Akkuschrauber mit defektem Akku: So kann man ihn weiterverwenden

Wer einen Akkuschrauber häufig einsetzt, für den könnte der Akkukauf eine Option darstellen.
Wird der Schrauber selten gebraucht, ist der Akkupackkauf keine glücklichmachende Lösung, weil der Akku im Einsatzfall oft nicht mehr genug Energie gespeichert hat.

Ein Weg zur Rettung des Akkuschraubers könnte die Stromversorgung über ein Netzteil darstellen. Ich habe ein Netzteil aus einem Desktop mit 24 A Ausgangsstrom bei 12 V etwas modifiziert.
Anleitungen dazu findet man bei Youtube. Es gibt einen kleinen Nachteil, das Netzgerät braucht zum Betrieb eine Grundlast. In meiner Anwendung besteht die aus einer 10 W Halogenlampe an dem 3,3 V Ausgang oder ggf aus einem Lastwiderstand.

Das Netzgerät ist preiswert zu erwerben und leicht, man kann es an einem Gurt umhängen. Man kann so lange Arbeiten, bis man keine Lust mehr hat, die Stromversorgung ist gesichert.
Den Nachteil des 230 V Netzkabels muss man abwägen, bei vielen Arbeiten stört das nicht weiter.
Bei einigen Akkugeräten, die seltener genutzt werden, kann dieser Vorschlag einen Weg bedeuten.

Erstens: warum stellst Du das nicht bei den Tipps rein?
Zweitens. ist das Dein Ernst?
Aus genau diesem Grund habe ich mir nie einen Akkuschrauber oder andere Heimwerkergeräte mit Akku gekauft.
Da kann ich gleich ein Gerät mit Kabel kaufen.

@ jsigi

Es geht dabei darum einen guten Akkuschrauber nicht auf den Müll zu werfen, wenn der Akku hin ist.
Zweiter Grund, ein sehr selten eingesetzter Akkuschrauber funktioniert dann, wenn man ihn braucht.
Ein Akkuschrauber lässt sich fein dosiert in der Drehzahl einsetzen, außerdem man muss nicht unbedingt was kaufen.

Einen Akkuschrauber kannst du auch ein halbes Jahr im Schrank liegen lassen, ohne dass der Akku sich geleert hat (es sei denn, es ist ein Uralt-Modell). Wenn das Gerät selbst noch funktioniert, würde ich den Akku gegen einen neuen tauschen.

@ jsigi

Ein Schrauber mit Netzspannung bring nicht ein vergleichbares Drehmoment, weil die Sinuskurve der Wechselspannung Nulldurchgänge hat. Es sollten vorhandene Teile weiterverwendet werden.

@ SieErPaar

Natürlich kann man einen neuen Akku kaufen, wenn der noch lieferbar ist. So machen es 95 % der Akkuschrauberanwender, oder sie kaufen beides neu.
Mein Vorschlag sollte nur eine Möglichkeit skizzieren, auch um die Berge von Müll ein wenig kleiner zu machen.

Zitat (Ambrosius, 15.04.2021)
Ein Schrauber mit Netzspannung bring nicht ein vergleichbares Drehmoment, weil die Sinuskurve der Wechselspannung Nulldurchgänge hat. Es sollten vorhandene Teile weiterverwendet werden.

Vergleichbar zu was? Die 230 V sind schon der Effektivwert!
Grundsätzlich finde ich die Idee mit dem Weiterverwenden gut, kommt aber auf das Gerät an und wieviel man basteln kann: die Plastik-Zahnräder in Billigschraubern sind auch schnell kaputt und ohne Löten wird man keine vernünftige Schaltung hinbekommen. Vorsicht mit Basteln an Lithium-Akkus: die Dinger sind noch viel gefährlicher, wie meistens beschrieben!

Bearbeitet von chris35 am 15.04.2021 21:30:18

@ chris35

Das Ganze ist schon eine Schnapsidee.
Wenn man mit einer netzbetrieben Bohrmaschine Schrauben einschraubt, bringt die bei niedriger Drehzahl, also wenn man den Kopf versenken will, nicht genug Drehmoment.
Die Idee sollte für Leute sein, die basteln wollen und sich das knoff-hoff bei youtube holen wollen, wer lieber was kaufen will, soll es tun.
Mit Lithium-Akkus basteln ist riskant, die Zellen müssen auch gleiche Innenwiderstände haben und mindestens eine Schutzschaltung. Das sollte man lieber lassen, denn auch gekaufte Akkus sind nicht zu 100 % sicher.

@Ambrosius: Ach so meinst Du das. Ja, ohne vernünftige Übersetzung ist eine normale Bohrmaschine bei sehr kleinen Drehzahlen zu schlapp. Mit etwas Gefühl hab ich aber auch mit China-Billigbohrmaschine eine Menge Schrauben versenkt / rausgeholt: schon lustig, wenn die Schraube durchs Schrauben heißläuft ;)
Es gibt aber auch "Schrauber" mit Netzanschluss, die eben fürs Schrauben gedacht sind - z.B. Trockenbau. So ein 500W Magazinschrauber wär schon was für mich B)

Bearbeitet von chris35 am 15.04.2021 22:09:30

@ chris35

Ich fahre zweimal im Monat zu einer Annahmestelle von der Gemeinde, um dort Wertstoffe abzugeben. Dort gibt es Container für Geräte mit Akku. Da sind immer jede Menge Akkuschrauber drin. Die enthalten wertvolle Rohstoffe wie seltene Erden z.B. in den Magneten.
Ein sinnvolles Recycling wäre sehr aufwendig also ist das Material verloren. Wir beuten die Lagerstätten ungehindert aus. Die Produktion der Werkzeuge sichert auch keine Arbeitsplätze in Deutschland, dafür sind sie viel zu billig. Selbst bei den nobelen Marken sind viele Teile aus China enthalten. Der Wertstoffhof gibt aber keine Teile ab.
Es gibt aber auch eine Akkuhysterie in den Märkten, für einige Anwendungen ist ein Betrieb mit Akku keine glücklichmachende Lösung, da braucht man die Power eines Werkzeugs mit Netzversorgung.

Deshalb versuche ich Teile zu retten. Ich habe sogar schon defekte Teile bei Ebay gefunden, repariert und den Leuten zurückgebracht, weil eine Reparatur im Fachhandel nicht gewollt ist und meistens sehr teuer wird.

@Ambrosius: :daumenhoch:

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