Religion oder Ethik? Berliner Extrawurst!


 
  Für was stimmt ihr?  
  Religion [8] [18.18%]  
  Ethik [23] [52.27%]  
  Beides [11] [25.00%]  
  Egal [2] [4.55%]  
  Stimmen Gesamt: 44  
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An diesem Sonntag stimmen die Berliner darüber ab,
ob Religion in Zukunft ein Wahlpflichtfach wird.

Was soll daran schlecht sein? :o

Bei uns war Religionsunterricht ein Pflichtfach,und es hat uns nicht geschadet :lol:

Info


Hier in Bayern ist Religionsunterricht Pflichtfach. Kinder, die nicht getauft sind, bekommen ersatzweise Ethik-Unterricht, wenn die Eltern nicht ausdrücklich und begründet wünschen dass sie Religionsunterricht haben sollen. Religionsmündige Schüler, die Religion "abwählen", müssen auch in Ethik gehen. Ich finde, Religion und Ethik haben noch keinem geschadet.


Es kommt auch immer drauf an, wie beide Fächer gestaltet werden. Meine Cousine in Thüringen hat Ethik und die Lehrerin dort "mißbraucht" diesen eigentlich als Religionsunterricht. Soll heißen, sie behandelt ausschließlich das Christentum...

Wenn der Religionsunterricht dazu genutzt wird, um die Bibel als einzig wahres darzustellen, und die Kirche nur im positiven Licht betrachtet, halte ich ihn für falsch...

Was ich viel wichtiger fände, als die Frage ob Religion oder ob Ethik, wäre ein Unterrichtsfach was beides beinhaltet....

Religionsunterricht sollte sich mit dem Entstehen und den Glauben aller Religionen befassen. Und er sollte sachlich auch die Schattenseiten von Religionen behandeln...

Ich finde es wichtig, wenn schon Kinder früh in der Lage sind zu verstehen, warum denn genau Menschen aus den und den religiösen Gründen so denken und handeln. Das schafft Verständnis und das ist wichtig für die Integration aller Religionen und Kulturen in unserer Gesellschaft...

Statt Religion halte ich ein Fach wie Religionsgeschichte für wichtig und wäre auch für ein Pflichtfach. Dieses Fach sollte aber religiöse, philosophische und ethische Grundfragen und Probleme behandeln...


Wir sind ja schon öfter umgezogen.Einige Male ist es uns passiert,dass
kein evangelischer Unterricht stattfand.Ich mußte dann schriftlich erklären,
dass meine Kinder am katholischen Unterricht teilnehmen dürfen.
Ethik gab es da oft nicht,schon gar nicht an den Grundschulen.

Als sie religonsmündig waren haben beide auch schonmal Ethik gewählt.
Da die sie mit den Religonslehrer nicht zurecht kamen.
Ich muß allerdings sagen,der Unterricht war vom Inhalt fast gleich.

Also,ich bin für beides.Oft "hübscht" es auch die Noten auf. ^_^


Zitat (Mellly @ 24.04.2009 15:09:31)
Religionsunterricht sollte sich mit dem Entstehen und den Glauben aller Religionen befassen. Und er sollte sachlich auch die Schattenseiten von Religionen behandeln...

Keine Ahnung ob das im Bayerischen Lehrplan so vorgesehen ist, aber Junior hat in den diversen Jahrgangsstufen, die er bisher besucht hat, im ev. Religionsunterricht auch über jüdische und islamische Religion und über die Unterschiede zur katholischen Religion gehört, man hat mit der Klasse eine Synagoge besucht, mit Andersgläubigen gesprochen... und mitunter geht es auch im Religionsunterricht nicht um Bibel, Katechismus etc. sondern ganz einfach um das menschliche Miteinander, Wertvorstellungen und dergleichen mehr.

Ich habe für Ethik gestimmt, denn warum soll ein Kind nur den Christlichen Glauben erlernen? Ich möchte das jedes Kind die Chance hat das für sich Beste aus einem Multiethischen Pool zu picken um später im Leben nicht nur einem Heiland nachzurennen...


Zitat (Nachi @ 24.04.2009 15:21:42)
Ich möchte das jedes Kind die Chance hat das für sich Beste aus einem Multiethischen Pool zu picken um später im Leben nicht nur einem Heiland nachzurennen...

... wobei Juden, Christen und Moslems an ein- und denselben Gott glauben... (nur- warum hauen sie sich dann gegenseitig die Köpfe ein??)

