AD(H)S Kinder???

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Es ist schon richtig, viele (Kinder-)ärzte haben wenig Erfahrung und Ahnung auf dem Gebiet der hyperkinetischen Störungen. Was oftmals bedeutet, daß die Diagnose AD(H)S entweder zu voreilig gestellt wird oder eben total verleugnet wird.

Beides ist falsch!!!! Und bedeutet für die Familie und besonders für das Kind einen langen Leidensweg.

Und nur weil viele behaupten, daß es in ihrer Kindheit sowas nicht gab, heißt es noch lange nicht, daß es dieses Krankheitsbild nicht schon früher gab!!

Vieviele Kinder sind vor 20 oder 30 Jahren in Heime für Schwererziehbare gekommen oder in "Spezialschulen" in "Irrenanstalten" etc? Damals hieß es eben, naja ihr Kind sei eben verhaltensauffällig, kriminell, bekloppt etc...

Die Medizin hat auf diesem Gebiet Fortschritte gemacht und es ist mittlerweile bewiesen, daß Kinder mit einer hyperkinetischen Störung eine Veränderung in verschiedenen Neurotransmittersystemen haben...

Und solche Bücher wie "Die Krankheitserfinder..." sind ein Schlag ins Gesicht für Eltern, die sich aufopferungsvoll um ihre Kleinen mit ADHS kümmern und endlich froh sind, eine Diagnose bekommen zu haben...

Was das Ritalin angeht. Natürlich ist es ein Medikament mit Nebenwirkungen und es ist auch kein Wundermittel. Aber es hilft, daß die Kinder überhaupt erstmal wieder für einen geregelten Alltag empfänglich sind.

Aber Ritalin muß stets in Verbindung mit einer Psychotherapie angewandt werden.

Eine gute Therapie ist stets mehrdimensional. Sie besteht u.a. aus verhaltenstherapeutische Maßnahmen, Medikation, schulische Maßnahmen, heilpädagogische Behandlungen bishin zu diätischen Maßnahmen.

Wichtig ist vorallem die Zusammenarbeit mit der Schule und den Lehrern. Aber leider hört man es oft, daß sich diese Institutionen blind, taub und stur gegenüber diesem Thema stellen. Entweder etikettieren sie jedes lebhaftes Kind mit dem Stempel ADHS oder sie leugnen diese Problematik ganz, stattdessen heißt es, die Eltern wären nur zu blöd, ihren Kindern Disziplin beizubringen! :wallbash:

Aus der Uni und aus Vorlesungen kenne ich Eltern, die mit diesem Problem kämpfen und dieser Druck, sich ständig rechtfertigen zu müssen, wirkt sich auch auf die Kinder mit ADHS aus....

Und da helfen Bücher wie "Die Krankheitserfinder..." leider wenig mit ihrer Hetzkampagne gegen Ärzte, Eltern etc...

Ein bißchen mehr Aufklärung über diese Krankheit tut echt not, bei Lehrern, Ärzten, Eltern, Journalisten, bei der ganzen Bevölkerung...

Wie gesagt, das größte Problem bei ADHS ist die richtige Diagnose. Denn sonst passiert es weiterhin, daß besonders lebhafte Kinder als krank diagnostiziert werden und kranke Kinder "nur falsch erzogen worden sind"!!!!!

Mein Tipp für alle Eltern; holt euch mehrere fachliche Ratschläge ein. Und hört nicht in erster Linie nur auf Verwandte, Bekannte, Lehrer, Erzieher, die alles besser wissen.

Informiert euch über Ärzte, die sich speziell damit auskennen, fragt nach Weiterbildungen, die die Ärzte zu diesem Thema gemacht werden. Erkundigt euch nach Kinder- und Jugendpsychiatrien und Therapeuten mit diesem Schwerpunkt.

UND, laßt euch nicht verunsichern!!!! Ein Arzt, der Ritalin als DAS Wunderheilmittel anpreist, ist genauso unfähig wie ein Therapeut, der das "einfach wegtherapieren" kann


Ich muss Pixies Recht geben...und das aus folgendem Grund:
Es ist sehr modern geworden,bei Verhaltensauffälligkeiten,ADS als Grund herhalten zu lassen und von nicht Fachleuten(Hausarzt)diagnostizieren zu lassen.Was bedeutet denn ADS?"Aufmerksamkeits-Defizit-Symptom"!
Meines Wissens nach kann man ADS nicht erwerben.Das heißt:Diese Kinder leiden von Geburt an,an zuvielen Informationen,die das Gehirn zeitgleich verarbeiten muss.Sie stehen also immer unter Strom-sind motorisch unruhig,hören nicht zu,(früher sagte man dazu"Zappelphilipp") und sind verhaltensauffällig vom Kleinkindalter an.Im Kindergarten stören sie ,werden aggressiv-weil sie mit den ständigen "neins" zu ihrem Verhalten nicht klarkommen.Sie können sich nicht allein beschäftigen(motorische Unruhe) und fallen negativ im Gruppenleben auf.
Das setzt sich dann nach der Einschulung fort....-die Richtung ist klar und die Grundschullehrer sind mit der Verhaltensauffälligkeit dieser Schüler(es geht ja inzwischen um Konzentration und Ausdauer)überfordert.
Oftmals trifft man in der"Sonderschule"viele ADS Kinder.

