Bewerbertraining / Maßnahme der Arge: Blöde Orga!


Hi,

viele von Euch kennen es sicher -- die Bewerbungstrainings, die von der Arge aus veranstaltet werden. Fast jeder, der sich arbeitslos meldet, muss an sowas teilnehmen. Das wusste ich auch vorher.

Nun bin ich ja seit knapp 4 Monaten arbeitslos und hatte heute meinen 1. Tag bei dieser Maßnahme. <_< Zuerst hiess es von der Arge-Sachbearbeiterin meine Bewerbungsmappe sei schon sehr gut und ich bräuchte das nicht. Da ich aber ja - wie gesagt - nun immer noch keinen neuen Job habe, muss ich halt jetzt doch teilnehmen.

Ich muss sagen, dass ich es echt schlecht organisiert finde. Ich erläuter auch kurz, warum. Wir sind 10 Personen. Davon 8 gewerbliche Mitarbeiter und (mit mir) 2 aus dem kfm. Bereich. 3 von diesen 10 können kein Deutsch schreiben - höchstens lesen, aber auch nur schlecht. Außer mir hat nur noch 1 Person PC-Kenntnisse, aber nur Grundkenntnisse.

Ich will nicht arrogant klingen, aber was soll ich da?!? Sicherlich kann ich auch noch was dazu lernen, obwohl ich ja die letzten 7 - 8 Jahre mit Personalwesen zu tun hatte und zig Bewerbungen sowohl gelesen als auch selber geschrieben habe. Aber ich finde, dass man doch die Kurse zumindest so einteilen könnte, dass man Leute ohne PC-Kenntnisse und Leute mit PC-Kenntnissen zusammen stecken könnte, oder?! :angry:

Die fangen jetzt echt von Pontius und Pilatus wieder an. Wie gliedere ich ein Bewerbungsschreiben, wie einen Lebenslauf, wo kommt das Foto hin.... Wie stelle ich einen PC ein? Wo ist die Umstell-Taste.... :blink:

Darf doch nicht wahr sein!! Ich hab jetzt schon die Nase voll und heute ist erst der 1. Tag von 14. :huh:

Gruss
Kröti


Staat halt, was will man dazu sagen! Es entstehen dadurch bundesweit hohe Kosten durch solche Maßnahmen, gut es gibt dadurch auch ein paar Arbeitsplätze mehr durch die Traineranstellung, dem gegenüber stehen aber auch die Raumkosten. Der Hauptgrund wird wohl sein, dass man die Statistik drücken kann, denn Arbeitslose sind ja während dieser Zeit nicht arbeitssuchend und das freud die Politik. Einfach nur Schwachsinn diese Kurse jeden aufzubrummen, sicherlich gibt es Mitbürger die in dieser Hinsicht Hilfestellung brauchen, aber zum Teil sind doch sicherlich die Arbeitslosen geschickter mit nem PC oder Schreiben anfertigen als dort ein Trainer.


Zitat (mwh @ 29.05.2007 13:23:05)
Es entstehen dadurch bundesweit hohe Kosten durch solche Maßnahmen

Einfach nur Schwachsinn diese Kurse jeden aufzubrummen, sicherlich gibt es Mitbürger die in dieser Hinsicht Hilfestellung brauchen, aber zum Teil sind doch sicherlich die Arbeitslosen geschickter mit nem PC oder Schreiben anfertigen als dort ein Trainer.

So ist es.
Meiner Ansicht nach hätte man das doch für Leute mit Vorkenntnisse, wie mich, auf 1 Woche verkürzen können. So jedenfalls macht das für mich keinen Sinn.

Die Kosten für die Arge sind sicherlich enorm. Fahrkosten krieg ich sogar auch, obwohl es nur ca. 2 Km sind. Ich empfinde es (für meinen speziellen Fall) Zeit- und Geldverschwendung.