Zitat (Valentine @ 24.04.2009 15:23:18)
... wobei Juden, Christen und Moslems an ein- und denselben Gott glauben... (nur- warum hauen sie sich dann gegenseitig die Köpfe ein??)

und genau dieses Recht soll gegeben sein sich für die selbst gewählte und nicht durch die Geburt bestimmte Richtung des Glaubens wenn es sein muss die Köpfe einzuschlagen...

aber nur wer mal zu was JA gesagt hat (und sei es durch die Taufe), hat ja auch das Wissen NEIN sagen zu können...


Etwas, woran Menschen glauben, zu einem Pflichtfach zu machen, halte ich für unsinnig.
Ich glaube an das Gute im Menschen und habe dazu keinen Unterricht in der Schule gebraucht. Es gab weder Ethik noch Religion an der Schule.

Kann es am Ende gar sein, daß da die Kirchen die Hände im Spiel haben und neue Mitglieder brauchen, die feste Kirchensteuer zahlen??
B)


Ich habe für "Ethik" gestimmt. Wir waren der erste Jahrgang, der 'Religion' abwählen konnte. Da mein Religionsunterricht ab der 5. Klasse die schiere Katastrophe war, (und ich sowieso nicht der gläubige Kirchgänger), habe ich die Gelegenheit sofort und dankbar beim Schopf gepackt.
Allerdings war die Lehrerin eigentlich für Deutsch / Literatur zuständig und hat dementsprechend unterrichtet. Soll heissen, sie hatte keinen blassen Schimmer von der Materie.
Ich denke mal, dass sich das in den letzten 20 Jahren geändert hat. Dass die Lehrer jetzt genug Zeit hatten, sich einzuarbeiten.


Was mir nicht in den Kopf will:Berlin Bremen und Brandenburg sind die einzigen Bundesländer, in denen Religion nicht als ordentliches Unterrichtsfach gilt.

Das Ergebnis könnte Signalwirkung für ganz Deutschland haben???


Warum wenn sich diese Frage in den meisten Ländern gar nicht stellt! :unsure:

Oder ist da schon Wahlkampf im Spiel?

Die Kanzlerin ist auch auf die Seite von "Pro Reli" ;)


ist doch jut, wenn sich ein unterrichtsfach mit allen religionen und der nicht-religion beschäftigt, und man auch mal über den tellerrand schauen kann. klingt nach bildung. pro ethik!


Zitat (Valentine @ 24.04.2009 15:21:29)
Keine Ahnung ob das im Bayerischen Lehrplan so vorgesehen ist, aber Junior hat in den diversen Jahrgangsstufen, die er bisher besucht hat, im ev. Religionsunterricht auch über jüdische und islamische Religion und über die Unterschiede zur katholischen Religion gehört, man hat mit der Klasse eine Synagoge besucht, mit Andersgläubigen gesprochen... und mitunter geht es auch im Religionsunterricht nicht um Bibel, Katechismus etc. sondern ganz einfach um das menschliche Miteinander, Wertvorstellungen und dergleichen mehr.

Ich denke, das ist zum größten Teil auch absolut lehrerabhängig....

Genau so wie du es beschrieben hast, stelle ich mir einen religionsunterricht in der Schule vor...Aber ob das immer so die Regel ist, bezweifle ich....

Meiner Meinung nach hat die katholische Kirche in viel zu vielen Sachen die Finger mit im Spiel...

Bestes Beispiel die Konkordatslehrstühle...erschreckend wie viele es davon noch in Bayern gibt...

Ich würde zum Beispiel auch solche "exotischen" Fächer wie Philosophie mehr in die Schule integrieren...auch da gibts ne menge religiöse Themen aber auch ethische und moralische, die man besprechen könnte

Berlin und Brandenburg sind eben hochgradig durch Staatsbürgerkunde geschädigt.

Wenn Religionsunterricht wirklich die Religion in ihrer Vielfalt und nicht nur das Christentum lehren würde, wäre ich für Religionsunterricht. Da dies aber nicht der Fall ist, bin ich dagegen. Kirche und Staat haben getrennt zu sein. Religionsunterricht in Schulen mit staatlichem Bildungsauftrag, zudem so einseitig, wie er sich in Deu zZt. darstellt, verstößt gegen diesen Grundsatz. Deshalb bin ich gegen Religionsunterricht an Schulen. Wer seine Kinder religiös bilden möchte, sollte den Religionsunterricht der Kirchgemeinden nutzen, die Christenlehre.


Zitat (Sonnenstrahl21 @ 24.04.2009 15:34:14)
aber nur wer mal zu was JA gesagt hat (und sei es durch die Taufe), hat ja auch das Wissen NEIN sagen zu können...

