Gleichstellungsgesetz: Keine Passfotos auf Lebenslauf?


Hallo zusammen. Ich muss was loswerden.

Zur Zeit befindet sich mein Bruder in einer Maßnahme vom Arbeitsamt, darunter fällt auch das Bewerbungstraining. Von dem Kursleiter hat er heute erzählt bekommen, dass es laut Gleichstellungsgesetz eigentlich verboten ist, dass Arbeitgeber ein Lichtbild verlangen. Somit wird dem entgegen gewirkt, dass man Bewerber aufgrund des Aussehens aussortiert. Also braucht man das Foto nicht beizufügen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten soll. Gut, dann entfällt vielleicht das lästige Geknipse der Fotos (Man findet sich ja meistens nicht so toll auf diesen Bildern, geht mir genauso)

Der Arbeitgeber würde dann meiner Meinung andere Gründe finden, dafür braucht er doch kein Foto. Zum Beispiel könnte er schon vom Geburtsdatum ausgehen und sagen: "Der/die ist zu jung." Oder sogar vom Namen her, wenn er ausländerfeindlich wäre.

Nun weiß ich selber nicht recht, ob ich meine Lebensläufe zukünftig mit oder ohne Bild abschicken soll. Wenn ich das nicht tue, dann fragt der Arbeitgeber vielleicht am Telefon nach und ich sage: "Laut Gleichstellungsgesesetz..." Also ich weiß nicht recht.

Was meint ihr?

LG
Staubhase


Hallo Staubhase.

Ich vielen Ländern der Welt, ist es nicht üblich, Fotos zur Bewerbung hinzuzufügen, in Amerika und Großbritannien ist dies sogar verboten.

Natürlich gibt es viele andere Dinge, die einen Chef daran hindern können, jemanden einzustellen, wei du bereits geschrieben hast. Allerdings denke ich, dass Fotos den größten Einfluss diesbezüglich haben.

Und beim Vorstellungsgespräch sehen sie einen doch sowieso, also sind Fotos überflüssig.

Ich bin jetzt 22 und habe noch nie zu irgendeiner Bewerbung ein Foto angehängt. Und ich bin trotzdem eingestellt worden. Bin auch noch nie gefragt worden, warum ich kein Foto beigelegt habe.

Ich denke, du solltest es so handhaben wir du möchtest. Ich finde es jedenfalls gut, dass es dieses Gesetz gibt. Zum ersten haben so auch Nicht-Models eine Chance, wenigstens ein Vorstellungsgespräch zu bekommen und zweitens sind Bewerbungsfotos ja auch nicht gerade billig.


tu keines dazu wenn du nicht moechtest und reiche es auf anfrage nach. die zurechtweisung à la "laut gleichstellungsgesesetz....." solltest nur bringen wenn du die stelle eh nicht willst.... :blink:

gruss :blumen:


Hallo Staubhase,

ich habe auch schon Erfahrung mit den Bewerbungstrainingsmassnahmen.

Die erzählen von Jahr zu Jahr oder Quartal immer was anderes.

Dann braucht man dies nicht dann das nicht nicht, und dann geht es wieder von vorne los.

Ich mache das wie ich das für richtig halte.

Obwohl das stimmt was eure Meinung ist mit dem Foto.

Jeder erzählt was anderes. Wenn er jetzt in einer anderen Gruppe wäre, würde man was anderes sagen.

So sind die drauf.

Gruß Andante :engel: :kaffeeklatsch: :jupi:


Hallo Staubhase,

wenn Du die Stelle haben möchtest, würde ich das Bild immer beifügen.

Das Gesetz hin und her, zu den "üblichen" Unterlagen der meisten Branchen zählt immer noch das Bild neben dem Lebenslauf und den Zeugnissen.

Und in vielen Personalabteilungen sitzen sicherlich Menschen, die das Gesetz nicht brechen werden, die aber trotzdem ein Bild erwarten. Und wenn Du dann keines beigefügt hast, bekommst Du deswegen eben eine Absage, auch wenn die Begründung eine andere ist.

