Claus Hipp...... und warum ich von dem nix kaufen würde


Liebe Gemeinde, ich hab das nachstehende mal unter Rubrik "Kinder" gesetzt. Ich gehe mal davon aus, daß viele Mütter Hipp-Produkte kaufen.
Herr Hipp hat sich wohl in einer Weise daneben benommen, daß es einem nicht nur die Schuhe auszieht. Aus einer deutschen Zeitung vom 03.04.06:

Weil sie die Wirtschaft belasten
Müssen Alte bald
schneller sterben?

Babybrei-Millionär Claus Hipp schockt Millionen Rentner

Fassungslosigkeit und blankes Entsetzen sind die Reaktionen auf Äußerungen des Unternehmers Claus Hipp (67). Der Babynahrungs-Hersteller stellte in einem Interview die medizinische Versorgung Älterer in Frage. Man werde in Zukunft wohl darüber nachdenken, ab welchem Alter "man die Menschen lieber sterben lässt - weil sie die Wirtschaft belasten."

Hipp, praktizierender Christ, der sich gern als Hüter der Moral aufspielt, hat ziemlich unchristliche Ideen, wenn er über den "natürlichen Beginn und das natürliche Ende des Lebens" nachdenkt. Er malt den Teufel an die Wand, erwartet eine deutliche Verschärfung des Generationenkonflikts. Eine "Revolution der Jugend" komme auf uns zu. Und: "Die gegenwärtige Generation darf nicht auf Kosten der jungen Generation leben."

Der Präsident des Sozialverbandes VdK, Walter Hirrlinger, ist empört. "Ein Generationenkonflikt wird nur dann aufbranden, wenn Leute wie Herr Hipp ihn mit zweifelhaften Äußerungen wie diesen immer wieder anfachen." Im Gegenteil müsse das Potenzial der älter werdenden Bürger ökonomisch effektiv genutzt werden, "anstatt uns ihrer zu entledigen, weil sie zu teuer werden".

Bayerns Sozialministerin Stewens (CSU) zeigt sich schockiert. "Alte Menschen dürfen nicht das Gefühl haben, sich für ihre Existenz entschuldigen oder schämen zu müssen." Es dürfe grundsätzlich "keine Altersgrenze für Gesundheitsleistungen geben". Oberstes Gebot müsse der freie Zugang aller Menschen zu medizinischer Versorgung sein

Für Claus Hipp selbst gilt seine schockierende Sterbe-These natürlich nicht. Der Babybrei-König ist vielfacher Millionär und kann sich jede nur erdenkliche medizinische Versorgung leisten.

Und hier einige Leserbriefe als Reaktion:

Ich muss mich jetzt wohl entschuldigen, dass ich am letzten Sonnabend in Frieden und glücklich im Kreis meiner Familie meinen 65. Geburtstag gefeiert habe. Nach Herrn Hipp muss ich mir jetzt aber langsam einen Termin zur Abspritzung holen. Ich habe wirklich gehofft, dass das Wort Euthanasie in Deutschland der Vergangenheit angehört. Dass es jetzt aber immer häufiger gegen Ältere geht, empört mich zutiefst.

Bisher hatte ich von diesem Mann eine positive Meinung. Er hätte auf seinem Rübenfeld bleiben sollen und Biomöhren zupfen. Wenn man nicht reden kann oder auch nichts zu sagen hat, sollte man es lassen.

Ich bin hellauf empört. Wenn Menschen wie Herr Hipp solches rechtsradikale Gedankengut mit sich herumtragen, was erwarten wir dann von den Kindern? Da sehe ich einen Zusammenhang zu den jüngsten Berichten über Gewalt unter Jugendlichen. Ich fühle mich in diesem Staat nicht mehr sicher und nicht mehr wohl.


Quelle?


betr. Quelle?


Hab mal bei Google nachgesehen.Hier steht mehr:
Focus online
Berliner Kurier
Rheinische Post


und der wohnt neben meiner Ärztin :schrei: :schrei: Ich sollte wohl meine Schwiegereltern warnen.


Also das ist ja echt der Hammer -da fehlen einen die Worte!!!!!


Der im Zusammenhang mit Äußerungen über die medizinische Versorgung älterer Menschen in die Kritik geratene Unternehmer Claus Hipp rudert zurück.
Er sei gründlich missverstanden worden, betonte Hipp am Montag in Pfaffenhofen/Ilm. Hipp hatte am Sonntag in einem ddp-Interview gesagt, er fürchte, dass man auch darüber nachdenken müsse, ab welchem Alter die medizinische Versorgung nicht mehr zu leisten sei: „Wann man die Menschen lieber sterben lässt, weil sie die Wirtschaft belasten.“

Hipp betonte nun, mit seiner Äußerung habe er lediglich auf die drohende Gefahr hinweisen wollen, dass es zu Einschränkungen im Gesundheitssystem kommen könne. Er befürchte, dass künftige Generationen nicht mehr bereit seien, alle hinterlassenen Verpflichtungen zu erfüllen. Hipp versicherte, es käme ihm niemals in den Sinn, über eine Einschränkung medizinischer Leistungen für ältere Menschen aus wirtschaftlichen Gründen nachzudenken.

