Gürtelrose durch Schulstress!



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Hallo an Alle,
meine Tochter hat im Sommer von der Grundschule auf's Gymnasium gewechselt. In der Grundschule fiel ihr alles leicht, sie hat ausschliesslich 1 und 2 und musste kaum Zeit in Hausaufgaben oder lernen investieren.
Jetzt habe ich den Eindruck sie ist überfordert. Die neue Schule ist natürlich viel grösser, sie ist jetzt wieder eine der "Kleinen", die Anforderungen sind höher , und die Hausaufgaben und der Lernaufwand betragen an manchen Tagen 2 Stunden! Der notendurchschnitt der Klassenarbeiten liegt momentan bei 3 minus.
Am Anfang hat sie sich total unwoh gefühlt ( vor allem weil die Lehrer auch strenger sind). Wir haben viele Gespräche mit ihr geführt, um ihr den Übergang zu erleichtern und vor den Herbstferien hatten wir den Eindruck, sie hat sich langsam eingelebt..und dann...eine Woche nach Ferienbeginn bekam sie eine Gürtelrose! Mit 11 ?!?
Der Arzt meint das kommt von dem Stress.
Also ich finde das ziemlich heftig. Habe jetzt ernsthaft überlegt ob ich sie vom Gymnasium nehme, denn Abitur um jeden Preis?? Nee danke! Mein Mann sagt ich soll nicht so schnell das Handtuch werfen und die >Kleine< will auf gar keinen Fall runter.
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht??
Bin echt für jede Hilfe dankbar!!
Gruss Hello Sydney

Gürtelrose ist ein Herpes-Virus. Ich habe sie gehabt, eine sehr
schmerzhafte Angelegenheit. Ich wurde mit Vaopinpuder damals
behandelt, das war 1968 . der hauptnervenstrang schmerzt heute
manchmal noch. Also richtig ausheilen lassen. Zur zeit habe ich
die Wundrose am bauch , das ist eine bakterielle Angelegenheit,
hat also nichts mit der Gürtelrose zu tun.
Ich wünsche gute Besserung


Also wenn ich mich richtig erinnere, bekommt man die Gürtelrose dann, wenn man in der Vergangenheit bereits Windpocken hatte und dann erneut mit dem Erreger (ein Herpes-Erreger, nicht der Lippen-Herpes-Erreger!) in Kontakt kommt. Aber es kommt auch nur dann zur Gürtelrose, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Damit wären wir jetzt beim Thema: Stress kann das Immunsystem natürlich schwächen. Typisch ist, dass es erst in der Ruhephase (die Ferien) zu einer Krankheit kommt.

Ich hatte damals psychische Probleme in der 1. Klasse. Der damalige Lehrer war ein ehemaliger Bundi und ich kam mit seiner Art und Weise überhaupt nicht zurecht (immer wieder psychische Gewalt. Mir gegenüber eigentlich nie, aber ich hatte einfach tierische Angst vor ihm).
Meine Eltern haben das irgendwann erkannt, und mich noch Ende der 1. Klasse die Klasse wechseln lassen. Heute sage ich, dass das die beste Entscheidung meiner Eltern war. Ich hätte mich an die Art und Weise dieses Lehrers auch in den nächsten 3 Jahren nicht mehr gewöhnt.

Was ich damit sagen will: es gibt Situationen, in denen die Eltern für das Wohl des Kindes handeln müssen. Aber in eurem Fall würde ich erstmal noch abwarten, wie sich die Situation entwickelt.


Die Umstellung zum Gymnasium ist ja häufig erstmal ne große Umstellung. Sie muss jetzt z.B. erstmal lernen, dass man für gute Noten auch etwas tun muss. Das kannte sie ja aus der Grundschule wohl nicht.

Du schreibst, dass sie die Schule nicht wechseln möchte. Ich würde das an eurer Stelle erstmal akzeptieren. Unterstützt und stärkt sie weiterhin. Wenn Ende der 5. Klasse abzusehen ist, dass sie weiterhin Probleme hat, mit dem Stress nicht zurecht kommt etc. würde ich nochmal neu überlegen, ob ein Schulwechsel in Frage kommt.