Ich dachte immer, der Hauptzweck dieser Kurse wäre, die Leute für 14 Tage zu beschäftigen.
Sprich: Wer schwarz arbeitet, kommt nicht und kriegt dann kein Geld mehr.

Natürlich hast du recht. Ich bin sicher, dir würden auf der Stelle 5 Kurse einfallen, die du machen könntest und die dich wirklich weiter bringen - dann tut es eben weh, wenn auf diese Weise das (dringend nötige Geld) zum Fenster raus geworfen wird.


Das schlimme an der Sache ist, das Leute mit Kenntnissen diese Maßnahme machen müssen.
Aber ich kenne einen Fall, die bemüht sich schon seit über einem Jahr dass Sie solch einen Kurs machen darf, da Sie keine Ahnung von Bewerbungsschreiben hat und auch ihr immer wieder gesagt wird, dass ihre Bewerbungsmappe nicht so gut ist.
Sie bekommt keine Förderung, dann heißt es Sie wäre noch nicht dran, nächster Kurs und ähnliche dumme Aussagen. Finde ich schon seltsam.
Bin nur froh dass ich einen Job habe........


Zitat (Stierfrau82 @ 29.05.2007 14:54:40)
Aber ich kenne einen Fall, die bemüht sich schon seit über einem Jahr dass Sie solch einen Kurs machen darf, da Sie keine Ahnung von Bewerbungsschreiben hat und auch ihr immer wieder gesagt wird, dass ihre Bewerbungsmappe nicht so gut ist.
Sie bekommt keine Förderung, dann heißt es Sie wäre noch nicht dran, nächster Kurs und ähnliche dumme Aussagen.

:blink: Echt?

Bei uns in der Gegend muss echt jeder so einen Kurs machen - außer ich halt anfangs. Sonst kenne ich eigentlich niemanden, der arbeitslos war und das nicht machen musste.

Ich hätte gerne einen SAP-Kurs gehabt oder auch Englisch oder Niederländisch mal wieder auffrischen. Alles besser als dieser Quatsch.

Hab n paar Kumpels, die entweder selber in so ner Situation sind oder sowas in ihrer Familie haben. Die Arge guckt da meistens nicht nach was die Leute können, sondern wie lange die schon arbeitslos sind, das ist das einzige, was die gemeinsam haben. Alter, Beruf, Bildung, das ist denen latte. Da sitzen dann im Extremfall hochqualifizierte Leute mit Jahrzehnten Erfahrung auch schon mal neben Leuten mit Migrantenhintergrund, die kaum Deutsch können, vielleicht auch nicht lesen oder schreiben, jedenfalls nicht so, dass denen das was bringt.
Die Leute sind dann von der Straße weg, hat aber auch noch nen anderen Hintergrund: Da wird "nebenbei" geprüft, wie die Leute erscheinen, ob die pünktlich sind, sich beteiligen und und und und ob dies überhaupt schaffen, da regelmäßig in nem normalen Zustand (also weder mit nem derben Kater, kaputten Klamotten oder sowas) zu erscheinen und ihren Arsch aus dem Bett zu kriegen.
N Kumpel hat sich davon auch sowas von verarscht gefühlt. Der sollte irgendwelche blöden Word-Übungen machen, obwohl der nen Nachweis gebracht hat, dass der ne Computer-Ausbildung hat, während die Frau neben dem noch nicht mal gewusst hat, wie man son Ding überhaupt zum Laufen kriegt, was das für Tasten auf der Tastatur sind und und und. Klaro gibts auch Dozenten, die da helfen, aber die können sich nicht teilen. Und da kanns bloß Stress geben.
Baby sei froh dass du das bloß 2 Wochen machen musst, andere sitzen in sowas 6 Wochen, da ist dann auch noch Unterricht mit angeschlossen in irgendwelchen Fächern, die dir meistens überhaupt nix bringen.