Kommende Generationen nicht belasten

„Der natürliche Beginn und das natürliche Ende des Lebens müssen immer geachtet werden", stellte Hipp klar. Mit seiner Wortmeldung habe er aufzeigen wollen, dass es dennoch zu einem solchen Szenario kommen könnte, falls die heutige Generation nicht beginne, unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit alles zu vermeiden, was kommende Generationen belaste. Hipp betonte, er bedauere, dass durch dieses Missverständnis zahlreiche ältere Menschen verunsichert worden seien. Dies habe nicht in seiner Absicht gelegen.

Quelle:Focus online

Haut mich, aber der Mann hat doch recht :ph34r: . Vielleicht ein bissi unglücklich ausgedrückt, aber an der Tatsache, dass unsere überaltete Gesellschaft unser Gesundheitssystem über kurz oder lang kollabieren lässt, führt doch kein Weg vorbei.


Zitat (BetaAngel @ 04.04.2006 - 07:40:31)
Haut mich, aber der Mann hat doch recht :ph34r: . Vielleicht ein bissi unglücklich ausgedrückt, aber an der Tatsache, dass unsere überaltete Gesellschaft unser Gesundheitssystem über kurz oder lang kollabieren lässt, führt doch kein Weg vorbei.

ich stimm dir zu. und nicht nur die alten, sondern die kranken kosten wirklich geld - meine frauenärztin erzählte mir neulich, dass sie von der krankenkasse ein schreiben bekam, worin sie aufgefordert wurde, ihre verordnung eines krebs-medikamentes an zwei patientinnen nochmal zu überdenken.

frei übersetzt: die haben krebs und sterben sowieso - wozu dann vorher noch die teuren tabletten geben...

wenn es einer nun laut ausspricht, kommt empörung. find ich ehrlich gesagt in ordnung, zeigt es doch eine gewisse solidarität in der bevölkerung. da aber die kassen leer sind, wird es von den institutionen schon lange so gehandhabt - und spätestens wenn eine weitere persönliche abgabe für die krankenkasse kommt, werden auch einige "ganz normale leute" so reden...

Zitat
Er sei gründlich missverstanden worden, betonte Hipp am Montag in Pfaffenhofen/Ilm. Hipp hatte am Sonntag in einem ddp-Interview gesagt, er fürchte, dass man auch darüber nachdenken müsse, ab welchem Alter die medizinische Versorgung nicht mehr zu leisten sei: „Wann man die Menschen lieber sterben lässt, weil sie die Wirtschaft belasten.“


Unfassbar solch ein Gedankengut :labern: , solche Aussagen kann er sich ja leisten, er muß sich niemals Gedanken darüber machen.

Zitat
an der Tatsache, dass unsere überaltete Gesellschaft unser Gesundheitssystem über kurz oder lang kollabieren lässt, führt doch kein Weg vorbei.


da stimme ich dir wohl auch zu, aber dann muß es einen Weg geben, der nicht gegen unser Grundgesetz verstößt.

Obwohl ich sagen muss, dass man schon überdenken muss ob man z.B. einem schwerkranken 95-jährigen eine künstliche Hüfte einsetzt oder ähnlich. :unsure:


Ich bin ja echt schockiert, welche Denkweisen hier teilweise vorliegen.
Wofür bitte schön wird denn geforscht und entwickelt, und das zum Teil aus Mitteln des Steuerzahlers? Zahlen denn nicht auch Rentner in die Krankenversicherung ein? Und das haben sie ihr Leben lang getan. Die eingezahlten Beiträge sind also ungleich höher als die eines jungen Menschen.
Wer weiß denn wirklich, wie alt ein Mensch wird?
Schaut Euch mal die Sterbeanzeigen in den Tageszeitungen an. Da wird mit 25 genauso gestorben wie mit 85. Warum soll also ein junges Leben erhaltenswerter sein als das eines alten Menschen?
Und wenn das Leben eines 70-Jährigen schon nichts mehr wert ist, schließlich belastet er ja nur noch die Rentenkasse (in die er lebenslang einbezahlt hat), warum zahlt er dann weiter in die KV ein??
Hier sollten einige noch mal genau nachdenken, was sie schreiben oder glauben, dass es ihre Meinung ist.


Zitat (Sammy @ 04.04.2006 - 12:30:33)
Obwohl ich sagen muss, dass man schon überdenken muss ob man z.B. einem schwerkranken 95-jährigen eine künstliche Hüfte einsetzt oder ähnlich.  :unsure:

Wie verstehe ich das jetzt richtig:
hast du Bedenken wegen der OP eines schwerkranken 95-Jährigen oder
hast du Bedenken das sich eine OP auf Grund des Alters und des Gesundheitszustandes nicht mehr "rentiert" :verwirrt:


das erinnert mich an eine unserer Hündin, die ist im Alter von 12 Jahren von einer Empore im Ferienhaus ~ 2,30m hoch runtergesprungen (die Treppe ging ihr nicht schnell genug), dabei zog sie sich einen komplizierten Bruch im vorderen Sprunggelenk zu.Die Ärztin in der Tierklinik fragte mich auch einschläfern auf Grund des Alters bei so einer kostspieligen OP. Ich brauchte ihr garnicht antworten, sie hat meinen Blick sofort gedeutet und hat meinen Hund operiert.Im Urlaub haben wir uns einen Bollerwagen geliehen um sie nach der OP überall mit hin zu nehmen.Sie lebte noch zwei glückliche Jahre.
Für meine Eltern 79 und 81 Jahre alt würde ich mein Haus und alles andere was ich besitze verkaufen, wenn ich es müßte um ihnen zu helfen.

