Winnenden, sind Eltern immer haftbar?


Es wird ja gerade entschieden ob der Vater wegen Beihilfe zur Tötung verurteilt wird.
Was denkt ihr darüber?

Meine Meinung: Waffen gehören in gar keinen Privathaushalt, wenn dann sind es gefährliche Sportgeräte und müssten entsprechend aufbewahrt werden. Der Vater hätte, wenn er schon zuhause Waffen hat, sie dementsprechend sichern müssen, dass finde ich in Ordnung, Fahrlässigkeit. Jedoch wie sagte eine Mutter eines Opfers, er wollte einen Sohn großziehen und keinen Amokläufer.
Wäre es jetzt rechtens den Vater in die Öffentlichkeit zu zerren und ihn für die Taten seines Sohnes zur Verantwortung zu ziehen?


ich sehe es so wie du, dass fahrlässigkeit vorlag und er einen prozess gemacht bekommt.

Und ja, er muss 'an die öffentlichkeit gezerrt' werden. Das hat etwas mit einem fairen verfahren zu tun. Klingt erstmal verwegen, aber ich versuchs mal zu erklären:
prozesse sind in deutschland öffentlich, also für jeden zugänglich, damit diese öffentlichkeit weiß, was in den gerichten passiert. Das ist eine art kontrollfunktion.
Dass bei so einem prozess das interesse (sensationsgeilheit?) größer ist als bei anderen, ist klar.

Und dass der vater das alles nicht gewollt hat, ist ja grade ein merkmal von fahrlässigkeit. Fahrlässigkeit ist die juristische übersetzung von 'ooops, das wollte ich nicht, ehrlich!'. Nun ist durch seine achtlosigkeit eben ein unglück geschehen (wahrscheinlich)...


Zitat (grizzabella @ 20.09.2010 08:13:27)

Wäre es jetzt rechtens den Vater ... für die Taten seines Sohnes zur Verantwortung zu ziehen?

moin grizzabella,

ich bin kein Richter, aber nach meinem Rechtsempfinden kann man den Vater nicht zur Verantwortung ziehen für die Taten des Sohnes.
Der Vater wird sich aber für seine Fehler verantworten müssen - was die Aufbewahrung von Waffen und Munition angeht, gibt es hierzulande eindeutige Vorschriften, die er eindeutig nicht befolgt hat. Insofern trifft ihn schon eine Mitschuld, zumal die Eltern von den psychischen Problemen des Sohnes gewusst haben (sollen) :mellow:

btw: wie bestraft man jemand, der schon bis ans Ende seiner Tage gestraft ist... :unsure:

Ich weiß nicht ob es noch mehr Kinder gibt, jedoch würde er ja durch das an die Öffentlichkeit zerren nirgends mehr als Mensch mit Familie angesehen sondern immer als der Vater, Bruder, Schwester des Amokläufers von Winnenden.

Bis wann ist man für die Taten der Kinder gesetzlich verantwortlich?? Moralisch klar ein Leben lang. Kann man jetzt Eltern, Ehepartner von Kinderschändern, Mörder vor Gerich stellen?? Z.B. der 14 jährige der das Mädchen in den Schacht geworfen hat, Verletzung der Aufsichtspflicht??

Ich empfinde es als nicht gerecht, wenn man der Familie jetzt ein Chance auf ein normales Leben versaut, jedoch Kinderschänder wieder ohne Veröffentlichung ins Leben und unsere Nachbarschaft? entlässt.

Alkoholfahrer?? Meist wissen die Angehörige und Nachbarn dass da einer öfters betrunken fährt, Unterlassung??

Bei uns sind 3 junge Menschen durch einen betrunken Fahrer ums Leben gekommen, seine Frau fuhr in einem anderen Wagen hinter ihm, das ganze Dorf wußte er ist Alkoholiker, jetzt werden Vorwürfe laut.

Bis zu welchen Punkt sollte ich als Elternteil, Ehepartner, Bürger zur Verantwortung gezogen werden.