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 29.05.2007 15:42:56)
Die Leute sind dann von der Straße weg, hat aber auch noch nen anderen Hintergrund: Da wird "nebenbei" geprüft, wie die Leute erscheinen, ob die pünktlich sind, sich beteiligen und und und und ob dies überhaupt schaffen, da regelmäßig in nem normalen Zustand (also weder mit nem derben Kater, kaputten Klamotten oder sowas) zu erscheinen und ihren Arsch aus dem Bett zu kriegen.

Baby sei froh dass du das bloß 2 Wochen machen musst, andere sitzen in sowas 6 Wochen, da ist dann auch noch Unterricht mit angeschlossen in irgendwelchen Fächern, die dir meistens überhaupt nix bringen.

:wacko: Ja, ja, bin ich ja auch!!!

Trotzdem. Irgendwie ist es doch blöde, in sowas zu sitzen, wenn es kaum Zweck hat...!! :unsure: Ist klar, dass die damit Pünktlichkeit etc. testen wollen, aber könnten die das nicht bei einem sinnvollen Kurs testen? ;)

Gelegenheit english zu üben, hättest du auf Bali doch gehabt. Wieder nur auf die deutsche Reiseleitung verlassen? ;)

Du betonst doch immer das es dir als Arbeitslose sehr gut geht, dann investier etwas von dem Geld in deine Zukunft und mach die von dir geforderten Kurse auf eigene Faust.


Da müssten die von allen wissen, was die können, wollen und selber überlegen, was für die sinnvoll ist. 2. müssten die dann auch die Kurse vollkriegen und mit Dozenten vom Fach besetzen, kostet auch derbe Kohle.
Ich selber könnte sowas auch leiten, weil ich weiß wie man so ne Mappe zusammenstellt und nen PC bedient, mehr brauchts dafür nicht, könnte also wahrscheinlich fast jeder hier. Ich will den Leuten, die sowas machen, nix, aber das ist meistens nix anders als Aufsichtspersonal, das ne Anwesenheitsliste führt.
Die Kumpels haben meistens denen mit dem PC geholfen, die da keinen Dunst von haben. Da geht die Zeit schneller rum, die haben was Sinnvolles gemacht und die, die was von denen gelernt haben, haben dann auch nicht das Gefühl gehabt, da umsonst rumzuhängen.


Sie es mal so Krötilla, durch deine Erfahrung bist du denen, die echte Schwierigkeiten haben vielleicht eine große Hilfe!


Zitat (yuki @ 29.05.2007 16:16:26)
Sie es mal so Krötilla, durch deine Erfahrung bist du denen, die echte Schwierigkeiten haben vielleicht eine große Hilfe!

Genau das kam mir auch in den Sinn. Wenn sich der Kurs nun mal nicht vermeiden läßt, kannst du den Anderen vielleicht unter die Arme greifen.

Ich durfte auch mal so einen Kurs mitmachen.

Da hat eben jeder die Kenntnisse eingebracht, die er hatte und den anderen geholfen. Allerdings muss ich sagen, dass alle, auch die nichtdeutschen Teilnehmer, sich sowohl mündlich als auch schriftlich vernünftig ausdrücken konnten.

Wirklich gelernt hat man da nichts. :( Aber wir waren für 2 Wochen raus aus der bösen Statistik :D

Aber weil eben jeder jedem half, hatten wir unser Pflichtprogramm schnell durch , mussten nur noch die Zeit absitzen, konnten auf dem PC nette Spiele machen, Witze erzählen....... war vom Staat rausgeworfenenes Geld. Unser Kurs hat daraus das Beste gemacht :wub: war jedenfalls lustig.

tante ju


Ich habe das auch mal gemacht, obwohl es mich angestunken hat. Aber wir hatten viel Spaß - wobei da alles Deutsche im Kurs waren. Aber es gab auch einige, die noch nie an einem PC gesessen haben. Denen haben wir dann geholfen, und so waren diejenigen dann auch in der Lage wenigstens eine ordentliche Bewerbung zu schreiben.