Dein Sohn,Zartbitter;war ein normales Klein-und Kindergartenkind.Es hat Schulprobleme(Noten) und es ist in der Vorpubertät.Ich denke,du solltest eher in Richtung einer Erziehungsberatung denken,wenn dein Sohn euch mit seiner Aggressivität unter Druck setzt.Zuviel Liebe kann Inkonsequenz in der Erziehung verursachen und in diesem Alter wollen die Kinder Grenzen austesten.
ADS kannst du beim Ergotherapeuten austesten lassen.
Unbequeme Kinder mit Beruhigungsmitteln ruhig zu stellen,ist der falsche Weg.


Zitat (Freesie @ 16.06.2007 15:52:15)
ADS kannst du beim Ergotherapeuten austesten lassen.
Unbequeme Kinder mit Beruhigungsmitteln ruhig zu stellen,ist der falsche Weg.

Da wäre ich vorsichtig. ADHS gehört meiner Meinung nach zuallererst in die Hände von Fachärzten, die sich auf diesem Gebiet weitergebildet haben. Als zweites ist der Schritt zum einem Ergotherapeuten auch zu empfehlen...

Ritalin ist übrigens KEIN Beruhigungsmittel, im Gegenteil, bei gesunden Menschen wirkt es sogar aufputschend. Ich würde eher sagen, es ist ein Regulationsmedikament

Tante Edit hat noch mal genau nachgeschlagen. Regulationsmedikament habe ich erfunden :D Richtig muß es heißen, Ritalin gehört zu den Stimulanzien...sorry :blumen:

Bearbeitet von Mellly am 16.06.2007 16:20:41

Hm, ich glaube der Mittelweg stimmt. Also ich glaube schon, dass es die Krankheit ADS gibt, aber ich glaube, dass es bei vielen Kindern falsch diagnostiziert wird. Das ist irgendwie zu einem "Mode-Begriff" geworden .

Ich glaube ich hatte als Kind auch ADS, aber es kann auch einfach zu wenig Liebe oder Aufmerksamkeit gewesen sein. :unsure: Das weiss ich auch nicht so recht. Aber mir kann keiner sagen, dass wirklich soooo viele Kinder ("plötzlich") ADS haben. <_<

Ok, untersuchen kannst Du ihn ja mal darauf, aber ich würde Gutachten mehrerer Ärzte einholen.

Gruss
Krötilla


Zitat (Mellly @ 16.06.2007 16:09:34)
Zitat (Freesie @ 16.06.2007 15:52:15)
ADS kannst du beim Ergotherapeuten austesten lassen.
Unbequeme Kinder mit Beruhigungsmitteln ruhig zu stellen,ist der falsche Weg.

Da wäre ich vorsichtig. ADHS gehört meiner Meinung nach zuallererst in die Hände von Fachärzten, die sich auf diesem Gebiet weitergebildet haben. Als zweites ist der Schritt zum einem Ergotherapeuten auch zu empfehlen...

Ritalin ist übrigens KEIN Beruhigungsmittel, im Gegenteil, bei gesunden Menschen wirkt es sogar aufputschend. Ich würde eher sagen, es ist ein Regulationsmedikament

Richtig,Melly!

Unbedingt zum Facharzt(und der Hausarzt ist kein Facharzt!).

Mein Sohn ging über den Kinderarzt zum Ergotherapeuten,der ihn testete(vor 12 Jahren).

Vielleicht noch ein kleiner Tipp, worauf Eltern achten sollten, die zum Arzt gehen mit dem Verdacht ihr Kind hätte ADHS...

Eine fachlich-korrekte und sorgfältige Diagnose bedarf mehr als nur die Schilderungen durch die Eltern. Jeder Arzt, der eine Diagnose nach der Erstvorstellung stellt, ist ein schlechter Arzt auf diesem Gebiet.

Zu der Diagnose gehören: eine sorgfältige Anamnese, dazu gehört auch eine Familienanamnese, da ADHS einen hohen Erbfaktor hat, eine körperliche neurologische Untersuchung durch EEG und Laborstatus sowie neuropsychologische Testverfahren...Erst nach dieser mehrdimensionalen Untersuchung kann man überhaupt eine Diagnose stellen, vorher nicht!!!

Deswegen rate ich auch zur Erstuntersuchnung nicht nur zu einem Therapeuten zu gehen, sondern auch immer zu einem spezialisierten Arzt....


Zuerst möchte ich ganz dick unterstreichen, dass bei massiven Verhaltensauffälligkeiten immer Fachleute zum Zuge kommen sollten. Ich bin da keine Expertin, aber durch Beruf und Ehrenamt habe ich mehrfach AD(H)S-Selbsthilfegruppen bei der Gründung und in der Anfangsphase begleitet, und habe viele "Erlebnis-Berichte" gehört. Danach sind leider viele "Fachleute" selbst ernannte "Fachleute". Der Erfahrungsautausch in einer Selbsthilfegruppe kann da schon zu einer ganz guten Vorauswahl führen. Wenn du eine solche Gruppe suchen möchtest, kann ich dir vielleicht weiter helfen, dann schick mir bitte ein PM mit deinem Wohnort.
Außerdem: so wie du das Verhalten deines Sohnes schilderst, kam mir auch der Gedanke der Hochbegabung. Diese Kinder zeigen oft, da sie intellektuell ständig unterfordert sind, ähnliche Verhaltensweisen wie AD(H)S Kinder. Aber auch das können nur Fachleute abklären.
Wünsche dir weiterhin gute Nerven und Quellen, an denen du die Reserven an Ruhe und Gelassenheit wieder auftanken kannst.


Hallo Zartbitter... ich nochmal...

Ich habe da nur mal so eine andere Frage:

Was sagen die Lehrer denn über die sozialen Kontakte von ihm in der Klasse???

Kann es sein, das er da von einigen oder einer Clique permanent unter irgendeinen Druck gesetzt wird und das dann außerhalb der Schule kompensiert???

