria


Zitat (kaktussoso @ 30.07.2015 23:25:39)
Danke für eure Tipps . Ich glaube den mit der Wasserpistole probier ich mal aus. Aber ich glaube nicht das sie zu wenig Bewegung hat, es stimmt zwar das Beagle sehr sportlich sind doch ich glaube wen man am tag mit ihr 5 km mit dem Fahrrad fährt sollte das genügen oder ?

Für 5 km mit dem Fahrrad und einem Hund, der dich wahrscheinlich zieht, brauchst du nicht mal eine halbe Stunde, stimmt's?

Ich schließe mich meinen Vorrednern an. Das ist viel zu wenig. Wenn du es schaffen solltest, dem Hund das Buddeln abzutrainieren, dann wird sich sein ungestillter Bewegungsdrang in anderer Hinsicht Bahn brechen. Man kann sich nicht einen Hund anschaffen und dann soll eine halbe Stunde Fahrradfahren genügen, das ist unfair dem Hund gegenüber. Sehr unfair.

Kleiner Fahrplan der beiden Wuffis meiner Schwester:

Morgens vor dem (eigenen) Frühstück schon mal eine Pinkelrunde. Ist eine kurze Runde, dauert nur eine halbe Stunde. Anschließend frühstücken und DANACH die Hunde füttern. Anmerkung: Die Hunde haben nicht am Tisch zu betteln. Sie warten geduldig, bis Rudelführer gefrühstückt hat. Dann gibts Frühstück für die Fellnasen.

Weiterer Vormittag zum dösen und verdauen für die Hunde. Nach der Nahrungsaufnahme müssen die beiden ruhen, damit es nicht zu Darmverschlingungen kommt durch übermäßige Bewegung. Das könnte lebensgefährlich werden.

Im Laufe des Tages und nach der Verdauungspause eine längere Runde von mindestens einer bis zwei Stunden, wo die beiden sich austoben können. Beinchen-heben, ähm, hinsetzen zwecks Ausscheidungen ist damit ebenfalls abgedeckt. In der Handtasche meiner Schwester findet sich immer eine Rolle Kacktüten.

Abends gibts ebenfalls nochmal eine kurze, halbstündige Pinkelrunde für die beiden Mädels. Anschließend Abendessen und DANACH dann die Mahlzeiten für die Mädels. Dann isses langsam auch mal Zeit, sich im Körbchen zusammen zu rollen.


Ich würde gern noch etwas hinzufügen:

Eigenschaftes des Beagle


Allgemeiner Gedankengang;
Man sollte vielleicht jedes Tier nach seinen Eigenschaften wählen und nicht nach seinem Aussehen.
Ich finde es schlimm, wenn deren Charakter nach Menschenwünschen gebeugt werden muss.

Und noch nie habe ich verstanden, dass man sich nicht vorher schlau macht, bevor man ein Tier kauft.
Ich meine jetzt nicht explizit die TE, sondern alle, die ein Tier besitzen wollen - aus welchen Gründen auch immer.
Ganz sicher meinen es alle Tierbesitzer gut. Trotzdem haben es manche Tiere ihr Leben lang schwer.

:tomate: :tomate: :tomate:


Meine Liebe @Afina,

es geht hier offensichtlich nicht um die Hunderasse. Sondern um den Besitz eines Tieres.


Der Link ist eine Seite über Beagles.

Der Rest allgemein, ja.


Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute einen Hund halten, nur damit sie einen Hund haben. Wenn ich hier so zusehe, dass man die Hunde ins nächste Feld rennen lässt um zu p....n und dann wieder ab ins Haus.....Das gibt zu denken.


Ja, ich wohne derzeit in einem Miethaus - gestern, als ich aus dem stieg, kam ein Mann mit seinem Westi.
Er lief 5 Meter, Hund pinkelt, offenbar eilig - zerr - kehrt und ab in den Fahrstuhl.


Danke Afina, Du sprichst mir aus dem Herzen. Wenn ich sehe, wieviele Leute ja unbedingt einen Husky oder einen Jack Russel haben müssen, weil die ja soooo süß sind, ohne zu bedenken, daß beides Arbeitshunde sind. Ich kann das nicht nachvollziehen.

Wir haben uns damals ganz bewußt für einen Begleithund á la Pekinese entschieden, weil mein Mann ja schon krank war und ein Jagdhund absolut indiskutabel. Egal wie toll die Jackies sind. Nun bekommen haben wir einen Tibetspaniel, der die Krise bekommt, wenn das Gassigehen länger als 20 Minuten dauert, jede Abkürzung nach Hause kennt und sich ggf auch einfach auf den Boden wirft, um zu zeigen, daß er keinen Schritt mehr weiter geht. Naja, irgendwie war das dann doch anders geplant gewesen, aber es kommt ja meistens anders als man sich vorgestellt hat. Inzwischen muß ich mit ihm raus, weil der alte Kerl mit den Kindern nur bis zur nächsten Ecke geht zum Pieseln und dann nach Hause will. Verrückter Hund!

Ich bin mal gespannt, was der Threadsteller jetzt mit seinem Wuff machen wird, denn Tips hat er ja einige bekommen.



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