Und die Beweisführung, dass Du wegen des fehlenden Bildes eine Absage erhalten hast, dürfte schwierig sein.

Also, Bild beifügen und viel Erfolg.

Gruß

Highlander


Komisch, meine Tochter lernte vor 2 Jahren noch, sich mit Bild zu bewerben, aber nicht das Bild auf den Lebenslauf kleben, sondern ein schönes Bild, vom Fotografen eigens dafür angefertigt, auf ein separates Blatt in die Mitte kleben. Hinten drauf auf das Bild den Namen schreiben.

Okay, sie hat sich mit einer Mappe beworden. Sowas kannte ich gar nicht. Vorne drauf ein Blatt mit einem Kunstwerk am Computer angefertigt und da drauf Name und Anschrift. Danach kam das Anschreiben, der Lebenslauf, das Bild und danach die Zeugnisse. Und das alles kam in einen Ordner. Sie informierte sich u.a. auch im Internet, was gerade so üblich ist.

Bei meiner Tochter war das Bild vielleicht wichtig, weil sie sich als Einzelhandelskauffrau/Fachverkäuferin bewarb. Und da zählt halt doch bissele das Äußere.


Ich denke auch, dass es für Jobs in denen es um viel Kundenkontakt doch auch zum relativ großen Teil auf das äußere Erscheinungsbild des Bewerbers ankommt.

Und (Gleichstellungs-)Gesetz hin oder her - wenn der Personalchef nun einmal ein Bild in der Bewerbung haben möchte findet er einen anderen Grund, sich für einen Bewerber ohne Bild nicht zu entscheiden.

Ob man generell in Bewerbungen immer unbedingt darauf achten sollte wie man ich momentan gerade bewirbt - das halte ich wenn überhaupt in wirklich großen Firmen für sinnvoll wo evtl. die Personal-Abteilung regelmäßig (halbjährlich oder so) geschult wird - in den meisten Firmen kommt da doch aber gar keiner mit. Ich glaub die Dame die das bei uns momentan macht hat sich das letzte mal vor -zig Jahren "informiert" wie bewerben richtig geht und seit dem wundert sie sich nur immer wieder über die "anders aussehenden" Bewerbungen, die ja wirklich jeden Monat eine andere Aufmachung haben können.


Ich sehs mal so, ob einer wegen dem Namen oder wegen dem Bild nicht genommen wird ist demjenigen doch total egal. Das Problem ist ja nicht der Ablehnungsgrund, sondern die Ablehnung an sich.

Ich würd ein Bild beilegen... Wenn dem "vielleicht Chef" meine Nase nicht passt, dann spar ich mir schon den (evtl. weiten) Weg zum Bewerbungsgespräch!
Und das spart mir Zeit und nerven. Und ich bau nicht groß Hoffnung auf!

Beim Bild (wie beim Vorstellungsgespräch auch) sollte man aber darauf achten, dass es dem Berufswunsch etwas entspricht und aktuell ist.
Beim Mechaniker z.B. reicht eines im Pulli, beim Bänker sollte schon der Anzug erkennbar sein, usw. Und nicht gerade mit Ringen unter den Augen und Lippenstift am Hemdkragen (oder noch schlimmeren Partyspuren).

Ich hab noch nie gehört, dass kein Bild in eine Bewerbung muss/gehört. Man lernt eben nie aus. Trotzdem würd ich eins rein tun.

Wenn man einfach eine Bewerbung ohne Bild abgibt, dann könnte es auch als "Vergessen" interpretiert werden, und dass wäre ein Zeichen von Schlampigkeit!

Es gibt viele Personalchefs die "vom alten Schlag" sind. Da gehört das einfach dazu!


Ich hab auch gelernt und überall gelesen, dass ein Bild zur Bewerbung dazugehört.
Würde nie auf die Idee kommen, kein Bild mitzuschicken.

Mein Freund erzählte mir kürzlich, dass das in Amerika und Großbritannien unüblich bzw. verboten sei. Das war mir ganz neu.

Heutzutage mit den Online-Bewerbungen kann man ja eh das Bild einscannen, da spart man schon ne Menge Geld.


