Kinderfreundlichkeit in Deutschland

Neues Thema Umfrage

Die Schottin hat mir die Worte aus dem Mund genommen. Ich wollte auch gerade eine Lanze für die meisten Menschen die "Kinderfreundlich" sind brechen. Wir können doch nicht pauschal ganz Deutschland als Kinderhasser abstempeln. Ich erlebe es hier ganz anders. Die Gesellschaft hat sich verändert und wir müssen alle unseren Platz darin finden. Ob mit oder ohne Kinder. Die Schlagzeilen der letzten Tage machen mich wütend, traurig und sie beschämen mich auch. Aber das ist nicht das ganze Deutschland. Es gibt Millionen Eltern die liebevoll mit ihren Kindern umgehen. Ich gebe auch VIVAESPANA recht.


@VIVAESPAÑA
Ja, und diese Kinderfreundlichkeit habe ich auch in meinem letzten Urlaub (im Sept.) in der Türkei erfahren. Die Kinder der Hotelgäste waren immer sehr begehrt bei den Hotelangestellten.


Also wenn ich mir dieses Thema durchlese habe ich das Gefühl, dass hier auf 2 Ebenen diskutiert (oder gejammert :P ) wird.

1. Empfundenes Klima in der Gesellschaft
2. Politik

Das sind 2 Paar Schuhe und sollten meines Erachtens getrennt werden, um eine konstruktive Diskussion zu haben.

Ich bin auch für mehr Familienpolitik, die Vätern wie auch Müttern zugute kommt, z.B. mehr Jobsharing, Karriereplanung als Teilzeitarbeitskraft...usw). Wir Schweizer sind, was Familienpolitik anbelangt ein 3. Welt Land, das darf ich glaube ich so sagen, bei uns wurde vor ca. 1 Jahr der 4-monatige bezahlte Mutterschafturlaub gesetzlich geregelt und das unter viel Getzeter von rechts... B)

Wenn ich sehe, was in den Ländern um uns herum Familienpolitisch alles geregelt ist und wenn ich mir trotz allem das Gejammere und Geschrei nach mehr staatlicher Unterstützung ansehe, frage ich mich ernsthaft, ob das wirklich der richtige Weg ist.....scheinbar ist es ja nie gut genug und man will immer mehr: kleinere Klassen, besser ausgebildete Kindergärtnerinnen/Lehrer..usw. Es ist eine traurige Tatsache, dass in härteren Zeiten im Sozialstaat zuerst am sozialen gespart wird, ist so.

Die Familienpolitik sagt meines Erachtens aber nicht viel, oder nur bedingt darüber aus, ob ein Land oder eine Gesellschaft Kinderfreundlich ist...

Cleo :blumen:


Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 11:55:30)
Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 11:50:24)
Das sund aber wirklich nur wenige Betriebe, und wie ich schon zuvor geschrieben habe, kann man sich dann was auf Aushifsbasis auch suchen...

Nee, ist klar, ich gehe dann nach dem Erziehungsurlaub auf 400-€-Basis putzen :no:

Wenn´s nicht anders geht ;)
Meinst Du, bei einem Halbtagsjob zahlst Du soviel Rente ein, dass Du später mal davon leben kannst?
Da muß man schon lange für sich selbst sorgen.
Und Jobs auf Aushilfsbasis bedeutet nicht immer Putzen oder Regale auffülen ;)

Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 12:02:51)
Wenn´s nicht anders geht ;)
Meinst Du, bei einem Halbtagsjob zahlst Du soviel Rente ein, dass Du später mal davon leben kannst?
Da muß man schon lange für sich selbst sorgen.
Und Jobs auf Aushilfsbasis bedeutet nicht immer Putzen oder Regale auffülen ;)

Ich würde aber mehr als 400 € verdienen, wenn ich halbtags meinen gewohnten Job machen könnte.

Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 12:05:18)
Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 12:02:51)
Wenn´s nicht anders geht ;)
Meinst Du, bei einem Halbtagsjob zahlst Du soviel Rente ein, dass Du später mal davon leben kannst?
Da muß man schon lange für sich selbst sorgen.
Und Jobs auf Aushilfsbasis bedeutet nicht immer Putzen oder Regale auffülen ;)

Ich würde aber mehr als 400 € verdienen, wenn ich halbtags meinen gewohnten Job machen könnte.

Im Idealfall bist Du aber verheiratet, wenn ein Kind kommt.
Und da sind die Eltern meist auf 3/5 geteilt, und bei der 5 bleibt Dir nicht mehr viel übrig...
Wenn die Eltern die 4/4 machen, dann doch meist nur, wenn beide ganztags schaffen gehen.

Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 28.11.2007 11:22:58


Es gibt aber nicht immer den Idealfall :mellow:


Moin,
bin gerade auf den Beitrag gestossen.
Vorweg: Ich habe keine Kinder und will auch keine. Gründe dafür sind zweitrangig.

Zitat
Meine Kollegin, die einen schulpflichtigen Sohn hat (der gerade 10 J. geworden ist), arbeitet gemäß Vertrag 15 Stunden pro Woche, d.h. sie kommt montags von 8 bis 16 Uhr und donnerstags von 8 bis 14 Uhr.


Da ist doch schon der erste Fehler. Ein Elternteil, egal ob Frau oder Mann, gehört zu den Kindern nach Hause und kümmert sich um deren Erziehung. Das wäre kinderfreundlich. Deutschland muss nicht kinderfreundlich sein, sondern die Eltern.
Vielleicht ist meine Meinung etwas traditionell, aber wenn man sieht, was Kinder heute für eine Erziehung haben, bzw. nicht haben, dann bekommt man das :kotz: .
Im Endeffekt sind dann die Lehrer schuld, aber die können einfach nicht nachholen, was die Eltern versäumt haben.

Zitat (tom-kuehn @ 24.10.2006 12:12:06)
Moin,
bin gerade auf den Beitrag gestossen.
Vorweg: Ich habe keine Kinder und will auch keine. Gründe dafür sind zweitrangig.