@compensare
Wieviel pubertierende Teenies haben keine seelische Probleme?? Wegen den Waffen auf alle Fälle, da sollte sogar von Bundesebene härtere Gesetze geben.

Bearbeitet von grizzabella am 20.09.2010 08:48:42


nochmal zurück zum Vater des Amokläufers:
Der Vater hätte seine Waffe und Munition entsprechend der gesetzlichen Vorschriften aufbewahren müssen. Durch die Missachtung der Vorschriften hat er sich nun mal strafbar gemacht, sowas kann jedem passieren, der sich nicht an die entsprechenden Vorgaben hält. Schlimm für ihn, dass es in diesem Fall so schreckliche Folgen nach sich zog, aber das ändert nichts an seinem fahrlässigen Handeln und das werden die Richter sicher mit berücksichtigen.
Fakt ist nun mal, dass jeder, der im Privathaushalt Waffen und Munition aufbewahrt, sich seiner Verantwortung bewusst sein muss und deshalb gelten eben diese strengen Aufbewahrungs-Vorschriften. Sonst könnte ja jeder Hans Franz beim Jäger aus dem Nachbardorf mal rasch Waffen und Munition stibitzen, ohne sich groß anzustrengen.


Jeder ist für das haftbar, was er selbst getan hat. Man kann den Vater nicht zur Rechenschaft ziehen für die Morde, die sein Sohn begangen hat- Sippenhaft ist hierzulande zum Glück nicht üblich, wenngleich es auf "sozialer Ebene" durchaus praktiziert wird- wer will schon was zu tun haben mit dem Vater von 'nem Vergewaltiger, der Mutter eines Mörders oder so... juristisch ist der Vater dafür aber nicht verantwortlich sondern er ist nur für die (grobe?) Fahrlässigkeit, die Waffen ungesichert in der Wohnung zu lagern, angeklagt.

Dass er, seine Frau und der Rest der Familie jetzt "geächtet" und geschnitten werden, steht auf einem anderen Blatt.


Zitat (grizzabella @ 20.09.2010 08:13:27)
Wäre es jetzt rechtens den Vater in die Öffentlichkeit zu zerren und ihn für die Taten seines Sohnes zur Verantwortung zu ziehen?

der sohn hat gemordet, nicht der vater. doch er hat die waffe nicht ordnungsgemäß gesichert. das sollte verhandlungsgegenstand sein.

der sohn wäre gewiss auch ohne diese waffe amok gelaufen. vielleicht an einem anderen tag. und mit einer anderen waffe. das vorhaben hatte er gefasst. die wahl der waffen war gewiss zweitrangig.

eltern sind nicht für alles verantwortlich. denn kinder sind nicht nur das produkt ihrer eltern und der erziehung. sie entwickeln eigene gedanken und ein eigenes gewissen, losgelöst von den eltern.

Cambria, kleine Korrektur....nicht alle Prozesse sind öffentlich!

Und was den Täter betrifft, er hat sich seiner Schuld entrissen.

Was den Vater betrifft, er sollte nicht für die Tötung die sein Sohn vorgenommen hat zur Rechenschaft gezogen werden, sondern wirklich weil er die Waffen nicht gesichert hat.

Und vielleicht auch, weil ein Sohn der so Amok läuft ggf. auch eben die Eltern nicht mehr als Bezugsperson hatte...also ich will damit sagen, man könnte auch mal schauen in wie fern die Eltern "zugesehen" haben bis es soweit kam.

Ist schwer zu erklären, ich meine man sieht manchmal sowas ja nicht, aber der Junge muss ja vorher nen Knacks schon gehabt haben und irgendwoher kommt der doch. Das würd mich mal intressieren. Meist ists ja die Familie, bevor man durch Computerspiele total austickt.... (zumindest glaube ich das mal so)


oh brinarina scheint fachfrau zu sein!
Da es hier aber weder um minderjährige als tatbeteiligte oder opfer geht und es sich nicht um einen familienrechtlichen fall handelt, dachte ich, man könnte auf die ausnahmen vom öffentlichkeitsgrundsatz verzichten.


