Warum wollen alle an Strassen wohnen?

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Mir ist aufgefallen, dass viele Neubauten an Hauptverkehrsstraßen statt finden. Z.B ein Altersheim direkt in einer kleinen Ortschaft wo eine Bundesstrasse durchgeht,nur wenige Meter entfernt. Oder ein grosses Wohnhaus auch direkt neben einer Bundesstrasse. Nun sind diese Wohnungen alles andere als billig, eher teurer als im Hinterland. Ist den Leute der Lärm und der Abgasgestank so völlig egal, sind die so bequem dass sie keine 500 Meter weiter ins Land ziehen wollen?
Ich könnte mir nicht vorstellen neben so einer Strasse zu leben. Wer zahlt denn für so etwas viel Geld? Ok, mir solls recht sein sonst wären die abgelegenen Plätze teurer :)
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Bequemlichkeit kann ich mir gut vorstellen. Wenn man sieht wie geparkt wird, ja nicht 1m zuviel laufen.
Obwohl ein Altersheim eher im Grünen sein sollte.
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Zitat
Warum wollen alle an Strassen wohnen?


Von "Wollen" kann bestimmt keine Rede sein. :pfeifen: Ich würde dort sicher nicht hinziehen.

Zitat
Mir ist aufgefallen, dass viele Neubauten an Hauptverkehrsstraßen statt finden. Z.B ein Altersheim direkt in einer kleinen Ortschaft wo eine Bundesstrasse durchgeht,nur wenige Meter entfernt. Oder ein grosses Wohnhaus auch direkt neben einer Bundesstrasse


Vielleicht liegts an den Grundstückspreisen? Alles hat doch immer auch mit Geld zu tun. :rolleyes: Oder man will den alten Menschen die Gelegenheit geben, schnell mit dem Bus in die Stadt zu kommen. Die meisten Altenheime in unserer Stadt stehen auch an Hauptverkehrsstraßen.

Bearbeitet von Golden-Girl am 01.09.2019 18:43:41
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Zitat (Golden-Girl @ 01.09.2019 18:42:52)
Die meisten Altenheime in unserer Stadt stehen auch an Hauptverkehrsstraßen.

Das ist bei uns in der Stadt auch so. Fibnde ich zwar auch nicht so optimal, aber die Leute können noch selbst etwas unternehmen.

An unserem alten Wohnort lagen viele Altersheime mitten in der Walachei, ohne Busanbindung, so dass die Leute wirklich NUR auf das Heim angewiesen waren und das finde ich persönlich dann noch schlimmer.
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In meinem "alten" Dorf ist das neue Altenheim auch mitten im Ortskern gebaut worden. So können die Bewohner morgens zur Rollator-Ralley aufbrechen und sich noch selber im Supermarkt mit Dingen nach ihrem Geschmack versorgen. Ruhe hat man später auf dem Friedhof noch mehr als genug, aber so sind sie noch mitten im "pulsierenden" Leben und müssen nicht mit dem Shuttle-Bus chauffiert werden :hihi:
Ich find's gar nicht so schlecht :pfeifen:
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Zitat (Golden-Girl @ 01.09.2019 18:42:52)
Oder man will den alten Menschen die Gelegenheit geben, schnell mit dem Bus in die Stadt zu kommen. Die meisten Altenheime in unserer Stadt stehen auch an Hauptverkehrsstraßen.

Das ist bei uns genauso. Die alten Menschen sind zumeist nicht mehr sehr beweglich. Darum baut man solche Häuser oft in direkter Nähe zu Bushaltestellen oder E-Centern. Steht ein Altenheim weiter ab oder gar auf einem Berg (schon gesehen) haben die älteren Menschen kaum mehr eine Möglichkeit, sich eigenständig etwas vorzunehmen. Das ist für viele von ihnen viel zu schwierig. Manchmal gibt es einen Shuffle, der sie ins Zentrum bringt, aber das ist ganz konsequent an feste Zeiten gebunden und oft auch nur 1x in der Woche. So wären diese Menschen nicht nur an die nachlassende Kraft ihres Alters gebunden, sondern dann auch noch fast "eingesperrt".
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Zitat (Kampfente @ 01.09.2019 19:13:32)
In meinem "alten" Dorf ist das neue Altenheim auch mitten im Ortskern gebaut worden. So können die Bewohner morgens zur Rollator-Ralley aufbrechen und sich noch selber im Supermarkt mit Dingen nach ihrem Geschmack versorgen. Ruhe hat man später auf dem Friedhof noch mehr als genug, aber so sind sie noch mitten im "pulsierenden" Leben und müssen nicht mit dem Shuttle-Bus chauffiert werden :hihi:
Ich find's gar nicht so schlecht :pfeifen:

So war es in dem Dorf, wo Männe arbeitet auch. Die Riesen-Rollatoren Ralley fand dann statt, als ein Alternder Sänger, ich habe keine Ahnung, ob der noch lebt, angesagt war. Da ergri9ffen alle Leute, die noch laufen konnten die Flucht und die anderen wurden in ihren Pflegebetten zur Vorstellung gefahren. :lol:

die Ärmsten konnten sich nicht wehren.
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Vor die Wahl gestellt, in jüngeren Jahren, oder noch voll beweglich (und mit Pkw mobil), ist es sicherlich meist nicht so erstrebenswert, mitten in der Hölle = an einer Hauptverkehrsstrasse zu wohnen.- Obwohl das wohl auch -wie so Vieles- eine Geschmackssache ist.
Ist man jedoch in einer Situation, dass man an den Rollstuhl gefesselt, oder auf den Rollator angewiesen ist, sieht die Sache schon anders aus.