Gruß Steffi


Zitat (steffi-n @ 28.10.2009 09:59:26)
Also wenn ich mich richtig erinnere, bekommt man die Gürtelrose dann, wenn man in der Vergangenheit bereits Windpocken hatte und dann erneut mit dem Erreger (ein Herpes-Erreger, nicht der Lippen-Herpes-Erreger!) in Kontakt kommt. Aber es kommt auch nur dann zur Gürtelrose, wenn das Immunsystem geschwächt ist.


Ja und Nein.

Man muss den Windpockenvirus bereits in sich haben.
Er verkapselt sich und kann sich irgendwann selbst reaktivieren.
Allerdings nicht durch erneuten Kontakt mit dem Erreger, sondern durch alle möglichen anderen Vorkommnisse; in den meisten Fällen durch Stress, bei geschwächtem Immunsystem.

Und es ist tatsächlich so, Körper und Psyche brechen erst zusammen, wenn der Stress eigentlich vorbei ist.
Wenn es heiß her geht, dann wissen beide, "wir müssen uns aufrecht halten".
Tritt die Ruhephase ein, dann heißt es "jetzt können wir uns fallen lassen".

Wichtig bei der Gürtelrose ist, dass sie gut behandelt wird und ausheilt. Sonst kann es zu dauerhaften Nervenschmerzen führen.

Was die Schule angeht, warum denn ganz runter vom Gymnasium. Kann sie nicht auf ein anderes gehen?

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Also im Moment ist es so, dass die Gürtelrose am abheilen ist, und sie auch wieder zur Schule geht.
Das Gymnasium wechseln könnte sie , aber ich denke nicht, dass DIESE Schule das Problem ist, sondern der Wechsel an sich und der Anspruch, den das Gymnasium an die Kinder stellt.
Mit den Kindern in ihrer Klasse kommt sie gut klar, und sie pflegt sowohl die Grundschulfreundschaften, wie auch die Neuen.
Ich will einfach nicht, dass sie nur Nackenschläge (sprich schlechte Noten) einstecken muss, und das Selbstbewusstsein irgendwann im Keller liegt. Das der "Schlafvirus" wieder aktiv wurde, ist ja auch ein Anzeichen dafür,das sie Schwierigkeiten hat den Wechsel zu verarbeiten.
Ich denke wir müssen jetzt einfach mal abwarten und ein nettes Gegenprogramm starten :D
Und das heisst Spass, Spass, Spass :eis: (sofern die Zeit denn mal über ist)
Hello Sydney


Zitat (HelloSydney @ 28.10.2009 09:10:05)
Also ich finde das ziemlich heftig. Habe jetzt ernsthaft überlegt ob ich sie vom Gymnasium nehme, denn Abitur um jeden Preis?? Nee danke! Mein Mann sagt ich soll nicht so schnell das Handtuch werfen und die >Kleine< will auf gar keinen Fall runter.

Also, wir sind da auch gerade durch. Töchterlein hatte in der Grundschule auch 1 und 2er. In Klasse 5 und 6 rutschte Sie auch ganz schön ab, das ist aber ganz normal.
Die Anforderungen steigen (ist ein Gymnasium und keine Hauptschule) und die Schüler müssen mehr lernen und das bei mehr Fächern als in der Grundschule. Da deine Tochter auch da bleiben will, würde ich Sie dort zumindest bis Ende Klasse 6 drauf lassen. Danach sieht man weiter. Wichtig ist auch der Kontakt zu ihren Lehrern.

Wenn sie Spaß an der Schule hat, und ausser den hohen Anforderungen keine Probleme auftreten (existenzieller Stress mit den neuen Freundinnen, ect), würde ich sie nicht vom Gym nehmen.

Klar, das ist fies viel Arbeit und alldas, aber ganz ehrlich: Ich finde, Schule ist nun mal keine Spaßveranstaltung und je früher die Kids lernen, altersgemäß hart zu arbeiten um Erfolg zu haben, desto leichter werden sie es später haben.

