Hundeabwehr: Gibt es Gerüche, die Hunde nicht mögen?


Hallo ihr Lieben,

ich mag Hunde, das vorweg. Allerdings gibt es derzeit in meiner Verwandschaft eine Art Hütehund, der dauernd an mir bzw. meiner Jeans hochspringt wenn ich dort zu Besuch bin. Das nervt.

Deshalb meine Frage. Gibt es irgendeinen Duft, den Hunde nicht mögen und sich deshalb fernhalten? Dann würde ich mich nämlich damit einsprühen. :D

Pfefferspray kommt nicht infrage, ich will das Tier ja nicht verletzen.


völlig alberner vorschlag von mir:
die eigentümer des hundes sollten dem hund mal eine erziehung angedeihen lassen.

oder du selber erklärst dem hund (ohne worte), daß du das nicht willst.


Zitat (dingens @ 03.09.2016 06:50:24)
... du selber erklärst dem hund (ohne worte), daß du das nicht willst.

Das ist leicht gesagt. Aber wie erklärt man es denn nun dem Hunde? :blink:

Schließlich führt nicht jeder ein Lichtschwert inkl. Zerbröselmodul mit sich herum... :pfeifen:

Von meiner Hündin weiß ich, daß sie den Geruch von Essig überhaupt nicht mag. Das scheint für die empfindliche Hundenase wohl so zu sein, als wenn wir Menschen an Ammoniak schnuppern würden, o. ä. <_<

Als junger Hund hat sie uns auch angesprungen. Mein Mann fand das damals total süß und hat das sogar noch gefördert. :labern:
Abgewöhnt habe ich es ihr, indem ich ihr sofort, wenn es nach Anspringen aussah, meine Kehrseite zugewendet habe. Wortlos umgedreht und Hund ignoriert. Unsere Kinder wurden ebenfalls dazu instruiert, Besucher ebenso. Hat recht lang gedauert, aber nach konsequentem Durchhalten aller (ja, auch Männe ;) ) hat sie es gelassen.

Probier´s doch mal aus.
Tja, und Hundeerziehung sollte natürlich von den Hundehaltern ausgehen... :pfeifen:


Ich würde sagen, hier ist der Hundehalter gefragt, er muss den Hund erziehen...

Mir ist so was auch schon auf der Straße passiert und ich habe für so was absolut kein Verständniss :pfeifen:
Viertelvorsieben, rede doch mal mit dem Hundehalter.


Zitat (dingens @ 03.09.2016 06:50:24)
völlig alberner vorschlag von mir:
die eigentümer des hundes sollten dem hund mal eine erziehung angedeihen lassen.

:daumenhoch:

Danke für Eure Antworten. :)

Genau, der Hundehalter ist gefragt. Ich habe das schon öfter angesprochen. Einmal war man bei einer Hundetrainerin. Es sei eine Stunde nur geredet worden, sagte man mir. Und außerdem wäre sie zu teuer. :pfeifen:

Wegdrehen ist keine Option, der Vierbeiner springt auch von hinten an. :(

Das mit dem Essig ist eine Idee, werde ich ausprobieren. Danke Moirita. :)


Ich würde eine Blumensprühflasche mitnehmen und den Hund anspritzen, sobald er springt. Oder die Verwandten bitten, den Hund - wenn sie ihn schon nicht im Griff haben - während deiner Anwesenheit anzuleinen und so von dir fernzuhalten.


Zitat (Binefant @ 03.09.2016 13:35:29)
Ich würde eine Blumensprühflasche mitnehmen und den Hund anspritzen, sobald er springt.

Gute Idee, aber dann müßte ich dauernd den Blumensprüher in der Hand haben.

Zitat
Oder die Verwandten bitten, den Hund - wenn sie ihn schon nicht im Griff haben - während deiner Anwesenheit anzuleinen und so von dir fernzuhalten.