Zitat
Meine Kollegin, die einen schulpflichtigen Sohn hat (der gerade 10 J. geworden ist), arbeitet gemäß Vertrag 15 Stunden pro Woche, d.h. sie kommt montags von 8 bis 16 Uhr und donnerstags von 8 bis 14 Uhr.


Da ist doch schon der erste Fehler. Ein Elternteil, egal ob Frau oder Mann, gehört zu den Kindern nach Hause und kümmert sich um deren Erziehung. Das wäre kinderfreundlich. Deutschland muss nicht kinderfreundlich sein, sondern die Eltern.
Vielleicht ist meine Meinung etwas traditionell, aber wenn man sieht, was Kinder heute für eine Erziehung haben, bzw. nicht haben, dann bekommt man das :kotz: .
Im Endeffekt sind dann die Lehrer schuld, aber die können einfach nicht nachholen, was die Eltern versäumt haben.

Der Ehemann meiner Kollegin arbeitete in Wechselschichten. Deswegen war der Sohn auch nicht allein. Mittlerweile arbeitet er nur noch im Frühdienst, was aber nicht heißt, dass er immer um 13 oder 14 Uhr zuhause ist.

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 12:16:36

Zitat (VIVAESPAÑA @ 24.10.2006 11:54:22)
trotzdem hat spanien wie viele südländische länder den ruf kinderfreundlich zu sein.
an der hohen geburtenrate kann es nicht liegen, denn die ist inzwischen auf 1,2 kinder pro familie abgesunken (damit ist sie niedriger als in deutschland)

wie wird auf kinder im allgemeinen reagiert? kinder sind in spanien immer willkommen, jeder hat ein nettes wort für sie. sie werden nicht als störend empfunden. sogar kinderlärm wird als normal angesehen. man hört immer wieder "...sind doch kinder"

babys werden in der öffentlichkeit gestillt und niemand regt sich drüber auf.
kinder kann man immer und fast überall mit hinnehmen.

das ganze heisst natürlich nicht, dass es hier keine vernachlässigung und gewalt gegen kinder gibt.

aber die allgemeine stimmung würde ich schon als kinderfreundlicher als in deutschland bezeichnen.

Das ist in "D" wohl anders.
Ich persönlich würde mir soetwas auch hier wünschen, aber dafür sind die meisten unserer Mitbürger wohl doch zu intollerant und prüde.

Zitat (tom-kuehn @ 24.10.2006 12:12:06)

Da ist doch schon der erste Fehler. Ein Elternteil, egal ob Frau oder Mann, gehört zu den Kindern nach Hause und kümmert sich um deren Erziehung. Das wäre kinderfreundlich. Deutschland muss nicht kinderfreundlich sein, sondern die Eltern.
Vielleicht ist meine Meinung etwas traditionell, aber wenn man sieht, was Kinder heute für eine Erziehung haben, bzw. nicht haben, dann bekommt man das :kotz: .
Im Endeffekt sind dann die Lehrer schuld, aber die können einfach nicht nachholen, was die Eltern versäumt haben.

Wäre natürlich der Idealfall....Aber leider ist es doch so, daß die wenigsten Männer oder Frauen soviel verdienen, daß sie ihre Familie sorglos und ich meine damit nicht mit überschwenglichen Reichtum als Alleinverdiener versorgen können...

Viele Familien sind doch auf 2 Gehälter angewiesen...Und wenn die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind, kann doch der andere Elternteil auch arbeiten gehen...

Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 12:11:11)
Es gibt aber nicht immer den Idealfall :mellow:

Wenn es kein Idealfall ist, und die Mutter alleinerziehend ist, hat sie das Recht auf einen Halbtagsjob.
Eine Bekannte wollte man nach der Elternzeit auch kicken, die ist vor´s Arbeitsgericht gegangen und hatte die Stelle dann doch.
Was glaubst Du, wie familienfreundlich unsere Justiz ist. Und da überlegt sich so mancher Arbeitgeber es sich dreimal, ob man diese Frauen nicht doch irgendwie einstellen kann. Es wird einem also auf arbeitsrechtlicher Seite sehr geholfen.

Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 12:17:31)
Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 12:11:11)
Es gibt aber nicht immer den Idealfall  :mellow:

Wenn es kein Idealfall ist, und die Mutter alleinerziehend ist, hat sie das Recht auf einen Halbtagsjob.
Eine Bekannte wollte man nach der Elternzeit auch kicken, die ist vor´s Arbeitsgericht gegangen und hatte die Stelle dann doch.
Was glaubst Du, wie familienfreundlich unsere Justiz ist. Und da überlegt sich so mancher Arbeitgeber es sich dreimal, ob man diese Frauen nicht doch irgendwie einstellen kann. Es wird einem also auf arbeitsrechtlicher Seite sehr geholfen.

Und wie sieht es dann für jemanden aus, der vor das Arbeitsgericht gezogen ist? Wird bestimmt ein tolles Arbeitsklima werden :no:

Ach ja, und wenn der Betrieb aber keine Arbeit hat .... betriebsbedingte Kündigung.

Auf der anderen Seite kann ich auch die Arbeitgeber verstehen...

Habs im Bekanntenkreis erlebt..Eine Angestellte wurde schwanger also mußte Ersatz her...Diese wurde kurze Zeit später auch schwanger..

Und mittlerweile bekommt er die Stelle nicht mehr besetzt...man mag es kaum glauben, aber er sucht händeringend eine Angestellte aber er findet keine....


Zitat (Mellly @ 24.10.2006 12:16:30)
Viele Familien sind doch auf 2 Gehälter angewiesen

Sind sie das wirklich? Muss der 40" Flat wirklich sein? Das neuste
Meine Eltern hatten nicht viel Geld, dafür aber immer Zeit für meine beiden Schwestern und mich. Es ist wohl eine Frage, was denn wichtiger ist: Das eigene Leben oder die eigenen Kinder,

Zitat
Und wenn die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind, kann doch der andere Elternteil auch arbeiten gehen.