Ich vermute, die Kurse werden auch danach vergeben, wer noch nichts hatte oder mal wieder dran ist. Ich war froh, dass ich nach 2 Monaten Arbeitslosigkeit vom AA gleich einen SAP-Kurs bekommen habe. Noch während der lief, habe ich dadurch einen neuen Job bekommen, bei dem ich nun mit SAP arbeite. Aber in dem Kurs waren viele, die noch nie was mit Buchhaltung zu tun hatten. Sie wussten alle nicht, warum sie da drin saßen, denn ihre Kenntnisse hätten nie gereicht, um sich als Buchhalter zu bewerben. Da konnten sich die Dozenten und auch die, die Ahnung hatten nochsoviel Mühe geben, wenn die Grundlagen fehlen, ist halt nichts zu machen. Und andersrum gibt es soviele Arbeitslose, denen solch ein Kurs vielleicht einen neuen Job gebracht hätte. Denn SAP wird heute von fast allen großen Firmen verlangt.

Die Wege bei der Arge sind oft unergründich.


Hallo Kröti,
ich hatte dem netten jungen Mann vom AA, der mein Vermittler war, gesagt dass ich solch einen Lehrgang nicht brauche. Ich kann so einen selbst als Dozent abhalten. Ich habe ihm zu verstehen gegeben, was da so vermittelt wird und dem Bewerber auf jedem Lehrgang was anderes vermittelt wird. Jeder hat so seine persönliche Note.
Jedenfalls war er dann auch überzeugt dass ich so ein Bewerbungstraining nicht brauche.
Bei jedem Lehrgang ist so eine Training mit dabei. Furchtbar. :angry:
Es gibt schon Arbeitslose die sich nicht ausdrücken können und auch von einer Bewerbungsmappe nichts wissen. Für diese ist so ein Training sehr gut. Aber wahrscheinlich können die lieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des AA nicht einschätzen wer denn nun ein Training benötigt. Sollen sie doch uns einstellen und damit beauftragen dass herauszufinden. Schon spart der Staat Gelder und wir haben wieder eine bezahlte Arbeit. :angry:


Hallo,
klar, Ihr habt Recht irgendwo und ich werde auch helfen. Aber eigentlich ist der Kurs ja sicher nicht zum helfen gedacht, sondern lernen. Aber ich reg mich nicht mehr auf. Egal, die 2 Wochen krieg ich schon rum!

Gestern hab ich sogar einige Sachen von der Dozentin gehört, die ich noch nie gehört habe (und deren Richtigkeit ist teilweise allerdings auch anzweifel ;) ).

Sind ja nur 4,5 Std. am Tag und das auch nur 3,5 km von meinem Haus entfernt. Also alles tutti.

LG
Kröti


In solchen Maßnahmen gibt es oft auch Listen von Firmen, bei denen man sich bewerben kann. Daß einige der Firmen gar nicht wissen, daß sie Leute suchen, ist erstmal zweitens.
Vor Jahren war ich auch in so einer Maßnahme und wußte von Computern nur, daß es sie gibt. Da war es hilfreich, daß da ein paar der Teilnehmer schon mal etwas von Word, Excel und so gehört haben.
Als ich dann später noch so ein Training gemacht hatte, wollten die meine dort erstellte Bewerbungsmappe als Muster da behalten... :lol:


Diese "Trainings Massnahmen" dienen nur einem einzigen Zweck; Überprüfung und Kontrolle der teilnehmenden Arbeitslosen.

Wie schaut Er/Sie aus, Alkoholfahne, ungewaschen, zerlumpte Kleidung, Raucher, die Liste liesse sich beliebig lange fortsetzen...

Wer nicht teilnimmt, ist entweder Alkoholiker, oder Schwarzarbeiter, und wird ausgesteuert aus der Masse der Arbeitslosen, das schönt die Statistik.