Hatte eben Kontakt mit ihnen und genau um das gebeten. Haben es mir zugesagt. Na, dann bin ich mal gespannt... :D

Das mit der Blumenspritze ist natürlich richtig, aber das wird nicht von Dauer sein, denn irgendwann lernt der Hund, dass er dich besser nicht anspringt.

Ich drück die Daumen, dass er zukünftig unter Kontrolle gebracht wird, denn eventuell springt er irgendwann mal den falschen an und es passiert was... (nicht auszudenken, wenn es ein Kind ist, was dann unglücklich umgeschubst wird)


In dem Moment, wo der Hund im "Anflug" ist, ein Knie hochnehmen und den Hund mit der Brust aufprallen lassen.
Das hört sich gemein an, hilft aber spätestens nach dem dritten Versuch - wenn der Hund nicht ganz dumm ist.


Als der Hund meiner Schwester noch klein war und noch nicht alles gelernt hatte, nahm ich ihn, wenn er mich anspringen wollte (vor Freude) immer fest am Halsband und sagte ihm ein lautes, energisches NEIN und habe ihn dann nicht mehr beachtet. Das hat er ziemlich schnell kapiert.


In dem Moment wenn er aud dich zukommt einen Schlüsselbund oder ähnliches Klapperzeug fallen lassen. Jedesmal....beim dritten mal läßt er es. Wenn nicht, Martin Rütter rofl


Danke für Eure Tipps und das Daumendrücken. :blumen:


hallo

ich habe auch angst vor hunden, weil mich als kind mal einer gebissen hat.

normal kann ich mich fernhalten von hunden - aber beim spazierengehen usw. laufen doch einige frei herum. DAS finde ich , für mich , schon sehr erschreckend, weil sie immer auf mich zukommen und auch teils hochspringen, ich bekomme dann fast immer starkes herzrasen, weil ich in gedanken schon die hundezähne in den beinen spüre.

kommuniziere ich das dann beim hundehalter- kommt IMMER die antwort : er will doch nur spielen, er ist ein ganz lieber.

ok, kann ich ja verstehen........ aber............ nicht jeder mag mit dem hund spielen und nicht jeder mag angesprungen werden. ich wünsche mir, daß hundehalter das verstehen.
und vielleicht vorab fragen , ob der hund sie beschnuppern darf.

wie man sie abwehrt, weiß ich nicht. kenne mich leider nicht aus.

wünsche dir aber alles gute und daß der hundehalter wirklich zu seinem wort steht. und nicht nur bei der begrüßung.


Zitat (laluna* @ 03.09.2016 22:59:56)
wünsche dir aber alles gute und daß der hundehalter wirklich zu seinem wort steht. und nicht nur bei der begrüßung.

Danke Dir. Ja, das hoffe ich auch. :)

Ich wehre mich so:
Wenn der Hund auf den Hinterpfoten steht, trete ich mit einer Fußspitze auf seine Krallen.
Der Hund weiß nicht so recht, wie das zustande kommt, aber es ist ihm sehr unangenehm.
Nach 2 bis 3mal hat er kapiert, dass er Amante besser nicht anspringt.

Die Hundehalter sind ja oft uneinsichtig oder pikiert, dass man diese Unart nicht mag.
Aber die merken auch nicht, dass man absichtlich getreten hat.

Den Tip gab mir vor Jahren ein Mann, der Jagdhunde ausbildet.

P.S.@ Laluna.....
nimm doch eine kleine Büchse , o. ä. auf den Spaziergang mit. Muss ja nicht gleich Pfefferspray sein.