Schlechter werdende schulische Leistungen wären ja dann damit einhergehend...

Ist nur mal so eine Idee bzw. Frage... denn beim zweitenmal lesen der Beiträge schoß mir durch den Kopf, das es auch "von außen" als Auslöser kommen könnte... ... ...

Grisu...


Bonny hat schon dankenswerterweise daruaf hingewiesen, dass es dies Thema schon gibt. Auch dort gibt es viele hilfreich Hinweise und Tipps.


Vielen Dank schon mal für eure Kommentare. Nächste Woche rufe ich bei einem Kinderarzt an, der ADS- Erfahrung hat. Ich weiß von einer Freundin, das er die Diagnose nicht alleine erstellt, sondern mit eine Kinderuniklinik zusammen arbeitet.
Ich möchte die Sache einfach abklären lassen. Bekannte von mir haben auch einen Sohn mit ADHS. Dessen Probleme sind genau das Gegenteil als bei unserem Sohn. Er ist unruhig und kaum zu bremsen. Bei unserem Sohn ist es anders herum. Er ist sehr bequem und würde man ihn nicht ständig auffordern, läge er bis Mittag auf der Couch.
Außerdem hat er nur 1 richtigen Freund. Es kommen auch mal die Nachbar-Jungs, die kommen aber nur wenn deren eigenen Freunde keine Zeit haben. Sonst ärgern sie ihn die meiste Zeit. Damit kann er überhaupt nicht umgehen und wird dann laut. In der Schule passiert das gott sei dank nicht. Auch wenn er bei der Tante oder Oma ist, glänzt er durch vorbildliches Benehmen.
Manchmal denke ich, es liegt an uns. Haben wir ihn vielleicht zu sehr verwöhnt ?.
Ihm zuviel abgenommen ? Ich ermutige ihn immer wieder sich mehr zuzutrauen, wenn er z.B. bei den Hausaufgaben schwächelt. Ich will ihn natürlich nicht mit Medikamenten vollstopfen lassen, aber ich will sein Bestes !! Weil ich ihn trotz allen Stresses zur Zeit, unglaublich lieb hab´!!!


Zitat (Grisu1900 @ 16.06.2007 17:46:37)
Hallo Zartbitter... ich nochmal...

Ich habe da nur mal so eine andere Frage:

Was sagen die Lehrer denn über die sozialen Kontakte von ihm in der Klasse???

Kann es sein, das er da von einigen oder einer Clique permanent unter irgendeinen Druck gesetzt wird und das dann außerhalb der Schule kompensiert???

Schlechter werdende schulische Leistungen wären ja dann damit einhergehend...

Ist nur mal so eine Idee bzw. Frage... denn beim zweitenmal lesen der Beiträge schoß mir durch den Kopf, das es auch "von außen" als Auslöser kommen könnte... ... ...

Grisu...

Also, in seiner Klasse sind ungefähr 5-6 "schlimme" Jungs. Dazu gehört auch meiner. Sie sind weder bösartig oder gewalttätig, einfach halt kleine Störenfriede mit relativ schlechten Leistungen und Unwillen zur Mitarbeit. Klar wird er auch mal von denen geärgert, aber er steht denen in nichts nach. Ich glaube nicht das er gemobbt wird.

Zartbitter meiner ist genauso wie deiner und nach vielen Jahren wurde dann ADS gestellt, wir wollten dass nicht wahrhaben, haben mit Erziehung und Konsqeunz das meiste geschafft, mit 14 wollte er dann selber die Tabletten ausprobieren, er bekam concerta ......... und mit seinem eigenen Bewußtsein haben sie toll geholfen, zu meiner Beruhigung haben wir ihm zwischendurch mit einer befreundeten Apothekerin Placebo verabreicht, man merkte den Unterschied. Gute Erfahrungen haben wir zwischendurch auch mit Zappelin gemacht.

Falls du mehr wissen willst PN


Zitat (Zartbitter @ 16.06.2007 17:58:44)

Also, in seiner Klasse sind ungefähr 5-6 "schlimme" Jungs. Dazu gehört auch meiner. Sie sind weder bösartig oder gewalttätig, einfach halt kleine Störenfriede mit relativ schlechten Leistungen und Unwillen zur Mitarbeit. Klar wird er auch mal von denen geärgert, aber er steht denen in nichts nach. Ich glaube nicht das er gemobbt wird.

Hallo Zartbitter...

Gut, dann kommt mir noch eine IDEE... so nebenher nur...

Wenn er in der Klasse das Gefühl hat, das er da der "King" ist und die Jungs sich alle so gegenseitig "aufbauen", kann er das "Machtgefühl" vor der Wohnungstür ablegen???

Grisu... ... ..., schon mal einfach anders denkend...

Zitat (Grisu1900 @ 16.06.2007 19:14:20)

Hallo Zartbitter...

Gut, dann kommt mir noch eine IDEE... so nebenher nur...

Wenn er in der Klasse das Gefühl hat, das er da der "King" ist und die Jungs sich alle so gegenseitig "aufbauen", kann er das "Machtgefühl" vor der Wohnungstür ablegen???

Grisu... ... ..., schon mal einfach anders denkend...

Nee, als Anführer würde ich ihn nicht bezeichnen. Er läuft eher mit der Herde mit. Aber vielleicht ist es ja das. Er will daheim der Chef sein. Er versucht auch oft, z. B. seinem Bruder seinen Willen aufzwingen zu wollen.