Dann ist jede Art der idyllischen Abgeschiedenheit gleichbedeutend mit Isolation.- Sei es in einer Wohnung in Jottwede, oder in einem Pflegeheim.- Habe vergangenes Jahr bzw. bis vorige Woche Beides selbst erlebt.- Ich war mit zu der Zeit 61 Jahren sowohl im Pflegeheim untergebracht, als auch erst an den Rollstuhl gefesselt, nachher auf den Rollator angewiesen.- Ralleys waren eher nicht an der Tagesordnung.... ;)
Manche Dinge bekommen ein anderes "Gesicht", wenn sich die die eigene Situation ändert.

Zum Thema "Shuttle-Bus" vom Pflegeheim: gibt es hier im Umkreis nicht bei den -nicht wenigen- Heimen.- Wer nicht mehr gut genug zu Fuss ist, und evtl. noch nahe gelegene Ärzte oder Geschäfte erreichen kann, ist auf' s Taxi angewiesen (die Pflegekasse zahlt erst ab Pflegegrad 3, bzw. Rollstuhl-Notwendigkeit mit Behindertenausweis).- Und mal einfach so ist das bei durchschnittlich € 112,17 "Taschengeld" pro Monat/Heimbewohner kaum erschwinglich.- Öffentliche Verkehrsmittel sind auch nicht überall gegeben/erreichbar.- Wer dann keine Verwandten oder Freunde hat, die sie/ihn fahren können, sitzt Tag für Tag fest.- Da nützt auch die schönste ruhige Umgebung Nix....

Bearbeitet von allesaufanfang am 01.09.2019 23:25:04
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Also ich muss jetzt mal fragen, denkt ihr wirklich, das soviele Bewohner eines Pflege(Alten?)heimes überhaupt noch unterwegs sind? Ich nicht.
Beim Betreuten Wohnen ist das sicher anders.
Und dann ist es natürlich gut, wenn Haltestellen und Geschäfte nicht weit sind.
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Meine Mutter war in einem Pflegheim /Altenheim mitten in der Stadt, fussläufig von der Fussgängerzone untergebracht, mitten in einem grossen Park, unterhalb einer Abtei. Also recht ruhig und viele gingen mit dem Rollator in die Stadt. Mit meiner Mutter war ich immer im Rollstuhl unterwegs, das hat ihr gefallen.

Aber zur eigentlichen Frage: Neubauten ( privat) an viel befahrenen Strassen wäre für mich ein"no go". Mein erstes Haus lag an einer viel befahrenen Landstrasse,dörflich- beim Grundstückskauf war mir das garnicht so bewusst, wir mussten halt auch auf den qm Preis achten.
Mein zweites Haus liegt in einem ruhigen Stadtteil einer Kleinstadt, zweimal in der Stunde kommt der Bus ( wichtig für später!), kein LKW Verkehr und mässiger PKW Verkehr. Im Gegensatz zum ersten ist das eine Oase, trotzdem einigen zu laut :)
Für das hohe Alter kommt eine Wohnung in einer Wohnanlage in Betracht- an keiner Strasse gelegen, nur Park, Wald und kleiner See......aber 27 Wohneinheiten- das wird sicher eine Umstellung :unsure:

Bearbeitet von Donnemilen am 02.09.2019 10:29:58

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Die meisten wollen wohl nicht, sondern muessen. Gerade junge Familien wohnen heutzutage nach Preis und nicht nach Lage.
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Ich habe heute erst einen Artikel über Nachverdichtung gelesen. Und soweit ich weiß, wird das von der Politik auch eher gefördert, dass eben möglichst viel auf relativ engem Raum gebaut wird. Um Zersiedelung zu vermeiden und die Kosten für die Infrastruktur möglichst niedrig zu halten, glaube ich.

Meine Vermutung ist, dass die wenigsten wirklich gerne an Straßen wohnen wollen. Wer das unbedingt will, lebt vermutlich ohnehin in der Stadt. Auf dem Land wollen, so wie ich es kenne, die meisten ein Stück weit Abgeschiedenheit haben. Aber Häuser in Alleinlage sind praktisch nicht mehr zu bekommen und neu gebaut werden darf so was auch so gut wie nie. Also haben die wenigsten die Wahl und müssen schlicht in relativer Nähe zu Straßen leben.
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Zitat (MamaLena84 @ 06.09.2019 20:04:55)
.........

