Zikadenbefall bei Rhododendren


Bislang haben wir meistens Brennesselsud eingesetzt - allerdings mit mäßigem Erfolg, gemessen am Erstellungsaufwand.
Wer kann bitte ökonomischere Tipps geben?
Dank im Voraus!


Hi gert, Du bist also unser Gartenfreund!!
"Hallo übern Zaun!"

Rhododendronzikaden sind ein Problem, Du solltest Deine Rhododendren mit Bayer-Mitteln "gegen beißende und saugende Insekten" behandeln.Nach Beipackzettel. Inwieweit Lizetan dagegen hilft, kann ich nur ahnen, allerdings ist der Wirkstoff besser als Neudorff, da die auf Ölbasis "umweltgerecht" produzieren, was jedoch nicht jede Pflanze verträgt. (z.B.Datura, immer schädlingsanfällig, aber so schön!)
Bei meinen Rodis mach ich Folgendes: (Alpenrosen, Azaleen, Rhododendren u.ä.):

Nach rauschender Blütenpracht breche ich alle alten Blüten aus und schneide Abgestorbenes sauber. Und wenn ich die Leiter hole: alles Alte ist ab vom Busch. Samt vergammelten Knospen. Nicht in den Kompost, sondern zum Müll! Oder verbrennen.
Danach sofort prophylaktisches Spritzen.

Düngung mit Rhododendron-Azet im April und Oktober. Nur die gutgedüngte (und gelockerte) Pflanze wehrt sich gegen Schädlinge.Möglicherweise mal 1 Jahr aussetzen, Kompost in den Boden bringen, mal nicht düngen. Zuviel Chemie ist auch nicht gut!
Rhododendren immer gut gießen.

Ich hoffe, es hilft Dir. Rhododendren und Ähnliche immer ausbrechen.
Hilft der Pflanze ungemein! :blumen:

Liebe Gartengrüße von der bunten Biene :blumen:

Tante Edith meinte, man kann auch Nikotinbrühe verspritzen (allerdings nie an heißen Tagen).

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 10.06.2006 02:14:50


Hallo Bi(e)ne,

vielen Dank für Deine prompte Antwort und den vielen Tipps.
Ich habe alles sehr andächtig gelesen.

Liebe Gartengrüße retour
Gert


Ich hab auch jedes Jahr Zikaden an meinem Rododendron, bis jetzt hab ich mit Gelbtafeln immer gute Ergebnisse erzielen können.

Diese Jahr nun ist es wie ja alle wissen sehr warm, was zur Folge hat , dass der Klebstoff auf den Tafeln sehr "flüssig" ist. Die Zikaden hoppen sehr schön gegen die Tafeln und plumsen dann wieder runter, weil sie einfach nicht kleben wollen.
Zuerst dachte ich, gut dann sind sie verklebt und ist auch ENDEGELÄNDE, aber nix da, sie sind voll flugfähig und tummeln sich wie zuvor.

Hat wer nen Tip ?


Knospensterben bei Rhododendron

Das Erscheinungsbild sieht so aus: Geschlossene, abgestorbene, vertrocknete und nicht abfallende braune Blütenknospen, die überzogen sind mit (bis zu 2 mm)hohen dunkelhaarigen Pilzrasen.
Ursache ist eine Pilzinfektion (Pycnostysanus azaleae), die in der Zeit von Anfang August bis Ende November von der Rhododendron-Zikade bei ihrer Einablage unter die Knospenschuppen übertragen wird. Im Mai schlüpfen aus den Eiern die Larven dieses Insekts. Der Pilz bildet sich auf der infizierten Knospe nach wenigen Monaten. Die erwachsene Zwerg-Zikade (ca. 1o mm) trägt auf den grasgrünfarbenen, lang entwickelten Vorderflügeln zum Innenrand hin jeweils zwei auffällig rote Streifen und auf dem grünen Halsschild eine rotgelbe Zeichnung.. Als Pflanzensauger richtet das (sehr flink weg "springende") Insekt am Laub selbst keinen nennenswerten Schaden an.
Was ist zu tun?: Bereits im März/April befallene Knospen sofort nach iher Entdeckung ausbrechen (und verbrennen). Die Widerstandsfähigkeit der Rhodis kann durch gute Nährstoffversorgung gefördert werden. Schlechte Standortbedingungen können die Ausweitung des Schadens noch begünstigen.. Da eine Bekämpfung des Pilzes mit Fungiziden (Pilzbekämpfungsmittel) wenig erfolgversprechend ist, sollte man gegen die Larven, die bereits Ende April/Anfang Mai schlüpfen und an der Blattunterseite leben, oder gegen die erwachsenen (adulten) Zikaden vorgehen, die etwa Mitte Juni ausgebildet (und zu meterweiten Sprungflügen befähigt) sind. Die befallenen und auch die benachbarten Rhodis können mit einem Insektizid im Spritzverfahren behandelt werden: Wichtig ist dann, die Blattunterseite zu benetzen.