Na wenigstens Nyx versteht, was ich meine.


Lies mal: Fank Schirrmacher "Das Methusalem-Komplott"..... :D

Bälle flachhalten ist doch nix Neues.....

...bin auch für humane Sterbehilfe...habe schon so einige Todesfälle mitbekommen, bei denen, die betroffene Person lieber gestorben wäre, aber Zwangsernährt wurde...ENTWÜRDIGEND!!!!!

DAS ist Menschenverachtend...habe auch schon Patientenverfügung....


Zitat (FranzBranntwein @ 04.04.2006 - 13:34:31)
Ich bin ja echt schockiert, welche Denkweisen hier teilweise vorliegen.
Wofür bitte schön wird denn geforscht und entwickelt, und das zum Teil aus Mitteln des Steuerzahlers? Zahlen denn nicht auch Rentner in die Krankenversicherung ein? Und das haben sie ihr Leben lang getan. Die eingezahlten Beiträge sind also ungleich höher als die eines jungen Menschen.
Wer weiß denn wirklich, wie alt ein Mensch wird?
Schaut Euch mal die Sterbeanzeigen in den Tageszeitungen an. Da wird mit 25 genauso gestorben wie mit 85. Warum soll also ein junges Leben erhaltenswerter sein als das eines alten Menschen?
Und wenn das Leben eines 70-Jährigen schon nichts mehr wert ist, schließlich belastet er ja nur noch die Rentenkasse (in die er lebenslang einbezahlt hat), warum zahlt er dann weiter in die KV ein??
Hier sollten einige noch mal genau nachdenken, was sie schreiben oder glauben, dass es ihre Meinung ist.

genau!!!..du zahlst NIX in die Rentenkasse ein, du hast damals deine Eltern die Rente finanziert!!!

Mein Opa ist wegen der Prostata in Behandlung, nichts wirklich schlimmes, halt zum Beobachten...Nun hat mein Opa, der wirklich mit seinen 80 Jahren geistig und körperlich noch sehr fit ist und auch sonst immer auf dem neuesten Stand, von einem Medikament gehört, was eine Operation überflüssig machen würde, wenn es mal so weit sein sollte...

Tja, was sagt der Arzt zu ihm: " Das lohnt nicht mehr bei ihnen...das würde die Krankenkasse nicht mehr bezahlen :wallbash:

Hallo!?, Wenn mein Opa nur nen paar Gene von seiner Mutter hat, dann wird er mindestens 99 Jahre alt!!!!!!!!!!!

Ich fands schon echt dreist, obwohl ich sagen muß, da hat der Arzt wahrscheinlich weniger schuld als die Krankenkasse, die die Kosten einfach nicht übernimmt, für dieses (durchaus teure) Medikament..aber trotzdem... :labern: :labern:

Menno, da lebt mein Opa vielleicht noch 20 Jahre...aber es lohnt nicht mehr...dann zahlt die Krankenkasse lieber ne OP... :wallbash:


Zitat
...bin auch für humane Sterbehilfe...habe schon so einige Todesfälle mitbekommen, bei denen, die betroffene Person lieber gestorben wäre, aber Zwangsernährt wurde...ENTWÜRDIGEND!!!!!


das akzeptiere ich auch!

nur nicht wenn man sich Gedanken darüber macht den Rettungswagen nur noch bis zu einer bestimmten Altersgrenze anrufen zu dürfen, um das jetzt mal krass auszudrücken.

Zitat (FranzBranntwein @ 04.04.2006 - 13:34:31)
Zahlen denn nicht auch Rentner in die Krankenversicherung ein? Und das haben sie ihr Leben lang getan. Die eingezahlten Beiträge sind also ungleich höher als die eines jungen Menschen.
Wer weiß denn wirklich, wie alt ein Mensch wird?
... Da wird mit 25 genauso gestorben wie mit 85. Warum soll also ein junges Leben erhaltenswerter sein als das eines alten Menschen?
Und wenn das Leben eines 70-Jährigen schon nichts mehr wert ist, schließlich belastet er ja nur noch die Rentenkasse (in die er lebenslang einbezahlt hat), warum zahlt er dann weiter in die KV ein??
Hier sollten einige noch mal genau nachdenken, was sie schreiben oder glauben, dass es ihre Meinung ist.

du hast ja recht - aber es wird doch wieder ganz klar, dass keiner eine lösung hat.

ich sag es dir mal an meinem beispiel: ich zahle monatlich 74,53 Euro in die kranken- und pflegeversicherung ein. wenn man bei mir brustkrebs feststellen würde, gibt es dabei ein tolles medikament, welches 3000 Euro pro monat kostet, die therapie würde 18 monate dauern (denke ich). und dann wäre immernoch nicht klar, ob ich nicht in 5 jahren wieder krank wäre, oder doch sterbe, oder noch ganz andere krankheiten habe... (genau das ist der grund, dass manche patientinnen sich die behandlung mit diesem medikament einklagen mussten, weil die kasse es erstmal verweigert hat)

anhand deines beitrages weiss ich nun nicht, ob du der meinung bist, dass ältere menschen ja schon soviel eingezahlt haben und ihnen also auch das recht auf eine behandlung zusteht - dem jungen steht es zu, weil er ja noch viel für die gesellschaft leisten kann - aber keiner sagt uns, wo das geld dafür herkommt. oder hast du eine idee?