Stimmt, nur darf man dann nicht meckern, wenn es auf der Arbeit schief läuft.

Zitat (tom-kuehn @ 24.10.2006 12:20:08)
Zitat (Mellly @ 24.10.2006 12:16:30)
Viele Familien sind doch auf 2 Gehälter angewiesen

Sind sie das wirklich? Muss der 40" Flat wirklich sein? Das neuste Auto, Handy, DVD-Player usw.?
Meine Eltern hatten nicht viel Geld, dafür aber immer Zeit für meine beiden Schwestern und mich. Es ist wohl eine Frage, was denn wichtiger ist: Das eigene Leben oder die eigenen Kinder,


Du ich habe extra geschrieben "nicht im Reichtum" aber sorglos...

Ich möchte jedenfalls nicht in der Mitte des Monats überlegen müssen, ob ich meinem Kind jetzt was zu essen kaufe oder doch lieber die Winterschuhe....

Und wenn man sich so die Preisentwicklung und Lohnangleichung anschaut, bin ich schon der Meinung, daß eben nicht mehr viele sorglos von nur einem Gehalt leben können....

Und ich möchte auch gerne mit meinen Kindern (noch habe ich keine...) am Wochenende ins Schwimmbad, in den Zoo ins Museum etc...

Bearbeitet von Mellly am 24.10.2006 12:24:54

Zitat (tom-kuehn @ 24.10.2006 12:20:08)
... Es ist wohl eine Frage, was denn wichtiger ist: Das eigene Leben oder die eigenen Kinder, ....

Wow! Dein Leben ist also unwichtiger, als das Deiner Kinder???? Ich bin beeindruckt :o

Also ganz ehrlich, auf Dauer kann das wohl nicht gut gehen, wenn man sein eigenes Leben total vergisst.
Bist Du Mutter Teresa?

Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 12:20:00)
Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 12:17:31)
Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 12:11:11)
Es gibt aber nicht immer den Idealfall  :mellow:

Wenn es kein Idealfall ist, und die Mutter alleinerziehend ist, hat sie das Recht auf einen Halbtagsjob.
Eine Bekannte wollte man nach der Elternzeit auch kicken, die ist vor´s Arbeitsgericht gegangen und hatte die Stelle dann doch.
Was glaubst Du, wie familienfreundlich unsere Justiz ist. Und da überlegt sich so mancher Arbeitgeber es sich dreimal, ob man diese Frauen nicht doch irgendwie einstellen kann. Es wird einem also auf arbeitsrechtlicher Seite sehr geholfen.

Und wie sieht es dann für jemanden aus, der vor das Arbeitsgericht gezogen ist? Wird bestimmt ein tolles Arbeitsklima werden :no:

Ach ja, und wenn der Betrieb aber keine Arbeit hat .... betriebsbedingte Kündigung.

Ich gebe Dir ja Recht, als Frau muss man sich da ganz schön durchboxen, aber Du wirst sehen, wenn Du selber Kinder hast wirst Du auch solche Kräfte aufbringen.
Ich würde lieber irgendwelche Klos putzen gehen, damit ich meine Familie finaziell unterstützen kann, wenn es nötig wäre, als den ganzen Tag zuhause zu sitzen und in Lethargie zu verfallen.
Außerdem, wer sagt denn, wenn Dein Arbeitgeber Halbtagsstellen anbieten würde, das man die auch behält?!
Es ist ein falsches Gefühl von Sicherheit was man bekommt, wenn man lange in einer Fa. arbeitet.

WIr haben uns damals bewusst ein Kind gewünscht, mußten vorher auch die Rechnung aufstellen, können wir uns das überhaupt leisten?
Urlaube sind jetzt in den letzten 2,5 Jahren Mau geworden, weil ich lieber bei meiner Tochter zuhause bin, und ihre Entwicklung mitverfolgen und ja auch beeinflussen kann als 2x Urlaub im Jahr zu machen.
Dann fährt man halt mit den Kleinen an die Nordsee, oder macht schöne Ausflüge.

Zitat (tom-kuehn @ 24.10.2006 12:20:08)
Zitat (Mellly @ 24.10.2006 12:16:30)
Viele Familien sind doch auf 2 Gehälter angewiesen

Sind sie das wirklich? Muss der 40" Flat wirklich sein? Das neuste Auto, Handy, DVD-Player usw.?
Meine Eltern hatten nicht viel Geld, dafür aber immer Zeit für meine beiden Schwestern und mich. Es ist wohl eine Frage, was denn wichtiger ist: Das eigene Leben oder die eigenen Kinder,

Zitat
Und wenn die Kinder im Kindergarten oder in der Schule sind, kann doch der andere Elternteil auch arbeiten gehen.

Stimmt, nur darf man dann nicht meckern, wenn es auf der Arbeit schief läuft.

Noch mal die Frage: Wo lebst Du eigentlich?

Ich lebe in Zwickau, Stundenlohn im Durchschitt 7,00Euro, in. 40,0h/Woche =1000Euro/mtl + Auffüllungsbetrag H.IV = H.IV + Kosten für Fahrgeld und "Pausenbrot". Wie soll ich da eine 5-köpfige Fam. ernähren? Da müssen einfach beide Elternteile arbeiten und selbstvertändlich die Kinder "vernachlässigen" um überleben zu können.
Fazit: Zu wenig zum leben und zu viel zum Sterben!

HOCH LEBE DER "SOZIALSTAAT"

P.S.: wir wollen beide arbeiten!, aber bitte zu ordentlichen Konditionen!

Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 12:29:02)
Ich gebe Dir ja Recht, als Frau muss man sich da ganz schön durchboxen, aber Du wirst sehen, wenn Du selber Kinder hast wirst Du auch solche Kräfte aufbringen.
Ich würde lieber irgendwelche Klos putzen gehen, damit ich meine Familie finaziell unterstützen kann, wenn es nötig wäre, als den ganzen Tag zuhause zu sitzen und in Lethargie zu verfallen.
Außerdem, wer sagt denn, wenn Dein Arbeitgeber Halbtagsstellen anbieten würde, das man die auch behält?!
Es ist ein falsches Gefühl von Sicherheit was man bekommt, wenn man lange in einer Fa. arbeitet.