Zitat (Brinarina @ 20.09.2010 10:34:00)
Meist ists ja die Familie, bevor man durch Computerspiele total austickt.... (zumindest glaube ich das mal so)

ja ja die "Bösen" Computerspiele... bist du aber schön auf den Zug aufgesprungen den die Medien und die Politik abfahren lassen haben... sorry das ist so was von daneben... könnte mer auch sagen er hat Mathematikschulbücher im Schrank er hat sein Erfolgsquote vorher berechnet...

Ich hab geschrieben Nachi das vorher schon was schief lief und ggf. dann Computerspiele den Rest dazu geben.
Ich bezog das nicht auf diesen einen Fall, sondern vielmehr allgemein, und doch, klar beeinflussen Computerspiele unser Leben.
Wieviele von den Zockern gibts denn noch, die direkt aufhören können und nie mehr den PC anmachen?

Ich spiele selbst....und man brauch gar nicht alles so runter zu spielen, nicht zu hoch, aber eben auch nicht runter.

Cambria, ich sagte nur, weil du es verallgemeinert hast, das nicht jeder Fall gleich öffentlich ist. Meine Schwester hatte nen Prozess weil sei nen Auto anfuhr, der wurde nicht öffentlich gehalten.
Durfte nicht jeder rein, dabei nur Sachschaden....

Also.
Danke

Außerdem, da du bestimmt Rechtsanwältin bist, so wie du dich ausdrückst, dann scheinst du ja eher die Fachfrau zu sein, nehme ich an...

Edit: Es geht auch nicht um ein Spiel selbst, es war vielleicht unglücklich ausgedrückt Nachi, ich meine nur das ich gesehen hätte das der Junge auch viel Computer gespielt hatte, wurde gezeigt. Und Computerspielen kann!!! süchtig machen und was es vor allen Dingen macht, aus eigener Erfahrung, es desozialisiert. Man hat weniger Kontakt zur Außenwelt.

Warum verteidigst du eigentlich Computerspiele so extrem? Sofern du dich angesprochen fühlst, ich hab dich aber nicht angesprochen.

Bearbeitet von Brinarina am 20.09.2010 12:28:12


brina, mein beruf spielt keine rolle. Aber da du angefangen hast, korinten zu ... äh... produzieren, dachte ich mir, wo ich schon mal da bin, sortiere ich sie gleich.
Um auf den fall zurück zu kommen: der ist deshalb öffentlich, weil keine der ausnahmen zutrifft. Jedenfalls nicht nach meiner kenntnis.


Zitat (Brinarina @ 20.09.2010 12:24:32)
Ich hab geschrieben Nachi das vorher schon was schief lief und ggf. dann Computerspiele den Rest dazu geben.
Ich bezog das nicht auf diesen einen Fall, sondern vielmehr allgemein, und doch, klar beeinflussen Computerspiele unser Leben.
Wieviele von den Zockern gibts denn noch, die direkt aufhören können und nie mehr den PC anmachen?

Ich spiele selbst....und man brauch gar nicht alles so runter zu spielen, nicht zu hoch, aber eben auch nicht runter.


und genau dieses verallgemeinern geht mir auf den Geist...
hier könnten wir auch das Fernsehen aufführen, dort zeigen sie uns viel schlimmeres... denn die Toten bei Computerspielen lösen sich in Luft auf usw und werden nicht wie im Fernsehen noch in allen Einzelheiten gezeigt...
Süchtige gibt es wirklich, warum auch nicht, denn Sucht ist nicht an ein Medium gebunden und Sucht ist eine Krankheit und von so einem Süchtigen habe ich noch nicht gehört das er "Amok" gelaufen wäre, denn er hängt in seiner Pixelwelt fest...

