Rose bestimmen

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Hallo,
Wir sind letzten Herbst in eine neue Wohnung gezogen und haben das Glück einen kleinen Garten dabei zu haben.
Dieser Garten würde von unseren Vormietern leider gar nicht gepflegt, so dass wir jetzt vor einem sehr wilden Gewucher stehen. Hinzu kommt, dass wir noch totale Gartenlaien sind und wir uns jetzt Stück für Stück in die Gartenpflege einarbeiten.
Vor unserer Terrasse wächst eine große Rose, die ich für die richtige Pflege gerne bestimmen würde.
Ich werde jetzt mal den Versuch unternehmen sie möglichst genau zu beschreiben, in der Hoffnung, dass jemand mir weiterhelfen kann:
Es ist eine ca 5-6 m hohe freistehende Rose. Sie hat unten drei Hautstämme (der dickste hat einen Durchmesser von ca 10 cm), die sich dann verzweigen. Die dicken Zweige sind dunkel braun teilweise mit grünen Längststeifen. Im unteren Bereich trägt sie gar kein Laub. Insgesamt wirkt sie eher wie ein Baum mit Stamm und Krone, als wie ein Busch.
Die Blühte war gefühlt sehr kurz und viel schneller vorbei als bei den anderen Rosen im Garten. Die Blühten selbst waren blassrosa, klein und mit wenig Blätter (ähnlich einer wilden Hagebutte).
Ich hoffe das waren genug Informationen. Wenn irgendjemand eine Idee hat, was das sein könnte oder wie wir das raus bekommen können, wäre uns sehr geholfen. Vielleicht hat ja sogar schon jemand ein paar Pflegetipps für uns.

Liebste Grüße

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Mit der Beschreibung kann ich leider nichts anfangen. Ein Vorschlag in Güte: Mach doch mal ein Foto von der Rose und gehe damit zu einem Gärtner. Die können Dir bestimmt weiterhelfen.


ich würde dir raten, die Rose zu fotografieren und dann in die nächste Gärtnerei damit zu gehen... so ohne Foto ist das sehr schwer zu bestimmen.. aber vielleicht weis es @Schoki :rolleyes:

P.S. Orgafrau war schneller :pfeifen:

Bearbeitet von Villö am 02.07.2018 16:37:41


Das Zumselchen meint, hinsichtlich der Pflege sind grundsätzlich alle Rosen gleich. Ein geschütztes sonniges Plätzchen, hin und wieder Dünger...
Grob unterteilt man Rosen in Kletter-/Ramblerrosen, Strauchrosen, Beetrosen, Edelrosen und Bodendeckerrosen. Hinsichtlich des Schneidens macht man hier Unterschiede. Siehe Tutorials im www.

Bei der oben beschriebenen scheint es sich um eine alte Kletter- oder Strauchrose zu handeln. Bei den beschriebenen Ausmaßen dürfte sich ein regelmäßiger Schnitt fast erübrigen, wenn man ohne Gerüst auskommen will. Sie scheint eh' mehr oder weniger ausgewachsen zu sein. Gießen ist auch nicht nötig, ihre Wurzeln reichen tief genug. Also regelmäßig etwas Dünger und ein nettes Wort ist alles, was sie braucht.
Ach ja, die Blüten. Wenn sie nur einmal blüht, lässt man die Hagebutten reifen, bei Mehrfachblühern schneidet man Verblühtes weg, immer über dem nächsten 5-gliedrigen Blatt. Schneidest Du also die Hagebutten vorerst weg, kannst Du damit ausprobieren, ob sie noch ein weiteres Mal blüht.

Ansonsten mal Pflegetipps zu Kletterrosen, ggf. Strauchrosen/Wildrosen googlen. Das sollte Dir weiterhelfen. Viel Spaß beim Gärtnern! :blumen:

Bearbeitet von zumselchen am 02.07.2018 20:46:33


Deiner Beschreibung nach würde ich auf eine Strauchrose tippen, ohne Stütze wäre eine Kletterrose nicht so hoch geworden.
Wenn die Rose alt ist und der Garten samt Rose eher ungepflegt, kann es auch sein, dass sich tief unten aus dem Stamm heraus Wildreiser gebildet haben. Edelrosen werden ja auf Wildrosenunterlagen veredelt bzw.vermehrt. Kommt der blütentragende Zweig tiefliegend unter der knubbeligen Verdickung des Stammes (=Veredelungsstelle) herausgewachsen, ist relativ gerade nach oben wachsend, das Laubblatt besitzt 7 statt 5 Teilblättchen, dann sind das Hinweise, dass es sich um ein Wildreis handelt. Die sollte man stammnah abreißen (nicht schneiden), weil sie dem veredelten Teil der Rose viel Kraft entziehen, der dann mit der Zeit eingeht. Vermutlich wirst Du das bei der Dicke der Äste nicht schaffen, so schneide oder säge sie stammnah ab. Möglicherweise sind aber schon alle edlen Rosenzweige abgestorben und die Wildreiser bilden jetzt Deinen ganzen großen Rosenbusch.
Wildtriebe blühen wie die normalen Heckenrosen, 5 blassrosa Blütenblätter, jede Blüte blüht nur einen bis drei Tage (je nach Wetter). Ich befürchte nach Deiner Beschreibung, dass sich da wirklich mindestens ein Wildtrieb richtig breit gemacht hat.
Einen kahlen Stamm, der erst in Höhe von über zwei Metern Laubwerk und Blüten besitzt, kann man nicht wirklich als dekorativ bezeichnen. Du kannst versuchen, die Rose zu verjüngen, d.h. sie dazu zu bringen, dass sie im unteren Bereich wieder Blätter und Blüten austreibt - schließlich willst Du ja keine Genickstarre bekommen, wenn Du Dir die Blüten ansehen willst. Zum Verjüngen muss man die ruhenden Knospen, die in den unteren Bereichen eines Stammes sitzen, zum Wachstum anregen. Dafür kürzt man die Zweige ein. Bei so einer alten Rose sollte man das aber nicht nach dem Tabula- rasa-Prinzip tun, das würde für die Pflanze den Tod bedeuten.
Falls Du die Wildreiser gefunden und entfernt hast, dann schaust Du Dir die verbliebenen Zweige an. Die, die Dir als älter erscheinen (rissige Borke, nicht mehr schönes Laub), die schneidest Du auf etwa ein Drittel der Länge zurück, die jüngeren Zweige lässt Du erst einmal so lang, wie sie jetzt sind. Nicht mehr, als maximal die Hälfte der Zweige zurückschneiden! Die zurückgeschnittenen Zweige werden jetzt noch austreiben und neue, belaubte Triebe bilden. Das kannst Du unterstützen mit etwas Rosendünger (kein Langzeitdünger!), aber bitte nach Mitte Juli Rosen generell nicht mehr düngen, weil sonst die neugebildeten Zweige bis zum Winter nicht mehr verholzen und erfrieren.
Im nächsten Frühjahr (etwa im April, wenn keine tiefen Fröste mehr drohen) kannst Du Dir dann einen weiteren Teil der noch nicht zurückgeschnittenen Zweige auf ein Drittel kürzen, Rose dann mit Hornspänen (Langzeitdünger) düngen. Und im Frühjahr danach den eventuell noch verbliebenen Teil der alten Zweige ebenso behandeln.
Solltest du merken, dass das erste Kürzen der Rose nicht besonders gut tut, dann lass es bei den anderen Zweigen ganz, die Rose erholt sich wieder. Oder Du reißt sie ganz raus, weil Dir die kahlen Äste untenherum nicht gefallen.
Ohne Austausch der Erde kannst Du an diese Stelle aber für mindestens fünf Jahre keine neue Rose setzen, der würde es nicht gut gehen.
Noch etwas: Rosenzweige schneidet man immer schräg, damit Wasser von der Schnittfläche schnell abläuft und keine Brutstätte für Bakterien und Schimmelpilze bildet.


Zur Pflege von Rosen hat das Zumselchen schon das Wesentliche geschrieben.

Bearbeitet von whirlwind am 02.07.2018 22:17:40


Vielen Dank!
Das waren sehr nützliche Tipps.
Ich werde mein Glück versuchen.


Viel Glück mit der Rose! ..... und wenn noch Fragen sind, kannst Du mich auch per PN kontaktieren.
(auf Namen des Gesuchten klicken, es öffnet sich ein Fenster, in dem auch PN= persönliche Nachricht zu finden ist.)


Ich hatte gelesen, dass man eben nicht alle Rosen gleich pflegt, sondern zb Wildrosen am besten gar nicht geschnitten werden. Ich hab ja wie gesagt noch keine Ahnung und ich will meine Rose nicht durch falsche Pflege töten.


Vielen Dank, wenn ich nicht weiter komme werde ich das Angebot gerne annehmen!


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