Die günstigsten Termine dafür liegen natürlich in der Zeit von Mai bis spätestens Juli, solange die Larven noch relativ jung sind. Wers nicht wußte oder versäumt hat: Im Juli/August lohnt es auch noch vor der Eiablage der Zikaden; denn mit ihr
beginnt die Infektionsperiode. Fröhliches Spritzen! :pfeifen:

Bearbeitet von carlos am 29.08.2006 03:15:03

Hallo, Gert,
nimm zum Spritzen von Bayer das Mittel "Bulldock". Es hilft im übrigen auch bei Blattläusen auf anderen Pflanzen und ist nicht schädlich gegen Bienen. Wir haben damit sehr guten Erfolg.

:blumengesicht: :blumengesicht:

Murmeltier


Zitat (Murmeltier @ 15.08.2007 07:38:29)
Hallo, Gert,
nimm zum Spritzen von Bayer das Mittel "Bulldock". Es hilft im übrigen auch bei Blattläusen auf anderen Pflanzen und ist nicht schädlich gegen Bienen. Wir haben damit sehr guten Erfolg.

:blumengesicht: :blumengesicht:

Murmeltier

Gert ist nicht mehr regristriert.

So, via Suche und aus gegebenem Anlaß schubse ich diesen Uralt-Fred mal hoch:
Mit den Zikaden ist es dieses Jahr einfach grauenvoll :labern: . Trotz bester Pflege hüpft es wie irre im Vorgarten-Rhodi.

Hat jemand eine Ahnung, wo ich besagtes Bulldock herbekommen kann? es scheint lt. Kritiken ausgezeichnet zu wirken und pflanzenverträglich zu sein.
Bitte helft mir bzw. meinem Rhodi :(


Tut mir leid, ist jetzt nicht grad eine kreative Antwort. Aber Zikaden, hier? Kannte sie nur aus dem Süden, Kreta, Türkei. Waren so riesige dicke Art Käfer und machten einen Höllenlärm. Hier habe ich die noch nie erlebt.


Aqua, es geht um Diese Dinger, die machen sämtliche Rhododendren platt wenn man sie nicht bekämpft. Und Lärm machen die Biester nicht, sie sind ja nur einen knappen Zentimeter lang.


selbst bei Bayer Garten hab ich nichts über Bulldock gefunden , aber auf der HP empfehlen die Bayer Garten Gartenspray oder Bayer Garten Kombi - Schädlingsfrei zum giessen


Biene, hast du's schon mit CAREO probiert? Mein Rhodi ist dadurch zikadenfrei geworden.


Zitat (Die Bi(e)ne @ 09.07.2008 19:18:06)
So, via Suche und aus gegebenem Anlaß schubse ich diesen Uralt-Fred mal hoch:
Mit den Zikaden ist es dieses Jahr einfach grauenvoll :labern: . Trotz bester Pflege hüpft es wie irre im Vorgarten-Rhodi.

