Wirsing


Hallo, ich mache gern einen Wirsingeintopf mit weissen Bohnen (Dose) Pizza tomaten Kartoffeln Tomatenmark Gewürze und Kräutern. MeineFrage: kann man wirsing auch einfrieren? Mit den anderen Zutaten sollte es kein Problem sein. Wirsing ist ja recht groß und für eine Person wird es dann ein halber Eimer also 4-6 Tage Mahlzeit.


Hallo domino444,

du kannst Wirsing problemlos einfrieren. Ich würde den Kopf vierteln, kurz blanchieren und dann einfrieren. Du kannst aber den Wirsing auch direkt kleinschneiden und dann blanchieren und in den Tiefkühler geben.


Ich würde vom ganzen Kopf einen Eintopf kochen und den dann portionsweise einfrieren.


Zitat (Orgafrau @ 23.10.2018 21:37:24)
Ich würde vom ganzen Kopf einen Eintopf kochen und den dann portionsweise einfrieren.

:daumenhoch:

Genau so mache ich es auch: Alles auf einmal kochen und dann portionsweise einfrieren.


Wenn man generell immer nur diesen Eintopf zubereitet, ist natürlich das portionsgerechte Einfrieren dieser Mahlzeit am einfachsten. Das würde ich auch so machen. Aber Wirsing alleine lässt sich ebenso gut einfrieren; es gibt so viele andere, leckere Wirsinggerichte. Das war so mein Gedanke.


Ich würde den Wirsing auch kochen, wenn es dir zu viel ist. Falls du keine Möglichkeit zum Einfrieren hast, kannst du ihn auch Einkochen. Wir hatten dieses Jahr ganz viele Tomaten, die konnten wir alle nicht mehr sehen, so das wir gute 20 Liter zur Suppe/Soße gekocht haben und sie dann eingekocht haben. Das kannst du sicher auch mit deinem Wirsing-Eintopf machen.


Ich bin ja oberfranke und im wirsigland zu hause.
1. benutzt du winterwirsing oder spitzwirsing.
2. wenn du ganze köpfe einfrieren willst muss ich dir davon abraten, dann wird er labbrig und glitschig.
am besten ist es ihn immer frisch zu kaufen , ist aber sessional also den kriegste nicht immer.
wirsingzeit ist herbstzeit, also von ca. mitte september bis ende oktober, da bekommt man ihn bei uns ganz frisch vom feld, das pfund für 60 ct. Ich rede vom Spitzwirsing, der manchmal so gross wird wie ein basketball.
Heuer war er etwas kleiner wegen der hitze und dem Wassermangel.
Aber es gibt einen Trick wie wir uns das ganze Jahr mit Wirsing versorgen- einkochen.
Das ist aber ein andere Geschichte und man kann es im internet nachlesen.


Nein , nein , nein .
An alle , wenn ich eure Kommentare lese wird mir ganz anders.
Wirsing ist ein sehr sensibeles Gemüse, man muss es richtig behandeln.
Ich kaufe jedes Jahr 50kg. und mehr und mache es ein
Ich rede von Spitzwirsing, den kriegste nurbeim gemüsebauern.
Man muss ihn erstmal richtig putzen, sprich bei den äusseren Blättern, Strunk rausschneiden, nach innen alles nehmen, wenn alles geputzt ist, mindestens 2 mal wässern das man Ungeziefer raus kriegt. Dann 1Nacht ruhen.Am nächsten Tag Wasser aukochen. Ich vergaß Blätter rupfen ( Untersetzergröße).


Ich kenne gar keinen Spitzwirsing :keineahnung: Wo liegt der Unterschied zwischen "normalem" Wirsing und Spitzwirsing?


Ich kenne Spitzkohl, aber keinen Spitzwirsing.


Zitat (Brandy @ 02.11.2018 20:31:41)
Ich kenne Spitzkohl, aber keinen Spitzwirsing.

Schließe mich an.

Dito.

Der Spitzkohl war aber auch die einzige brauchbare Info, die ich aus den Beiträgen des unsterblichen Engels entnommen habe.