Ich kenne meine vielen Rechte als ebenfalls Arbeitsloser, mit mir springen die Ämter nicht so um, im Gegenteil, ich habe mehrfach erfolgreich geklagt gegen solche unnützen Massnahmen, und immer gewonnen.

Ich prostituiere mich NICHT für einen Euro pro Stunde, niemals!

Otis


Äääh, @Otis, ich denke, Du verwechselst hier etwas.
Trainingsmaßnahme und Bewerbertraining sind 2 Paar Schuhe.
Beim Bewerbertraining kriegt man nämlich nichts, nada, niente, nothing!
Da sitzt man am Rechner und versucht, eine halbwegs ansehnliche Bewerbung hinzuzaubern.


Ist mir sehr klar...

Die sog. "Dozenten" in diesen Massnahmen waren in meinem Fall IMMER völlig unwissend.

Ein "EDV-Experte" war z.B. nicht in der Lage, ein kleines Netzwerk zu installieren, geschweige denn, ein Windows-Betriebssystem (Win98SE) ordentlich zu konfigurieren.

Der "Dozent" war ein gescheiterter Pastor, für einen Abschluss zu blöd, gerade gut genug, um eine Gruppe von Arbeitslosen zu langweilen...

Weiter so! B)

Otis

* Diese vielen "Halbwisser" retten sich beim BNW, und auch bei der ARGE über die Jahre, bis zur Rente.

99% Schwätzer, wie die Dame aus Kasachstan, die am 30.05.2007 meinen Lebenslauf verbesserte, die Lady sprach nicht einmal korrekte deutsche Sprache, machte aber einen auf "Jan Wichtig", noch Fragen...?

Bearbeitet von Otis am 02.06.2007 20:52:46


Tja, shit happens.
In meiner Maßnahme damals wurde ein Dozent von auswärts eingeladen, der echt Ahnung hatte. Gut, die Maßnahme fand in einem Bildungszentrum statt, in dem auch Azubis ausgebildet werden und das im Landkreis bei den Firmen einen guten Ruf genießt.
Und das BZ hat auch einen eigenen Administrator, der sämtliche Sachen an den Rechnern einstellte. Netzwerk, Installation, Updates, Sicherheit - da war alles aus einer (fachkundigen) Hand.

Eigentlich sollten die ARGEs mehr darauf achten, daß solche Maßnahmen von geeignetem Personal geleitet werden. Schließlich liegt es doch im Interesse der Agentur, die Arbeitslosenzahlen zu verringern. Oder irre ich hier? :pfeifen:


Zitat
Schließlich liegt es doch im Interesse der Agentur, die Arbeitslosenzahlen zu verringern. Oder irre ich hier?


Nein, es geht um die Schönung der Statistiken, die uns wieder einmal einen "Aufschwung" präsentieren, nicht mehr, und nicht weniger.

Ich bastel gerade ne "Arbeitslosen-Bombe"! :ph34r:

Otis

Bearbeitet von Otis am 02.06.2007 21:15:51

Zitat
Nein, es geht um die Schönung der Statistiken


Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. :vertrag: :smoke:

Zitat (Herr Jeh @ 02.06.2007 20:53:41)

Eigentlich sollten die ARGEs mehr darauf achten, daß solche Maßnahmen von geeignetem Personal geleitet werden.

Also ich kann mich noch erinnern, damals als das "Arbeitsamt" für teures Geld in "Arbeitsagentur" umbenannt wurde... (äh, wieviel kostete gleich noch mal allein die Namensänderung? 4 Milliarden? oder 7 Milliarden? :pfeifen: )

... auf jeden Fall kam ja damals eine ganze Menge Neuerungen, und eine davon war, dass solche Maßnahmen jeweils an den Bildungsträger vergeben werden, bei dem so ein Kurs pro Arbeitssuchenden am wenigsten kostete. Was viele kleine (nur lokal oder regional arbeitende) Bildungsträger in große Schwierigkeiten stürzte, und die Planungssicherheit war damit auch futsch, weil die Vergabe jeweils von Jahr zu Jahr neu erfolgte.