WIr haben uns damals bewusst ein Kind gewünscht, mußten vorher auch die Rechnung aufstellen, können wir uns das überhaupt leisten?
Urlaube sind jetzt in den letzten 2,5 Jahren Mau geworden, weil ich lieber bei meiner Tochter zuhause bin, und ihre Entwicklung mitverfolgen und ja auch beeinflussen kann als 2x Urlaub im Jahr zu machen.
Dann fährt man halt mit den Kleinen an die Nordsee, oder macht schöne Ausflüge.

Ich weiß ja, dass Frau Berge versetzen kann :D

Wenn ich Kinder hätte, würde ich spätestens nach 3 Jahren wieder halbtags arbeiten wollen, also ist von "in Lethargie zu verfallen" keine Rede.

Im Grunde ist kein Job 100 %ig sicher. Aber in der heutigen Zeit bin ich froh, in meiner jetzigen Lage zu sein. Nach so vielen Jahren hat man auch gewisse "Narrenfreiheit", die man sich in einem neuen Betrieb erst mal wieder hart erarbeiten muss und das dauert Jahre.

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 12:36:07

Zitat (Tanzfrosch @ 24.10.2006 12:35:26)


Im Grunde ist kein Job 100 %ig sicher. Aber in der heutigen Zeit bin ich froh, in meiner jetzigen Lage zu sein. Nach so vielen Jahren hat man auch gewisse "Narrenfreiheit", die man sich in einem neuen Betrieb erst mal wieder hart erarbeiten muss und das dauert Jahre.

Mein Mann arbeitet seit fast 13 Jahren in einem großen deutschen Konzern, glaube mir, Narrenfreiheit hat man heutzutage nicht mehr. Dort sind Unternehmensberater, die z.Zt. die Spreu vom Weizen trennen, da sollte man sich nicht als freier Narr bewegen :(

Bearbeitet von Die Schottin am 24.10.2006 12:39:28

Hallo,
also um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe weder Hunde noch Kinder -_- . Aber ich empfinde Deutschland nicht als kinderfeindlich. (Na ja, zumindest abgesehen vom Geschäftsleben.)

Ich finde eigentlich sogar im Gegenteil! Aber das kommt mir vielleicht so vor, weil ich halt noch keine habe. Aber z. B. gab es das früher nicht, dass Kinder im Restaurant laut kreischend hin und her rannten (bei uns jedenfalls nicht). Denn ich finde, wenn man sich schon ein schönes Essen in einem schönen Restaurant gönnt, will man das ja auch in Ruhe geniessen.

Klar können Kinder ins Restaurant mitkommen etc., aber ich finde, die Erwachsenen dürfen auch ruhig mal sagen "So, jetzt wird sich hingesetzt und nicht rumgerannt". Also als ich klein war (vor 25 Jahren oder so), durfte ich auch mit kommen, wenn meine Eltern sich ab und zu mal einen Restaurantbesuch gegönnt haben, aber ich musste lieb am Tisch sitzen bleiben und wenn ich beim Erzählen zu laut wurde (was ja bei Kindern oft so ist ;) ), wurde mir gesagt "Bitte, etwas leiser". Und das find ich dann auch in Ordnung.

Oder im Flugzeug... Kinder, die dem Vordermann permanent in den Rücken treten. Da gab es früher einen bösen Blick und dann war Schluss damit. Heute "dürfen" Kinder das ja quasi z. T. von ihren Eltern aus (selber mal erlebt und ich sage wirklich nicht schnell was!).

Also ich habe absolut NICHTS gegen Kinder!! Nichts!! Aber ich finde einige Erwachsene verwechseln liebevolle Erziehung (!) mit GAR KEINER Erziehung. Klar, Kinder sind lauter als Erwachsene und toben herum etc. Dafür sind es ja auch Kinder. Aber ich merke oft, dass es heutzutage keine Grenze mehr gibt.

Und sollte man es wagen, etwas zu sagen, gilt man direkt als kinderfeindlich und das finde ich nicht in Ordnung. Vorhin wurde von tulpe gesagt, dass in der Kirche Kinder rumgelaufen sind. Ich sag es mal so... Wenn sie nur rumlaufen, find ich das nicht schlimm oder sogar süß. Wenn sie dabei auch noch kreischen und die Predigt stören, finde ich persönlich es unverschämt --- von den ELTERN (nicht den Kindern; die wissen es nicht besser!).

Ich sehe das so, dass Erziehung ein Kind auf das spätere Leben vorbereiten muss. Und ich kann als Erwachsener auch nicht während einer Predigt (jetzt nur so als Beispiel) laut reden und rumlaufen etc. Oder im Flugzeug meinen Vordermann treten, weil ICH Lust dazu habe. So geht das nicht - und darauf sollten Eltern ihre Kinder vorbereiten. Denn Erziehung von Fremden ist doppelt so hart! Und das wird dann zwangsläufig der Fall sein, dass die Gesellschaft das Kind dann eben erzieht.

Kinderfeindlich sind z. T. Arbeitszeiten etc., das gebe ich unumwunden zu. Als Frau braucht man ja oft nur im "gebährfährigen Alter" zu sein und bekommt schon schlecht einen Job. Einerseits schreien alle nach mehr Kindern, aber wer soll sie denn bekommen??? :blink:

Der Konzern, für den ich arbeite, hat fast 1000 Angestellte - allein an diesem Standort. Und nicht mal einen Betriebskindergarten, was ich persönlich beschämend finde! Ok, 80 % der Mitarbeiter sind Männer, aber trotzdem. :angry: Wenigstens ist man bei uns relativ flexibel, was Arbeitszeiten angeht, aber ich weiss, dass viele Firmen das nicht sind. Kinder sind wichtig und sollten von der Gesellschaft (den Unternehmen!) unterstützt werden.