Dieser ganze Bewerbungsmist seitens des Arbeitsamtes und seiner angetackerten Subunternehmen nervt nur unendlich, weil in diesen Etablissements die rechte Hand nicht weiß, was die linke Hand tut. Und meine Erfahrung ist, daß auch keiner so recht dort weiß, was grade die angesagte Methode ist.

Ich hatte auch das "unvergleichliche Glück" :ph34r: , mich in deren Fängen bewegen zu müssen. Das erste Bewerbungstraining war ja noch o.k., sinnvoll und lösungsorientiert. Doch dann verließ meine "Bezugsdame" die Institution "angetackertes Subunternehmen" und der Nachfolger war, gelinde gesagt, ein saudummes A*****loch. Es begann schon damit, daß er meinte, die, mit Hilfe der Vorgängerin, angefertigten Bewerbungsunterlagen seien nur Mist - dies befand er, ohne sich diese überhaupt angesehen zu haben. Na prima, da jauchzt die Kompetenz.

Aber alles ist steigerungsfähig. Bei meinem Lebenslauf sollte zuoberst der Beginn meiner "Laufbahn" stehen. Grundgütiger, welcher Arbeitgeber möchte zuallererst lesen, welche Grundschule ich in den 60iger Jahren besucht habe. Bis der potientielle Arbeitgeber sich bis zum Ende - und damit zu meiner aktuellen Berufserfahrung - am Ende eines zweiten Blattes durchgelesen hätte, wäre er sicherlich schon seelig entschlummert. Nebenbei bemerkt, gab es keinerlei Hilfestellung seitens des Herrn A***loch, sondern man sollte mal schreiben und das Geschriebene ihm dann zur Korrektur vorlegen. Was aber hieß, wenn man also antrabte, wurde man hinweggewedelt, da er sich grade immer in wichtigen Arbeiten befand. Diese sahen so aus, daß er dasaß und Löcher in die Luft starrte. So verbrachte ich Stunden um Stunden, bis ich die Gnade erfuhr und er mir 5 Minuten schenkte. In diesen 5 Minuten korrigierte er irgendwas an meinem Lebenslauf und der Turn fing von neuem an. Ab der dritten Variante begann er, sein bereits korrigiertes erneut zu korrigieren. So schrieb ich ca. 12 mal meinen Lebenslauf in ca. 3 Wochen. Eine wahrlich ergiebige Hilfeleistung dieses Herrn.

Lustig war auch, nachdem ca. 6 Wochen dieses seltsamen Treibens herum waren und sich die Bewerbungsunterlagen nun endlich in dem Zustand befanden, die ihn zufrieden stellten, mir eine Buchhandlung vorzuschlagen, bei der ich mich bewerben sollte. Auf meinen dezenten Hinweis, daß es diese Buchhandlung seit ca. 15 Jahren nicht mehr gäbe, meinte er, daß es sie sehr wohl gäbe. Nun, wir stritten heitere 15 Minuten herum : " Nein, die gibt es nicht mehr." " "Doch, die gibt es noch."; als er endlich zum Telefonbuch griff und die Buchhandlung - natürlich - nicht fand. Dann tippte er mit seinen kleinen Grabbelfingern auf vier beliebige Buchhandlungen und trug mir auf, mich dort zu bewerben. Dies hätte ein Hund, den ich von der Straße hereingezerrt hätte, mit der gleichen Kompetenz und ebenso gut machen könnte, denn zwei der Buchhandlungen gehörten schonmal zusammen. Die werden einen lustigen Nachmittag dort gehabt haben, denn wie blöd muß jemand sein, der sich zweimal beim gleichen Unternehmen bewirbt. Nun fragt Ihr Euch mittlerweile sicher schon, warum ich nichts gesagt habe, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich es schon längst aufgegeben, auch nur ein zusätzliches Wort mit dieser "Perle der Arbeitsvermittlung" zu wechseln, da ich es leid war, bei jedem sinnvollen Wortbeitrag meinerseits auf die "Strafbank" geschickt zu werden und dort 2 bis 3 Stunden zu verharren. Denn meckerte man, kam gleich die Drohung der Einstellung des ALG.