Auf Qualität wurde dabei, soviel ich weiß, nicht so stark geachtet.
Ob das natürlich heute auch noch so ist, vermag ich nicht zu sagen. ;)

Zitat
Auf Qualität wurde dabei, soviel ich weiß, nicht so stark geachtet.
Ob das natürlich heute auch noch so ist, vermag ich nicht zu sagen.


Das scheint heute noch genauso zu sein.
Zum Glück ist das AA kein gewinnorientiertes Unternehmen, das seine Mittel selbst erwirtschaften muß. Da dürfen Gelder verwendet werden, die vom Steuerzahler kommen.
Man stelle sich vor, die Arge würde am Anteil Arbeitsloser gemessen, den sie wieder in Lohn und Brot bringt (und zwar so, daß die Leute keine Fördermittel mehr benötigen!). Also nicht nur ABMs, 1-€-Jobs und "Trainingsmaßnahmen" (wir haben in der Firma einen Kollegen, der vor ein paar Wochen gekündigt wurde, und der jetzt in so einer Maßnahme steckt - in unserer Firma)
Das wäre doch interessant! :pfeifen:

Spinnst du? Die AA in einem richtigen Wettbewerb? Da würde sie sich ja ihre eigene Existenzberechtigung völlig zunichte machen.
Sicher, es gibt auch dort engagierte MAs, die gerne was bewegen wollen. Aber die Gesamtmaschinerie ist zu groß, zu unübersichtlich, zu verkrustet, zu bürokratisch.,

Das kommt mir immer so vor wie bei den Gewerkschaften, die bei jedem Arbeitgeberdeal nen Aufstand veranstalten und für bessere Bedingungen der ANs kämpfen (was ja grundsätzlich korrekt ist). Man schaue doch mal genau hin, wie gerade Gewerkschaften ihre eigenen ANs behandeln. Einer der schlechtesten AGs überhaupt.


Zitat
Sicher, es gibt auch dort engagierte MAs, die gerne was bewegen wollen. Aber die Gesamtmaschinerie ist zu groß, zu unübersichtlich, zu verkrustet, zu bürokratisch.


Eben, wie in allen Behörden. Und das Verrückte daran ist ja, daß der Staat ebenfalls davon lebt.
Am beschissensten ist hierzulande dran, wer mit seiner Hände Arbeit Werte schafft (aber nicht nur hierzulande).
Am besten sind die dran, die in Behörden sitzen und die kleinen Leute schikanieren können. Sind ja nur Steuergelder, aus denen sich ihr Lohn zusammensetzt. Und Einnahmen aus unverschämten Gebühren für die Bearbeitung von Anliegen, die der kleine Mann hat. Daraus beziehen die Behörden ihre Daseinsberechtigung, staatlicherseits sanktioniert und legalisiert.
Und der ganze Wasserkopf an Büromenschen, die kontrollieren und verwalten, ohne wirklich Werte zu schaffen, muß ja irgendwie bezahlt werden...wie gesagt, ist schon verrückt! :wacko:

Zitat (Otis @ 02.06.2007 20:45:07)
Ist mir sehr klar...

Die sog. "Dozenten" in diesen Massnahmen waren in meinem Fall IMMER völlig unwissend.


Otis,
ich muss sagen: Ganz Unrecht hast Du nicht!! Ich hätte den Kurs zwar durchgezogen, wenn ich die Stelle nicht bekommen hätte, aber es war wirklich nicht gut organisiert. Und die Dozentin würde ich zwar nicht als völlig ahnungslos bezeichnen, aber als total arrogant und unfähig anderen etwas beizubringen / erklären.

