Osteoporose: Was hilft gegen die Schmerzen?


Hallo alle!

Leider wurde bei meiner Mutter kürzlich Osteoporose festgestellt und sie hat sich auch schon einen Wirbel angeknackst. Jetzt hat sie unheimlich Schmerzen und nimmt Ummengen an irgendwelchen Schmerztabletten (aber auch Calcium-Präparate).

Ich finde das nicht so gut, dass sie so viele Schmerzmittel in sich reinschüttet (auch wegen der Suchtgefahr!), aber sie sagt ohne Schmerzmittel ginge gar nichts. Sie kann sich schon mit kaum einigermaßen schmerzfrei bewegen!

Aber ich denke, da muss es doch alternative Heil- bzw. Linderungsmethoden geben, die gegen diese wahnsinnigen Schmerzen helfen, oder? Weiss jemand vielleicht einen Rat?

Viele Grüße
die besorgte Kröte :(


Tut mir leid für Dich, aber ich fürchte, da kann ich Dir kaum Hoffnung machen.
Meine Mama hat auch schwerst Osteoporose.(Hat sich sogar schon einfach beim Hinsetzen das Steissbein und das Schambein gebrochen).Hatte auch schon zwei Beckenring-frakturen und kann auch nur noch unter Schmerzmitteln irgendetwas tun.Obwohl sie schon zwei Schmerztherapien hinter sich hat, geht ohne Medikamente nix.Und so wie bei Deiner Mutter ist selbst MIT Medikamenten der Tag kaum zu überstehen.
Es gibt allerdings im Netz sehr viele Infos zum Thema Schmerz und Schmerztherapie.Auch Selbsthilfegruppen und Foren gibt es zuhauf.Google mal ein bißchen; vielleicht findest Du da ja noch etwas.
Ansonsten:Alles Liebe und Gute für Deine Mom und gute Besserung.


:o Hallo Beta,

das sind ja "rosige" Aussichten :( . Meine Mutter ist eigentlich immer total schmerzunempfindlich gewesen. Ich hatte gehofft, dass die Schmerzen mit der Zeit besser werden....

Das Problem ist, dass meine Mutter früher ein Suchtproblem hatte und ich möchte nicht, dass das noch mal auftritt. Ich dachte, man kann vielleicht mit Alternativmedizin (Cranio? Homöopathie?) noch was ausrichten...

Gegoogelt habe ich schon und Du hast Recht, es gibt zig Seiten, aber auf einigen stand auch, dass Osteoporose heilbar bzw. gut behandelbar ist und keiner Schmerzen haben muss. Das hört sich bei Deiner Ma ja nicht so an... :(

Liebe Grüße und Danke für Deine Antwort

Krötilla

@ alle anderen: Hat noch jemand Tipps?


Liebe Krötilla,

ich glaube nicht, daß so starke Schmerzen ohne Medikamente durch zu stehen sind und alternative Medizin da viel ausrichten kann. Deine Mutter braucht einen guten Schmerztherapeuten der sie richtig einstellt damt sie trotz der Schmerzen noch Lebensqualität hat.

Den Suchtfaktor würde ich bei einer so schmerzvollen Erkrankung als zweitrangig einstufen. Und noch eins, Deine Mutter scheint doch geistig noch auf der Höhe zu sein und da muss sie selbst entscheiden wie das Leben für sie erträglich gemacht werden kann. Natürlich ist es schön, daß Du Dir Sorgen um sie machst aber bitte bevormunde sie nicht zu sehr denn sie muss ja mit den Schmerzen leben.


Hallo Moni,

danke. Nein, ich will sie ja auch nicht bevormunden, aber sie hatte halt schon mal ein Suchtproblem und ich möchte nicht, dass das wieder so wird. Ich würde den Gedanken gar nicht ertragen können, wenn ich wüßte, dass ich von nun an IMMER Schmerzen haben werde... Die Ärmste. Und es kam von einem auf den anderen Tag. :(

Gruss
Krötilla


@BetaAngel,

ich habe noch Fragen an Dich. Erstens wie alt ist Deine Mutter, zweitens lebt sie alleine und drittens: Wer macht Ihren Haushalt? Oder kann sie das trotz der Schmerzen noch alleine? Osteoporose ist ein ganz neues Thema für uns alle.

LG
Krötilla


Hallo Krötilla,
wie alt ist denn deine Mutter? Natürlich hängt es auch vom Alter ab, wieviel Therapien ausrichten können.