Zitat (Angels never die @ 02.11.2018 20:16:17)
Nein , nein , nein .
An alle , wenn ich eure Kommentare lese wird mir ganz anders.
Wirsing ist ein sehr sensibeles Gemüse, man muss es richtig behandeln.
Ich kaufe jedes Jahr 50kg. und mehr und mache es ein
Ich rede von Spitzwirsing, den kriegste nurbeim gemüsebauern.
Man muss ihn erstmal richtig putzen, sprich bei den äusseren Blättern, Strunk rausschneiden, nach innen alles nehmen, wenn alles geputzt ist, mindestens 2 mal wässern das man Ungeziefer raus kriegt. Dann 1Nacht ruhen.Am nächsten Tag Wasser aukochen. Ich vergaß Blätter rupfen ( Untersetzergröße).Natron ins Wasser geben 1Tl. auf 10l. und kochen bis es weich ist. Dann wolfen 5mm und du hast die beste struktur für gemüse. Nach abkühlen in 3l. Beutel abfüllen, am besten rewe beutel mit reissverschluss, glattstreichen und einfrieren. Gutes Gelingen

Die fränkische Art, Wirsing zuzubereiten, ist nicht unbedingt jedermanns Geschmack und daher auch nicht der Wirsing-Wahrheit letzter Schluss!!
Ich esse Wirsing wirklich gerne, in allen möglichen Varianten, aber der gewolfte Wirsing nach fränkischer Art erinnert mich vom Aussehen her doch zu sehr an das, was bei der Kuh am Hinterende ´rauskommt, abgesehen davon, dass er nicht mehr wirklich nach Wirsing schmeckt.

Meine Lieblingszubereitung für Wirsing ist, die Blätter in mundgerechte Stücke zu zerteilen (Blattrippen und Strunk kann man für eine Gemüsebrühe weiterverwenden) und in wenig Salzwasser dünsten. Das Wasser sollte fast verdunstet sein, wenn die Blätter gerade noch Biss haben. Dann kommt ein gutes Stück Butter an den Wirsing, das Ganze wird noch einmal gut erhitzt und umgerührt, so dass der Wirsing Blatt für Blatt von einem Hauch Butter überzogen ist, aber noch nicht labberig weich gekocht ist. So werden die Inhaltsstoffe und der typische Wirsinggeschmack gut erhalten. Ein Hauch Muskat gibt noch zusätzlichen Pfiff.

Um Wirsing zu konservieren, zerteile ich ihn in die einzelnen Blätter, aus denen ich die groben Blattrippen heraussschneide. Die Blätter werden dann in kochendem Wasser kurz blanchiert und unter kaltem Wasser abgeschreckt. Diese Wirsingblätter friere ich, gut abgetropft, portionsweise ein. Sie sind nun in jedem beliebigen Rezept einzusetzen, für Eintopf breche ich sie noch in gefrorenem Zustand in kleinere Stücke, auch für Wirsinggemüse. Will ich daraus Wirsingrouladen machen, taue ich die Blätter auf - durch das Blanchieren und Einfrieren sind sie geschmeidig geworden- und fülle sie.

Genau so handhabe ich das auch mit dem Wirsing.
Ein Tipp dazu noch von mir, nach dem Würzen und Abschmecken noch einen Schuß Sahne zum Wirsing, einfach köstlich!

Die durchgedrehte und undefinierbare grünliche Masse mögen wir auch nicht.

Ich kann mich erinnern, daß unsere Altvorderen so mit dem armen Wirsing - und auch mit dem frischen Spinat - verfahren sind. Aber damals wußte man wahrscheinlich noch nicht so genau, was man dem leckeren und gesunden Gemüse mit dieser Verfahrensweise angetan hat.

Ich sehe auch lieber, was ich da auf meinem Teller habe!


Das ist eine Wirsing-Art die im Oberfranken beheimatet ist.
Der Wirsing hat eine etwas spitzere Kopfform.
Er ist auch nicht so fest zusammengefügt wie der bekannte Wirsing.
Sie ist auch etwas weniger deftig im Geschmack als der gewöhnliche Wirsing.