Das Fass voll allerdings war, als er mich zwingen wollte, meine Unterschrift zu verändern. Ich unterschreibe durchaus leserlich, allerdings neigen sich die letzten zwei Buchstaben meines Nachnamens ca. 5 Millimeter nach rechts unten. Dies mißfiel dem Herrn und ich sollte ganz grade unterschreiben, am besten mit einem Lineal darunter. Mein Hinweis, daß dies dann aber nicht mehr meine persönliche Unterschrift sei und dieses auch jedem Personalchef auffällt, wenn eine - damals- fast 50jährige wie eine Erstklässerin schreibt, führte zum nächsten Eklat.

Ein von mir angestrebtes Gespräch mit der damaligen stellvertr. Leiterin der Arbeitsagentur vor Ort und der Schilderung meiner Erfahrungen plus der Frage nach der "Beraubung" des Persönlichkeitsrechtes einer persönlichen Unterschrift brachte den Durchbruch. Sie meinte, Herr A****** sei im Recht und ich müsse alles so machen, wie er sagte, während ich daraufhin sagte: "Unter diesen miesen menschenunwürdigen Bedingungen wolle ich mich lieber aus dem System der Arbeitsagentur verabschieden." Was ich auch frohen Herzens tat. Denn wenn man arbeitslos ist, und verzweifelt nach einem neuen Job sucht, braucht man niemanden, der einen demütigt, keinerlei Kompetenzen, weder fachliche noch menschliche, besitzt und zudem noch seine mickerige Macht ausspielt.

Und jetzt nochmal zu der Eingangsfrage, Bild ja oder nein. Mein letzter Kenntnisstand ist: Bewerbung ohne Bild (besagtes Gleichstellungsgesetz). Aber nach meiner Erfahrung und auch den vorhergehenden Postings: Wer weiß das schon so genau :rolleyes: , was gestern galt, kann heute schon ganz anders sein. Ich würde es davon abhängig machen, ob die Bewerbung an ein großes Unternehmen geschickt wird, die auch schon vom Gleichstellungsgesetz gehört haben. Ist das angestrebte Unternehmen ein kleines, vielleicht sogar vor Ort ansässiges, würde ich ein professionelles Bild beifügen.


Also, als verboten würde ich das Bild nicht betrachten. Eher als nicht unbedingt notwendig, je nach Branche. Ich meine, dort wo viel Publikumsverkehr herrscht, wird eine Bewerbung ohne Foto vielleicht eher negativ auffallen, der Leser könnte den Eindruck bekommen, dass der Bewerber sich selbst für optisch untauglich hält. Andererseits kann man mit einem gut gemachten Foto, das sich von der Masse abhebt, zumindest die Aufmerksamkeit auf seine Bewerbung ziehen, und diese Möglichkeit würde ich auf keinen Fall verschenken.
Natürlich darf der Personaler nicht nur auf Grund von Fotos seine Entscheidung treffen, aber ein seriöser Personaler würde das auch nicht tun. Das ist es wohl, was mit dem AGG gemeint ist.
Wenn eine Bewerbung auch ohne Foto gut gestaltet und überzeugend wirkt, sollte das in der Regel kein Nachteil sein.
Zeigen muss man sich dem Chef ja eh früher oder später... muss jeder selber wissen, wann ers für richtig hält.

Das ist wohl so wie mit den unzulässigen Fragen beim Vorstellungsgespräch, a la "Sind Sie schwanger?" oder "Wie sieht Ihre Familienplanung aus?". Da darf man ja auch lügen, aber die Wahrheit kommt dann doch früher oder später raus.


Ach Bücherwurm, ja, ich habe auch den Eindruck, diese Arbeitsbeamteten meinen, sie wären die einzigen, die des Denkens mächtig sind und müssten es den doofen Arbeitslosen abnehmen. Die sind ja eh unfähig, denn sonst hätten sie ja Arbeit...