Gruss
Krötilla :blumen:


@Krötilla :daumenhoch:

Bei uns im Betrieb gibt es das Gerücht, dass der Vorstand eine Liste der Frauen hat, die im gebärfähigen Alter sind.

Bearbeitet von Tanzfrosch am 24.10.2006 12:48:22


Zitat (Ludwig @ 24.10.2006 12:33:13)
P.S.: wir wollen beide arbeiten!, aber bitte zu ordentlichen Konditionen!

Ja ne, is klar.

Zitat
aber ein Job im Baumarkt kommt aus mehreren Gründen nicht in Betracht. Da wäre einmal die Sache mit dem täglichen Rasieren,

No comment.
Zitat
In meinem gelernten Beruf, also Schlosser / Schweißer. Natürlich möglichst in der Region

Klar, am besten direkt vor der Haustür.
Zitat
Um hier mal einen Irrtum auszuschließen, ich abe kein Problem mit H.IV, aber meine Frau würde gerade mal 7,00 Euro die Stunde + Zuschläge für irgendwelche Mehrarbeiten bekommen. (wären ca. 1087Eus/mtl) SUPER DA GIBT ES WEITER H.IV.

Kein Problem? Oder doch?

Nicht falsch verstehen, Hartz IV ist sicher nicht das Gelbe vom Ei. Wir sind hier aber sehr weit weg von echter Armut. Wer die gesehen hat, der versteht eben nicht, warum hier immer gejammert wird.

Dir, und allen anderen Hartz IV Empfängern, wünsche ich auf alle Fälle so schnell wie möglich eine neue Stelle.

Krötilla, ich gebe Dir voll und ganz Recht.
Ich habe aber auch schon feststellen müssen, dass schwangere Frauen ihre Unkündbarkeit während der Schwangerschaft voll und ganz im negativen SInne ausleben.
Alle, aber wirklich ausnahmslos alle in meinem Bekannten und Freundeskreis haben während ihrer Schwangerschaften öfter einfach blau gemacht, es kann ihnen ja nicht gekündigt werden...
So eine Einstellung kann ich nicht verstehen, und dann soll der Arbeitgeber die nach der Elternzeit wieder mit offenen Armen empfangen?
Die Frauen waren auch aus den unterschiedlichsten Bildungsschichten, vom Hauptschulabschluß bis zur Studierten.
Ich möchte nicht alle über einen Kamm scheren, aber es ist doch schon auffälig, wie häufig krank schwangere Frauen sind.
Ich war während meiner Schwangerschaft nicht ein einziges Mal krank gewesen, habe für meine Vorsorgeuntersuchungen immer frei bekommen, diese Zeit wurde mir auch als Arbeitszeit bezahlt, und kann so auch mit einem reinen Gewissen nächstes Jahr meinen alten Job wieder aufnehmen.


Zitat (tom-kuehn @ 24.10.2006 12:57:20)
Nicht falsch verstehen, Hartz IV ist sicher nicht das Gelbe vom Ei. Wir sind hier aber sehr weit weg von echter Armut. Wer die gesehen hat, der versteht eben nicht, warum hier immer gejammert wird.
...

Stimmt, ich habe wirkliche Armut gesehen.
Aber unsere Gesellschaft tickt anders (noch). Hier wirst Du schnell zum Außenseiter, wenn Du nicht ausreichend Geld verdienst und Dich dementsprechend nicht mehr kleiden kannst etc.

P.S. Ich unterstütze eine kubanische Familie, ist ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber besser als nichts.

Zitat (tom-kuehn @ 24.10.2006 12:57:20)
Wir sind hier aber sehr weit weg von echter Armut. Wer die gesehen hat, der versteht eben nicht, warum hier immer gejammert wird.


Das stimmt...

Habe mich gestern mit einer Studentin unterhalten, die war 14 Tage in China auf Exkursion...vorallem dort in den ländlichen Regionen

Was die dort erzählt hat, das können wir uns beim besten Willen NICHT vorstellen...Sie meinte, auch, man gewöhnt sich auch irgendwie dran..(vorallem an die Sanitären Anlagen..) aber sie hat sich noch nie so über einen kleinen Rinnsal aus einem Wasserhahn gefreut, wie in der Zeit dort...

ABER: die Menschen dort auf dem Land, die wirklich nichts haben, die in selbstgebauten Lehmhütten wohnen, sind glücklich...die haben immer gelächelt..im Gegensatz zu den Leuten aus der Stadt, die waren wohl eher unfreundlich und griesgrämig...dabei lebten die im Gegensatz zur Landbevölkerung im Luxus...

Ich will jetzt um Gottes willen nicht, daß es so rüberkommt, daß wir jetzt alle mal in tiefster Armut leben sollen..Ich selbst mag solche Kommentare auch nicht, wie: "Waaas, du hast nen PC, es gibt Leute, die haben nicht mal Strom, also warum beschwerst du dich, daß dein PC zu langsam ist.." Etc....

Ich möchte auch nicht, daß sich überhaupt jemand für seinen Besitz entschuldigen muß....aber ich denke, wenn man einmal so eine ERfahrung gemacht hat, wie meine Bekannte in China, dann kommt man mit einer anderen Einstellung wieder zurück...

@Krötilla.
Du sprichst mir aus der Seele. Oft kommt die angebliche Kinderfeindlichkeit daher, weil viele Kinder überhaupt nicht erzogen sind und machen können was sie wollen. Auch im Beisein der Eltern. Wenn man dann vorsichtig was sagt, wird man schon als kinderfeindlich angegiftet. Schon ein kleines Kind kann ein NEIN akzeptieren. Ich bin auch Mutter von 4 Kindern und habe 6 Enkel. Ja ist immer Ja gewesen und ein NEIN ein Nein. Ein kleines bisschen Benehmen und Freundlichkeit steht jedem Kind gut und macht auch die Gesichter der Erwachsenen ringsum freundlich.
Spiellärm bei Kindern hat mich noch nie gestört, im Restaurant schon, wenn es über Tische und Bänke ging.

