Hobby zum Beruf machen? Autorin werden & Buch veröffentlichen


Hallo allerseits!

Hat denn von euch schon mal jemand sein Hobby zum Beruf gemacht? Ich überlege es nämlich gerade zu tun.

Ich schreibe so gerne Kurzgeschichten und habe mir überlegt, ob ich es riskieren soll und den Schritt Richtung "richtige" Autorin gehen soll. Seit einigen Jahren schreibe ich immer wieder auch als "Gast" Kurzgeschichten für den Blog einer Freundin und habe auch hier von den Lesern gutes Feedback bekommen. Die Geschichten als Gastblogger wurden dann auch immer häufiger, so dass mir die Partnerin meiner Freundin, angeboten hat offiziell als Blogger für sie tätig zu werden.

Jedoch könnte ich mir nicht vorstellen Blogger zu werden bzw. Blogger zu sein. Auch das Schreiben und ausschließlich im Internet veröffentlichen ist nicht so meins. Und da wurde mir bewusst, dass ich meine Schreibtätigkeiten lieber gedruckt und als Printmedium veröffentlich hätte.

Meist ist es jedoch sehr riskant, wenn man sein Hobby zum Beruf machen möchte. Damit ich nicht übereilige Entscheidungen treffe, gibt es etwas, das ich dabei beachten sollte?
Vor allem auch bei der Verlagssuche bzw. bei der Kooperation mit einem Verlag?

Ich weiß eure Hilfe wirklich sehr zu schätzen! Danke schon mal!


Ahnung hab ich davon keine, aber vielleicht könntest du es für den Anfang mit einer Kolumne in einer Tageszeitung versuchen?
Einfach mal paar Schreibproben hinschicken.
Über die in unserer Zeitung amüsiere ich mich immer.


Selbst habe ich keine Erfahrung damit, kann mir aber vorstellen, dass man nicht von jetzt auf gleich davon leben kann.

Eine Angestellte meines Mannes ( liegt aber schon einige Zeit zurück), liebte es auch Kurzgeschichten zu schreiben, die auch z.B. in einer bekannte Frauenzeitschrift von G.u.J. veröffentlicht wurden. Sie übte ihren Beruf trotzdem noch 30 Std./Woche aus.um über die Runden zu kommen.

Eine Bekannte schreibt zur Zeit an einem Buch. Sie will es erst einmal als E-Book veröffentlichen um zu sehen, ob es überhaupt ankommt.

Vielleicht kannst du auch mal googeln. ob es in der Nähe deines Wohnortes eine Autorenrunde gibt.

Ansonsten könnte ich als PN noch einen preiswerten oder kostenlosen Verlag?( hab ich mangels eigenem Interesse nicht mehr im Kopf) oder einen Verlag der Geschichten für Anthologien annimmt, schreiben.

Mehr fällt mir jetzt dazu nicht ein, außer dass ich den Vorschlag von Arjenjoris auch gut finde.


Ich erinnerte mich, dass dieses Thema hier schon einmal diskutiert wurde und bin fündig geworden.

Vielleicht hilft es dir ein bisschen weiter?


Hi!

Du kannst versuchen, dich neben deiner Haupttätigkeit als Autorin zu etablieren. Aber du wirst sehr viel Geduld haben müssen. Deswegen solltest du auch auf keinen Fall deinen jetzigen Job von jetzt auf gleich aufgeben, das ist viel zu riskant.

Das Vorgehen ist normalerweise so, dass du erst mal Ideen für ein gutes Buch sammelst und dir genau überlegst, wie die Geschichte aufgebaut sein sollte. Wenn das Buch fertig ist, kannst du ein Exposé von etwa 30 Seiten an passende Verlage schicken. Mit viel Glück wird das Exposé dann auch gelesen und wenn es dem Verlag gefällt und ins Programm passt, wird man den Rest deines Werkes anfordern. Wenn das dann immer noch für gut befunden wird, macht man dir wahrscheinlich ein Angebot.

Aber wie gesagt: Aller Anfang ist schwer. Also nicht gleich unterkriegen lassen, wenn du erst mal viele Absagen bekommst.

Liebe Grüße


Hallo,

also ich habe zwar selbst keine Erfahrung, aber ich kann dir nur empfehlen, dass du deinen Traum verwirklichst. Ich kann mir auch vorstellen, dass es (vor allem am Anfang) nicht reichen wird, um davon leben zu können, aber wenn du das gerne machst und gut darin bist, wird das sicherlich ganz von alleine kommen.