Ich mag gar nicht an den Tag denken, als ich mal vorstellig werden musste, weil mein Vertrag auslief!
Nachdem ich zu der Zeit noch in Lohn und Brot war, nahm ich die Möglichkeit wahr, mich Donnerstags um kurz vor fünf dort zu melden (einziger Nachmittag, an dem geöffnet ist), das sah dann so aus, dass der arme Beamtete, der länger bleiben musste, erst mal seinen Feierabend-Schwatz mit den Kollegen die schon heim durften hielt, bevor er mich überhaupt bemerkte.
Danach musste ich einen Fragebogen ausfüllen, durfte dazu aber nicht an der Ecke seines Tisches bleiben, sondern musste wieder in den Wartebereich (ich war die einzige, die überhaupt da war) - ohne Tisch, Stift sollte man auch selbst dabei haben.
Das alles nur, um dann von dem netten Herrn einen Termin mitgeteilt zu bekommen, an dem man mich anrufen würde (natürlich ging kein Termin nach Feierabend, muss alles tagsüber sein, da die Beamteten ja um 16:00 Uhr dringend ihren Feierabend brauchen); die nette Dame am Telefon fragte mich dann genau das, was ich eigentlich schon in den Fragebogen geschrieben hatte. Außerdem wollte sie wissen, wie wahrscheinlich es ist, dass mein Vertrag verlängert würde. Ich: "Ich weiß es nicht, dazu habe ich leider auch auf Nachfrage bisher keine Auskunft bekommen", Sie: "Können Sie es wirklich gar nicht abschätzen?" Sagt mal, rede ich undeutlich??? Hab dann gemeint, wenn ich mir sicher wäre, dass mein Vertrag verlängert würde, würden wir grad nicht telefonieren, weil ich mir den Weg zum AA sonst gespart hätte. Das hat wohl überzeugt.
Naja, ich bekam dann Unterlagen zugeschickt mit - ja, genau - einem Fragebogen!!! Mit den gleichen Fragen... aber zumindest etwas anders formuliert. Immerhin.
Lustig war z.B. die Frage: Würden Sie sich einen PKW anschaffen, um eine weiter entferne Arbeitsstelle erreichen zu können. Man konnte dann so einiges ankreuzen - nur nicht, dass man schon einen hat... Super!

Zum Glück wurde ich dann für unbefristet übernommen und hab nun erst mal Ruhe vor diesen Gestalten. Kein Wunder, dass der Staat so viel Geld braucht, wenn seine Ämter alles dreimal hören müssen, bis sie es glauben...

Bearbeitet von SpookyAngie am 27.01.2009 22:33:01


Ja, dass kenn ich. Ich war, dank "Sozialbedingtem Stellenabbau" (schön, gell?) kurzzeitig Arbeitssuchend gemeldet. Ich also zum Amt und dort gleich mal gefragt wegen evtl. Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Werkzeugmacher. CNC-Kurse, oder sowas. Antwort: Nein, gibts nichts!!! HÄ? Ein Bekannter von mir macht den aber auch! Egal. Dann hab ich gefragt, ob es sonst Weiterbildungsmöglichkeiten gibt... PC oder sowas.
Dann durfte ich 3 Wochen Einsteigerkurs Excel, Word und INTERNET belegen.

Das war ungefär so wie der Kurs vom Bücherwurm. Ich hab denen gesagt, ich möcht in den Fortgeschrittenen Kurs... erst der Einsteiger, sonst geht das nicht... Ich hab dann zufällig das Intranet-Passwort der Institution auf der Festplatte meines Schulungsrechners (ohne Adminrechte) gefunden und hab dadurch mal nebenher ein paar interessante Dinge herausgefunden...

Das ist sowas von daneben! Und die einzigen Bewerbungsvorschläge vom A-Amt sind dann zu Zeit-/Leiharbeitsfirmen... sprich Sklavenhändler!

Dann lieber kein AA, und selber umschauen!