Das kann man aber auch alles bei jeder x-beliebigen Suchmaschine nachlesen wenn man das Wort Spitzwirsing da eingibt. B) :ph34r:

Kulinarische Grüße
Mondial


Jetzt mal an alle!
Spitzwirsing ist der beste Wirsing den es gibt. Wer kein Franke ist kann das nicht wissen. Natürlich kann man ihn auf verschiedene Art zubereiten. Ist ja auch jedem selbst überlassen.Aber da es den sogenannten nur sessional bei uns giebt kochen wir ihn ein, für das ganze Jahr. Bei Gebrauch auftauen und zubereiten.
Das macht bei uns in Franken jeder Haushalt anders. 100 Haushalte - 100 Rezepte. Ich giesse ihn nach dem erwärmen mitetwas Gemüsebrühe auf so das er schön sämig wird. Dann mache ich eine Einbrenne und gebe so viel von der Einbrenne zu das er etwas fester beim rühren wird. Danach nur noch mit Salz, Pfeffer, Fondor und Muskat abschmecken. Fertig!
P.S.
Wirsing ist ein Gemüse und wird bei uns fast zuallen Fleischgerichten gereicht. U.a.
Gans und Ente
Wild (auch "Rotkraut" bei uns ist es Blaukraut (selber gemacht)
Schäuferla
Schweinebraten (giebt es auch mit Sauerkraut aber richtig durchgekocht)
und noch anderen sessionalen Gerichten.
Danke fürs lesen und gutes Gelingen


Spitzkohl hat mit Spitzwirsing überhaupt nichts zu tun!


Zitat (Angels never die @ 04.11.2018 20:51:45)
Spitzkohl hat mit Spitzwirsing überhaupt nichts zu tun!

Warum bist Du gleich so schnippisch in Deinen Antwortbeiträgen?

Ein wenig Freundlichkeit denen gegenüber, die nicht aus Franken stammen und daher den Spitzwirsing nicht kennen, wäre angebracht und kostet keinen einzigen Cent!

Bearbeitet von Brandy am 05.11.2018 10:08:45

Zitat (Brandy @ 05.11.2018 10:05:01)
Warum bist Du gleich so schnippisch in  Deinen Antwortbeiträgen?
Ein wenig Freundlichkeit denen gegenüber, die nicht aus Franken stammen und daher den Spitzwirsing nicht kennen, wäre angebracht und kostet keinen einzigen Cent! 

Finde ich in keiner Weise!
Sie hat uns sachlich Information, mit repionalen Hintergrund, geliefert, die ich vorher nicht kannte.
Danke dafür, Angels never :blumen:

Deinen schnippischen total unnötigen Beitrag hättest Du lieber mal stecken lassen können, Brandy.

Bearbeitet von Tessa_ am 05.11.2018 11:30:23

Es ging nicht nur um diesen einen, letzten Beitrag, sondern auch um die vom 02.11. und 04.11.18.

Der schulmeisterliche Ton, der dort deutlich erkennbar zu lesen ist, war so nicht angebracht.


Zitat (Orgafrau @ 23.10.2018 21:37:24)
Ich würde vom ganzen Kopf einen Eintopf kochen und den dann portionsweise einfrieren.

ich würde von den Aussenblättern Wirsingkohlroulladen machen und aus dem Rest Eintopf.
Beides kann man einfrieren

Zitat (Angels never die @ 04.11.2018 20:29:24)
Jetzt mal an alle!
Spitzwirsing ist der beste Wirsing den es gibt. Wer kein Franke ist kann das nicht wissen.