Viele Grüße,
Betty


Kurzgeschichten zu Schreiben ist etwas ganz anderes, als ein ganzes Buch zu schreiben. Da hat man viel mehr Durststrecken und die Geschichten und Charaktere müssen meist auch deutlich komplexer angelegt und entwickelt werden. Habe das bei meinem Freund gesehen, der hat lange von einem eigenen Buch geträumt, aber der Weg war dann doch steinig. Und zwar nicht nur der Schreibprozess an sich, sondern auch die Suche nach einem Verlag.

Zitat
Du kannst versuchen, dich neben deiner Haupttätigkeit als Autorin zu etablieren. Aber du wirst sehr viel Geduld haben müssen. Deswegen solltest du auch auf keinen Fall deinen jetzigen Job von jetzt auf gleich aufgeben, das ist viel zu riskant.

Sehe ich auch so. Eventuell wäre es ja möglich auf Teilzeit zu reduzieren? Dann wäre immer noch ein geregeltes Einkommen und gleichzeitig mehr freie Zeit zum Schreiben da.

Hallo meine Lieben!
Vielen Dank für eure Antworten. Das sind richtig viele geworden und einige waren wirklich sehr aufmunternd - großen Dank dafür!

Eine Zeitungskolumne ist zwar ganz nett, a la Carrie aus Sex and the City, aber ein Buch ist dann doch was anderes. Mir kommts ja nämlich auch so vor, als wäre das Bloggen von heute die Zeitungskolumne gestern. Und in dem Bereich bin ich ja schon tätig.

Ein E-Book für den Anfang ist sicher nicht schlecht, aber das ist wieder etwas, das nur im Internet verfügbar ist und davon möchte ich doch etwas wegkommen. Ich weiß, dass wir zwar im 21. Jahrhundert leben und das Internet und der PC unser Leben bestimmen und sich alles im World Wide Web abspielt, aber ich würde doch gerne einen Schritt zurück gehen und ein gedrucktes Buch in Händen halten.

Den vorgeschlagenen Thread von Jeannie habe ich auch schon entdeckt, in dem Bloggen vorgeschlagen wird - CHECK. Eine andere Möglichkeit, die dort aufgeführt wird, ist der Novum Verlag für Neuautoren, aber es wird leider in dem Thread nicht genau ausgeführt, was dieser Verlag genau tut und wie das genau abläuft.

Wie finde ich denn einen passenden Verlag für mein Manuskript bzw. für mein Buch? Muss das genau zum Genre passen oder gibt es da spezielle Verlage für Neuautoren und so. Und wie schreibe ich denn ein Exposee, wenn meine Kurzgeschichten unterschiedliche Inhalte haben? :blink: :wacko: Das ist gerade alles ein bisschen ungewohnt zu hören.

Und mir ist durchaus klar, dass ich nicht von Null auf Hundert eine weltberühmte Autorin werde, aber ich denke mir, ich habe mit meinen Kurzgeschichten bei dem Blog meiner Freundin soo viel mehr Erfahrung und auch schon einige "Fans" (wenn man das so nennen möchte), als jemand der wirklich von ganz vorne anfängt. Vielleicht bringt mir das ja auch einen Vorteil bei den Verlagen.. Was meint ihr?


Moin!

Vorab: Kennst BoD (Books on demand)? Auf deren Seite gibts viele Infos, wie du ein Buch veröffentlichen kannst. Könnte für dich interessant sein.

Bezüglich des Exposés: Das Exposé ist sozusagen deine Visitenkarte. Den Lebenslauf würde ich kurzfassen und falls du einen eigenen, persönlichen Bezug zu deinen Kurzgeschichten hast, würde ich das mit einbringen. (Arbeits-)Titel des Buches, eventuell einen Untertitel, Angabe eines ungefähren Datums, wann das Buch fertig ist, ca. wie viele Seiten, sind Fotos/Zeichnungen dabei, ein paar Sätze zum Inhalt des Buches, wen genau sprichst du an (Zielgruppe), kleine Analyse, weshalb gerade dein Buch sich von allen anderen unterscheidet und vermarktet werden soll (evtl. gibts derartige Kurzgeschichten noch gar nicht, über deren Inhalt du schreibst?), wenn deine Kurzgeschichten verschiedene Inhalte haben, kannst du darauf verweisen. Erwähnung des Blogs, auf dem du schreibst usw.
Ich denke, dass du im Netz Seiten findest, die dich darüber noch mehr aufklären, wie dein Exposé aussehen soll/kann. Vielleicht trifft vom oben genannten auch nicht alles auf dich/dein Buch zu, daher ist es ein bisschen abzuwägen, was du alles in das Exposé aufnimmst. Auf jeden Fall sollte das Exposé interessant verfasst sein, sodass das Ding nicht schon beim Lesen des angedachten Buchtitels/Arbeitstitels in die Ecke fliegt. Zum Exposé kommen dann noch ein paar Seiten zum Probelesen dazu sowie das Anschreiben an den Verlag. Das erstmal "grob" zum Exposé.