Ich glaube schon, dass ein Bewerbertraining an sich Sinn macht. Auch durchaus ein EDV-Kurs. Aber ich finde, wie ich schon sagte, dass man zuerst aussortieren sollte, wer eigentlich PC-Kenntnisse hat. Und die dann in ein max. 1wöchiges Bewerbertraining schicken.

Diejenigen, die noch nie am PC gesessen haben, müssten ggf. dann erstmal 1 Woche PC-Grundkurs machen. Sowas in der Richtung.

Mir hätten 2 Tage Bewerbertraining gereicht. Um halt mal die neusten Tipps etc. zu bekommen und auf den aktuellen Stand gebracht zu werden (es ändert sich ja dauernd irgendwas).

Kann schon sein, dass die nur testen wollten, ob man kommt (gewaschen, nüchtern etc.). Find ich auch an sich ok, aber wäre schön gewesen, wenn der Kurs gleichzeitig auch noch etwas SINN für mich gehabt hätte, also inhaltlichen.

Bei uns im Ort gibt es eine Firma, in die die Arge erstmal alle Arbeitslosen schicken will. Ist ein 42-Std.-Job für ca. 750 € netto. Samstagsarbeit sowie Arbeit bis 21 Uhr inklusive. Die erten 3 Monate bekommt man von dieser Firma gar kein Geld. (Also bekommt entweder sein Arbeitslosengeld weiter oder arbeitet halt für "nullu") . Das ist für mich ebenso "Prostitution", die ich nicht vorhatte zu unterstützen. Ich hatte diese Firma gleich im Vorfeld bei der Arge ausgeschlossen.

Gruss
Krötilla

Hallo,

bin gerade über google zu diesem beitrag gekommen.

Bin ab dem 01.10 Arbeitslos. Hab davor Maschinenbau studiert doch leider auch abgebrochen und direkt im Anschluss gearbeitet.Ob ich Arbeitslosengeld bekomme weiss ich erst ab nächste Woche (Termin).

Als ich mich arbeitslos gemeldet habe sagte mir die nette Frau ob ich bei einem Kurs mitmachen wolle worauf ich den Kopf schüttelte und ihr klar machte, dass es für mich nicht nötig sei da ich selber Bewerbungen schreiben kann. Die frau lächelte und sagte ja gut ich trage sie mal ein und sie schauen es sich einfach mal an. ( Ich dachte es handle sich um enen Tag). Von ihr kamen keine weitere Infos.

Zum diesem Termin (Montag) bin ich nicht erschien und hab ein Krankenschein abgeschickt. Am Donnerstag liegt eine Einladung für nächsten Montag 8 Uhr von Arbeitsamt im Briefkasten.

Montag(heute) bin ich dort hin und die Frau wollte nur wissen wieso ich letzten Montag nicht bei der Maßnahme war.Habs ihr erklärt.Dann hat sich mich gleich danach zu der Adresse geschickt. Dort angekommen hab ich einen Vertrag vor die Nase gelegt bekommen den ich unterschreiben soll (hab mich vorerst geweigert) drin steht , dass die Maßnahme 6 Wochen dauert und das der Untericht jeden Tag von 8 bis um 15 Uhr geht. Waaaaaaaaaaaaaaasssssss ????!!?!?!?! Bin bis 15 uh gebliben aber nichts unterschrieben. Ist doch der totale Schwachsinnn ! Der "Lehrer" laberte den ganzen Tag von Erde Elypse und irgendwelchen Leiharbeitsfirmen und das er Gitare spielt. dazwischen telefonierte er mal ne Std..
Wir warn 4 Persone ,später nur noch 2 und im Klassenbauch standen ca 18 Namen O_o
Wie soll es weiter gehen ? Muss ich hin ? Muss mich abreagieren =)


Hallo Jak23,

hast Du überhaupt einen Berufsabschluss?

wie wäre es, wenn Du Dein Studium wieder aufnehmen würdest?