Jetzt mal nur an Angels never die!
Hörst Du Dir eigentlich selbst mal zu, oder überliest das, was Du hier von Dir gibst?
1. Du bläst Dich hier auf über ein Gemüse, das, Deinen eigenen Angaben zufolge, offenbar nur Franken kennen, der/die TE und die Kommentatoren also u.U. gar nicht kennen können.
2. Dass Spitzwirsing ein gutes, schmackhaftes Gemüse ist, hat hier niemand bestritten! Allerdings bestreite ich, dass jeder Franke Spitzwirsing kennt (und die -meiner Meinung nach- Rezeptvergewaltigung dieses feinen Gemüses schätzt). Ich bin in Tauberfranken aufgewachsen, also auch Fränkin, Spitzwirsing ist dort ebenso unbekannt wie in NRW, wo ich jetzt wohne, und in Schleswig-Holstein, wo sich das größte Krautanbaugebiet Deutschlands befindet.

Ich habe dieses Gemüse kennengelernt durch meine Forchheimer Freundin, eine geborene Fränkin, die sogar selbst zugibt, dass die grüne Wirsingpampe nicht Jedermanns Geschmack ist - selbst in ihrer weitläufigen, fränkischen Familie.
Spitzwirsing ist, wie Filderkraut, eine regional angebaute Krautspezialität; der Anbau von Spitzwirsing ist, grob umrissen, auf das Gebiet zwischen Erlangen und Nürnberg (Knoblauchsland) begrenzt und über dieses Gebiet hinaus nur wenigen "Freaks" bekannt.
Wer also den Spitzwirsing nicht kennt, ist dadurch keinesfalls ein kulinarischer Banause und hat es auch nicht verdient, hier verbal angemacht zu werden, nur weil er andere Vorstellungen von Wirsingzubereitung hat.

Die von Dir angegebene Zubereitung mit dicker Mehlschwitze, vorheriger Behandlung des Wirsings mit Natron - ehrlich gesagt, da wundert mich nicht, dass das Wirsinggemüse nach gesalzenem Tapetenkleister mit Muskatnote schmeckt und auch so zäh von der Gabel tropft. Selbst mehrmals probiert (und bereut) - in ländlichen Gasthäusern, feinen Restaurants und bei Familienessen im Bereich zwischen Erlangen, Forchheim und Fränkischer Schweiz. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten!
Ich selbst nehme mir Spitzwirsing zur Erntezeit auf der Rückfahrt von meiner Freundin nach Hause mit und bereite ihn auf die o.a. puristische Methode zu - sehr fein zum ebenfalls mitgenommenen Schäuferla (was es in NRW auch nicht gibt). Ich käme nie auf die Idee, dieses doch feinere Gemüse konservieren zu wollen - es ist nun mal nur saisonal zu haben- nämlich erst zu kochen, kleinzumusen und dann noch mal zum Sterilisieren in Einkochgläsern zu erhitzen - toter kann man ein Gemüse nicht kochen!
So hat meine Urgroßmutter zwischen den beiden Weltkriegen Gemüse eingekocht und zubereitet - ohne Kenntnisse über Nährstoffe und deren Erhalt durch schonende Gar- und Zubereitungsmethoden.

Es lebe das Stielmus, wer es nicht kennt und zu schätzen weiß, ist kein Feinschmecker! :sarkastisch: :sarkastisch:

Bearbeitet von whirlwind am 05.11.2018 19:30:19

Zitat (whirlwind @ 05.11.2018 19:21:24)
Es lebe das Stielmus, wer es nicht kennt und zu schätzen weiß, ist kein Feinschmecker! :sarkastisch: :sarkastisch:

:daumenhoch:

Danke Whirlwind!

Du hast wahre Worte - auch in meinem Sinne - sehr informativ und keinesfalls anmaßend ausgesprochen.


Ich kenne Stielmus nicht, habe auch keine Rübchen im Garten. :)

Dafür aber Wirsing. Ich bereite es zu wie hier schon ab und zu geschrieben, mache auch Wirsing-Kohlrouladen und wenn ich zuviel habe wird er kurz blanchiert, schon in Streifen geschnitten, und eingefroren, um dann ein leckeres Wirsinggemüse zu machen, ohne großes tratra. :D


Zitat (whirlwind @ 05.11.2018 19:21:24)
Es lebe das Stielmus, wer es nicht kennt und zu schätzen weiß, ist kein Feinschmecker! :sarkastisch: :sarkastisch:

Genau so! Ich habe das Gemüse noch am Freitag mitgebracht und verarbeitet. So ist das eben in den verschiedenen Regionen sehr unterschiedlich. Ich war mal am Bodensee und konnte mich nicht wieder einkriegen, dass es dort keine dicke Bohnen gab.