Bei dem von dir angesprochenen Verlag würde ich anrufen und mich schlau machen, wie das Verfahren bzgl. Neuautoren ist. So hast du schon mal einen kleinen Leitfaden, was alles auf dich zukommen kann.

Ich bin mal neugierig: Von welchen Themen handeln denn deine Kurzgeschichten?


Zitat
Bei dem von dir angesprochenen Verlag würde ich anrufen und mich schlau machen, wie das Verfahren bzgl. Neuautoren ist. So hast du schon mal einen kleinen Leitfaden, was alles auf dich zukommen kann.

Würde ich auch so machen. Auf der Homepage vom Novum Verlag habe ich gesehen, dass es sogar eine Beratungshotline für Neuautoren angbit. Ruf doch mal an und frag nach? Fragen kostet ja nichts.

Weil du gefragt hattest, was das für ein Verlag ist.. scheint ein Druckkostenzuschussverlag zu sein. Ist gerade für neue Autoren, die erstmalig etwas veröffentlichen wollen, eine ganz gute Möglichkeit um einen Fuß in die Tür zu bekommen. Bei großen Verlagen werden Manuskripte unbekannter Autoren, die noch keine Reputation nachweisen können, oft abgelehnt. Mach dich einfach mal schlau, welche verschiedenen Möglichkeiten zu Veröffentlichen du hast und dann kannst du nach und nach sehen, was dir am meisten zusagt und was für dich funktionieren könnte.

Danke für eure Antworten!

Vorab muss ich sagen, dass ich Self-Publishing nur im äußersten Notfall machen wollen würde. Ich habe mich da schon etwas in das Prozedere eingelesen und das ist einfach nicht was ich möchte. Und leider auch nichts, wofür ich neben meiner regulären Arbeit + dem Schreiben der Geschichten Zeit und Nerven hätte. Zudem finde ich es schöner, eine kleine Hilfe und Stütze auf dem Weg dahin zuhaben.

Die Kurzgeschichten, die ich für den Blog geschrieben habe, handeln immer wieder von unterschiedlichen Themen. Meist gehen sie in Richtung Fantasy, aber manchmal sind sie auch sehr dramatisch oder witzig. Zusammenhängend waren sie aber nie (zumindest nicht meine). Das war auch meistens davon abhängig, ob ein Thema vorgegeben wurde oder ich selbst frei schreiben durfte. Das ist natürlich auch ein Nachteil von einem Blog, dass man nicht soo viele Schreibfreiheiten hat - zumindest nicht immer.

Nach dem ihr mir den Tipp gegeben habt, beim Novum Verlag mal anzurufen und nachzufragen, habe ich das gestern auch mal gemacht. Der Kundenservice war wirklich sehr lieb und hat mir dasselbe wie himmelblau erklärt. Dass der Verlag eben Neuautoren eine Plattform bieten möchte und ihnen eine Chance geben möchte. Aber auch, dass sie sich vorenthalten das Manuskript abzulehnen. Zudem hat mir die Frau am Telefon erklärt, dass ich neben dem Druck auch Unterstützung von Lektorat und für die Covergestaltung bekomme. Und wenn ich möchte kann ich noch extra Werbung dafür anfordern.
Mir wurde auch gesagt, dass ich einfach mal eine Leseprobe bzw. mein Manuskript hinschicken soll und dann kann man alles weitere besprechen :)


Das hört sich doch alles soweit ganz gut an, freut mich! Na, dann schicke doch die Leseprobe und das Manuskript hin und vielleicht wird's ja was? Ich drücke dir auf jeden Fall fest die Daumen!


Vielen lieben Dank.
Ich hoffe auch, dass es was wird :) Aber wird schon schief gehen ;)