Meine Vermutung ist, dass die wenigsten wirklich gerne an Straßen wohnen wollen. Wer das unbedingt will, lebt vermutlich ohnehin in der Stadt. Auf dem Land wollen, so wie ich es kenne, die meisten ein Stück weit Abgeschiedenheit haben. Aber Häuser in Alleinlage sind praktisch nicht mehr zu bekommen und neu gebaut werden darf so was auch so gut wie nie. Also haben die wenigsten die Wahl und müssen schlicht in relativer Nähe zu Straßen leben.

Warum sollte man kein alleinstehendes Haus bekommen? Wenn man eines findet, welches den eigenen Vorstellungen von Lage, Größe, Ausstattung usw. entspricht und vor allem die Bank bzw. das Konto mitspielen, wird man mit Sicherheit was Passendes finden!

Auch darf man ein alleinstehendes Haus bauen, wenn das Gundstück eine entsprechende Größe hat und die Bauordnung dies zuläßt.

Aber letztendlich ist all das einfach nur eine Frage des Geldes. Mit abgezähltem und bis zum letzten Cent verplanten Kredit sowie einer Billig-Baufirma wird man das alles wohl kaum schaffen können.
Hiermit meine ich allerdings nur private Bauherren, die sich Eigentum ausschließlich zur Eigennutzung schaffen möchten.

Das, was Du über das Bauen in der Zukunft gelesen hast, betrifft meiner Meinung nach vermutlich eher die Baugesellschften, welche Miet- und Kaufobjekte im größeren Umfang bauen, welche dann zur Vermietung oder zum Verkauf stehen als Eigentumswohnungen oder Reihenhaus-Siedlungen.
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"Das, was Du über das Bauen in der Zukunft gelesen hast, betrifft meiner Meinung nach vermutlich eher die Baugesellschften, welche Miet- und Kaufobjekte im größeren Umfang bauen, welche dann zur Vermietung oder zum Verkauf stehen als Eigentumswohnungen oder Reihenhaus-Siedlungen."

Habe einen Bericht über eine Stadt im Ruhrgebiet (?) gesehen, Bundesbedienstetenhäuser sowie Sozialer Wohnungsbau wurden in Ständerbauweise aufgestockt, eine Sache von ganz wenigen Wochen und echt chic gemacht. Es mussten keine Grünflächen geopfert werden und eine sehr gute Infrastruktur war vorhanden.

Ein Discounter hat das auch gemacht, kann aber wegen der Statik nicht auf jedem Supermarkt verwirklicht werden.

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Also, an einer sehr befahrenen Straße möchte ich kein Haus haben.
Da gibbet Studien darüber, dass solche Bewohner öfters krank sind usw. :(

Schlimm ist es auch, wenn man auf dem Dorf wohnt und trotzdem viele LKW`s vorbei donnern.
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@Donnemilen

Ich meinte nicht die Bauvorhaben der Wohnungsbaugesellschaften und/oder den sozialen Wohnungsbau der Städte und Gemeinden, sondern den privaten Bauherrn, der für sich und seine Familie Eigentum schaffen möchte.

So einem privaten Bauherrn stehen verschiedene Möglichkeiten offen, wie und wo er sein Bauvorhaben verwirklicht haben möchte. Er kann - sofern es seine finanziellen Möglichkeiten und die angebotenen Grundstücke erlauben - in der Stadt, am Stadtrand oder auch auf dem Land/in einem Dorf sein Haus bauen lassen.

Sind die Mittel eher begrenzt, wird der Interessent wohl auf ein Reihenhaus einer Baugesellschaft zugreifen, sofern er ein ihm zusagendes Projekt angeboten bekommt.

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ich stimme diesen Ausführungen uneingeschränkt zu. Obendrein verkürzt es das Leben, und es reduziert auch die Lebensqualität.

inka07-199

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Zitat (Arjenjoris @ 02.09.2019 06:45:52)
Also ich muss jetzt mal fragen, denkt ihr wirklich, das soviele Bewohner eines Pflege(Alten?)heimes überhaupt noch unterwegs sind? Ich nicht.
Beim Betreuten Wohnen ist das sicher anders.
Und dann ist es natürlich gut, wenn Haltestellen und Geschäfte nicht weit sind.

Ich habe schon fast 20 Jahre einen Job in der Pflege,habe direkt auch 14 Jahre in einem Pflegeheim gearbeitet und glaub mir....die meisten Menschen da sind noch mobil.
Unser Heim lag sehr abgeschieden auf einem Berg,im Randgebiet einer großen Stadt....viel Möglichkeiten,da noch selbst laufen zu können,gab es außerhalb nicht und der ALDI unten an der Strasse,war für die Menschen unerreichbar.
Viele alte oder kranke Menschen suchen sich mit Absicht Wohnungen oder Heime aus,von wo aus sie auch noch selbst einkaufen können oder zum Arzt gehen.
Abgeschiedenheit nützt Ihnen gar nichts.
Ihr Alltag ist oft immer dergleiche,wo sie sich über jede Abwechslung freuen.
Oft sind sie sehr einsam und sind froh,über das Leben in Form anderer Menschen um sie herum.Und sie sind dankbar,wenn Sie gewisse Alltagsdinge noch selbst erledigen können.
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