Hallo....
auch ich möchte mich mal eben zu Wort melden.Mein Kleiner ist nu 4 jahre alt und ich weiss einfach nicht weiter mit ihm. Er ist schon seit er ein Baby war hibbelig, kann kaum 2 minuten sitzen bleiben,aggressiv und kann bzw will nicht lange schlafen. Da ich zu Hause bin und ihn so also 24 Stunden betreue und ihn bisher nicht lange für etwas begeistern kann wollte ich mit meinem Kinderarzt über den kleinen reden.Dazu muss ich noch sagen das Marcel (mein kleiner) morgens spätestens um 7 wach ist und bis abends um 22 uhr rumtobt.er ist immer aktiv spielt von morgens bis abends fussball oder tobt sich im garten mit seinem kumpel rum so das sein kumpel abends um 18 uhr ko ins bett fällt und Marcel noch weiter toben kann und wir ihn nicht ein wenig ruhiger bekommen.Sein Bettritual ist abends ebenso anstrengend wie nerven aufreibend.Wir lieben ihn und zeigen ihm das jeden tag aufs neue.Leider wird auch schon vom Kiga gesagt das er einen sehr regen Bewegungsdrang hat und auch da kaum richtig still sitzen kann.Naja nun zum Arzt: Ich habe ihm das alles erklärt weil ich einfach nur einen kleinen Rat und ein wenig hilfe haben wollte Ohne Medis wenn es geht.Naja der Doc meinte zu mir er solle doch in ein Fussballverein und Leistungssport machen dann würde er ruhiger werden.Ich sagte ihm das sobald er sich körperlich betätigt also schwimmen 2 Stunden,radfahren 1 Stunde und fussball 2 Stunden ein einem tag kurz hintereinander ihn auch nicht ruhiger macht sondern er nur noch mehr bewegung will.Da sagte der Arzt nur : Melden Sie ihn doch einfach nur im Verein an.
Ich weiss einfach nicht ob er AD(H)S oder so etwas hat aber er hat viele Anzeichen dafür.Nun wollt ich fragen ob ihr mir ein wenig helfen könnt um zu erfahren zu was für einen Arzt ich vielleicht gehen sollte/kann?? Oder sollte ich den Kinderarzt wechseln?

Lieben Gruss Dessi


Schau mal hier wäre vielleicht ein erster Schritt

http://www.psychologe.de/beratung/themen/ads_kinder.php

Ansonsten schau ob es Selbsthilfegruppen in deiner Nähe gibt die haben meist die größte Auswahl

ABER VORSICHT: Es wird zu oft zu schnell auf Medis verwiesen, die können nur eine Hilfe sein dass A und O ist eine liebevolle konsequente Erziehung und ein regelmässiger Tagesablauf


Hallo Dessi!

Hier in diesem Thread hat "Melly" die Verfahrensweise einer Diagnose sehr

logisch und fundiert dargestellt.Schau dir doch mal die Beiträge von ihr auf dieser

Seite (S.6) an.Vielleicht ist dir damit schonmal etwas geholfen,dein Kinderarzt

scheint in der Tat,dein Problem und somit die Lösung nicht zu erkennen.


Zitat (dscheipi @ 11.11.2007 23:21:44)

ein kleines beispiel aus der medizin: hab erst kürzlich mit einem älteren, erfahrenen prakt. arzt geredet, er hat mir meine annahme in bezug auf ritalin bestätigt. es stehen massive interessen dahinter, dass kinder das zeug schlucken, so schon konditioniert für später zum psychopharaka-einwerfen lassen die sich lenken, wie sie sollen und sind sichere gewinngaranten.

ich frag mich nur, wieso wir früher gesund gross werden konnten, ohne all den dreck.

dass kinder symptome von energiestau zeugen, wenn sie ab dem kindergarten hirnmässig schon vollgepropft werden, ist doch so klar, wie nur was. und was gibts bei auffälligkeiten? ne schicke pille und 20 stunden bei einem schwätzer-psychologen mit designerbrille.....

nein, heute muss gleich der psychologe, psychiater und das mittel her, anstatt dass man sich besinnt, was die natur des kindes ist.


Wenn ich das lese, könnt ich echt kotzen...

Keine Ahnung aber erstmal rumtönen....

Aha, ein älterer praktischer Arzt hat dir also mal was von Ritalin erzählt...Schon klar...

ADHS, die erfundene Krankheit... :wallbash:

Psychische Störungen gibt es schon seit Jahrhunderten. Nur früher hat man sich nicht groß beschäftigt damit. Die Kinder kamen in Heime für Schwererziehbare, in Heilerziehungsstätten, in die Geschlossene...Basta, das Problem war somit aus der Welt.

Frag doch mal deine ach so sichere Quelle, den älteren praktischen Hausarzt, wann er das letzte Mal eine Fortbildung zum Thema hyperkinetische Störungen bei Kindern besucht hat?

Bei ADHS kann man sehr wohl neuroanatomische und neurophysiologische Auffälligkeiten erkennen. Aber die eindeutige Diagnose von ADHS erfordert eine Mehrdimensionalität.

Es stimmt schon, Ärzte, Psychologen oder Pädagogen, die sich auf dem Gebiet nicht auskennen, stellen vorzeitig die Diagnose ADHS, wenn ein Kind sich etwas zu auffällig benimmt. Das ist genauso falsch als wenn gewisse Experten diese Störung ganz und gar leugnen.

Und es ist auf keinen Fall richtig, daß die Gabe von Ritalin die Wahrscheinlichkeit erhöht im Erwachsenenalter abhängig von Medikamenten oder Drogen zu werden.