Wenn Du nämlich die Maßnahme nicht warnimmst, musst Du im schlimmsten Fall mit Leistungskürzungen rechnen!

Also am Besten hingehen und parallel überlegen, was Du am Besten machen kannst.

Ich denke, dass Du am schnellsten aus der Massnahme rauskommst, wenn Du einen neuen Job (oder die Wiederaufnahme Deines Studiums) vorweisen kannst.

Gruß

Highlander


Ja, habe Industriemechaniker gelernt und bewerbe mich auch in meinem Beruf.

Habe schon mehrere Bewerbunge (ca.10) losgeschickt. Ist aber Jahresende und da sieht es eh nicht so gut auf dem Arbeitsmarkt aus.

Die denken echt, dass alle Arbeitslosen voll die Assis sind, zuhause rumsitzen und sich amüsieren.Ich weiß nicht, ist zwar alles neu für mich, aber es ist sowas von depremierent und durch dieses Maßnahmen verschlimmert sich eher das Ganze!

Der Typ im Untericht wollte uns heute erzählen das wir was besonderes sind, wir sollen an uns glauben usw. usw. Das hört sich für mich total herablassend an.

Ich meine es gibt vielleicht Ältere die schwierigkeiten mit unserer jungen"PC-Welt" habe oder junge Leute die Probleme haben sich zu bewerben... aber man musss doch nicht jeden da reinstecken. Fühle mich wie im SUmpf der mich immer weiter nach unten zieht, dank der arge und das obwohl ich erst 3 wochen arbeitslos bin.

Wieso wird über haubt ein Termin für diese Maßnahme nach einer Woche Arbeitslosigkeit festgelegt. ich würde ja verstehen wenn ich in 4-5 Monaten immer noch nichts gefunden habe.. dann ja, aber nach EINER Woche?!


Hallo,

ich denke, dass hat folgenden Grund:

Je länger Du arbeitslos bist, desto schwerer bist Du vermittelbar. D.h. je kürzer Dein letzter Arbeitstag zurückliegt, desto größer sind die Chancen auf eine neue Stelle. Und da die von der Arge nicht wissen können, wie gut Du im Bewerbungen schreiben bist, bekommst Du also so etwas "aufgebrummt".

Ich denke, dass Dein Berufsbild gefragt sein dürfte. Möglicherweise nicht gerade dort, wo Du derzeit wohnst. Aber wenn Du mobil bist, wirst Du sicherlich schnell was finden.

In welchem Großraum suchts Du denn wenn ich fragen darf?

Natürlich brauchst Du keine Motivation denke ich. Aber möglicherweise einige andere in Deinem Kurs. Und dafür persönlich angesprochen zu werden ist auch ziemlich frustrierend. Also wird der "rundumschlag" ausgeführt. Also nicht zu persönich nehmen.

Viel Erfolg beim Suchen

Gruß

Highlander


erstaunlich fnde ich wie unterschiedlich zeiten für das profiling sind. eine bekannte hatte das auch machen müssen, bei ihr waren es aber nur 2 wochen an der VHS.
naja umso länger es geht, umso länger fällt der leitstungsträger aus der statistik der arbeitlosen. wie ja nun auch die 1€ jobber.

noch besser ist die info das hier im norden dies proiling je teilnehmer 2000€ kostet!
aber der echte hammer ist, das dort einige dabei waren die es zum dritten mal innerhalb von 2 jahren machten :labern:

aber ne is klar, so innerhalb von 2 jahren ändert sich die form für ne bewerbung ja auch mindestnens fünf mal...

bei 6 wochen dürften die kosten dann etwas höher sein

ach noch so ein unding, sie soll nun auch ein 1€ job annehmen, vorher soll sie aber ein vier wöchiges training dazu bekommen.... :pfeifen:

Bearbeitet von Bulli-SH am 02.11.2008 12:05:49



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