Zitat
Das ist sowas von daneben! Und die einzigen Bewerbungsvorschläge vom A-Amt sind dann zu Zeit-/Leiharbeitsfirmen... sprich Sklavenhändler


Ist das echt so? :o
Ich durfte mich auch einer sogenannten "Trainingsmassnahme" unterziehen. dort kam auch ein Herr von einer Zeitarbeitsfirma, der uns genau dieses Schmackhaft machen wollte/musste... ER könnte uns alle in Arbeit bringen. Ich habe mich dort aber nie beworben... Ich stehe dem sehr skeptisch gegenüber... :mellow:

In dieser Massnahme haben wir dann erzählt bekommen, dass man sich IMMER mit Foto bewerben sollte.

Und dann die Bewerbung an sich: Meine Güte, wir hatten 3- 4 verschiedene Personen (ich nenne sie hier mal "Lehrer"), die uns alle etwas anderes erzählt haben. Der eine erzählte uns dies, der nächste war der Meinung, dass das falsch ist und anders gemacht werden müsste.....Hä? Wat denn nu? :angry:

Naja, ich bewerbe mich so, wie ich es für richtig halte, bzw. was vom Arbeitgeber gefordert wird, meistens mit Foto.... :D


LG Letrina2008

mein freund musste vor paar jahren auch mal bei so einem bewerbungstraining vom arbeitsamt mitmachen. da hat er gesagt bekommen das man keine anschriften auf das anschreiben schreibt, weder seine anschrift noch die des empfängers. egal ob realschule oder berufsschule, ich habe es immer mit den anschriften gelernt und überall steht es auch so.... da sieht man das die vom arbeitsamt wirklich keine ahnung haben.

aber mal zu dem foto, ich würde mich jedenfalls immer mit foto bewerben. man kennt es nicht anders und ehrlich gesagt finde ich das auch gar nicht so schlimm.


Zitat (Schwaller @ 27.01.2009 22:42:57)
Das ist sowas von daneben! Und die einzigen Bewerbungsvorschläge vom A-Amt sind dann zu Zeit-/Leiharbeitsfirmen... sprich Sklavenhändler!

Dann lieber kein AA, und selber umschauen!

Naja, ehrlich gesagt, lieber Zeitarbeitsfirma als Arbeitsamt...
Mag vielleicht sein, dass Zeitarbeit im kaufmännischen Bereich etwas "humaner" abläuft, als im gewerblichen. Aber man bekommt zumindest etwas mehr Geld und die Zeitarbeitsfirmen machen doch einen etwas engagierteren Eindruck - immerhin geht denen richtig Geld verloren, wenn sie dich nicht vermitteln, da ist das Risiko auf deren Seite. Und die Chancen dann von der Firma übernommen zu werden sind - wie gesagt im kaufmännischen Bereich - gar nicht so schlecht. Ich kenne einige hier in der Firma, die dadurch ihre Festanstellung bekommen haben.
Und: man muss sich nicht mit diesen frustrierten, unfähigen und willkürlich handelnden (kommt mir nämlich echt so vor, als würde von denen sich jeder selber seine "Regeln" ausdenken) Arbeitsbeamteten rumärgern!!!

Anderes Beispiel einer Bekannten von mir: Sie ist arbeitslos und verdient sich aber mit nem Mini-Job was dazu, also in einem Rahmen wo sie das darf, ohne Abzüge zu kassieren. Das ist beim AA auch gemeldet, auch an welchen Tagen sie dort arbeitet. Ja, meint ihr, die würden es schaffen ihr irgendwann mal einen Termin zu verpassen, an dem sie FREI hätte??? Und wenn sie nicht auftaucht, gibts sofort Abzüge... Ist das Schikane, oder was?

Zitat (mullemaus86 @ 28.01.2009 07:16:53)
mein freund musste vor paar jahren auch mal bei so einem bewerbungstraining vom arbeitsamt mitmachen. da hat er gesagt bekommen das man keine anschriften auf das anschreiben schreibt, weder seine anschrift noch die des empfängers. egal ob realschule oder berufsschule, ich habe es immer mit den anschriften gelernt und überall steht es auch so.... da sieht man das die vom arbeitsamt wirklich keine ahnung haben.

aber mal zu dem foto, ich würde mich jedenfalls immer mit foto bewerben. man kennt es nicht anders und ehrlich gesagt finde ich das auch gar nicht so schlimm.