ich glaube, schon gehört zu haben, dass man mit 95 als kassenpatient keine neue hüfte mehr bekommt - genauso, wie man als junger patient auch keine knie-op wegen verschleiss bekommt, weil die lebensdauer des künstlichen knie's eben überschaubar ist - dazu sollte man über 60 sein...

der rentner muss übrigens seit den 70er jahren in die krankenkasse einzahlen, da war das system schon so gekippt, dass es nicht mehr ohne die beiträge von rentnern geht.

Zitat (Nyx @ 04.04.2006 - 13:55:59)
Zitat
...bin auch für humane Sterbehilfe...habe schon so einige Todesfälle mitbekommen, bei denen, die betroffene Person lieber gestorben wäre, aber Zwangsernährt wurde...ENTWÜRDIGEND!!!!!


das akzeptiere ich auch!

nur nicht wenn man sich Gedanken darüber macht den Rettungswagen nur noch bis zu einer bestimmten Altersgrenze anrufen zu dürfen, um das jetzt mal krass auszudrücken.

Ich finde es auch schlimm, daß Deutschland so ein Problem mit der Sterbehilfe hat...aus historischen Gründen..

Aber wenn die Folge daraus ist, daß alte und kranke Menschen nicht sterben dürfen, finde ich das erstens ne grausame Doppelmoral, zweitens einfach sehr traurig...

Jeder würde sein geliebtes Tier schweren Herzens einschläfern lassen, wenn man ihm dadurch Qualen ersparen kann, aber Menschen werden auf Teufel komm raus in ihrem Siechtum gehalten, bis zum Letzten, nur weil "Wir" Angst vor unserer eigenen Geschichte...(manchmal zurecht...) haben...

Es sicherlich ein heikles Thema ohne Frage, aber schauen wir mal zu unseren Nachbarländern, da ist doch Sterbehilfe ob nun aktiv oder passiv geregelt...oder irre ich mich da jetzt...

Zitat (Mellly @ 04.04.2006 - 14:03:56)
Es sicherlich ein heikles Thema ohne Frage, aber schauen wir mal zu unseren Nachbarländern, da ist doch Sterbehilfe ob nun aktiv oder passiv geregelt...oder irre ich mich da jetzt...

du irrst dich nicht.

Zitat
Es sicherlich ein heikles Thema ohne Frage, aber schauen wir mal zu unseren Nachbarländern, da ist doch Sterbehilfe ob nun aktiv oder passiv geregelt...oder irre ich mich da jetzt...


die gibt es, wie den Sterbetourismus in diese Länder.

Bearbeitet von Nyx am 04.04.2006 14:54:39

Natürlich überall Empörung !

Aber er hat doch recht.

Tatsächlich sind wir heute in der Lage, das Leben um einiges zu verlängern.
Allerdings kosten gerade die letzten Tage auch unverhältnismässig viel.

Selbstverständlich wären wir gerne bereit, allen zu helfen aber allein es fehlen die Mittel.

Und wenn Mittel knapp sind, muss man sich überlegen, wie man sie am Sinnvollsten einsetzt.

Das nennt man auch Wirtschaften.

Und wenn ich allen etwas wegnehme, um es nur ein paar Älteren zu geben damit diese noch etwas älter werden, muss sich ja irgendwer fragen wie das Geld verteilt werden soll.

Vereinfacht gesagt:
Warum soll ich einen Menschen mit dem Geld statt 95 sogar 100 werden lassen, wenn ich gleichzeitig stattdessen 10 andere zu einem Durchschnittsalter etwa von 75 auf 76 verhelfen könnte?

Haben die nicht genau so einen Anspruch auf die Versorgung?
Ist das Geld dort nicht besser "investiert", da insgesamt 10 zusätzliche Lebensjahre besser sind als 5 ?

Oder ist es besser weil die Lebensqualität um die 75 noch besser ist, als ein Lebensjahr um die 100 (Wegen der wohl gestiegenen Gebrechlichtkeit)

Ist es wirklich so, oder nicht?
Oder anders?
Oder hat jemand bessere Voschläge?

Oder haben Ältere Generationen schon genug auf Kosten der Zukünftigen gelebt?
(Wirtschaftswachstum nach dem Krieg mit gleichzeitiger Umweltverschmutzung)

Ich ziehe meine Hut vor Herrn Hipp, da er an der Schwelle zur Generation der Nutzniesser des Gesundheitssystems dies anspricht und nicht selbstverständlich für seine Generation fordert und die Kritik nur von den Jüngeren Kommt.

(Auch wenn ich unterstelle, dass er selbst nicht davon betroffen ist)

Bearbeitet von Jaxon am 04.04.2006 15:24:03


am besten wäre wohl eine Lösung, die überhaupt nicht unterscheidet zwischem wertem Leben und werterem Leben...


Das wäre die traditionelle Lösung:

Eid des Hippokrates
„Ich schwöre bei Apollon dem Arzt, Asklepios und Hygeia und Panakeia und rufe alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde:

Den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mitzuversorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern, die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber niemandem.

Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und Willkürlichem. Ich werde niemandem, auch nicht auf seine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten.

Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren.

Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren Gewerbe dies ist.

Welche Häuser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

Über alles, was ich während oder außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen sehe oder höre und das man nicht nach draußen tragen darf, werde ich schweigen und es geheimhalten.

Wenn ich diesen meinen Eid erfülle und ihn nicht antaste, so möge ich mein Leben und meine Kunst genießen, gerühmt bei allen Menschen für alle Zeiten; wenn ich ihn aber übertrete und meineidig werde, dann soll das Gegenteil davon geschehen“
(Hippokrates)

bzw. seine moderne Variante:

Genfer Deklaration des Weltärztebundes

Gelöbnis:
"Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand: Ich gelobe feierlich mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen;

Ich werde meinen Lehrern die Achtung und Dankbarkeit erweisen, die ihnen gebührt;

Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben;

Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein; Ich werde die mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren;

Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten;

Meine Kolleginnen und Kollegen sollen meine Schwestern und Brüder sein;

Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung;

Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden;

Dies alles verspreche ich feierlich, frei und auf meine Ehre."
(Weltärztebund)


Gruß,
Alf :blumen:


Zitat (Alf @ 04.04.2006 - 15:33:29)

Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung;

Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden;

Dies alles verspreche ich feierlich, frei und auf meine Ehre."
(Weltärztebund)


Gruß,
Alf :blumen:

Die beiden Absätze sagen eigentlich alles...

Eigentlich hab ich gedacht, die Oberbefehlshaber in Deutschland kennen Diskussionen um "unwertes Leben" offiziell nicht mehr. Da kommt mir wieder alles hoch. :kotz: :kotz: :kotz:
Gibt da son paar Grenzfälle, wo ich nicht wüsste, was ich machen sollte, wenn ich Arzt wär. Als Arzt muss man Leben erhalten, ist mir klar, aber wer bestimmt, ab wann der Patient denkt, er leidet nur noch und lebt nicht mehr? Wenn jemand nicht mehr behandelt werden will, jede neue Spritze nur noch mehr Schmerzen verursacht und derjenige einfach nicht mehr kämpfen will, dann soll er gehen dürfen. Ob mit oder ohne ärztliche Hilfe, ist ne schwierige Frage.

Bin mir auch nicht sicher, ob ich, wenn ichs entscheiden könnte, die neue Leber lieber jemandem geb, der sie besser behandeln wird als der Kerl, der schon die 36. gekriegt und kaputtgesoffen hat. Ist gut, dass ich sowas nicht entscheiden muss.

Ich hab meinen Eltern (da ich ja nicht verheiratet bin) ne klare Anweisung gegeben: Stecker raus, wenn ich bloß noch da dran hänge, und kein langes Siechtum, und dann dürfen sich die Metzger über das Schlachtvieh hermachen, ausnehmen und die Stücke verteilen.

Wie man das Alter von jemandem als Grund sehen kann, nix mehr zu machen, sogar wenn der Patient das will, kann ich nicht einsehen. Bestmögliche Versorgung für alle. Aber vielleicht steckt das in vielen einfach drin: Weg mit dem, was sich nicht rentiert. Schon derbe beschissen, wenn man so denkt und praktisch nen Selbstmord von alten Leuten erwartet, wenn die immer mehr Pflege brauchen und Kosten verursachen. Wär schon interessant zu wissen, ob solche Leute dann auch freiwillig abtreten oder auf Medikamente zu verzichten, wenn denen bewusst wird, die kosten ne Menge Geld.


Mütter der Welt vereinigt Euch und lernt , den Brei für Eure Babys wieder selber zu kochen!!!! Mit jedem Glas von "Mister Hipp, unterstützt Ihr ihn, immer reicher und älter zu werden!!! Der Typ verdient doch an den Babys, die später auc mal alt werden!! :labern: :labern: Oder will er, daß nur noch Reiche alt werden, und die, die dafür sorgen, daß sie Millionäre werden mit 65 Jahren "abgeschafft werden, weil man ja z.B. in Babys investiert??? (siehe Claus Hipp) :labern: :labern: :labern:

wollmaus


Möchte hier jetzt einmal einen Fall schildern, von dem ich meine, dass Herr Hipp so etwas gemeint haben könnte.Hier geht es NICHT um Sterbehilfe, sondern um das Sterben in Würde und Anstand.

Frau X. (84 Jahre) wird Mitte April in die Klinik eingewiesen mit Magenkrebs.Der Tumor (und seine Metastasen), haben den Magen und Darm bereits so geschädigt, dass keine Nahrung mehr aufgenommen werden kann.Überflüssig zu sagen, dass weder OP, Chemo oder Bestrahlung noch Erfolg versprechen.Frau X. wird nun über einen Zeitraum von 6 Wochen mit Astronautennahrung über eine Sonde ernährt, damit sie nicht stirbt.(Obwohl jeder weiß, dass sie das dennoch innerhalb der nächsten 8 Wochen tut).Gleichzeitig muss sie natürlich auch mit Morphinen und anderen Schmerzmitteln versorgt werden, damit sie es überhaupt noch aushalten kann.Anfang Juni stirbt Frau X.

