Was mach ich mit einem klebrigen Werkzeugstiel?


Mein Wetzstahl hat einen schwarzen gummiartigen Handgriff, der sehr klebrig ist. Alles bleibt daran kleben und nach dem Messerschärfen hat man schwarze klebrige Hände? Es sieht aus als würde der Griff sich auflösen. Kann man da etwas gegen unternehmen, oder besser in die Tonne?
Wäre schade,denn der Stahl ist noch fast nicht gebrcht.


Möglicherweise gibt es im Baumarkt passende Hefte zu kaufen so dass Du es austauschen kannst. :blumen: Aber dann steht man vor dem Problem, es vernünftig zu befestigen... :(
Wahrscheinlich ist die Tonnenlösung die effizientere. :pfeifen:


Ich würde den Stiel mit einem Isolierband umwickeln. Besser wäre noch ein Griffband, wo man Tennis- oder Squashschläger mit wickelt. Bekommst du im Sportgeschäft oder in der Sportabteilung eines Kaufhauses.


Ich würde es mit Talkumpuder versuchen - aber wenn das nicht hilft, hält so ein Tennisschlägergriffband vielleicht nicht. :unsure:


Ich finde die Lösung von Drachima sehr gut :daumenhoch:

zumselchen, entsorgen kann man es ganz zuletzt :pfeifen:


man kann die beschichtung entfernen. mein schwiegervater hat das schon einige male gemacht, jedoch hat es einiges an zeit gekostet. manche beschichtungen vertragen kein fett. da hat längeres lagern mit in öl getränkten tüchern geholfen. dann zog er die beschichtung in kleinen stücken ab.

bei anderen half essig, schmierseife oder ein lösungsmittel für klebstoff. manches werkzeug hat er in mühevoller kleinarbeit abgeschmirgelt. zuerst grobkörniges schmirgelpapier, dann immer feineres. ihm war es die arbeit wert, denn er hat eine schwäche für altes werkzeug, wenn es noch gut ist.


Ein Bekannter aus der Branche meinte mal: "Wer Kunststoff kennt, nimmt Metall."
Daran musste ich jetzt unwillkürlich denken.

Das Zeugs hat vielleicht einen Schuss zu viel Weichmacher abbekommen und nun schmilzt es regelrecht weg.
Der Handschweiß tut sein übriges.

Es hilft den Griff mit ganz viel Heftpflaster ummantelt. Davon bin ich sowieso ein Fan (Bücher reparieren, irgendwas zukleben usw.) :D
Wenn ich mich nicht irre, war hier mal irgendwo ein ähnliches Thema mit Regenschirmgriffen.


Sag besser Leukoplast, Rumburak. Sonst meint sicher noch jemand, Heftpflaster wäre ja nun nicht so geeignet, weil sich doch in der Mitte der Heftpflaster diese Mulleinlagen zur Wundabdeckung befinden. Leukoplast hat diese Einlage nicht und eignet sich natürlich perfekt zum Umwickeln eines klebrigen Werkzeugstiels. :-))


Brandy, so heißt das also korrekt? Muss ich mir merken. Da ich ja so ein Fan bin.
Gut zu wissen.


Jo, gern geschehen :blumen:


Na ja... Leukoplast verschiedener Güte hast es sich so an sich, seitlich sich umzurollen, wenn man daran greift und Bewegungen macht. Dann klebt es wieder. :unsure:


Da fällt mir der Leukoplastbomber ein. :sarkastisch:


Wir hatten ein ähnliches Problem mal bei älteren Badmintonschlägern, die aber von der Bespannung her noch sehr gut waren. Nur die Griffgummis waren total klebrig und färbten auch schwarz. Da es im Urlaub war und Schläger-Griffband nicht so schnell zu finden war, haben wir diese selbsthaftenden Mullbinden genommen, die ich in verschiedenen Farben mit hatte (Urlaub mit Kindern.... da bin ich gerne für alles gerüstet ;) ). Hält super und ist auch total griffig. Und wenn es mal verrutscht, kann man es auch wieder lösen und neu umwickeln.


Ich kenne die Haltbarkeit der Tennisbänder nicht, aber ich habe vor langer Zeit mal einen angebrochenen Plastikgriff einer Gartenhacke mit einem Bindedraht "versiegelt".
Eine Schlaufe der Länge nach anlegen, am gegenüberliegenden Ende mit dem Wickeln beginnen (Lage an Lage) und das letzte Drahtstück durch die noch etwas freiliegende Öse stecken. Dann kann man am ersten Drahtende (steht noch über den Wickelanfang raus) anziehn und das Ende zum Sichern unter die Lagen ziehn.
Die Handarbeit hat sich gelohnt, denn das Teil hält jetzt schon Jahre.
Eine weitere Alternative wäre auch ein Stück Schrumpfschlauch aus dem Elektrohandel, der ganz simpel mit dem Fön aufgeschrumpft wird.

Gruß aus Bayern


Zitat (jonas55 @ 08.01.2017 21:46:58)
Eine Schlaufe der Länge nach anlegen, am gegenüberliegenden Ende mit dem Wickeln beginnen (Lage an Lage) und das letzte Drahtstück durch die noch etwas freiliegende Öse stecken. Dann kann man am ersten Drahtende (steht noch über den Wickelanfang raus) anziehn und das Ende zum Sichern unter die Lagen ziehn.
Die Handarbeit hat sich gelohnt, denn das Teil hält jetzt schon Jahre.

Gute Beschreibung der Technik! :daumenhoch:
So werden auch Bogensehnen bespannt (allerdings nicht mit Draht) - hält ewig und drei Tage.

Ältere Gummigriffe fangen an zu kleben wenn sich der Weichmacher darin löst, hier reibe ich diese Griffe mit Atzeton ab und sprühe Flüssig Gummi aus der Dose wieder ein.Je nach Werkzeug kann man auch Flüssiggummi in der Dose verwenden hier ist dann das Griffstück einzutauchen. Habe mit dieser Methode seit 30 Jahren gute Erfahrung gemacht
Dieses Flüssiggummi läst sich auch gut für Rutschige Griffe verwenden.


Vielleicht sollte man die Griffe schon vor Gebrauch mit Mullbinden und dergleichen umwickeln.

Dieser Gummi enthält nämlich oft Weichmacher, der zur Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (Pak) gehört.
Sie werden über die Haut aufgenommen und stehen unter Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Und bei Flüssiggummi aus der Sprühdose, würde ich mir die Inhaltsstoffe besonders gründlich anschauen.
Über die Hände und Füsse nehmen wir besonders intensiv Stoffe auf.

Bearbeitet von Rumburak am 09.01.2017 12:16:38


Zitat (Jeannie @ 08.01.2017 22:32:32)
Gute Beschreibung der Technik! :daumenhoch:
So werden auch Bogensehnen bespannt (allerdings nicht mit Draht) - hält ewig und drei Tage.

Und Pfeilwicklungen kann man auch so erstellen ;)
Gute Empfehlung!