Der Gegenteil ist der Fall; unbehandelte Kinder, die durch ADHS immer wieder auffallen, sind anfälliger in die Drogenszene abzurutschen, weil es ihnen nicht gelingt, durch ihre Störung sich in die Gesellschaft zu integrieren und so leicht auf die schiefe Bahn geraten...

Die Therapie von ADHS ist übrigens immer mehrdimensional. Das heißt, Medikamente, verhaltenstherapeutische Maßnahmen und einer Psychotherapie. Und ganz wichtig! Verständnis!

Sorry, das passte jetzt nicht zum eigentlichen Thema, aber es ärgert mich immer so dermaßen, wenn sich Leute anmaßen so über psychische Störungen zu reden. Das schubbst die Betroffenen immer wieder an den Rand der Gesellschaft..."Ach, hab dich nicht so. Schick dein Kind halt mal zu toben nach draussen..." :wallbash:

Und nur weil es "das früher nicht gab" heißt es noch lange nicht, daß dieses Krankheitsbild nicht ernst zunehmen ist

Heute hat man eben einen Namen für die Störung und auch Therapieansätze und Erfolge.

Leider maßen sich "Experten" an, Urteile zu fällen, nur weil sie "da mal was gehört" haben....

Schonmal mit betroffenen Eltern und Kindern gesprochen? ADHS Kinder sind nicht einfach nur Kinder "die sich mal richtig austoben müssen, bis sie von selbst müde werden..." Ein geregelter Alltag ist unbehandelt kaum mehr möglich.

Klar, Medikamente haben immer auch Nachteile und Nebenwirkungen. Und natürlich gibt es Ärzte, die zu schnell Ritalin verschreiben, weil sie gar nicht die Fähigkeit besitzen, eine richtige Diagnose zu stellen...Weil ihnen einfach das Fachwissen fehlt...

Leider leider fehlt in der Bevölkerung noch absolut das Verständnis für Verhaltensstörungen oder psychischen Störungen allgemein. Gerade weil immer wieder so plakative Bucherscheinungen a la "die erfundene Krankheit" das Verständnis dafür zunichte machen...

Natürlich haben gerade psychische Krankheiten auch ihre Bedingungen in der Kultur....Bsp: Esstörungen. Heute mittlerweile eine anerkannte und beschriebene psychische Störung. Erzähl aber mal einem Menschen in Afrika davon...Dort, und auch das ist bewiesen, gibt es das Krankheitsbild der Esstörung nicht...

Bitte nicht falsch verstehen, ich selbst halte vorschnellen Medikamenteneinsatz bei psychischen Störungen auch für bedenklich. Aber es kann nicht sein, daß psychische Störungen grundsätzlich von einigen nicht ernst genommen werden...

Natürlich steht hinter jedem Medikament auch immer ein riesen Geschäft. Deswegen ist es besonders wichtig, daß Ärzte gewissenhaft und sorgfältig Diagnosen stellen und Medikamente verschreiben...schwarze Schafe, die nur auf Profit aus sind, gibt es überall. Kein Grund deswegen Ärzte und Pharmaindustrie per se schlecht zu machen....

Sorry fürs :offtopic: aber bei diesem Thema bin ich besonders empfindlich..

Zitat (Mellly @ 13.11.2007 16:07:35)
Zitat (dscheipi @ 11.11.2007 23:21:44)

ein kleines beispiel aus der medizin: hab erst kürzlich mit einem älteren, erfahrenen prakt. arzt geredet, er hat mir meine annahme in bezug auf ritalin bestätigt. es stehen massive interessen dahinter, dass kinder das zeug schlucken, so schon konditioniert für später zum psychopharaka-einwerfen lassen die sich lenken, wie sie sollen und sind sichere gewinngaranten.

ich frag mich nur, wieso wir früher gesund gross werden konnten, ohne all den dreck.

dass kinder symptome von energiestau zeugen, wenn sie ab dem kindergarten hirnmässig schon vollgepropft werden, ist doch so klar, wie nur was. und was gibts bei auffälligkeiten? ne schicke pille und 20 stunden bei einem schwätzer-psychologen mit designerbrille.....

nein, heute muss gleich der psychologe, psychiater und das mittel her, anstatt dass man sich besinnt, was die natur des kindes ist.


Wenn ich das lese, könnt ich echt kotzen...

Keine Ahnung aber erstmal rumtönen....

Aha, ein älterer praktischer Arzt hat dir also mal was von Ritalin erzählt...Schon klar...

ADHS, die erfundene Krankheit... :wallbash:

Psychische Störungen gibt es schon seit Jahrhunderten. Nur früher hat man sich nicht groß beschäftigt damit. Die Kinder kamen in Heime für Schwererziehbare, in Heilerziehungsstätten, in die Geschlossene...Basta, das Problem war somit aus der Welt.

Frag doch mal deine ach so sichere Quelle, den älteren praktischen Hausarzt, wann er das letzte Mal eine Fortbildung zum Thema hyperkinetische Störungen bei Kindern besucht hat?

Bei ADHS kann man sehr wohl neuroanatomische und neurophysiologische Auffälligkeiten erkennen. Aber die eindeutige Diagnose von ADHS erfordert eine Mehrdimensionalität.

Es stimmt schon, Ärzte, Psychologen oder Pädagogen, die sich auf dem Gebiet nicht auskennen, stellen vorzeitig die Diagnose ADHS, wenn ein Kind sich etwas zu auffällig benimmt. Das ist genauso falsch als wenn gewisse Experten diese Störung ganz und gar leugnen.

Und es ist auf keinen Fall richtig, daß die Gabe von Ritalin die Wahrscheinlichkeit erhöht im Erwachsenenalter abhängig von Medikamenten oder Drogen zu werden.