Zitat (Drachima @ 05.11.2018 21:25:07)
Ich war mal am Bodensee und konnte mich nicht wieder einkriegen, dass es dort keine dicke Bohnen gab.

Allein das wäre für mich schon ein Grund, freiwillig an den Bodensee zu ziehen. ;)
Hoffentlich gibt es da auch kein Stielmus. :D

Nachtrag: Meine Oma :wub: kam aus dem Sauerland.
Und leider war ihr Standpunkt: Was auf den Tisch kommt wird gegessen.
Sonst gab es keinen Nachtisch. :heul:

Bearbeitet von Jeannie am 05.11.2018 21:42:51

Beim Lesen mancher Kommentare habe ich große Sorge, dass der Weltfrieden dadurch zusätzlich bedroht wird.......


Zitat (xldeluxe_reloaded @ 05.11.2018 21:44:32)
Beim Lesen mancher Kommentare habe ich große Sorge, dass der Weltfrieden dadurch zusätzlich bedroht wird.......

Oh ja, kämpfen wir die Artenvielfalt der Gemüsezubereitung mit gezückten Suppenkellen nieder

Zitat (idun @ 06.11.2018 08:37:15)
Oh ja, kämpfen wir die Artenvielfalt der Gemüsezubereitung mit gezückten Suppenkellen nieder

... und dann zum Kennenlernen noch einen Spitzwirsing bis zum Anschlag in den Hals gedrückt, weil hier viele im Forum herumgeistern, die den fränkischen Spitzwirsing nicht kennen. Frevelei! *Ironie aus*

:wacko:

Zitat (
... und dann zum Kennenlernen noch einen Spitzwirsing bis zum Anschlag in den Hals gedrückt, weil hier viele im Forum herumgeistern, die den fränkischen Spitzwirsing nicht kennen. Frevelei! *Ironie aus*

:wacko:

wie kann man nur so gefühllos auf der zarten Seele eines fränkischen Spitzwirsing herumtrampeln.

Asche auf euer Haupt.

Ich diesen Spitzwirsing auch nicht :heul: hab ich was verpasst? :o


Hallo allerseits!
Ich wollte hier zu diesem Beitrag niemand zu nahe treten. Wer die Art wie wir Wirsing verarbeiten und zubereiten nicht mag muß ihn ja nicht essen. Es war auch nie die Rede das ich Wirsing in Gläsern einwecke. Und wer mich wegen Schulmeisterei und unangebrachtem Ton bezichtigt sollte lieber mal vor seiner eigenen Tür kehren



Mit freundlichen Grüßen an alle lieben Menschen!

Angels never die.


Zitat (whirlwind @ 05.11.2018 19:21:24)
Jetzt mal nur an Angels never die!
Hörst Du Dir eigentlich selbst mal zu, oder überliest das, was Du hier von Dir gibst?
1. Du bläst Dich hier auf über ein Gemüse, das, Deinen eigenen Angaben zufolge, offenbar nur Franken kennen, der/die TE und die Kommentatoren also u.U. gar nicht kennen können.
2. Dass Spitzwirsing ein gutes, schmackhaftes Gemüse ist, hat hier niemand bestritten! Allerdings bestreite ich, dass jeder Franke Spitzwirsing kennt (und die -meiner Meinung nach- Rezeptvergewaltigung dieses feinen Gemüses schätzt). Ich bin in Tauberfranken aufgewachsen, also auch Fränkin, Spitzwirsing ist dort ebenso unbekannt wie in NRW, wo ich jetzt wohne, und in Schleswig-Holstein, wo sich das größte Krautanbaugebiet Deutschlands befindet.