Dieser (Kurz)- Bericht ist nicht erfunden.Und nun soll mir mal einer den Sinn einer solchen Behandlung erklären.Schmerzmittel sind OK, aber was soll die künstliche Ernährung in einem solchen Fall?Darf man heute nicht einmal mehr sterben, wenn es einfach soweit ist?

@FranzBranntwein
Willst DU so sterben? Ich nicht!!!

@all

Bitte nehmt zur Kenntnis, dass Herr Hipp weder zum Massenmord noch zum Mssensuizid an älteren Menschen aufgefordert hat.(Herr Hipp ist übrigens nicht mein Onkel, Papa oder sonst was...)


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 04.04.2006 - 17:40:19)
.....Aber vielleicht steckt das in vielen einfach drin: Weg mit dem, was sich nicht rentiert. Schon derbe beschissen, wenn man so denkt ...........

Man kann hier eben nicht mit "rentieren" argumentieren, da es keine Investition ist und nichts zurückkommt, sondern lediglich um verteilung der knappen Mittel geht.

(Geldmittel mit denen man Medikamente und Behandlung kaufen kann)


Es ist der gleiche Fall wie bei einem Militärzt an der Front, der nur wenige mit seiner begrenzten Medizin retten kann.

Der wird diese auch demjenigen geben, der die grössten Überlebens-chancen hat.

Wonach soll man auch sonst entscheiden?

Auch durch alte Menschen und ihre Bedürfnisse und Vorlieben wird Umsatz gemacht, und das nicht zu knapp. Hygieneartikel, Nahrungsergänzungen (wie sinnvoll die sind, ist auch öfter mal diskussionswürdig), Medikamente, Seniorenveranstaltungen und und und. Sind ja nicht alle Alten krank und bettlägerig.

Kann da von meiner Oma, die weit über 80 ist, reden. Die fährt für ihr Leben gerne Taxi, hängt mit ihren Mädels fast täglich in Cafés rum, macht Konditoreien reich und steht auf diese Seniorenfahrten, Andenkenläden werden halbleer gekauft und sowas.


Zitat (pestcontroller @ 04.04.2006 - 13:46:45)
...bin auch für humane Sterbehilfe...habe schon so einige Todesfälle mitbekommen, bei denen, die betroffene Person lieber gestorben wäre, aber Zwangsernährt wurde...ENTWÜRDIGEND!!!!!

DAS ist Menschenverachtend...habe auch schon Patientenverfügung....

da kann ich dir nur zustimmen.

ich hab jahrelang auf einer neurochirurgischen intensivstation gearbeitet. da musste oft schnell eine entscheidung getroffen werden.

das problem war oft, dass nur unerfahrene ärzte anwesend waren, die trauten sich dann nicht, weitere massnahmen zu unterlassen, aus angst man könne sie da für etwas verantwortlich machen.

bei uns hiess es immer: als arzt oder krankenschwester stehst du mit einem bein im gefängnis. da ist was wahres dran.

das mit der patientenverfügung ist eine gute idee, aber die müsste man sich ja praktisch um den hals hängen, damit die ärzte gleich sehen was los ist.

wenn die nur zu hause in der schublade liegt, nützt sie nicht viel.

Zitat (VIVAESPAÑA @ 04.04.2006 - 21:22:10)
Zitat (pestcontroller @ 04.04.2006 - 13:46:45)
...bin auch für humane Sterbehilfe...habe schon so einige Todesfälle mitbekommen, bei denen, die betroffene Person lieber gestorben wäre, aber Zwangsernährt wurde...ENTWÜRDIGEND!!!!!

DAS ist Menschenverachtend...habe auch schon Patientenverfügung....

da kann ich dir nur zustimmen.

ich hab jahrelang auf einer neurochirurgischen intensivstation gearbeitet. da musste oft schnell eine entscheidung getroffen werden.

das problem war oft, dass nur unerfahrene ärzte anwesend waren, die trauten sich dann nicht, weitere massnahmen zu unterlassen, aus angst man könne sie da für etwas verantwortlich machen.

bei uns hiess es immer: als arzt oder krankenschwester stehst du mit einem bein im gefängnis. da ist was wahres dran.

das mit der patientenverfügung ist eine gute idee, aber die müsste man sich ja praktisch um den hals hängen, damit die ärzte gleich sehen was los ist.

wenn die nur zu hause in der schublade liegt, nützt sie nicht viel.

Viva!!
Wir haben hier in Deutschland einige Fälle, wo die Ärzte dieses Testament abgelehnt haben!!!Es lag nicht in der Schublade, sondern den Ärzten vorgelegt worden!! Ich habe bei machen Krankenhäusern das Gefühl:Ihr wollt Ärzte werden! OK Bestes Lernmaterial sind die Alten! Dakönnen wir die neuesten Gerätschaften ausprobieren! Schau mal Nach Israrel! Ministerpräsident Sharon liegt seit 3 Monaten im Koma!! Jetzt will man ihm wieder die Gehirnplatte einsetzen, die man herausgenommen hat, um die Gehirnblutungen zu stoppen!!!!!!! Er liegt im künstlichen Koma, und man weiß nicht, ob er jemals erwachen wird!
Wir lassen ein Tier einschläfern, weil wir merken, daß es sich quält, und wir erlösen es von seinem Schmerz, kämpfen aber darum, Menschen viele Jahre an Maschienen anzuschließen, um sie an einem Leben zu erhalten, das sie nie haben werden!
Ich denke, international sollte dieses Patiententestament annerkannt werden!!
Ich möchte jedenfalls nicht künstlich am Leben gehalten werden, nur weil die Wissenschaft mal wieder Versuchskarnickel braucht! Denn das sind wir "Alten" doch nur!!!