Beim spazieren gehen, wenn man einem Hund begegnet, nie anschauen, sondern ignorieren und wegsehen ihm den Rücken zuwenden. Manche Hunde fassen das in die Augen schauen als Aufforderung zum spielen auf. Haarspray würde ich nicht nehmen und auch kein Deo, abwehren hilft nicht bei jedem Hund.
Es gibt wirklich unangenehme Hundehalter die einen Führerschein für ihren Hund brauchen.
Wenn ich Pflegehunde habe, nie ohne Leine und ohne Tütchen.
Ein gut erzogener Hund springt keine Leute an und hört aufs Wort.
Alles gute Laluna, ich kann dich gut verstehen


Zitat (laluna* @ 03.09.2016 22:59:56)
hallo

ich habe auch angst vor hunden, weil mich als kind mal einer gebissen hat.

normal kann ich mich fernhalten von hunden - aber beim spazierengehen usw. laufen doch einige frei herum. DAS finde ich , für mich , schon sehr erschreckend, weil sie immer auf mich zukommen und auch teils hochspringen, ich bekomme dann fast immer starkes herzrasen, weil ich in gedanken schon die hundezähne in den beinen spüre.

Ich bin Hundehalterin, das möchte ich vorweg schicken.
Dass andere Menschen meine Hundeliebe nicht teilen, kann ich aber gut nachvollziehen, daher wird mein Hund zurückgehalten bei Begegnungen mit anderen Menschen.
Andererseits bin ich oft stinksauer über Menschen, die sich einen Hund anschaffen, es aber nicht für nötig erachten, dieses Tier zu erziehen und damit Belästigungen anderer Menschen weitestgehend zu vermeiden.
Deine körperliche Reaktion bei Annäherung von Hunden gehört aber nicht mehr in den Bereich des Nachvollziehbaren, Sei nicht böse, wenn ich das so deutlich ausdrücke.
Ich rate Dir dringend, daran zu arbeiten, diese fast panikartige Angst vor Hunden abzubauen. Nicht, weil ich Hunden und ihren Haltern einen Freibrief zusprechen möchte, sondern weil Du mit deiner panischen Angst Körpersignale aussendest, die Hunde genau registrieren. Als Rudeltiere spüren sie sehr genau, wer in ihrer Umgebung sich ihnen unterlegen fühlt (= Angst hat), das nutzen sie aus, was Dir wiederum neue Angst bereitet. So setzt sich die Spirale weiter fort, bis Du an einen wirklich bissigen Hund oder einen Angstbeißer kommst, der Dir die Zähne in die Wade haut.
Verantwortungslose Hundehalter gibt es genug, die ihre Hunde nicht an die Leine nehmen und auch unfähig sind, Angst vor Hunden bei Mitbürgern zu erkennen und zu akzeptieren. Oft zeigt sich, dass solche Hundehalter, die es für absolut unnötig halten, ihre Hunde an die Leine zu nehmen, diese auch am wenigsten im Griff haben. Die Dummheit mancher Menschen ist unausrottbar! Daher wirst Du es nicht schaffen, diese dummdreisten Hundehalter argumentativ zur Einsicht zu bringen.
Arbeite statt dessen an Dir und Deinem Selbstbewusstsein gegenüber Hunden, zumindest die Hunde werden erkennen, dass Du Dich ihnen nicht mehr ausgeliefert fühlst. Dann lassen sie Dich auch in Ruhe.
Hast Du nicht in Deinem vertrauenswürdigen Umfeld Menschen, die Hundehalter sind? In deren Begleitung kannst Du doch erst einmal mit dem Hund spazieren gehen, Dich vorsichtig dem Hund nähern, ihn Dich kennenlernen lassen. K l e i n schrittchenweise (wichtig für Dich und den Hund!) ein näheres Verhältnis zum Hund aufbauen. Das sollte schon mal die schlimmsten Ängste abbauen. Dieses erworbene Selbstbewusstsein strahlst Du dann auch gegenüber fremden Hunden aus. (nötigenfalls würde ich in Deiner Situation professionelle Hilfe in Anspruch nehmen)