Armut ist auch ein Begriff den es immer neu zu definieren gilt. Ich bin viel in der Welt herumgekommen und habe die Armut in China, Indien und auf dem schwarzen Kontinent gesehen. Auch in Osteuropa. Nach diesen Reisen verstand ich das Wehklagen in Deutschland nicht mehr.


Hallo,

Aus meiner Sicht könnte man den Begriff der Kinderfeindlichkeit auch ausdehnen auf Menschenfeindlichkeit.
Ist euch mal aufgefallen, wie viele Menschen einen nahezu feindselig anstarren und von oben bis unten mustern? Selbst wenn man ganz unauffällig angezogen und frisiert ist und sich auch nicht auffällig benimmt. Mit Kind, ohne Kind, mit Hund, ohne Hund - egal wie.

Die Menschen machen sich mit Fernsehen, Computer und allen anderen Bequemlichkeiten das Sozialverhalten kaputt. Alles lässt sich seit mehreren Jahrzenten an- und ausschalten, so haben wir uns systematisch den Egoismus antrainiert, wir haben ja alles selbst in der Hand. Es gibt heute alles auf Knopfdruck, doch funktioniert dies nicht mit Mitmenschen.

Was uns Deutschen einfach fehlt ist Toleranz!, Toleranz!, Toleranz!, und wir brauchen dringend weniger Egoismus und Neid.

Gruß
Trudel


Äh, vielleicht leben wir in unterschiedlichen Welten aber mich schauen Menschen nicht feindselig an. Und wenn man selbst nett und freundlich ist, beissen sie normalerweise auch nicht.

Ich glaube je mehr man sich einredet, dass die anderen böse sind, desto mehr strahlt man das aus und warum sollte damm jemand überhaupt nett sein ?

Vielleicht muss jeder bei sich selbst ein bisschen anfangen mit der Toleranz und der Rücksicht ;)


Zitat (murphy @ 24.10.2006 13:40:08)


Vielleicht muss jeder bei sich selbst ein bisschen anfangen mit der Toleranz und der Rücksicht ;)

Schön geschrieben Murphy :daumenhoch:

Zitat (Trudel @ 24.10.2006 13:36:53)
Hallo,

Aus meiner Sicht könnte man den Begriff der Kinderfeindlichkeit auch ausdehnen auf Menschenfeindlichkeit.
Ist euch mal aufgefallen, wie viele Menschen einen nahezu feindselig anstarren und von oben bis unten mustern? Selbst wenn man ganz unauffällig angezogen und frisiert ist und sich auch nicht auffällig benimmt. Mit Kind, ohne Kind, mit Hund, ohne Hund - egal wie.

Die Menschen machen sich mit Fernsehen, Computer und allen anderen Bequemlichkeiten das Sozialverhalten kaputt. Alles lässt sich seit mehreren Jahrzenten an- und ausschalten, so haben wir uns systematisch den Egoismus antrainiert, wir haben ja alles selbst in der Hand. Es gibt heute alles auf Knopfdruck, doch funktioniert dies nicht mit Mitmenschen.

Was uns Deutschen einfach fehlt ist Toleranz!, Toleranz!, Toleranz!, und wir brauchen dringend weniger Egoismus und Neid.

Gruß
Trudel

Ich hab noch nie das Gefühl gehabt, dass ich feindselig angestarrt werde. Und was das Sozialverhalten und PC betrifft.
Du sitzt gerade vorm PC und postest das hier. ;) ;) ;)

1. ich sitze zufällig vorm PC weil ich gerade im Büro bin und Mittagspause habe(selbstverständlich poste ich hier nicht jeden Tag, habe ja noch ein echtes und nicht nur ein virtuelles Leben
2. ich fahre oft mit Öffis und hier in HH sind eben Leute unterwegs, die einen über die Maßen lange anstarren (bis zu 2 Minuten am Stück).
Ist vielleicht aber auch ein Großstadtphänomen, die Anonymität, in der man sich eben alles erlauben kann.


Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 13:42:30)
Zitat (murphy @ 24.10.2006 13:40:08)


Vielleicht muss jeder bei sich selbst ein bisschen anfangen mit der Toleranz und der Rücksicht  ;)

Schön geschrieben Murphy :daumenhoch:

Na klar muss jeder bei sich anfangen, dann mal los, Ihr beiden! :sabber:

Trudel, bist du heute nicht gut drauf?
Lach doch, wenn`s zum Weinen nicht ganz reicht. :D :D :D


Wüsste nicht, wo ich im äußersten Maße intolerant bin :hmm: :hmm:


@Krötilla,
einfach perfekt. Da kann ich jedes Wort unterstreichen.

@Trudel,
die Mehrzahl der Deutschen ist so tolerant, dass man mit denen alles machen kann.
Ich fühle mich in meinem eigenen Land so langsam an die Wand gedrückt und das ganz einfach, weil wir so tolerant sind und jeden freundlich in unserem Land aufnehmen!
Und das hat jetzt nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun.

Irgendwo müssen wir doch auch bleiben, oder?

Ich wäre aber auch dafür, das Thema zu teilen. Ufert ja aus.


:rolleyes:

Hallo,

danke für Eure Meinungen. :blumen:

Ich hoffe, daß sich doch hoffentlich etwas in Sachen Kinderfreundlichkeit in Deutschland ändert. :blink:


Mal ein prophanes Beispiel:

Ich finde Ikea super kinderfreundlich!

Als meine Tochter klein war, mußte ich sie stillen. In keinem anderen Geschäft oder Öffentlichen Plätzen gab es eine Stillecke. Bei Ikea gab es das und ich war total überrascht!
Dann war Gläschen-Zeit . Es gab Gläschenkost gratis bei Ikea (na gut, andere Möbelhäuser haben dann nachgezogen), einen tollen Wickelraum und usw.

Ich war total überrascht, wie die mitgedacht haben- und ich finde,z.B. in Schweden
sind Kinder auch sozialpolitisch gesehen (Bildung usw.) willkommener als hier.