Ich habe zu meiner Taufe nicht ja sagen können, da ich in einem Alter getauft wurde, wo ich ganz schlicht und einfach zu klein dafür war.

Hallo!

Ich bin generell dem Thema "Religion" kritisch gegenüber eingestellt. Das hat auch viel mit falsch verstandener Auffassung zu tun, in erster Linie im katholischen Christentum (weil dieser in meinem Heimatland halt "erste Wahl" ist). Wie kann man nur Verhütung bzw. Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten verbieten? Völlig weltfremd. Da muß man gar nicht erst den Islam monieren, wir haben hier schon genug zu tun B) . Mal ganz abgesehen von der Stellung der Frau im katholischen Christentum...

Ich habe trotzdem für nichts gestimmt, da JEDER Religions- bzw. Ethikunterricht mit dem Lehrer steht oder fällt. Ich hatte in der Berufsschule einen unglaublichen Religionslehrer, der eigentlich am allgemeinen Lebensgefühl gearbeitet sowie die (sehr unterschiedlichen) Schüler beim "Brainstorming" zu völlig unterschiedlichen Themen zum Diskutieren und letztendlich zusammengebracht hat.

Außerdem sollte man nicht aus den Augen verlieren, daß Religionen nüchtern betrachtet eine Art Aberglauben sind (die Geschichte mit den 7 Tagen und der Schlange KANN ICH NICHT GLAUBEN) und trotzdem der Grund einiger Kriege und des Todes vieler Menschen.

Ich persönlich glaube, daß der Grundsatz "was Du nicht willst was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu" greifen sollte. Und ab und zu kann man mit dem Typen sprechen, der vor unserem Universum existiert hat :D .

Universumbittende Grüße, Claudia


Ich habe für Religion und Ethik gestimmt. Das wird bei uns schon immer so gehandhabt, das Kinder die keiner christlichen Religionsgemeinschaft angehören, eben in Ethik gehen.

Mein kleiner Sohn besucht eine Diagnose und Förderklasse für zwei Jahre. Er ist evangelisch und da katholische Religion 3 Stunden in der Woche ist und evang. nur 2 Mal, besucht er beide Unterrichte ( die 1 Stunde katholisch zusätzlich ).
Weil für diese eine Stunde einfach keine Betreuung gegeben wäre oder er sich irgendwo in eine andere Klasse reinsetzen müßte, haben wir entschieden das er beide Religionsformen bekommt. Die katholische Religion wird aber nicht benotet.

Die evangelische Religion macht ihm aber eindeutig mehr Spaß !.

Die katholische Lehrerin nimmt ihren Lehrauftrag sehr genau und ist etwas zu penibel. Aber was soll´s, im September wechselt er an eine Regelschule, dann hat er nur wieder evang. Religion.


Entweder man glaubt, an was auch immer, oder nicht, ein Zwischending hab ich weder in der Bibel, schon garnicht im Koran gelesen.

Mag ja tolerantere Religionen geben, kenn aber keine.

Wie will man dann wertfreien Unterricht machen ? Bleibt also nur Ethik ?

LG Sebring.


Oder lieber ein warmes Abendessen?
http://www.spiegel.de/video/video-62455.html


Zitat (Sebring @ 24.04.2009 20:00:38)
Wie will man dann wertfreien Unterricht machen ? Bleibt also nur Ethik ?


Diese Frage ist wirklich interessant, da sich oft die (großen) Kinder in der Schule das Gleiche fragen und sich eher (wenn denn liberal und nicht zum Schachteldenken erzogen) für Ethik entscheiden, obwohl mit Form und Norm der christlichen Kirche durchaus von klein auf vertraut.

Jegliche Religion möchte ihre Schäfchen doch am liebsten in ihre Schublade packen - oder nicht? Hier darf man dies nicht, dort wird das verteufelt, und wehe wenn Ihr nicht so -oder -so denkt... wo bleibt da am Ende die freie, unverbildete Urteilsfähigkeit des mündigen Menschen?

Der Ausweg ist oft das Fach Ethik. Dabei sollte man keinesfalls vergessen, daß alle die, die sich dafür (bewußt) entscheiden, nicht unbedingt Agnostiker oder Atheisten sind.
Auch Glaubensrichtungen sind oftmals eine Selbstfindungssache, zumindest ab einem gewissen Alter.