Der Gegenteil ist der Fall; unbehandelte Kinder, die durch ADHS immer wieder auffallen, sind anfälliger in die Drogenszene abzurutschen, weil es ihnen nicht gelingt, durch ihre Störung sich in die Gesellschaft zu integrieren und so leicht auf die schiefe Bahn geraten...

Die Therapie von ADHS ist übrigens immer mehrdimensional. Das heißt, Medikamente, verhaltenstherapeutische Maßnahmen und einer Psychotherapie. Und ganz wichtig! Verständnis!

Sorry, das passte jetzt nicht zum eigentlichen Thema, aber es ärgert mich immer so dermaßen, wenn sich Leute anmaßen so über psychische Störungen zu reden. Das schubbst die Betroffenen immer wieder an den Rand der Gesellschaft..."Ach, hab dich nicht so. Schick dein Kind halt mal zu toben nach draussen..." :wallbash:

Und nur weil es "das früher nicht gab" heißt es noch lange nicht, daß dieses Krankheitsbild nicht ernst zunehmen ist

Heute hat man eben einen Namen für die Störung und auch Therapieansätze und Erfolge.

Leider maßen sich "Experten" an, Urteile zu fällen, nur weil sie "da mal was gehört" haben....

Schonmal mit betroffenen Eltern und Kindern gesprochen? ADHS Kinder sind nicht einfach nur Kinder "die sich mal richtig austoben müssen, bis sie von selbst müde werden..." Ein geregelter Alltag ist unbehandelt kaum mehr möglich.

Klar, Medikamente haben immer auch Nachteile und Nebenwirkungen. Und natürlich gibt es Ärzte, die zu schnell Ritalin verschreiben, weil sie gar nicht die Fähigkeit besitzen, eine richtige Diagnose zu stellen...Weil ihnen einfach das Fachwissen fehlt...

Leider leider fehlt in der Bevölkerung noch absolut das Verständnis für Verhaltensstörungen oder psychischen Störungen allgemein. Gerade weil immer wieder so plakative Bucherscheinungen a la "die erfundene Krankheit" das Verständnis dafür zunichte machen...

Natürlich haben gerade psychische Krankheiten auch ihre Bedingungen in der Kultur....Bsp: Esstörungen. Heute mittlerweile eine anerkannte und beschriebene psychische Störung. Erzähl aber mal einem Menschen in Afrika davon...Dort, und auch das ist bewiesen, gibt es das Krankheitsbild der Esstörung nicht...

Bitte nicht falsch verstehen, ich selbst halte vorschnellen Medikamenteneinsatz bei psychischen Störungen auch für bedenklich. Aber es kann nicht sein, daß psychische Störungen grundsätzlich von einigen nicht ernst genommen werden...

Natürlich steht hinter jedem Medikament auch immer ein riesen Geschäft. Deswegen ist es besonders wichtig, daß Ärzte gewissenhaft und sorgfältig Diagnosen stellen und Medikamente verschreiben...schwarze Schafe, die nur auf Profit aus sind, gibt es überall. Kein Grund deswegen Ärzte und Pharmaindustrie per se schlecht zu machen....

Sorry fürs :offtopic: aber bei diesem Thema bin ich besonders empfindlich..

http://www.ads-kritik.de/ADS-Kritik6.htm


<<Der Gegenteil ist der Fall; unbehandelte Kinder, die durch ADHS immer wieder auffallen, sind anfälliger in die Drogenszene abzurutschen, weil es ihnen nicht gelingt, durch ihre Störung sich in die Gesellschaft zu integrieren und so leicht auf die schiefe Bahn geraten...>>

gesponsert bei la roche und dergleichen?


<<Die Therapie von ADHS ist übrigens immer mehrdimensional. Das heißt, Medikamente, verhaltenstherapeutische Maßnahmen und einer Psychotherapie. Und ganz wichtig! Verständnis!>>

ich war eine weile in behindertenheimen und dergleichen tätig, ich weiss.....


<<Schonmal mit betroffenen Eltern und Kindern gesprochen? ADHS Kinder sind nicht einfach nur Kinder "die sich mal richtig austoben müssen, bis sie von selbst müde werden..." Ein geregelter Alltag ist unbehandelt kaum mehr möglich.>>

s.o.

<<
Und nur weil es "das früher nicht gab" heißt es noch lange nicht, daß dieses Krankheitsbild nicht ernst zunehmen ist>>

es ist wesentlich seltener, als es diagnostiziert wird.


<<Natürlich haben gerade psychische Krankheiten auch ihre Bedingungen in der Kultur....Bsp: Esstörungen. Heute mittlerweile eine anerkannte und beschriebene psychische Störung. Erzähl aber mal einem Menschen in Afrika davon...Dort, und auch das ist bewiesen, gibt es das Krankheitsbild der Esstörung nicht...>>


natürlich, der fisch stinkt vom kopf weg.


<<Bitte nicht falsch verstehen, ich selbst halte vorschnellen Medikamenteneinsatz bei psychischen Störungen auch für bedenklich. Aber es kann nicht sein, daß psychische Störungen grundsätzlich von einigen nicht ernst genommen werden...>>

zu den "einigen" gehör ich nicht, sorry, wenn sich das für dich so gelesen hat.

Bearbeitet von dscheipi am 13.11.2007 16:22:00

Wow, jetzt bin ich sprachlos...Das einzige Argument, das du mir um die Ohren haust, ist ein Link aus dem www :wallbash: ... Na DAS überzeugt mich ja jetzt total...

Kann ich auch
http://www.adhs.de/

Dazu empfehle ich noch den ICD-10 mal so zum Nachschlagen....