Zitat
Edit: Es geht auch nicht um ein Spiel selbst, es war vielleicht unglücklich ausgedrückt Nachi, ich meine nur das ich gesehen hätte das der Junge auch viel Computer gespielt hatte, wurde gezeigt. Und Computerspielen kann!!! süchtig machen und was es vor allen Dingen macht, aus eigener Erfahrung, es desozialisiert. Man hat weniger Kontakt zur Außenwelt.

und hier schon wieder verallgemeinert... er hat gespielt das kann süchtig machen aber zum Amokläufer?
nee liebe Brinarina so wird es nix... viel zu oberflächlich gedacht.... hier liegt es auf der Hand was ihn zum Amokläufer werden lassen hat, der Zugang zu einer Waffe...

Zitat

Warum verteidigst du eigentlich Computerspiele so extrem? Sofern du dich angesprochen fühlst, ich hab dich aber nicht angesprochen.

nee voll den Falschen erwischt, der sich nur vor Jahren noch Lara reingezogen hat weil die Dame so geil aussah... :P

Ich verteidige nicht die Spiele(einige sind wirklich Grausam), ich habe nur was gegen die Argumentation und die Verallgemeinerungen das Computerspiele den Bösen Menschen aus uns heraus holen...
Solche Taten gab es schon bevor es Computerspiele gab, nur da hat die Presse eben nicht rund um den Erdball berichtet als wäre es vor der Tür passiert... da war zum Beispiel die Neue Welt noch weit weg und die Telegramme aus denen solche Taten entnommen werden konnten, hatten nicht soviel Aussagekraft wie das bewegte Bild heute...

Ja Nachi, im Grunde gebe ich dir vollkommen recht. Ehrlich. Es ist nicht das Computerspielen was einen zum Ammoklauf anspornt, es sind die Taten die vorhergehen.
Ggf. keine sozialen Kontakte, schlechtes Elternhaus, schlechter Umgang etc. Aber nur weil eine Waffe offen steht wird nicht auch gleich einer zum Ammokläufer.
In so fern verallgemeinerst du ja auch.
Ich würds nur gut finden wenn man den eigentlichen Grund rausfindet, für die Zukunft um so schlimme Taten früher erkennen zu können.
Der hat doch nen Grund gehabt warum er anfing zu töten. Keiner tötet nur weil ne Waffe rum steht....


nein, aber es beschleunigt die sache ungeheuerlich.


Waffen bringen niemanden um... nur derjenige der den Abzug betätigt!

Klar, der Junge hatte die Gelegenheit die Knarre vom Papi zu holen und somit war es für ihn als "Ausenseiter" ein leichtes... zumindest um einiges leichter als auf dem Schulhof... einfach zu zugreifen.

Ich bin Sportschütze und kann sagen dass die (Waffen-)Gesetze in Deutschland schon auf sehr hohem Niveau sind... weit höher als in den meisten anderen EU-Staaten! Aber es ist nun mal wie mit jedem anderen Gesetz auch... man muss sich dran halten und wenn man es mißachtet passieren (teilweise) schlimme Dinge.
Erschreckender finde ich es, dass die hohen Herren Politiker (auf Grund mangelnder Angestellten und des kleinen Budgets) sogar daran gedacht haben 1-€-Jobber als Kontrolleure einzusetzen... als ob ich einem der von Waffen keine Ahnung hat und dazu noch (mehr oder weniger) der sozial "untersten Schicht" entstammt freiwillig zugang zu meinen Sportgeräten gewähren würde. :wacko:

Auch die bösen PC-Spiele, die Metalmugge (oder Rap oder HipHop oder von mir aus auch der ohrenquälende Musikantenstadel), die brutalen Filme und die unzensierten Nachrichten sind Schuld. Ist ja auch viel einfacher die Bösewichte da zu suchen wo sie eh jeder vermutet... bestes Beispiel: bei der heiligen Kirche vermutet man auch keine Kinderschänder... und schwups sind die da... ein paar hundert Einzelfälle... kann man auch mal ignorieren und totschweigen!