Hat jemand eine Ahnung, wo ich besagtes Bulldock herbekommen kann? es scheint lt. Kritiken ausgezeichnet zu wirken und pflanzenverträglich zu sein.
Bitte helft mir bzw. meinem Rhodi :(

Ich hatte das Problem auch. Hab einen Tipp von einem Gärtner im Rhododendronpark Bremen bekommen. Nach der Blüte den Busch in Kniehöhe abschneiden. Hab es vor 2 Jahren gemacht. Er hat mächtig ausgetrieben, dieses Jahr das erstmal sich mit üppigen Blüten bedankt, und den Zikaden hats nicht gefallen, den ich habe keine mehr!!!

Ah, das könnte ich auch mal machen... meine Rhodos verkahlen total! Zurückschneiden, ordentlich Torf und Rhodo-Dünger drauf, und entweder sie werden wieder oder sie kommen ganz weg. Die Rhodos bei meinen Eltern sehen traumhaft aus- üppig, sattgrün, dicht belaubt, man muss sie spätestens alle zwei Jahre zurückschneiden. Aber das ist 800 Km weiter nördlich, da ist der Boden völlig anders.


Zitat (Valentine @ 09.07.2008 20:08:37)
Ah, das könnte ich auch mal machen... meine Rhodos verkahlen total! Zurückschneiden, ordentlich Torf und Rhodo-Dünger drauf, und entweder sie werden wieder oder sie kommen ganz weg. Die Rhodos bei meinen Eltern sehen traumhaft aus- üppig, sattgrün, dicht belaubt, man muss sie spätestens alle zwei Jahre zurückschneiden. Aber das ist 800 Km weiter nördlich, da ist der Boden völlig anders.

Mach es doch erst einmal bei einem Busch und warte ab, wie er im nächsten Jahr aussieht. Torf ist immer gut, aber mit Dünger würd ich erst einmal vorsichtig sein.

Rhododendronpark Bremen

Hier könnt Ihr anrufen und bekommt Hilfe. :daumenhoch::daumenhoch: Kostenlos!!!!!!! :daumenhoch:


Kinners, Ihr seid genial! :wub:
Zurückschneiden könnte ich das gute Stück wirklich mal gründlich (ist uralt). Vor 2 Jahren hab ich ihn schonmal ganz vorsichtig (um unseren Vermieter nicht gleich so zu schocken :rolleyes: sein Vater hat das Ding vor gut 20 Jahren gesetzt) geschnippelt: das hatte er gut angenommen.
Aber ist es jetzt dazu nicht schon zu spät? Geblüht hat er ja im Mai-Juni schon. :unsure:

Düngen tu ich ihn jedes Jahr 2x: im Frühjahr vor der Blüte und im Herbst (etwas weniger) mit Rhodi-Dünger, das mag er gern und sieht auch gesund aus.

Careo hattest Du ja schon so gelobt, Rausi :blumen: : ich denke, das werde ich mir auch besorgen. :) Mir geht es vor allem darum, nicht x verschiedene Mittel, sodern ein wirksames für alle zu haben, was auch lange vorhält.
Btw: Die Ameisenplage ist ebenso exorbitant (logischerweise) wie die der Läuse: was nimmst Du dagegen? Dämmt Careo die auch ein?

Ich vermute fast, Bulldock wird im normalen Handel nicht mehr zu bekommen sein ;) , bissel derbe und vermutlich Giftklasse 1. Das hatte meine Googelei ergeben. Wird nur noch an Gärtnereien geliefert und für den Umgang damit braucht's den Giftschein, stand da. Da war mir einiges klar.

Aqua, glaub mir: Zikaden gibt's auch hier eine Menge, ich kenn die Viehcher als harmlos und in den Wiesen: früher zu Hause genauso wie hier.
Die Rhodo-Zikade ist eine spezielle Art und erst in den letzten Jahren gewaltig auf dem Vormarsch.
Schau hier ...und hier

Hier ein Bild:

Bildquelle

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 09.07.2008 22:42:42


Ich hatte im Steingarten einen kleinen Ameisenbau. Das hat mich insofern gestört, als dass er direkt an die Terrasse anschließt und man nach dem Frühstück im Freien immer sofort alle Krümelchen wegfegen musste, weil sie ansonsten sofort die Fläche bevölkert haben. Wollte aber nicht mit Gift ran, also habe ich sie weggeekelt. Der Bau war halb unter einem großen Stein, an dem habe ich jedes Mal kräftig gerüttelt, wenn ich vorbei gekommen bin. Ausserdem habe ich mitten in den Bau ein kleines Loch gebuddelt und so 2x täglich eine Kanne Wasser reingeleert. Nicht mal kochendes, sondern ganz normales Gießwasser. Nach knapp 2 Wochen waren sie wohl so entnervt, dass sie von alleine das Weite gesucht haben :lol:. Die Ameisen, die in der Wiese rumkrabbeln, stören mich nicht weiter, irgendwo müssen sie ja auch leben.

Ansonsten kann ich das CAREO echt empfehlen. Ich benutze es allerdings nur, wenn es wirklich an die Substanz bzw. die Existenz meiner Pflanzen geht. Für Brennesselbrühe, Abstreifen bzw. Absammeln und Co fehlt mir einfach die Geduld und auch der Glaube ;). Gegen den Hagel, der mir vor 2 Wochen so einiges zerfetzt und zerrupft hat, hilft allerdings auch das nicht :heul:. Zumindest hatten die Hibisken noch nicht geblüht und die Knospen waren noch so klein und fest, dass es ihnen nichts getan hat. Jetzt gehen die ersten Blüten auf, das entschädigt wenigstens ein bisschen für das verhagelte und verrupfte Etwas, das mal meine Blümchen waren.

Bearbeitet von Rausg'schmeckte am 09.07.2008 23:07:34


Zitat (Valentine @ 09.07.2008 19:38:31)
Aqua, es geht um Diese Dinger, die machen sämtliche Rhododendren platt wenn man sie nicht bekämpft. Und Lärm machen die Biester nicht, sie sind ja nur einen knappen Zentimeter lang.

:o Von denen hatte ich noch nie gehört. Danke Valentine :blumen:

1. Juhuuu! :applaus: Habe gerade die Anschaffung von Careo "bewilligt" bekommen: morgen früh fahre ich gleich los: geb's Gott, daß unser ach so doller Pflanzenmarkt das auch gerade dahat.
Ist ein vollsystemisch wirkendes Mittel; also: BESSER GEHTS NICHT! :)

Rausi: an sich stören mich Ameisen (draußen) auch nicht, sofern sie dort hausen, wo es mir egal ist und sie uns nicht auf den Geist gehen. Von daher richtig, ABER: sie haben sich dieses Jahr explosionsartig vermehrt: in fast jedem Beet (besonders im Rosen- und Dahlienbeet) haben sie um JEDES der dort stehenden Exemplare einen Bau angelegt :ph34r: , was (von der Warte der Ameise betrachtet) durchaus "Sinn macht": oben an den Pflanzen sind die Läuse, was ja die "Nutztiere" der Ameisen sind, unten am Wurzelhals der (durchaus beachtliche) Ameisenbau. :labern:

Nun habe ich irgendwann mal, ich weiß nicht mehr wo, aber N24 oder Phoenix oder arte, (also ernster zu nehmendes TV) eine sehr interessante Sendung gesehen, wo es um Ameisen und Blattläuse ging.
Da wurde auch darauf logisch nachvollziehbar eingegangen, daß Ameisen und Läuse besagte Symbiose eingehen UND Ameisen die Läuse auch dorthin transportieren, wo sie sie hinhaben wollen und sie dort auch beschützen.
Die Ameisen sind auch recht aggressiv.

Genau DAS beobachte ich jetzt zu meinem Schrecken in meinem Garten. :o Und mein Garten ist nicht der regenwald oder Australien...
Und ich wüßte nicht, wieviele Kannen Wasser ich gleichzeitig an midestens 16 verschiedenen Stellen des Gartens regelmäßig reinschütten müßte. :(
Mit Essigwasser und kochendem Wasser kann ich aus vorgenannten Gründen nicht dabeigehen, also werde ich mich jetzt wohl auch noch nach einem Ameisen-Gießmittel umsehen müssen :heul: ... all der Kram ist so schrecklich teuer.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 09.07.2008 23:40:53



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