Nähmaschine - Unterfaden verheddert sich


Hallo zusammen,

ich habe eine W6 N1615. Bin eigentlich sehr zufrieden, abgesehen von dem Problem (das erst seit kurzem besteht), dass sich irgendwie der Unterfaden verheddert, d.h. dort wo die Nadel "untertaucht" kommt nicht mehr ein (Unter)faden raus, sondern gleich mehrere. Der Stoff wird dann quasi nicht mehr weitertransportiert, und die Nadel hämmert immer mehr Fäden auf die gleiche Stelle. Der Stoff wird quasi "festgetackert" und ich muss den Unterfaden abschneiden, die Maschine öffnen und das Fadengewirr aus der Maschine entfernen. Wo liegt das Problem?
Ich habe dabei ein ganz normales Baumwoll-Tshirt benutzt und die Nähmaschinennadel, die sonst auch einwandfrei bei diesen Stoffen funktioniert hat.

Darf ich im Allgemeinen, nicht über Nähte drübernähen? Beispielsweise, um die Enden zu verstärken? Liegt es an der Fadenspannung?

Bin ein Neuling auf diesem Gebiet. Wäre sehr dankbar, falls mir jemand weiterhelfen könnte :)

Viele Grüße,
cobby


Überprüfe mal die Einfädelung - vom Garnröllchen bis zur Nadel.


Zitat (viertelvorsieben @ 03.08.2015 14:12:45)
Überprüfe mal die Einfädelung - vom Garnröllchen bis zur Nadel.

Der Oberfaden stellt kein Problem da, wie es aussieht. Schtin ein Problem des Unterfadens zu sein, und den habe ich schon ausgebaut, überprüft und wieder eingesetzt. Hat aber leider nichts geholfen :/

Ist das "Schiffchen", also die Rolle mit dem Unterfaden, richtig eingesetzt und ist der Faden dort richtig an der Spannungsfeder vorbei geführt?
Bist du sicher, dass es der Unterfaden ist, der sich querstellt, oder könnte es auch der Oberfaden sein?
Ist der Unterfaden richtig stramm gewickelt auf der Rolle?
Du benutzt dafür, richtig, eine Spezialnadel für Trikot, auch Jerseynadel genannt. Ist diese vielleicht verbogen?

Über Nähte hinwegnähen, langsam und mit Gefühl, dürfte nicht die Ursache sein.


Bei mir musste die Maschine zur Reparatur - da hatte sich irgendwas minimal verzogen.


Das kann auch an zu viel Fusseln liegen. Wenn Du den inneren Bereich Deiner Maschine noch nie gereinigt hast, würde ich das mal probieren. Im Anleitungsheft steht, oder sollte stehen, wie das geht. Ich muss bei meiner Maschine auch von Zeit zu Zeit die Innereien (also die Bahn, in der die Unterfadenspule liegt), ausbauen, mit dem kleinen Pinsel reinigen, Tröpfchen Öl rein... das wirkt manchmal Wunder. Solange nichts vorgefallen ist (also z.B. mit Gewalt am Stoff gezogen), sollte nichts verbogen sein. Das man die Nähnadel auch mal wechseln muss, wurde ja schon erwähnt, manchmal bricht einfach die Spitze ab oder wird stumpf, dann geht auch nichts mehr.


Vielleicht sitzt die Nadel nicht richtig eine Reinigung wurde ja schon empfohlen.


ja, und wie oben schon empfohlen, ein Tropfen Öl ist auch ganz wichtig :pfeifen:

und ein Blick in die Gebrauchsanweisung, wenn vorhanden :pfeifen:


Bevor ich ein neues Thema eröffne, schließe ich mich gerne hier mit meinen Frahen über Nähmaschinen an, ich will es nämlich endlich mal lernen, damit umzugehen.
Einen Saum von einer Tischdecke hab ich schon geschafft, darüber hinaus wird es aber schwierig.

Was macht man, dass nicht der obere Stoff immer so gezerrt wird und am Ende der Naht ein paar Milimeter über dem unteren Stoff endet? Gibt es da einen Trick?
Und wie näht man Ecken so, dass diese einigermaßen sauber und gut aussehen und nicht zu dick werden?

Ich hab eine ziemlich alte Singer Nähmaschine von meiner Mutter, ich schätze, das sie bereits über 50 Jahre alt ist, bei der es keine Gebrauchsanweisung mehr gibt. Ich muss viel ausprobieren, Zickzack und Rückwärts hab ich schon gefunden und die Spule mit dem Unterfaden hab ich auch entdeckt und sogar rausgefunden, wie ich die gelegentlich bespule.
Aber ich hab überhaupt keine Ahnung, was für Ersatznadeln ich brauche, welche Dicke oder Stärke sie haben oder ob man auch verschiedene braucht. Gibt es so eine Art Starterkitt für Anfänger?
Ich hab mich im September schon zum Nähkurs angemeldet, will aber nicht als allzu großer Trottel dastehen. Und ich soll eine Nähmaschine mitbringen, daher hab ich mich schonal mit der alten Maschine meiner Mutter vertraut gemacht - nun ja, ich versuche es halt noch.


Zitat (Rumpumpel @ 05.08.2015 10:44:46)
Bevor ich ein neues Thema eröffne, schließe ich mich gerne hier mit meinen Frahen über Nähmaschinen an, ich will es nämlich endlich mal lernen, damit umzugehen.

Ich denke, für solche Grundsatzfragen solltest Du doch ein neues Thema eröffnen, sonst geht die Frage des TE hier total unter. Außerdem stimmt die Überschrift dann nicht mehr. ;)

Bearbeitet von viertelvorsieben am 05.08.2015 13:06:59

Liebe Rumpumpel, ich könnte dir zwar auf deine Fragen antworten, gerne. :blumen:
Mir hat bei solchen Anfängerfragen - und auch später - ein Buch von Brigitte (oder Burda? - habe es leider nicht hier und länger nicht benutzt) sehr gut weitergeholfen.

Kannst natürlich schon immer wieder hier einzelne Fragen stellen; bekommst dann vielleicht bei 4 Antworten 5 Möglichkeiten beschrieben... :pfeifen:
Nee, investiere das mal!

Zu der Frage mit dem Verziehen: Da der Transporteur (das Zackending unter dem Fuß im Bodenblech) transportiert, bei normalen Nähmaschinen das Füßchen, das den Stoff untenhält aber nicht, entsteht schnell ein Nachlauf oben. Verhindern kannst du das, indem du vorher alle paar cm eine Stecknadel quer zur Nährichtung in beide Lagen steckst - bitte nicht drübernähen, das mag die Nadel nicht. Und gaaaanz sanft, mit Gefühl, den Stoff mit den Händen vor und hinter der Nadel führt und evtl. hinten etwas, gaaanz wenig, ziehst.

Zu der Eckenfrage wird in solchen Büchern ausgezeichnet mit Zeichnungen erklärt, wie man wann und was schräg abschneidet usw.
Alles klar? rofl



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