Ich mein, wenn schon einen schuldigen suchen, warum dann nicht die Gesellschaft an sich?
2 Klassengesellschaft, (teilweise bewusst/beabsichtigt) fehlgeschlagene Migration, Mobbing wohin das Auge reicht, Eltern die beide ganztags arbeiten müssen um den Kids die Playstation zu finanzieren... wenn ein Lehrer mal ne Strafarbeit verteilt wird mit dem Anwalt gedroht und bei ner schlechten Note hat jeder schuld nur nicht das eigene Gör welches sich die Schulzeit mit Drogen versüßt und nebenher noch hin und wieder was mitgehen lässt.

Soll ich euch mal was sagen... diese geheuchelte Sch***e geht mir voll gegen den Strich!
Aufm Schulhof hätt ich damals für 100 Mark eine scharfe Waffe samt Munition bekommen und ich weiß von ein paar die noch zur Schule gehen dass der Preis nicht wirklich gestiegen ist.

Sich gegen Waffen im Privathaushalt auszusprechen ist eine einfache Methode das Gefahrenpotential zu verschieben... Waffen basteln kann jeder (dank dem www noch leichter wie früher) der das möchte. Egal ob Bomben, Hieb- Stich- oder Schußwaffen. Geht mal ins Gefängnis und fragt die Wärter was die schon alles gefunden haben... und das bei Jungs (und Mädels) die eigentlich keine Möglichkeit haben sowas zu besitzen. Welche Möglichkeiten eröffnen sich dann erst einem Psychopaten in "freier Wildbahn"?

Und zu dem Vater (ich möchte das was er verbockt hat in keinster Weise entschuldigen!!!) möchte ich sagen, dass eigentlich jedes Elternteil sowas nie vom eigenen Kind für möglich hält und ihm vertraut... Psychokrankheit hin oder her. Und egal wie gut man den Schlüssel versteckt oder die Kombination verheimlichen möchte... früher oder später bekommt es immer jemand raus wenn er das möchte. (Und wenns nur über eine Minicam geht... aber schaffen tut man es bestimmt wenn man freien Zugang zum Haus hat.)


Und Hier ist wohl der Staat schuld :pfeifen: oder wer sonst ?

Zitat aus dem Link oben:

Die Täterin, so viel weiß die Staatsanwaltschaft bislang, war bis zum Jahr 1996 Mitglied in einem Schützenverein in Moosbach, nahe Heilbronn. Ob sie nach dieser Zeit in einen anderen Verein eintrat, wird noch geprüft. Im Landkreis Lörrach, wo sie vor der Tat wohnte, war sie nach Angaben des Deutschen Schützenbundes nicht Mitglied eines Schützenvereins.
Dennoch hatte sie vier Sportwaffen in ihrem Besitz, drei Gewehre und die Tatwaffe.

Also funktioniert nicht mal die Kontrolle der angemeldeten Waffen. :pfeifen:


Zitat (wurst @ 20.09.2010 20:06:51)
Also funktioniert nicht mal die Kontrolle der angemeldeten Waffen. :pfeifen:

Die Kontrollen sind sowieso nur Stichproben... für lückenlose Kontrollen fehlt Geld und ausgebildetes Personal!
Zudem sind die Kontrollen sowieso ein Witz!

Wenn ich z.B. nicht zuhause bin kann meine Frau die an der Türe abwimmeln (außer es besteht ein begründeter Verdacht und die haben eine Durcsuchungsbefehl... was bei der Kontrolle aber eigentlich nicht der Fall ist). Wenn ich zuhause bin dürfen die meine Waffen im Tresor kontrollieren... sollte ich aber zuhause sein muss die Waffe nicht im Save liegen, denn ich kann zuhause die Knarre rumtragen zur technischen Durchsicht oder zum Reinigen... ich darf sie nur nicht aus den Augen lassen. So, die kommen also und guggen... alles i.O. dass ich aber vielleicht neben dem Tresor einen Schrank voller illegaler Waffen hab sehen die nicht... und dürfen die auch nicht nachsehen. Also müssen nur alle Jäger und Sportschützen die irgendwas illegales haben ihre Munitionsvorräte und legalen Waffen sortieren und den Rest in einem anderen Raum lagern. Kontrolle erfolgreich und alle sind happy.