Zitat (Trudel @ 24.10.2006 13:50:47)
Zitat (Die Schottin @ 24.10.2006 13:42:30)
Zitat (murphy @ 24.10.2006 13:40:08)


Vielleicht muss jeder bei sich selbst ein bisschen anfangen mit der Toleranz und der Rücksicht  ;)

Schön geschrieben Murphy :daumenhoch:

Na klar muss jeder bei sich anfangen, dann mal los, Ihr beiden! :sabber:

Naja, ich habe mich doch nicht beschwert, womit sollte ich also anfangen ? :blink: :D

@Krötilla und @ arkade
Besser kann ichs auch nicht sagen. So wie ihr empfinde
ich auch.
Habe selbst 2 Söhne und habe noch keine Kinderfeindlichkeit
erlebt.
Meine Kinder wären z.B. auch nie auf die Idee gekommen,
im Restaurant laut kreischend herum zu rennen, oder auf Besuch
mit Gummistiefeln, über Sofas zu hüpfen.
Bei sowas bekomme ich auch negative Gefühle, nicht gegen die
Kinder, aber gegen Mütter, die das aus Bequemlichkeit dulden.

Bearbeitet von lassie am 24.03.2007 19:22:47


Mal zu der Unfreundlichkeit der Menschen allgemein....weil Trudel das angesprochen hat...

Ich arbeite ja seit kurzem in einem Supermarkt an der Kasse und ich bin ein ausgesprochen freundlicher, hilfsbereiter Mensch, der gerade bei fremden Leuten so gut wie nie die Fassung verliert und auch in schwierigen Situationen freundlich bleibt..Und ich muß sagen, das hilft mir ungemein....

Es kommt natürlich gerade in der Eingewöhnungszeit vor, daß ich nen Fehler mache und deswegen die Leute in der Schlange warten müssen...Ich habe mich bis jetzt immer entschuldigt und erklärt, daß ich neu bin und ich hab mich auch immer fürs Verständnis bedankt...

Ich wünsche jedem Kunden einen schönen Tag...und bleibe auch freundlich, wenn jemand erst das Geld zusammen suchen muß...

Und mein Verhalten färbt sich wirklich auf die Kunden ab....ich wurde noch nie angegiftet...Obwohl, doch einmal...und was soll ich sagen, die anderen Kunden haben Partei für mich ergriffen..(Wofür ich mich auch noch mal bedankt habe...)...

Es gibt natürlich auch Kunden, die kann man damit nicht erweichen, die kucken mürrisch und kriegen kein Wort heraus...aber was solls.Ich weiß ja nciht, warum sie so sind, vielleicht haben sie schwere Probleme...Das ist noch lange kein Grund, warum ich denen nicht auch freundlich begegnen soll und kann...Ich brauche mir niemals vorwerfen, daß ich pampig zu jemanden war....

Ich beobachte jetzt natürlich auch verstärkt Kassiererinnen in anderen Supermärkten...Und manchmal denke ich echt; Sorry, aber warum hast du ne Arbeit gewählt, wo man mit Menschen zu tun hat? Da kann ich auch Kunden verstehen, daß die so verärgert über Kassiererinnen allgemein sind...Ist denn nen Lächeln echt zuviel verlangt? Selbst wenn es voll und hektisch ist, nen Lächeln sollte man immer parat haben, das kann so manche Situation entschärfen...

Diese ganzen Erfahrungen habe ich auch während meiner Ausbildung gemacht...Du gehst zufriedeneer nach Hause, wenn du dir selbst nicht vorwerfen kannst, unfreundlich gewesen zu sein, selbst wenn sich der Kunde oder Patient noch so gemein aufgeführt hat....

Ich will aber trotzdem noch sagen, daß ich auch mal die Geduld verliere und andere Menschen ankeife...:pfeifen:....

Hab mal ne Frau, die mir echt dumm gekommen ist (allerdings war ich da privat unterwegs...) so dermaßen anschreiend über das ganze Bahnhofsgelände gejagt, daß die richtig Schiss bekommen hat :pfeifen:

Jaaaaa, und ich hab mich super dabei gefühlt :lol:


Du wirst aber auch noch erleben, das du dumm angemacht wirst obwohl du freundlich bist-Spinner gibt es überall :(


Zitat (Sparfuchs @ 24.10.2006 20:49:53)
Du wirst aber auch noch erleben, das du dumm angemacht wirst obwohl du freundlich bist-Spinner gibt es überall :(

Klar, auch das passiert mir...nicht mal selten...nur habe ich die Einstellung, daß ich mir nichts vorwerfen muß...derjenige hat nen Problem mit mir und ärgert sich wahrscheinlich warum auch immer den ganzen Tag..wahrscheinlich weil er unzufrieden mit sich selbst ist..ich war dann halt nur das Ventil...

Ich kann in die Leute nicht reinkucken, ich weiß nicht, warum sie unfreundlich sind...aber ich kann in mich reinkucken...und kann freundlich bleiben...

Es kommt bei mir wirklich selten vor, daß ich auf Unfreundlichkeit mit Unfreundlichkeit reagiere...aber wenn, dann mache ich das aus tiefster Überzeugung und Leidenschaft :lol:

Allerdings kann ich auch sehr schnell zur Furie werden, wenn mich jemand privat ungerechterweise blöd anmacht, siehe Bahnhofsstory :lol:

Aber während der Arbeit mit Kunden oder Patienten ist mir das komischerweise wirklich nie passiert...ich halte das für meine persönliche Gabe :lol:

Hier in Deutschland geht doch im Moment einiges zu Lasten der Kinder.