Ich habe dieses Gemüse kennengelernt durch meine Forchheimer Freundin, eine geborene Fränkin, die sogar selbst zugibt, dass die grüne Wirsingpampe nicht Jedermanns Geschmack ist - selbst in ihrer weitläufigen, fränkischen Familie.
Spitzwirsing ist, wie Filderkraut, eine regional angebaute Krautspezialität; der Anbau von Spitzwirsing ist, grob umrissen, auf das Gebiet zwischen Erlangen und Nürnberg (Knoblauchsland) begrenzt und über dieses Gebiet hinaus nur wenigen "Freaks" bekannt.
Wer also den Spitzwirsing nicht kennt, ist dadurch keinesfalls ein kulinarischer Banause und hat es auch nicht verdient, hier verbal angemacht zu werden, nur weil er andere Vorstellungen von Wirsingzubereitung hat.

Die von Dir angegebene Zubereitung mit dicker Mehlschwitze, vorheriger Behandlung des Wirsings mit Natron - ehrlich gesagt, da wundert mich nicht, dass das Wirsinggemüse nach gesalzenem Tapetenkleister mit Muskatnote schmeckt und auch so zäh von der Gabel tropft. Selbst mehrmals probiert (und bereut) - in ländlichen Gasthäusern, feinen Restaurants und bei Familienessen im Bereich zwischen Erlangen, Forchheim und Fränkischer Schweiz. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten!
Ich selbst nehme mir Spitzwirsing zur Erntezeit auf der Rückfahrt von meiner Freundin nach Hause mit und bereite ihn auf die o.a. puristische Methode zu - sehr fein zum ebenfalls mitgenommenen Schäuferla (was es in NRW auch nicht gibt). Ich käme nie auf die Idee, dieses doch feinere Gemüse konservieren zu wollen - es ist nun mal nur saisonal zu haben- nämlich erst zu kochen, kleinzumusen und dann noch mal zum Sterilisieren in Einkochgläsern zu erhitzen - toter kann man ein Gemüse nicht kochen!
So hat meine Urgroßmutter zwischen den beiden Weltkriegen Gemüse eingekocht und zubereitet - ohne Kenntnisse über Nährstoffe und deren Erhalt durch schonende Gar- und Zubereitungsmethoden.

Es lebe das Stielmus, wer es nicht kennt und zu schätzen weiß, ist kein Feinschmecker! :sarkastisch: :sarkastisch:

Ich glaube du bist selbst schon tot.

Zitat (Angels never die @ 07.11.2018 23:53:40)
Ich glaube du bist selbst schon tot.

Und ich glaube, dass du dich etwas zurückhalten solltest. Währenddessen kannst du vor deiner Tür kehren. Andere müssen ganz sicher nicht kehren, nur weil du ihnen etwas vor die Füße geschmissen hast.

Davon abgesehen noch etwas zur Handhabung von zitierten Beiträgen: Die kannst du kürzen, zumal du, auf den letzten Beitrag bezogen, eh nur einen Satz geschrieben hast. Außerdem hast du zwanzig Minuten Zeit einen Beitrag zu editieren. So musst du kein neues Posting verfassen.

Zitat (Angels never die @ 07.11.2018 23:53:40)
Ich glaube du bist selbst schon tot.

ich glaube, der arme Spitzwirsing stürzt sich freiwillig unters Hackmesser und springt dann in den kochenden Suppentopf zu seinen Bohnen und Kartoffelkollegen damit er dieses Gezeter nicht mehr erleben muss :blumen:

Zitat (Angels never die @ 07.11.2018 23:39:53)
.................. Es war auch nie die Rede das ich Wirsing in Gläsern einwecke............

Und wer mich wegen Schulmeisterei und unangebrachtem Ton bezichtigt..............

Dann schau mal in Dein Posting vom 04.11.18 und lies nach, was und in welchem Ton Du dort geschrieben hast.

So z. B. .....Jetzt mal an alle! ......wer kein Franke ist, kann das nicht wissen!..................


oder auch:........bei uns nur saisonal (sessional), gibt, kochen wir ihn ein.......usw.

Bearbeitet von Brandy am 08.11.2018 13:54:14

In diesem Jahr war er wegen der Hitze und des Wassermangels etwas kleiner.