Erfahrungen mit Garzeiten bei Induktionskochen


Hallo, seit über 20 Jahren koche ich auf Gas, und bin damit sehr zufrieden. Da aber ein Wohnungswechsel ansteht und mir kein Gas zur Verfügung steht, interessiere ich mich für das Kochen mit Induktion. Seit 1 Wo besitze ich eine Induktionskochplatte (von Lidl) und probiere täglich. Gestern kochte ich einen Kartoffel-Gemüse-Eintopf, der in 45 Min. fertig war. Heute hatte ich so eine Art Ratatouille mit Möhre, wobei die in Scheiben geschnittene Möhre nach 70 Min. immer noch "al dente" war. Auf Gasflamme sind die Garzeiten wesentlich kürzer. Bisher habe ich keine Anleitung für das Kochen mit Induktion gefunden, der Kochplatte lag keine nützliche Beschreibung bei. Kann es denn sein, dass die Garzeiten länger sind, als bei Kochen mit Gas? Oder kann mir jemand Tipps zur Benutzung (Grad oder Watt und in welcher Stärke?) geben? Benutze nur einen induktionsgeeigneten , komme mir aber schon etwas doof vor, weil ich offensichtlich mit dieser neuen Technik nicht zurecht komme. Aber ich würde sie gerne beherrschen.

Bearbeitet von Wollmaus1 am 12.05.2017 19:49:26


Ich glaube die Garzeiten sind ähnlich wie beim Gas, allerdings habe ich schon sehr lange nicht mehr mit Gas gekocht.

Auf jeden Fall geht es mit Induktion viel schneller als mit einem normalen Glaskeramikkochfeld.

70 min. für in Scheiben geschnittene Möhren finde ich extrem lang sowohl für ein normales Glaskeramikkochfeld und besonders wenn du Induktion hast.


Das hat mich sehr interessiert und ich habe mal ein wenig geforscht. Da es sich bei dem Gericht um ein Ratatouille handelte, kann es durch die Säure anderer Gemüsesorten, z.B. der Tomaten, durchaus passieren, dass Möhren nicht weich werden. Das soll keine Seltenheit sein. Ich denke, dann würde ich die Möhren separat kochen und später zufügen.

Generell wird eine Induktionsplatte blitzschnell heiß, ähnlich wie bei Gas. Daran kann es nicht liegen.


Danke Drachima, vielleicht lag es an der Tomatensäure. Aber ich komme mit der Einstellung der Platte noch nicht zurecht. Z.B beim Kochen vbon grünen Bohnen habe ich mit 100 Grad angekocht und dann die Temperatur reduziert, sodass es noch leicht kochte. Nach ca. 40 Min.waren die Bohnen gar, aber das Wasser fast verkocht und ein paar Bohnen angebrannt. Wenn ich ein Kartoffel-Möhren-Ragout koche, fülle ich nur ganz wenig Wasser zu (beim Kochen mit Gas) und lasse es ganz leicht vor sich hin köcheln. Ob das mit Induktion auch geht?


Hallo Wollmaus,
ich besitze seit einigen Jahren so eine Platte und nutze sie nicht sehr häufig. Allerdings habe ich für mich herausgefunden, dass dauerhaft 100°C zuviel sind. Versuch nach dem Ankochen mal eine der Stufen, die es ja auch gibt. Also von Grad auf Stufe und da schauen welche zum Weiterkochen geeignet ist. Da es bei Induktion ja sofort eine Reaktion gibt, kannst du schnell feststellen, welche die richtige ist. Vieles muss ja auch nicht die ganze Zeit stark kochen, sondern soll dann eher garziehen. Das trifft auf Reis, Klöße oder auch viele Gemüsesorten zu. Da wären dann wohl eher 80 bis 90°C sinnvoll. Bei den Stufen reicht meistens schon 2 aus um weiter zu kochen.
Probier einfach mal rum... und berichte dann weiter von deinen Erfahrungen. Auch mein nächstes Kochfeld soll Induktion werden. :)