Ich zum Beispiel hab' mir vor einigen Jahren ein Häuschen in einer kleinen Stadt mit 2000 Einwohnern gekauft, weil

1. Miete in der Stadt wo ich wohnte bedeutend mehr war, wie Rate für Haus
2. Kinder nicht unbeaufsichtigt draußen spielen konnten
3. es in der ländlichen Gegend nicht so stressig ist

Ich hatte mir diesen Ort ausgesucht, weil eine Grund- und eine Sekundarschule vorhanden war. Als mein Sohn dann in die 5.Klasse wechselte, wurde diese Schule dicht gemacht. Das Ergebnis: Er ist morgens und nachmittags 1,5 Stunden mit dem Schulbus unterwegs, d.h. morgens fährt der Bus 6.30Uhr, nachmittags kommt er zwischen 16 und 17Uhr nach Hause. Er ist 10 Stunden unterwegs, und dass obwohl hier eine Schule steht.

Das nächste ist, diese Schule wo er hin muß, hat keine Kapazität unsere Schüler aufzunehmen bis der Anbau steht. Klasse 5-7 sind dort in der Grundschule untergebracht, müssen aber die Toiletten in der Sekundarschule benutzen, die 5Minuten entfernt ist, unterrichtet dürfen sie nur von unseren alten Lehrern werden und nicht von den dortigen, Turnhalle ist 45Minuten entfernt, bei uns war eine nagelneue auf dem Gelände.

Schon im Alter von 10/11 Jahren haben die Kinder einen "Arbeitstag" wie ein Erwachsener . Und wenn es dann auf der Heimfahrt im Bus etwas lauter zugeht, droht der Fahrer mit Rausschmiss!

Bearbeitet von Blondie am 24.10.2006 22:43:53


Zitat (Blondie @ 24.10.2006 22:42:07)
Und wenn es dann auf der Heimfahrt im Bus etwas lauter zugeht, droht der Fahrer mit Rausschmiss!

Ist ja auch zuviel verlangt wenn n Fahrer, der nen Haufen Leben transportiert, n bisschen Ruhe und Konzentration haben will.
Gegen n bisschen lauter, also sowas wie Lachen, Labern und was anderes Normales ist nix zu sagen, aber ich fahr auch heute noch öfter mal mit Bussen, wo viele Schulkids drin sind. Da wird oft rumgebrüllt, andere werden rumgestoßen, mit Sachen geworfen, in den Gängen gerannt und und und, ohne Rücksicht auf Verluste, alte Fahrgäste oder Kinderwagen. Hab keinen Dunst ob du sowas in deiner Karre erlauben würdest, ich jedenfalls nicht, das ist überm Pegel. Und das sind keine Ausnahmen, sondern immer öfter die Regel.

Zitat (Kalle mit der Kelle @ 24.10.2006 22:50:48)
Zitat (Blondie @ 24.10.2006 22:42:07)
Und wenn es dann auf der Heimfahrt im Bus etwas lauter zugeht, droht der Fahrer mit Rausschmiss!

Ist ja auch zuviel verlangt wenn n Fahrer, der nen Haufen Leben transportiert, n bisschen Ruhe und Konzentration haben will.
Gegen n bisschen lauter, also sowas wie Lachen, Labern und was anderes Normales ist nix zu sagen, aber ich fahr auch heute noch öfter mal mit Bussen, wo viele Schulkids drin sind. Da wird oft rumgebrüllt, andere werden rumgestoßen, mit Sachen geworfen, in den Gängen gerannt und und und, ohne Rücksicht auf Verluste, alte Fahrgäste oder Kinderwagen. Hab keinen Dunst ob du sowas in deiner Karre erlauben würdest, ich jedenfalls nicht, das ist überm Pegel. Und das sind keine Ausnahmen, sondern immer öfter die Regel.

Ich geh nicht von Krawallen aus. Es geht um`s ganz normale unterhalten und rumalbern. Da eine Busbegleitung dabei ist und sagt es beläuft sich alles in einem normalen Rahmen, geh ich davon aus, dass die Fahrer überreagieren.

Und die Truppe die da immer zusammen fährt (es sind kleine Busse mit 20 Sitzen), die ist ganz pflegeleicht.

Zitat (Blondie @ 24.10.2006 22:55:26)
Ich geh nicht von Krawallen aus. Es geht um`s ganz normale unterhalten und rumalbern. Da eine Busbegleitung dabei ist und sagt es beläuft sich alles in einem normalen Rahmen, geh ich davon aus, dass die Fahrer überreagieren.


Was man heute unter normalen Rahmen versteht ......
Nur derjenige der selbst einmal einen Bus mit Kids fahren durfte kann da urteilen.

Sollte es aber wirklich ein muffiger Fahrer sein (auch die gibt es), kann man sich ja beim Transportunternehmen beschwerden.

Bearbeitet von Sparfuchs am 25.10.2006 07:27:22

Vielen Dank für Eure Meinungen ! :blumen:


Deutschland ist wohl kein Kinderland und war/wird vielleicht auch nie eines. Kinder passen scheinbar im Großen und Ganzen nicht zur "typisch deutschen" Mentalität (wohl wissend, daß ich jetzt möglicherweise auch nur ein Klischee bemühe). Hier muß alles schnell gehen und recht rational. Um Kinder muß man sich kümmern, sie erziehen, ihnen etwas erklären, das braucht Zeit. Meine eigenen Eltern (geb. '39 und '41) hatten früher still zu sein und die Erwachsenen (die hart arbeiten mußten, um den Lebensunterhalt aller zu sichern - beide Eltern und Großelternpaare waren aus Schlesien, hatten alles verloren und mußten ganz neu anfangen) nicht zu nerven. So ein bißchen was davon hat sich auch auf mich übertragen, d.h., ich hatte als Kind auch meist das Gefühl, ich falle den Erwachsenen nur lästig und meine Bedürfnisse zählen wenig. Mit dieser Einstellung begegne ich Kindern heute meistens auch, es sei denn, ich habe grad einen wirklich guten Tag. Leider sehe ich auch nicht wirklich viele gut erzogene Kinder, sie erinnern mich eher manchmal an das Bild vom Hund, der dem Postboten am Hosenbein hängt. Er will nur seine Arbeit tun und seiner Wege gehen und dann kommt so ein Kläffer an und nervt... ein Kinderfeind bin ich dennoch nicht, aber mein Verhältnis zu Kindern im Großen und Ganzen ist eher distanziert.


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