Und wenn es bis zum völligen Abbau Deiner Angst zu Begegnungen mit fremden Hunden kommt, die Dich ängstigen, dann bleib stehen, richte Dich kerzengrade auf und strecke beide Arme vor mit nach oben ausgestreckten Händen (Stopp-Zeichen). Mit lauter, kräftiger Stimme "Halt", "Stopp" oder "Nein" gerufen unterstreicht Deine Abwehrhaltung. Wenn das immer noch nicht hilft, dann stampfe mit einem Bein kräftig auf und wiederhole das "Nein"..... So zeigst Du dem Hund zumindest nicht, dass Du Angst vor ihm hast. Will er Dich dennoch anspringen, dann fange den Sprung mit angewinkeltem Knie ab, das trifft ihn meist schmerzhaft im Bauchbereich.
Hundehalter mögen jetzt aufjaulen angesichts dieses Rates, an sie richtet sich aber meine Frage, warum sie ihrem Hund diese Behandlung nicht vorsorglich ersparen, indem sie ihn an die Leine nehmen.

@viertelvorsieben: du hast an sich nur zwei Optionen.- Die eine ist, nicht mehr dorthin zu gehen.- Und die zweite ist, dass du den Besitzern nachdrücklich klar machst, dass du von ihrem Hund nicht belästigt werden willst.- Das ist eine reine Erziehungssache.- Falls der Hund nicht hört, muß er halt angeleint werden für die Dauer deines Besuchs, bzw. weggesperrt.


Jeannies Ratschlag würde ich sofort unterschreiben und wirkt vor allem sofort und eigentlich bei jedem etwas größeren Hund. Und das beste daran: die Möppen merken sich ziemlich gut, wer sie mehrmals so abgewehrt hat. Dann lassen sie bei diesen Personen auch das Angespringe ;)
Ich glaube auch nicht, dass es den Hunden weh tut, wenn sie mit der Brust gegen das Knie prallen. Sie haben recht gute Reaktionen und stoppen idR rechtzeitig vorher ab. Das angewinkelte Knie führt aber auch unmittelbar dazu, dass der Möpp nicht an dich ran kommen kann - er erreicht also genau das nicht, was er durch das Anspringen bezwecken möchte: Kontakt zu dir herstellen. Schließlich freut sich der Hund ja und will dich nicht zerfleischen. ;)
Wenn du ihn dann im Anschluss freundlich streichelst und lobst, wenn er unten bleibt, kapiert er das recht gut. Und vielleicht kapieren deine Bekannten dann auch, wie es funktionieren kann und versuchen selbst mal ihr Glück mit Erziehung.
Aber es ist bei manchen Hunden auch nicht so einfach - genau wie bei Kindern gibt es Exemplare, die leider eine bestimmte Macke haben und das sind ja auch keine Maschinen, die man einfach umprogrammiert.
Wegsperren oder anleinen ist m. E. keine besonders gute Lösung (für dich natürlich in dem Moment schon :pfeifen: ), denn der Hund verlernt so nur komplett den korrekten Umgang mit Besuch. Vielleicht ist er ja noch in den Flegeljahren und es gibt sich mit zunehmender Reife.


Zitat (IsiLangmut @ 04.09.2016 13:06:55)
@viertelvorsieben: du hast an sich nur zwei Optionen.- Die eine ist, nicht mehr dorthin zu gehen.- Und die zweite ist, dass du den Besitzern nachdrücklich klar machst, dass du von ihrem Hund nicht belästigt werden willst.- Das ist eine reine Erziehungssache.- Falls der Hund nicht hört, muß er halt angeleint werden für die Dauer deines Besuchs, bzw. weggesperrt.

Genau so sehe ich das auch. Hab' das meiner Verwandtschaft heute auch klar gemacht!

Bei meinem Besuch am Nachmittag war der Hund erst draußen im Garten aus-, und nachher in der Küche eingesperrt. Später wurde er aber auch in die anderen Räume reingelassen, hat seine Familienmitglieder begrüßt und kam auch in meine Nähe. Als er an meiner Hose geschnüffelt hatte, ist er sofort wieder abgezogen und hat mich den restlichen Tag über in Ruhe gelassen. Vielleicht deshalb, weil ich den Tipp von Moirita befolgt und meine Hose mit Essig besprüht hatte. :sarkastisch:

Bearbeitet von viertelvorsieben am 04.09.2016 22:42:26


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