Edith: gerade gesehen, da kam ja dann noch was hinterher...

Bearbeitet von Mellly am 13.11.2007 16:38:16


Zitat (Mellly @ 13.11.2007 16:07:35)

Wenn ich das lese, könnt ich echt kotzen...


melllllllyyyyy :o :o :o


ritalin hat ja nur bei adhs-kindern die paradoxe wirkung. insofern kann man eigentlich nur einfach wilde kinder damit nicht dämpfen. diese würden davon noch wilder werden.

Zitat (gwendolyn @ 13.11.2007 17:52:19)
Zitat (Mellly @ 13.11.2007 16:07:35)

Wenn ich das lese, könnt ich echt kotzen...


melllllllyyyyy :o :o :o


ritalin hat ja nur bei adhs-kindern die paradoxe wirkung. insofern kann man eigentlich nur einfach wilde kinder damit nicht dämpfen. diese würden davon noch wilder werden.

Es hat bei ADHS Kindern die gewünschte Wirkung. Paradox ist die Wirkung bei gesunden Menschen...

Und das war ja hier gar nicht die Frage...

Es ging darum, daß es Leute, sogenannte Experten gibt, die ADHS grundsätzlich leugnen und es als Erfindung der Pharmaindustrie abtun...

Richtig ist auch, daß ADHS leider viel zu früh und auch falsch diagnostiziert wird, gerade bei Kindern, die halt einfach nur etwas wilder sind und keine entsprechenden Angebote bekommen, ihre Energie abzubauen.....

Bearbeitet von Mellly am 13.11.2007 18:22:54

nein, es ist genau umgekehrt. ritalin ist eigentlich aufputschend bei gesunden menschen, aber bei adhs wirkt es dämpfend und dadurch paradox. dadurch ergibt sich dann zwangsläufuig der beweis, dass adhs überhaupt existiert.


Zitat (gwendolyn @ 14.11.2007 00:36:58)
nein, es ist genau umgekehrt. ritalin ist eigentlich aufputschend bei gesunden menschen, aber bei adhs wirkt es dämpfend und dadurch paradox. dadurch ergibt sich dann zwangsläufuig der beweis, dass adhs überhaupt existiert.

Naja, kommt halt auf die Sichtweise an, was nun paradox ist...Die Fakten stimmen so oder so :D

:huh: Sag mal Melly, ich dachte immer, Du bist beim Zahnarzt bescäftigt.... bist Du inzwischen Ärztin geworden??? :unsure: ...


Öhem, nochmal zur Wirkungsweise von Ritalin: Es wirkt auch auf ADHS-Kinder aufputschend. Da Kinder mit ADHS allerdings andere "Veranlagungen" haben, macht sich die Wirkungsweise insofern bemerkbar, daß sie sich besser konzentrieren können.(Nicht ADHS-Kinder könnten sich damit übrigens auch noch besser konzentrieren) Das ist ja meist der gewünschte Effekt!
Mellly hat recht, nur ein Facharzt bzw guter Kinderpsychologe sollte ADHS diagnostizieren.Begleitende alternativmedizinische Therapien können sehr hilfreich sein!
Dscheipi hat aber auch Recht, mit Ritalin wird total häufig Schindluder betrieben, es wird gerne mal verschrieben, ohne das ein Anlaß dazu besteht. Und, sorry daß ich jetzt so brutal werde, aber ADHS wird auch gerne als Ausrede benutzt, wenn die Kinder einfach nur schlecht erzogen sind! (Damit meine ich nicht diejenigen, die hier Hilfe haben wollen!)
Hatte es schon mal in einem anderen Fred geschrieben, es gibt Kinder, die rasten auch aus, weil sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben, insbesondere gegen Zucker oder Milcheiweiß! Wenn man das dann mal wegläßt, können wahre Wunder geschehen, ich habe es selber sehr nahe erlebt, sonst könnte ich es selbst kaum glauben.

@ DonnaWetta
Man braucht kein Medizinstudium, um so etwas zu wissen. Ein berufliches oder privates Interesse an Kindern reicht völlig aus!


Zitat (gwendolyn @ 14.11.2007 00:36:58)
nein, es ist genau umgekehrt. ritalin ist eigentlich aufputschend bei gesunden menschen, aber bei adhs wirkt es dämpfend und dadurch paradox. dadurch ergibt sich dann zwangsläufuig der beweis, dass adhs überhaupt existiert.

Nein, Ritalin wirkt auch auf ADS-Kinder nicht dämpfend, es hilft ihnen aber dabei, ihre Gedanken zu sortieren und dadurch wirken sie ruhiger und konzentrierter.

Nur mal so zur Info, Ritalin ist zwar das bekanntere aber es gibt um einiges bessere bei ADHS

ADHS Medikament

Man muss austesten was besser ist, meiner nahm jahrelang jetzt nix, da er mit Ritalin nicht klar kam, jetzt nimmt er das, keine NW aber es hilft ihm ungemein.

Achja er ist inzwischen 16 und hat das mit dem Arzt alleine entschieden, einschließlich der unterstützenden Therapie.