wollmaus
(Nich böse sein :wub: :wub: :wub: )

Zitat (wollmaus @ 04.04.2006 - 21:48:21)
Viva!!
Wir haben hier in Deutschland einige Fälle, wo die Ärzte dieses Testament abgelehnt haben!!!Es lag nicht in der Schublade, sondern den Ärzten vorgelegt worden!!

und mit welcher begründung ist es abgelehnt worden?

Ariel Scharon ist kein gewöhnlicher Sterblicher in den Augen der Welt und vor allem nicht in Israel. Der steht so sehr im Mittelpunkt, dass alles, was mit dem zu tun hat, derbe genau unter die Lupe genommen wird, und den Arzt will ich sehen, der sich traut, ihn nicht mehr zu versorgen.

Wenn bekannt würde, dass ihm mögliche Hilfe nicht gegeben wird, könnte es ganz schön krachen. Da soll keiner behaupten können, es sei nicht alle Mögliche versucht worden.

Wäre der bloß n einfacher Arbeiter, glaub ich, dass der schon unter der Erde wäre.


Zitat (BetaAngel @ 04.04.2006 - 19:33:58)
Dieser (Kurz)- Bericht ist nicht erfunden.Und nun soll mir mal einer den Sinn einer solchen Behandlung erklären.Schmerzmittel sind OK, aber was soll die künstliche Ernährung in einem solchen Fall?Darf man heute nicht einmal mehr sterben, wenn es einfach soweit ist?


man darf einen patienten nicht "verhungern" lassen.

und wenn du ihm die magensonde ziehst, würdest du das tun.

so sind die gesetze und solange die nicht geändert werden, wird sich an diesen behandlungen auch nichts ändern.

Man darf niemanden, egal welchen Alters, eine normale Hilfeleistung absprechen.

Aber was einfach für mich unmöglich ist, ist die Doppelmoral wie sie z.B. in den Pflegeheimen täglich sichtbar wird.
Da sind nur noch dahinsiechende Körper - Schlauch zum Essen reintun und auch einen, um selbiges wieder zu entfernen, die sich nicht einmal mehr aus eigener Kraft wenden können und nicht sterben dürfen! Und dann werden sie von der liieben Verwandschaft ein bis zweimal im Jahr besucht und vorher fein hergerichtet und man freut sich, wie schon es ist, die Oma noch zu haben.
Die Oma, die nicht einmal mehr reden kann, freut sich wohl weniger, daß sie nicht sterben darf, obwohl ihr Körper längst aufgegeben hat.


also...ich finde... jeder sollte bahandelt werden.
und wenn eine 95-jährige noch gut zu fuß ist, und eine neue hüfte benötigt, sollte sie die auch kriegen, und wenn sie nur ein paar monate noch etwas davon hat.
da sollte man doch mal lieber woanders gucken, wo man sparen kann:
leute, die sich dick fressen, wo dann alle organe und gelenke kaputt gehen, die evtl abnehmen, und die sich die haut dann abschneiden lassen (ok, das macht nicht immer die krankenkasse aber es kommt halt drauf an)...

ich find sowas steht nicht zur diskussion,
man kann auch einfach nicht entscheiden, ob der oder der etwas bekommt oder nicht. wer weis schon, wie lange noch jemand leben wird oder nicht?

wer weis ob man aus dem koma wieder aufwachen wird? man weis es eben nie so wirklich. deshalb kann man nicht sagen: ok du kannst jetzt sterben, du nicht...

ich finde sterbehilfe genau so schlimm wie die todesstrafe.
weis man 100% ob der verbrecher das verbrechen begangen hat?
manchmal klärt sich noch nach jahren etwas anderes auf...

und wenn man anfängt, so zu denken "der stirbt eh in 2 monaten, der kriegt keine medizin mehr",
dann kann man auch sagen, die niere ist fratze und fertig. das wars dann für dich mit deinen 25 jährchen.

also ich finds erschreckend, was oft über ältere menschen behauptet wird.
und dassm ein text so lang ist, das liegt daran dass ich gar nicht weis, wo ich hier anfangen und weitermachen soll^^
alte menschen haben sooo viel getan, besonders die heutigen alten haben richtig gearbeitet für uns, für deutschland und kriegen nur noch son bissl rente!
und haben schmerzen, gegen die man eh nichts machen kann,
ach egal!