Zitat (Clochard @ 24.04.2009 15:19:43)
Also,ich bin für beides.Oft "hübscht" es auch die Noten auf. ^_^

Ethik wurde bei uns nicht im Zeugnis benotet, anders als Religion.

Pro Reli: "In Berlin geht's um die Freiheit."

Die Freiheit ist aber sehr beschränkt, wenn zwischen Pest und Cholera gewählt werden muß. :P
Hm ja, die von der Gruppe vermittelten Wertvorstellungen werden dementsprechend geprägt sein. :o


Auch wenn die Abstimmung nun gelaufen ist:

Ich finde christlichen Religionsunterricht wichtig, weil wir nun mal im christlichen Abendland leben und sich unsere ganze Gesellschaftsordnung auf dem Christentum aufbaut. Es gehört für mich zur Allgemeinbildung in groben Zügen über die Bibel bescheid zu wissen und vielleicht auch den Hauch einer Ahnung zu haben, warum man gerade frei hat, wenn ein christlicher Feiertag ist. (den ja alle gerne mitnehmen)
Schockierend finde ich immer wieder diese Umfragen zu Weihnachten und Ostern, wo die Leute mit den abenteuerlichsten Erklärungen ankommen, was denn nun der Anlass für die schönen Feiertage ist.

Niemand bekommt im schulischen Reli Unterricht irgendeinen Glauben aufgezwungen - zumindest war es in unserem evangelischen Unterricht so. In den oberen Klassen entsprach er auch eher dem Ethik Unterricht. In den unteren Klassen hat mir Reli eigentlich immer Spaß gemacht, die Bibel war für mich ein tolles Geschichten Buch.

Ich meine, er schadet auch nicht christlichen Kindern nicht. Die glauben ja sonst auch nicht das, was ihnen der Lehrer sagt. rofl


Zitat (Klementine @ 27.04.2009 21:26:50)
Auch wenn die Abstimmung nun gelaufen ist:

Es gehört für mich zur Allgemeinbildung in groben Zügen über die Bibel bescheid zu wissen und vielleicht auch den Hauch einer Ahnung zu haben, warum man gerade frei hat, wenn ein christlicher Feiertag ist. (den ja alle gerne mitnehmen)
Schockierend finde ich immer wieder diese Umfragen zu Weihnachten und Ostern, wo die Leute mit den abenteuerlichsten Erklärungen ankommen, was denn nun der Anlass für die schönen Feiertage ist.

Niemand bekommt im schulischen Reli Unterricht irgendeinen Glauben aufgezwungen - zumindest war es in unserem evangelischen Unterricht so.

Ich meine, er schadet auch nicht christlichen Kindern nicht. Die glauben ja sonst auch nicht das, was ihnen der Lehrer sagt.  rofl

Klar sollte man über die Grundlagen der Bibel Bescheid wissen, aber es schadet auch christlichen Kindern nicht, wenn sie die Grundlagen anderer Religionen wertfrei vermittelt bekommen.

Das gehört für mich auch zur Allgemeinbildung und auch zum besseren Verständnis im Umgang mit nichtchristlichen Mitschülern.

Zitat
Schockierend finde ich immer wieder diese Umfragen zu Weihnachten und Ostern, wo die Leute mit den abenteuerlichsten Erklärungen ankommen, was denn nun der Anlass für die schönen Feiertage ist.


Grundsätzliche Zustimmung, aber diese Umfragen sind gemacht worden, während Religionsunterricht an Schulen angeboten wurde. Also: Es scheint nicht grade auf das religiöse Wissen der Kids Einfluss zu nehmen, dass da jemand Reliunterricht gibt.

Von meinem ganz persönlichen Standpunkt aus sage ich: Religion hat nichts an der Schule zu suchen. Staat und Kirche sind getrennt, also sollen bitte Ministerien ect. kein Geld für die religiöse Erziehung der SchülerInnen rausschmeißen. Das können sie meinetwegen den Kirchen überlassen.
Einen verpflichtender Ethikunterricht halte ich jedoch für sinnvoll.
Wenn ich die Wahl zwischen Religion und Ethik hätte, würde ich für meine Kinder den Ethikunterricht wählen - jeder Zeit. Sobald sie religionsmündig sind, sollen sie selbst entscheiden.

Von einem größeren Standpunkt her würde ich mir folgendes Wünschen:

Es soll sowohl Religion als auch Ethik als Fach gewählt werden können, beides freiwillig, aber wenn nicht das eine gewählt wird, wird der Besuch im anderen Fach verpflichtend.
Die Bezahlung des Religionslehrerkollegiums soll von der jeweiligen Kirche übernommen werden, die sich gleichzeitig verpflichtet, die Schulaufsicht des jeweiligen Rektorats und des jeweiligen Schulamtes umfänglich anzuerkennen und Lehrinhalte vorher bei den zuständigen staatlichen Stellen zum "Gegenlesen" abgeben.