Wichtig-egal wie alt deine Mutter ist- ohne Bewegung, am besten in einer Gruppe mit schonenden und spezifischen sanften Übungen (zum Beispiel Aquagymnastik oder andere leichte Gymnastik- und B ewegungsübungen) hilft die beste Therapie nichts, weil Knochen nur dann aufbauen und Cacium einbauen, wenn sie regelmässig bewegt= benutzt werden. Ausserdem hilft ein gut erhaltener äusserer Stützapparat= Muskeln, die Knochen bzw. das gesamte Skelett zu entlasten.
Das wiederum hilft auch Schmerzen zu reduzieren, einmal weil Knochenmasse wieder aufgebaut wird, zum anderen auch durch Ablenkung.

Eine gut eingestellte und ausreichende Schmerztherapie ist wichtig und fundamental, allerdings darf man auch die Risiken einer allzu *sorglosen* bzw. häufig nicht mit dem Arzt abgestimmter Eigenmedikation nicht verharmlosen! Einmal natürlich auch Suchtrisiken, besonders aber auch Leber- und vor allem Nierenschäden.
Es gibt unzählige Dialysepatienten, die sich durch Eigenmedikation mit wohlgemerkt freiverkäuflichen Schmerzmitteln in diese schlimme Lage gebracht haben.
Deswegen finde ich einen Hinweis darauf angebracht.


Erkundigt euch mal bei der Krankenkasse, viele Kurse werden auch direkt von den Kassen angeboten bzw. finanziell bezuschusst. In der Gruppe macht es sicher auch mehr Spaß und man wird eher dabei bleiben. schöner Nebeneffekt eventuell: deine Mutter lernt andere Betroffene kennen und kann sich austauschen.

LG von der lio


Zitat (lio @ 14.03.2006 - 14:22:38)
wie alt ist denn deine Mutter? Natürlich hängt es auch vom Alter ab, wieviel Therapien ausrichten können.

Wichtig-egal wie alt deine Mutter ist- ohne Bewegung, am besten in einer Gruppe mit schonenden und spezifischen sanften Übungen hilft die beste Therapie nichts

Hallo lio!

Vielen Dank für diese Tipps!! Meine Mutter ist 65 und ist Mitglied in einem Fitness-Studio, in das sie sich aber zurzeit natürlich nicht traut (zumindest, bis der Bruch verheilt ist oder meinst Du, sie soll da ganz kündigen?). Außerdem geht sie täglich mit dem Hund spazieren.

Aquagymnastik ist bestimmt total gut, das werde ich Ihr vorschlagen.

Wenn ich mir vorstelle, sie wird 80 und muss jetzt noch 15 Jahre mit diesen Schmerzen leben.... :( .

Gruss
Krötilla

Hallo Krötilla,
das sind Fragen, die sie am besten ihrem behandelnden Arzt stellen sollte.
Also ab wann wieder Training möglich, welche Übungen vermeiden?

Kommt natürlich auch auf das Fitness-Studio an, ob die dann noch Möglichkeiten für Sie zum Training hätten und natürlich auch, wie gut da die Trainingsüberwachung und Zusammenstellung der Übungen sind (= ob die Ahnung haben, speziell auch zu Osteoporose).

Wenn nicht, kommt Sie mit einem Attest vom Arzt sicher schneller aus einem Vertrag heraus, da gibts ja auch oft grosse Unterschiede.

Wie gesagt, Bewegung und sanfte Übungen ja, starke Belastungen der Knochen und Gelenke dagegen sind Gift.

Mit 65 Jahren kann deine Mutter sicher noch einiges tun, um gegen die Osteoporose aktiv anzugehen und hat sicher auch gute Chancen dass die Schmerzen in den Griff zu kriegen sind.
Was für eine Fachrichtung ist ihr behandelnder Arzt? Hat er genügend Erfahrung mit dem Thema? Hat sie auch mal angesprochen, inwieweit (Phyto-)Hormone sinnvoll in einer Therapie wären?

Alles Gute für deine Mama, LG von der lio


@krötilla

Meine Mama wird diese Woche 77 Jahre alt und hat die Osteoporose seit 5 Jahren so schlimm.Sie lebt allein in einem Haus mit zwei Etagen.(Anfangs hatte meine Mama nach den Beckenbrüchen so schlimme Schmerzen, dass sie die treppen nicht heruntersteigen konnte.Sie ist dann mit dem Po die Treppen heruntergerutscht :o )
Zum Glück ist meine Ma finanziell ziemlich gut gestellt.Sie leistet sich einen Gärtner von Frühjahr bis Herbst nach Bedarf und eine Putzfrau kommt einmal in der Woche.Da meine Mama alleine lebt, ist ja im Haushalt nicht sooo viel zu tun.
Wäsche waschen und bügeln macht sie noch allein.Und kochen, das wars.Die Einkäufe erledigt entweder mein Bruder oder ihre sehr netten Nachbarn für sie.Für Arztbesuche leistet sie sich eine Taxe, obwohl die Kasse das nicht bezahlt :angry:
Und einmal pro Jahr fährt sie nach Bad Pyrmont (auch auf eigene Kosten, da die Kasse eine Kur nur alle drei Jahre bezahlt), um sich dort drei Wochen verwöhnen zu lassen.
Die grössten Probleme mit der Medikation hatte meine Mutter mit der Abstimmung der Verträglichkeiten.Da sie noch andere Medis einnimmt, hat sie mit ihrem Arzt einen richtigen "Fahrplan" für ihre Medikamente ausarbeiten müssen, damit die Wirkung sichergestellt ist und keine Unverträglichkeiten auftreten.