Zitat (pepsi @ 26.04.2006 - 17:07:03)
also...ich finde... jeder sollte bahandelt werden.
und wenn eine 95-jährige noch gut zu fuß ist, und eine neue hüfte benötigt, sollte sie die auch kriegen, und wenn sie nur ein paar monate noch etwas davon hat.
da sollte man doch mal lieber woanders gucken, wo man sparen kann:
leute, die sich dick fressen, wo dann alle organe und gelenke kaputt gehen, die evtl abnehmen, und die sich die haut dann abschneiden lassen (ok, das macht nicht immer die krankenkasse aber es kommt halt drauf an)...

ich find sowas steht nicht zur diskussion,
man kann auch einfach nicht entscheiden, ob der oder der etwas bekommt oder nicht. wer weis schon, wie lange noch jemand leben wird oder nicht?

wer weis ob man aus dem koma wieder aufwachen wird? man weis es eben nie so wirklich. deshalb kann man nicht sagen: ok du kannst jetzt sterben, du nicht...

ich finde sterbehilfe genau so schlimm wie die todesstrafe.
weis man 100% ob der verbrecher das verbrechen begangen hat?
manchmal klärt sich noch nach jahren etwas anderes auf...

und wenn man anfängt, so zu denken "der stirbt eh in 2 monaten, der kriegt keine medizin mehr",
dann kann man auch sagen, die niere ist fratze und fertig. das wars dann für dich mit deinen 25 jährchen.

also ich finds erschreckend, was oft über ältere menschen behauptet wird.
und dassm ein text so lang ist, das liegt daran dass ich gar nicht weis, wo ich hier anfangen und weitermachen soll^^
alte menschen haben sooo viel getan, besonders die heutigen alten haben richtig gearbeitet für uns, für deutschland und kriegen nur noch son bissl rente!
und haben schmerzen, gegen die man eh nichts machen kann,
ach egal!

Dann tu Dir und den alten Leuten mal den Gefallen und geh ins PFLEGEheim.

Da siechen Leute, die schlimmer aussehen als Leichen, dahin und DÜRFEN nicht sterben.
Die LEBEN nicht mehr, die EXISTIEREN nur noch und werden von Maschinen am "Leben" erhalten, weil Leute, die nur an Einzelfälle denken, strikt gegen die ach-so-schlimme Sterbehilfe sind... .
Und das Personal ist so überlastet, daß sie die Leute wirklich nur noch Waschen und Wickeln.
Im Bett liegen und warten. Nich einmal mehr ein Buch oder TV ansehen KÖNNEN, weil der Körper nicht mehr mitmacht. Toll, oder?

Wer DAS einmal ausgiebig gesehen hat, der kann nicht mehr gegen solche Sterbehilfe sein.
Dort zu liegen wäre für mich eine Strafe, schlimmer als die proklamierte Todesstrafe.

Zitat (pepsi @ 26.04.2006 - 17:07:03)
alte menschen haben sooo viel getan, besonders die heutigen alten haben richtig gearbeitet für uns, für deutschland und kriegen nur noch son bissl rente!
und haben schmerzen, gegen die man eh nichts machen kann,
ach egal!

Aber hauptsache unsere abgeordneten haben eine schöne und dicke rente,
wofür sie nicht eimal etwas eingezahlt haben.

es lebe die gerechtigkeit.
da kann ich nur sagen, Pfui!

@antina...
ich wollte nur sagen, dass es schwer ist, soetwas zu entscheiden.
was, z.b. wenn eine alte frau von angehörigen jeden tag gift bekommt...
sie nur noch da liegt... und man sagt "ach, die lebt nicht mehr wirklich, diebringen wir jetzt um"...
es ist SCHWER die grenzen zu ziehen, und ich denke, dass es deshalb auch nicht praktiziert wird.
wenn ein krebskranker, vor sich hin vegetierender einem angehörigen einen freibrief schreibt, ihn umzubringen, kann das auch unter zwang geschehen sein.
wer will denn sowas überprüfen???
ich weis, wie schlimm es ist...
die leute, die nicht mehr wirklich leben, denen es wohl besser im himmel gehen würde. aber weis man es???
weis man, ob es besser ist TOT zu sein, als schmerzen und leid zu ertragen?
oder ob man dann - trotz aller schmerzen - das wichtigste im leben verloren hat? - das leben?! sonst hat man doch nichts...


Ich war früher auch gegen die Sterbehilfe,aber die heutige Medizin ist nicht nur ein Segen,weil man bald garnicht mehr sterben kann.Viele ältere Leute gehen zum sterben nach Hause ,"da sie einem im Krankenhaus ja nicht sterben lassen".Außerdem habe ich das Gefühl,dass die Ärzte mit den Alten im Krankenhaus richtig Geld machen und an ihnen lernen.
1.Beispiel:Eine Omi kommt wegen einem Kreislaufzusammenbruch ins Krankenhaus.Gleich wird eine Darmspiegelung gemacht.Sie hatte keine Probleme.
"Voll Logisch"!!!!!!!!!
2. Beispiel:Eine Omi kommt ins Krankenhaus und es besteht keine Hoffnung mehr.
"Es wird alles für sie getan"alle 3Tage schneidet man ihr faules Fleisch aus dem Rücken.Dann kommt das "Ende".Nein, ein Arzt holt sie wieder zurück.Dann kommt ein 2.mal das "Ende"Auch dieses mal braucht der Arzt wohl sein Erfolgserlebnis.
Beim 3.mal waren sie dann gnädig.
Ganz ehrlich ich könnte kotzen. :kotz: :kotz: :kotz: :kotz: :kotz:
Ich könnte noch einige Beispiele nennen,da ich in der Altenbetreuung arbeite.

Ich möchte auf keinen Fall so enden!!!!!!



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