Mein Sohn 2 fängt an zu hauen was soll ich tun?


Hallo
Mein Sohn ist fast 2 Jahre und er fängt an Zuhause zu bocken....
Er nimmt Sachen weg und dabei so einen bockingen Ton ....
Das Problem er macht et nicht nur bei mir sondern bei jedem anderen auch Bitte helfen Sie mir !


Da gibt es mehrere Möglichkeiten.
Die wichtigste wäre: Ihm keinen Grund dafür zu geben.
Soll nicht heißen, ihm alles recht zu machen.
Soll heißen: Ihm klare Strukturen zu geben.
Einen regelmäßigen Tagesablauf zu gestalten.
Ihn nicht aus dem Spiel oder ähnlichem herauszureißen, sondern mit ihm zu reden.
Jetzt machen wir .... und dann wird .....
Wenn wir am Samstag im Garten waren und wussten, wir schaffen den Sandmann nicht mehr, haben wir das der Kleinen gesagt und sie konnte dann damit umgehen.
Überhaupt haben wir viel zusammen gemacht und miteinander geredet. Ich muss sagen, ich habe solche Ausbrüche niemals bei ihr erlebt. Das einzige unschöne war ihre "Papa-ist-doof-Phase" B) Auch die ist nicht unüblich und ging bald vorbei.
Wenn du das beherzigst, wird es kaum noch zu Trotzreaktionen und Wutausbrüchen kommen. Das Kind einfach als eigenständige Persönlichkeit wahrnehmen. Auch das hilft beiden "Parteien" ungemein. Wenn ich zum Beispiel wusste, dass sie keine zerbrochenen Spaghetti mochte, gabs auch keine zerbrochenen. Einem Erwachsenen erfülle ich diesen Wunsch ja schließlich auch.
Wenn es Differenzen gibt, dann heißt es im wahrsten Sinne des Wortes sich auf Augenhöhe zu begeben. Heißt, heruntergehen tief in die Augen schauen und sagen: Ich möchte jetzt, dass du.... Und das klappt wunderbar.
Die andere Möglichkeit ist, das Kind abzulenken oder die letzte und nicht unbedingt die beste, es zu ignorieren. Also eher die Situation, weniger das Kind.


Hieß das nicht irgendwann mal "Trotzphase"?
Grenzen testen, ausprobieren, wie weit der gerade erst entdeckte eigene Wille (Auch als "Gegenwille") gehen kann, usw.

Mir fällt das Wort " Zuhause" auf. Woanders also nicht? - Könnte sein, dass er sich da sicher genug fühlt, das mal ausprobieren zu können.

Bearbeitet von dahlie am 17.01.2016 22:07:05


Hallo,
das klingt für mich auch nach: "Ich will mich ausprobieren in einem sicheren Umfeld". Was Du dafür brauchst, sind gute Nerven und eine klare, konsequente Linie. Zum Beispiel immer wieder mit den gleichen Worten reagieren, am Besten mit einer Ich-Botschaft ("Ich möchte nicht, dass Du mich haust ... oder den Jungen oder Mädchen oder wer da gerade gehauen wird). Keine Diskussionen, das rauscht nur vorbei.

Es ist ja so, wir freuen uns alle über die Fortschritte unserer Kinder, aber merkwürdigerweise gehen viele davon mit zunächst einmal problematischem Verhalten einher ^_^ (Würd ja gerne mal wissen, ob das mal wer erforscht hat)

Die sogenannten Trotzphasen zeigen ja eigentlich nur, dass sich da eine Persönlichkeit entwickelt, es gibt neue Fähigkeiten, und die werden dann - leider - auf oft nervige Weise umgesetzt, so dass man erst mal gar nicht dazu kommt, sich über die schönen Fortschritte der Kleinen (oder auch größeren, ich sag nur Pubertät) zu freuen!

Ein anderer Punkt könnte sein, besonders wenn das Hauen in Richtung anderer Kinder geht:

Manchmal wird durch solches Verhalten eine sprachliche Unterlegenheit kompensiert (zum Beispiel, wenn das andere Kind schon etwas älter ist und besser sprechen kann, dann kann hauen ein Ausdruck der sprachlichen Hilflosigkeit sein).
In so einem Fall hilft neben der schon erwähnten starken Nerven auch, das Kind es wieder gut machen zu lassen (Trösten, Pflaster holen, so in die Richtung) und die Hauptaufmerksamkeit dem Opfer zu schenken, weil man da oft den Fehler macht mit dem hauenden Kind mehr zu schimpfen, als das gehauene zu trösten.

Ansonsten hört diese Art von Hauen dann von alleine auf, sobald das Kind besser sprechen lernt (Klingt jetzt vielleicht märchenhaft, aber bei meinem Kleinen war es genau so, bloß hat der nicht gehauen, der hat gebissen, ein Alptraum für mich als die Mama :blink:
Zum Glück war das nicht oft passiert, aber trotzdem war ich leicht schockiert)


haut er oder bockt er nur? das ist für mich ein erheblicher Unterschied
nicht nachgeben und ignorieren- das Bocken, aus dem Zimmer gehen
beim Hauen natürlich klare Ansagen


Ein zweijähriger fühlt sich dann sicher ganz schnell verlassen und untröstlich :(


Kinder wissen genau, was sie mit bocken erreichen, außerdem sollst du keinen stundenlangen Spaziergang machen


Faszinierend:
Jemand, der hier nach Hilfe für das eigene Kind gefragt und sich danach als absolut beratungsratungsresistent gezeigt hat, gibt anderen Müttern "gute" Ratschläge. :sarkastisch:

Bearbeitet von Jeannie am 18.01.2016 23:26:45



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