7:00 eine halbe Tab von den roten und eine ganze von den Kapseln
nach dem Frühstück zwei grüne und eine halbe gegen den Bluthochdruck
11:00 die Brausetablette und die grüne Schmerzpille

usw.

So geht das jeden Tag von 7:00 bis 20:00. Meine Ma musste sich das alles aufschreiben.

Vielleicht wirds bei Deiner Mama ja nicht so schlimm :trösten:

Ach ja, habe noch vergessen, dass meine Mutter auch mal zur Osteoporose-Gym gegangen ist.(War direkt in der Turnhalle auf der anderen Strassenseite :) ) Aber selbst diese Übungen konnte sie nur so eingeschränkt ausführen, dass sie das wieder aufgehört hat :(


Hallo Beta,

vielen Dank für die Antworten. Da kommt doch direkt wieder der Ärger auf die Krankenkassen bei mir hoch :labern: . Das ist soooo ätzend geworden, dass die so viel nicht mehr bezahlen. Und die oberen Bosse machen sich die Taschen voll. Na ja, ist ja überall so :angry: .

Sei froh, dass Deine Mutter nicht nur scheinbar finanziell die Möglichkeit hat sich selbst zu helfen, sondern es auch tut. Meine Eltern haben erstens vermutlich nicht so viel Geld wie Deine Mutter und - was eigentlich genauso schlimm ist - sie würden sich nichts Gutes tun, wenn es Geld kostet. Besonders mein Vater nicht. Ich weiss nicht, wofür er es noch sparen will.... <_<

Ja, das mit den Tabletten muss wohl so sein :mellow: ... Bei solchen Schmerzen ist das Suchtproblem ja wohl dann echt eher sekundär. Na ja. Alles nicht so schön.

@lio: Nein, ich glaube sie muss sich noch gescheite Ärzte suchen!! Ich glaube, die sie jetzt hat, tun nicht genug für sie. Nur Schmerzmittel-verschreiben kann ja auch nicht der richtige Weg sein. Aber meine Mutter wohnt in einem Dorf, da gestaltet es sich wahrscheinlich nicht so ganz leicht, den richtigen Arzt zu finden....

Liebe Grüße und danke für alle Antworten :blumen:

Krötilla


Bei solchen Sachen hilft es oft, die Ernährung umzustellen.....Milchprodukte in großen Mengen sind nicht so gut, raffinierter Zucker, nicht die billigsten Fette und Öle verwenden und wenig tierische Fette.....Fertiggerichte sind auch nicht so ein Knaller, zuviel Chemie.....


Hallo liebe Muttis,
ich habe mal einen ganz alten Thread wieder ausgekramt.
Bei mir wurde, sicherlich gefördert durch die Chemos, eine leider schon ausgeprägte Osteoporose festgestellt. Der Doc war ganz erschüttert weil ich noch so "jung" (für Osteoporose) bin.
Na ja ich-50, Kopf-60, Knochen-70, finde -hat was :rolleyes:
Ich möcht eigentlich nur wissen, ob Jemand von euch Erfahrung mit den entsprechenden Medis hat (sollen ja erhebliche Nebenwirkungen haben :wacko: ).
Sport (Joga ,Radfahren, hab auch einen Stepper) hab ich eigentlich immer gemacht und Kalzium habe ich eigentlich auch ausreichend konsumiert. :(
Wäre schön wenn die eventuell Betroffenen Muttis mir ihre Erfahrungen mitteilen würden. Ach ja welcher Arzt behandelt euch?
LG Siby


Hallo allerseits,

ich habe länger nicht hier geschrieben. Meine Mutter hat sehr starke Osteoporose und andauernd Schmerzen. Keiner kann ihr helfen, auch kein Schmerztherapeut. Sie verträgt die Schmerzmittel nicht, bekommt zu starke Nebenwirkungen. Alternative Therapien, z.B. Geistheilerin, Physiotherapeut konnten bislang auch nicht hlefen. Weiß hier noch jemand Rat? Danke.



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