So wäre es, ginge es nach mir :)

Zitat (Cambria @ 28.04.2009 09:35:34)
Es soll sowohl Religion als auch Ethik als Fach gewählt werden können, beides freiwillig, aber wenn nicht das eine gewählt wird, wird der Besuch im anderen Fach verpflichtend.

Implizite Unfreiwilligkeit!
:schlaumeier:

Zitat (Tschooo @ 25.04.2009 20:46:21)
Pro Reli: "In Berlin geht's um die Freiheit."

Die Freiheit ist aber sehr beschränkt, wenn zwischen Pest und Cholera gewählt werden muß. :P
Hm ja, die von der Gruppe vermittelten Wertvorstellungen werden dementsprechend geprägt sein. :o

Erinnert sich wer "Freiheit Statt Sozialismus"
Bei solchen Parolen frage ich mich, geht es noch Blöder??? ;) :P :o

Aber eine Frage stellt sich noch welche Ethik? ;)

Vieleicht Theologische Ethik :lol: oder was,es gibt ja nicht nur eine! :pfeifen:

Bearbeitet von wurst am 28.04.2009 13:53:29


@ cambria
Meiner Meinung nach sind Kirche und Staat erst dann getrennt,
wenn die Kirche ihre Steuern selbst einzieht.
Da es in Good old Germany aber nicht der Fall ist
sind sie auch nicht getrennt.

Ansonsten volle Übereinstimmung.


<_< <_<

LG
avenny


Bei uns gabs nur Religionsunterricht, evangelisch oder katholisch, sowohl in Grundschule als auch im Gymnasium. Die nicht oder anders getauften Schüler konnten dann wählen, wo sie lieber dazu gehen.
Ethik gab es bei uns nicht, aber wir haben auch im Religionsunterricht einige andere Religionen behandelt. Es ist doch im Prinzip egal, wie man es nennt, wichtig ist, dass den jungen Leuten bestimmte "Grundwerte" (z.B. Rücksicht auf Schwächere usw) vermittelt werden und Einblick in verschiedene Glaubensrichtungen bzw. nennen wir es besser "Weltanschauungen" oder Kulturen gegeben wird, so dass evtl Missverständnisse zwischen den Gruppen aus dem Weg geräumt werden können.


Zitat (moped @ 28.04.2009 13:35:53)
Erinnert sich wer "Freiheit Statt Sozialismus"
Bei solchen Parolen frage ich mich, geht es noch Blöder??? ;) :P :o

Das frag ich mich auch.

Dieser Streit hat mich auch interessiert - ich hab auch abgestimmt. Die Polarisierung war doch nicht etwa: wer für Ethik ist, ist gegen Religion und umgekehrt - so kam es allerdings rüber.

Ich war dafür, die bisherige Regelung beizubehalten. Ethik als Pflichtfach und wer möchte kann dann noch Religion belegen. Selbstverständlich besucht unser Sohn den Religionsunterricht zusätzlich, weil ich auch der Meinung bin, dass hier in Europa vieles nur verstanden werden kann, wenn ein solides christliches Grundwissen da ist.

Das will aber nicht heissen, dass es ebenso wichtig ist z.B. die Säulen des Islams zu kennen, zu wissen, was Hinduismus ist, Grundlagen des Bhudissmus zu wissen.

Ein guter Religionsunterricht vermittelt beides, ein guter Religionsunterricht ist nicht ein Bekehrungsunterricht, sondern eben Wissensvermittlung.

Ich hab in der Oberstufe Grundkurs Religion gehabt mit Themen wie Jesus Christus, Ethik, Philosophie, Religionen der Welt und mir hat das viel gebracht für die Allgemeinbildung.

Ebenso wie in einem guten Religionsunterricht Platz ist für Vieles, so auch in einem guten Ethikunterricht. Der kommt um Philosophie, Theologie, Religionen auch nicht herum.

Für mich ist das Wesentliche:
1. Wissen zu erlangen über die Unterschiedlichkeit der Wertevorstellungen und der religiösen Ausrichtung und deren geschichtlichen Ursprunges und gegenwärtigen Ausprägungen
2. Eine eigene religiöse und moralische Identität zu entwickeln, in der die Toleranz gegen die anderen eine Selbstverständlichkeit ist.



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