Zitat (Heiabutzi @ 14.11.2007 11:15:50)
Öhem, nochmal zur Wirkungsweise von Ritalin: Es wirkt auch auf ADHS-Kinder aufputschend. Da Kinder mit ADHS allerdings andere "Veranlagungen" haben, macht sich die Wirkungsweise insofern bemerkbar, daß sie sich besser konzentrieren können.(Nicht ADHS-Kinder könnten sich damit übrigens auch noch besser konzentrieren) Das ist ja meist der gewünschte Effekt!
Mellly hat recht, nur ein Facharzt bzw guter Kinderpsychologe sollte ADHS diagnostizieren.Begleitende alternativmedizinische Therapien können sehr hilfreich sein!
Dscheipi hat aber auch Recht, mit Ritalin wird total häufig Schindluder betrieben, es wird gerne mal verschrieben, ohne das ein Anlaß dazu besteht. Und, sorry daß ich jetzt so brutal werde, aber ADHS wird auch gerne als Ausrede benutzt, wenn die Kinder einfach nur schlecht erzogen sind! (Damit meine ich nicht diejenigen, die hier Hilfe haben wollen!)
Hatte es schon mal in einem anderen Fred geschrieben, es gibt Kinder, die rasten auch aus, weil sie Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben, insbesondere gegen Zucker oder Milcheiweiß! Wenn man das dann mal wegläßt, können wahre Wunder geschehen, ich habe es selber sehr nahe erlebt, sonst könnte ich es selbst kaum glauben.

@ DonnaWetta
Man braucht kein Medizinstudium, um so etwas zu wissen. Ein berufliches oder privates Interesse an Kindern reicht völlig aus!

für hyperaktivität gibts auch noch die möglichkeit, dass das kind auf den roten farbstoff, z.b. E 124, allergisch reagiert oder unterforderung bei hochbegabung.

Zitat (silent @ 14.11.2007 11:36:20)
Zitat (gwendolyn @ 14.11.2007 00:36:58)
nein, es ist genau umgekehrt. ritalin ist eigentlich aufputschend bei gesunden menschen, aber bei adhs wirkt es dämpfend und dadurch paradox. dadurch ergibt sich dann zwangsläufuig der beweis, dass adhs überhaupt existiert.

Nein, Ritalin wirkt auch auf ADS-Kinder nicht dämpfend, es hilft ihnen aber dabei, ihre Gedanken zu sortieren und dadurch wirken sie ruhiger und konzentrierter.

hier noch einer von vielen links dazu:
http://www.eltern.de/familie_erziehung/erz...kinder.html?p=3

hab jetzt nur die ersten postings gelesen.

arbeite im kindergarten.

da gibt es auch ADS - Kinder.

die kinderärzte haben eine Diät bei den kids ausprobiert.

also, keinen zucker, keine geschmacksverstärker, kein glutamat, keine konservierungsstoffe, keinen zusatzstoffe, keine e - nummern, und ganz vieles mehr.
bei einigen kids sogar keine fructose, keine lactose, und glutenfrei !!

danach waren es ganz andere kids -

ohne ritalin !!


also, ernährung spielt eine große rolle !!!


ich bin selber unvertrglich und allergisch auf vieles.

spüre auch deutliche veränderungen in mir, wenn ich was " falsches " gegessen habe.

also es lohnt sich, erst an der ernährung zu drehen.

denn so , wie heute unsere lebensmittel gedopt sind, war es früher nicht, und früher gab es kein ADS.

gute besserung allen !!

Bearbeitet von Trulli am 14.11.2007 20:05:24


Zitat (Trulli @ 14.11.2007 20:04:59)
und früher gab es kein ADS.


Interessant, leider aber nicht wahr!

Zitat (DonnaWetta @ 14.11.2007 04:00:36)
:huh: Sag mal Melly, ich dachte immer, Du bist beim Zahnarzt bescäftigt.... bist Du inzwischen Ärztin geworden??? :unsure: ...

Nee, ich hab nur die Ausbildung zur Zahnarzthelferin gemacht... :D

Jetzt studiere ich Pädagogik mit besonderem Interesse für die Kinder- und Jugendpsychiatrie...

Zitat (Trulli @ 14.11.2007 20:04:59)
und früher gab es kein ADS.


Kann ich so nicht bestätigen, mein Mann hat nachgewiesen auch ADS er ist jetzt 45.

Die ersten Schuljahre verbrachte er in Rumänien wo er sich mit der autoritären Erziehung die da herrschte sich leichter tat.


ADS ist bestimmt erst in den letzten Jahren mehr aufgekommen, seit die Schulen und auch die Eltern nicht mehr so autoritär erziehen. Tatsache ist ADS Kinder benötigen feste Regeln und Ablauf---> Konsequenzen

Man merkte auch bei meinem Sohn ob er ein/e Lehrer/in hat die/der sich durchsetzen konnte oder nicht.

Ja ADS hat bestimmt auch was mit Ernährung zu tun, aber dies heraus zu bekommen auf welches Nahrungsmittel jemand reagiert ist sehr schwer und in einem Mehrpersonenhaushalt fast nicht zu machen.

Ich möchte auch mal mein Senf dazu geben!

Mein Mann hat auch ADS! Bei ihm wurde es erst in der Realschule festgestellt meine Schwiegereltern sind mit ihm von Arzt zu Arzt gerennt und jeder wollte ihm Ritalin geben aber seine Eltern waren dagegen (gott sei dank) ein Kassenkamarad von ihm hatte auch ADS er nahm das Ritalin am anfang war es ne halbe Tablette am schluß der Realschule waren es 2 Tabletten am Tag!! Ich denke ihr wisst was ich meine!
Meine Schwiegermutter wollte nicht das mein mann Tabletten nimmt und hat sich einfach die Zeit genommen um ihm zu helfen und er hat alles geschafft was er schaffen wollte er hat ne super gesellenbrief gemacht obwohl er in der Lehrzeit Vater geworden ist und ne Familie versogen mußte!!!
Ich bin stolz auf ihn und das er die Tabletten nicht genommen hat!!!! :wub: :wub: :wub: :wub: :wub:


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