Mir flog in der Schule immer alles zu, auch in der Oberstufe und im Abi, die "Klatsche" hab ich dann erst an der Uni bekommen. Ich bereue es, dass ich es erst mit 20 gelernt habe, für meine Erfolge zu arbeiten und eben nicht alles für selbstverständlich zu halten.

Wenn deine Kleine das jetzt schon lernt, ist das gar nicht mal schlecht.

Natürlich darf sie daran nicht kaputt gehen - aber wenn ihr sie jetzt beim ersten Anzeichen von Stress schon in Watte packt und sie den Anforderungen entzieht, lernt sie, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen.


Bei mir wars der Start ins Gymnasium ähnlich.. in der Grundschule nur 1er und 2er gehabt, im Gymnasium plötzlich zwischen 3 und 4 rumgedümpelt. Zu der Zeit war ich auch viel krank.. Herpes, Erkältungen... Das war frustrierend, ich wars halt nicht gewöhnt und es war eh alles neu... Zur 6. Klasse hab ich mich in meinen starken Fachern stabilisiert (in Mathe und den Naturwissenschaften hatte ich zeitlebens Probleme). Ab der 9. Klasse gings insgesamt Bergauf, in Mathe war ich nach wie vor schlecht, aber das ist ja egal - ich hab ein gutes Abi gemacht und studiere jetzt Englisch und Publizistik und bin froh, diese Möglichkeit zu haben.

Ah, ganz wichtig: meine Eltern haben mich immer bestärkt, nicht geschimpft, wenn schlechte Noten kamen, mich ermutigt weiterzumachen und mir immer das Gefühl gegeben, dass diese Noten nichts über mich aussagen.

Bearbeitet von werschaf am 28.10.2009 15:30:57


Gürtelrose und Neurodermitis haben einen gemeinsamen Feind und der heisst *Stress*. Und Stress schlägt sich auch auf das Seelenleben! Da steht man so ziemlich unter Druck und der Körper *wehrt* sich mit solchen oder schlimmeren Krankheiten.
Nein, ich bin kein Arzt, habe es nur bei einigen Freunden miterlebt!
Mein Rat... entweder das Kind da raus zu nehmen und es später noch mal zu versuchen und natürlich niemals über die etwas schlechteren Noten zu schimpfen!
Wie *werschaf* schon sagt... immer Mut machen, und Halt und Verständnis zeigen!
Alles liebe! :blumenstrauss:


Hochgradige Stressprobleme sind meiner Tochter und mir nicht fremd... gerade am Gym (Tochter ist mit Morbus Meniére erblich gestraft, googelt das mal).
Der Befund Gürtelrose läßt in dem Alter leicht auf Stress schließen, Euer Arzt hat nicht unrecht.
Ist doch die Haut wie alle anderen Sinnesorgane erster Indikator, wenn irgendwas seelisch massiv schiefläuft. ;) Vielleicht fühlt sie sich auf dem Gym gar nicht so gut, wie sie angibt?
Bei meiner Maus und ihren Ohren hat Anti-Stress-Akupunktur lange und sehr gut angeschlagen (wird am Ohr gemacht, Ohrakupunktur).
Ist leider nicht billig, da Privatleistung und keine Kasse übernimmt das - aber den Versuch absolut wert.
Redet mal mit einem guten HNO :blumen: oder Akupunktur-Spezialisten.
Das Schöne: Medikamente fallen weg, es ist viel körperverträglicher!


Auch mein Bruder htte vor einiger Zeit die Gürtelrose und die ist durch Streß gekommen.
Meine Enkelin geht auch auf das Gymmi und ihr ist die Umstellung recht schwer gefallen. Sie hat sich aber nun wieder gut gefangen.Miene Meinung ist,wenn es eure Tochter nicht möchte die Schule zu wechseln,dann laßt ihr den Willen. Sie kann sich ja später auch noch entscheiden,ob sie wechseln will oder nicht.Bitte denkt immer daran das Kind zu loben wenn sie wieder eine gute Zensur hat.Das hat meiner Enkelin auch immer gut getan. :daumenhoch:



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