LG Taita


Hallo Taita,
seit 8 Tagen probiere ich täglich herum und bin nicht weiter gekommen. Heute habe ich Möhren leicht bedeckt mit etwas Wasser mit 1000 Watt angekocht und dann auf die kleinste Stufe, in dem Fall 200 Watt, runtergeschaltet. Nach 15 Min. waren die Möhren noch quasi roh, nach weiteren 10 Min. al dente,nach einer weiteren Viertelstunde waren sie endlich gar. Wo soll da Eniergieeinsparung sein? Ich bin jetzt richtig frustiert von dieser ergebnislosen Probiererei. Zum Ausprobieren benütze ich immer den gleichen induktionsgeeigneten Topf.
Gibt es irgendwo Anleitungen zum Kochen auf Induktion oder ein Induktions-Kochbuch? Selbst bei meinem oder sind Anleitungen dabei. Bei der Kochplatte steht eigentlich nur, wie toll sie ist. Und sämtliche Beiträge im Internet, die ich gefunden habe, sind voll des Lobes, beschreiben aber nur die Funktion. Bis jetzt gefällt mir nur das Glaskochfeld an der Induktionskochplatte. :wallbash:


Hallo Wollmaus,

ich besitze zwar selbst nicht so was, habe aber für dich dieses Video gefunden..

Viel Erfolg und Geduld beim ausprobieren :blumen:


Erst einmal vielen Dank für eure Tipps. Also das Ankochen klappt ja ganz gut, das köcheln lassen auch, nur das mit den Garzeiten verstehe ich nicht. Bisher habe ich immer einen für Induktion geeigneten (teuren) Silit-Topf genommen. Mit dem hatte ich allerdings auf Gas auch immer Probleme mit den Garzeiten und habe ihn deshalb kaum benutzt. Vielleicht muss ich das ganze Manöver mit einem anderen Topf versuchen? Jedenfalls habt ihr mir wieder Mut gemacht und der Spruch über den Humor hat mich sogar wieder zum Lachen gebracht. Ich versuche es weiter und werde demnächst von den Resultaten berichten. Nochmals vielen Dank, und euch allen ein schönes Wochenende. :keineahnung:


Hallo Wollmaus ,ich koche nun siebeneinhalb Jahren mit Induktion, die ersten 2 Jahre mit 2 Platten, da wars auch wie bei dir mit Grad einstellbar . Seit fünfeinhalb Jahren habe ich eine neue Küche gekauft, u.natürlich mit Induktionsherd ,bin sehr zufrieden, möchte nichts anderes mehr.
Hier sind es Stufen von 1bis 9 es kocht sehr schnell, wenn's kocht dreh ich soweit zurück, dass es mit Deckel weiter kocht. Hier paar Beispiele :
Salzkartoffeln 16 -18 Min. Pellkartoffeln 25 Min.
Nudeln 8 Min. Suppennudeln 4 Min.
Meinem Hund koch ich ein Topf voll Karotten, in 8 Min weich. Es ist einfach schön dass nichts überkocht, u. Wenn's passiert, es brennt nichts an .Ich stell die Zeit an, wenn's fertig ist schaltet der ab ,u.ein Signal ertönt


Zitat (sofie1945 @ 13.05.2017 22:06:15)
...es kocht sehr schnell...
Hier paar Beispiele :
Salzkartoffeln 16 -18 Min., Pellkartoffeln 25 Min., Nudeln  8 Min., Suppennudeln  4 Min.

Wo ist denn da der Vorteil gegenüber Glaskeramik bzw. Elektro?
Bei meinem Glaskeramikfeld sind die Pellkartoffeln sogar schneller gar, bei Nudeln kommt es ohnehin auf die Sorte an.

Zitat (Jeannie @ 13.05.2017 23:12:26)
Wo ist denn da der Vorteil gegenüber Glaskeramik bzw. Elektro?
Bei meinem Glaskeramikfeld sind die Pellkartoffeln sogar schneller gar, bei Nudeln kommt es ohnehin auf die Sorte an.

Die Garzeiten, also die Zeit vom Kochen des Wassers bis zur gewünschten Gargrad bleibt immer gleich, egal ob Gas-, Induktionsherd oder normale Elektroplatte, z.B. Kartoffeln je nach Größe/Sorte ca 20 min. Aber die Zeit, bis das Wasser kocht, dauert unterschiedlich lange. Und da sitzt dann die Zeit- und Energieersparnis.

Hallo , Ich habe auch eine zweier Induktionskochplatte , Ich fange erst bei 80 Grad an wenn das Gerät sich dann nicht mehr so oft anfängt zu Heizen man hört das immer beim surren dann gehe ich immer etwas höher meisten reicht es dann bis auf 100 oder 120 Grad dann Brutzelt es so langsam vor sich hin , Ich hoffe Ich konnte ein bisschen helfen.
Mit freundlichen Gruß aus Dortmund Friedel