Und was bringt der ganze Affentanz dann? Eigentlich nix... das Zeug was bisher gefunden wurde war denen garnicht bewusst dass es nicht angemeldet war... Dachbodenfunde und so was in der Art... bzw. bei Jägern teilweise noch die Jagdmesser die nicht mehr zulässig sind.

Was etwas bringen würde wären unangemeldete Kontrollen und dabei durchsuchungen der ganzen Wohnung... allerdings müsste man das dann bei jedem machen, nicht nur bei legalen Waffenbesitzern... und wozu das führen würde möchte ich mir nicht mal ausmalen!

@Schwaller
--gg--- auch wenn du jetzt HB Männchen spielst ............... Wenn man Kinder hat, dann sorgt man dafür dass keine gefährlichen Dinge rum liegen .............. Waffen sind mehr wie gefährlich ............ ich bin auch dagegen dass mein 4 Jungs sich Spielzeugwaffen kaufen ..... sie konnten sich welche schnitzen ...okay ........ aber Waffen haben in einem Privathaushalt nichts zu suchen da die Kontrolle nicht gewährt ist ............ wir sind hier nicht in Amerika oder haben wieder das Faustrecht eingeführt.

Die Spiele und alles ist ganz klar auch eine Sache des Umgangs und des Gespräches mit den Kindern.

Lörrach zeigt dass die Hemmschwelle wenn Waffen zuhause sind niedriger ist.
Ich stelle die Behauptung auf, dass wenn einer sich die Waffe erst besorgen muss, dass nur noch ein kleiner Teil dieser Nachrichten ablaufen, da es dann einfach Zeit braucht.


Jedesmal bei einem Amoklauf sind es Sportschützen und deren Angehöriger ............ ich kenne keinen Sportschützen bei mir im Bekanntenkreis und auch keinen Amiokläufer--gg----


Du hast recht, man müsste die soziale Betreuung in Kigas und Schulen durch ausgebildetes Personal schulen.

Der Satz in Winnenden einer Lehrerin, der Schüler war immer unauffällig. Wurde von seinen Mitschüler Mof genannt Mann ohne Freunde!!!!!!
Welches normale Kind ist unauffällig ... testet nie Grenzen macht Blödsinn ob positiv oder negativ .......... fällt auf durch sienen Charakter ....... zeigt Emotionen



und sag mal in was für einer Schule warst du denn ................ ?????????????


Wenn jemand so verzweifelt ist und einen Amoklauf begehen will, dann wird er sich die Mittel dazu besorgen, egal wie. In einem Artikel habe ich gelesen, dass der Junge sich immer mehr in sich zurückzog und die Eltern mehr oder weniger hilflos danebenstanden. Der Vater war zuletzt froh, dass er sich für das Sportschießen interessierte, da es endlich etwas gab, über das er wieder eine Verbindung zu seinem Sohn bekam. Dass er Sohn zu dem Zeitpunkt schon längst jenseits aller Hilfe war, wusste er nicht.

Im Endeffekt ist glaube ich gerade die Tatsache, dass der Junge in einer normalen Familie ohne viele Krisen aufwuchs, gut versorgt war und eben nicht auffällig, der Grund, warum jetzt alle panisch nach Gründen suchen (die bösen Waffen, die bösen Computerspiele, die böse Musik). Hat man den Grund gefunden und verboten, kann man sich beruhigt zurücklehnen, denn jetzt hat man ja alles getan um den nächsten Amoklauf zu verhindern. Schaut euch die Werther-Selbstmorde zu Zeiten Goethes an. Da gab es keine Ballerspiele, kein Fernsehen, was war es da schuld? Ein böses ... Buch! Bei dem heute kein Mensch mehr denken würde "oh mein Gott, der dreht gleich durch" wenn man es im Regal stehen sehen würde.