Also, nach DIN ISO - irgendwas hat auf einem Brief (auch ein Anschreiben ist nichts anderes) oben die eigene Anschrift und darunter die des Empfängers zu stehen...? Oder gilt die Norm nicht mehr, hab ich was verpasst???
Sonst weiß man doch gar nicht von wem das kommt und für wen es sein soll?

Gott, das Arbeitsamt kommt mir immer gruseliger vor. Was ich jetzt schon alles darüber gehört/gelesen habe.

Ich hoffe wirklich, dass ich mit denen nicht so viel zu tun haben werde in meinem Leben. Bin der Meinung, dass ich auch selber ganz gut Bewerbungen schreiben kann. Ich muss mich nur aufraffen. <_<


@ SpookyAngie
Ja, m.E. sollte so das Anschreiben aussehen. Halt bei einer Papierbewerbung. Bei online siehts wieder ein bisschen anders aus.


Ich danke schon mal für die vielen Antworten und Meinungen :)

Es ist interessant zu sehen, wie weit Theorie und Praxis auseinander liegen. (Wieder einmal) Gerade was Bewerbungen angeht.

Zitat
Ich bin jetzt 22 und habe noch nie zu irgendeiner Bewerbung ein Foto angehängt. Und ich bin trotzdem eingestellt worden. Bin auch noch nie gefragt worden, warum ich kein Foto beigelegt habe.


Zitat
Wenn man einfach eine Bewerbung ohne Bild abgibt, dann könnte es auch als "Vergessen" interpretiert werden, und dass wäre ein Zeichen von Schlampigkeit!
Es gibt viele Personalchefs die "vom alten Schlag" sind. Da gehört das einfach dazu!


Ich denke auch, dass ich dann eher mit Lichtbild meine Bewerbung abschicke. Man weiß nicht, was das für ein Mensch ist, dem man die Bewerbung schickt. Entweder jemand von alten Schlag, wie Schwaller sagte, oder jemand, der etwas moderner denkt und Bilder nicht wichtig findet.

Und was das Thema Bewerbertraining angeht - da ist schon so einiges genannt worden. :blink: Mein Bruder hat mir auch gestern erzählt, dass bei ihm ein Teilnehmer ist, der absolut keine Ahnung von Computern hat. Nun saß der arme Kerl da und wusste nicht, was ein Doppelklick ist. Das Tollste war aber, dass der Teilnehmer das Arbeitsamt vorher noch gefragt hat, ob er denn vorher einen Computerkurs machen sollte.
Arbeitsamt: "Nö, brauchen Sie nicht."
Ja toll. Jetzt sitzt er da und kommt natürlich schlecht mit. Das die anderen ihm helfen, ist ja klar - aber trotzdem....was soll man dazu sagen... :deppenalarm:

Zitat (SpookyAngie @ 28.01.2009 08:09:01)
Also, nach DIN ISO - irgendwas hat auf einem Brief (auch ein Anschreiben ist nichts anderes) oben die eigene Anschrift und darunter die des Empfängers zu stehen...? Oder gilt die Norm nicht mehr, hab ich was verpasst???
Sonst weiß man doch gar nicht von wem das kommt und für wen es sein soll?

nein du hast nichts verpasst... ich habe es auch immer so gemacht mit der eigenen anschrift und dem empfänger und auch meinem freund gesagt, er soll das bitte so machen und nicht den quatsch den ihm das arbeitsamt erzählt. finde das ziemlich traurig, dass das eigentlich leute sind angeblich ahnung haben, aber den leuten nur mist erzählen.


ich habe bis jetzt zum glück nur kurze bekanntschaft mit denen gemacht, aber das hat mir schon gereicht. war so froh als es sich mit meinem vertrag auf der arbeit geregelt hatte. nur melden musste ich mich ja trotzdem. die hatten es einfach nicht geschafft meinen namen richtig zu schreiben, ich war bis zum schluss sonja und nicht svenja, obwohl ich das zig mal gesagt habe. das schönste war als sie bei mir daheim angerufen hatten und sonja haben wollten, meinte meine mutter das es keine sonja gibt. die war am telefon dann ganz irritiert. :-)


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