Zitat (grizzabella @ 21.09.2010 11:01:11)
@Schwaller
--gg--- auch wenn du jetzt HB Männchen spielst ............... Wenn man Kinder hat, dann sorgt man dafür dass keine gefährlichen Dinge rum liegen .............. Waffen sind mehr wie gefährlich ............ ich bin auch dagegen dass mein 4 Jungs sich Spielzeugwaffen kaufen ..... sie konnten sich welche schnitzen ...okay ........ aber Waffen haben in einem Privathaushalt nichts zu suchen da die Kontrolle nicht gewährt ist ............ wir sind hier nicht in Amerika oder haben wieder das Faustrecht eingeführt.

Die Spiele und alles ist ganz klar auch eine Sache des Umgangs und des Gespräches mit den Kindern.

Lörrach zeigt dass die Hemmschwelle wenn Waffen zuhause sind niedriger ist.
Ich stelle die Behauptung auf, dass wenn einer sich die Waffe erst besorgen muss, dass nur noch ein kleiner Teil dieser Nachrichten ablaufen, da es dann einfach Zeit braucht.


Jedesmal bei einem Amoklauf sind es Sportschützen und deren Angehöriger ............ ich kenne keinen Sportschützen bei mir im Bekanntenkreis und auch keinen Amiokläufer--gg----


Du hast recht, man müsste die soziale Betreuung in Kigas und Schulen durch ausgebildetes Personal schulen.

Der Satz in Winnenden einer Lehrerin, der Schüler war immer unauffällig. Wurde von seinen Mitschüler Mof genannt Mann ohne Freunde!!!!!!
Welches normale Kind ist unauffällig ... testet nie Grenzen macht Blödsinn ob positiv oder negativ .......... fällt auf durch sienen Charakter ....... zeigt Emotionen



und sag mal in was für einer Schule warst du denn ................ ?????????????

Auf welcher Schule ich war tut zwar nix zur Sache... aber es war eine ganz normale Realschule... wobei ich auch Kumpels am Gymnasium hatte die von Waffendeals auf dem Schulhof erzählt haben.

Ich geh auch nicht durch die Decke wie das HB-Männchen, weil eben die gefährlichen Waffen nicht einfach zuhause "rumliegen" sondern ordentlich in einem Tresor.

Mein Kleiner weiß dass ich schieße und er darf auch "schießen spielen"... z.B. als Cowboy an Fasching. Er bekommt von uns keine Pistolen oder Gewehre als Spielzeug, sondern baut diese eben aus Lego oder nimmt Holzstöckle. Aber das hab ich als Kind auch gemacht ohne dass mein Vater Schütze ist!
Außerdem lernt er von mir dass die Dinger eben gefährlich sein können und dass man nur auf Zielscheiben und nie auf Manschen schießen darf... nicht mal im Spiel!

Lörrach zeigt meiner Meinung nach nur, dass es nicht auf ein bestimmtes Klientel einzugrenzen ist. Der zurückgezogene Schüler auf der einen Seite und die Anwaltsmutter auf der anderen Seite...

Worüber sich die Psychologen aber einig sind ist, dass ein Amoklauf in der Regel nicht spontan geschieht, sondern meist sehr gut vorbereitet werden und das braucht Zeit. Also nix mit mal eben die Wumme ausm Schrank und losballern. Tim hat seinen Vater dazu gebracht 1000 Schuß zu kaufen... das macht man nicht spontan am Tattag. Die Dame hatte mit ihren 300 Schuß Munition auch ein bestimmtes Ziel, und nicht nur mal eben Wahllos um sich geschossen.

Außerdem hat sie ihr Kine erstickt und nicht erschossen... wenn sie die Schußwaffen nicht gehabt hätte wäre das Kind trotzdem nicht mehr am Leben. Traurig sowas!

Bearbeitet von Schwaller am 21.09.2010 22:45:56

Ich hab mit Waffen nix am Hut, eher hab ich Angst davor.

Es gibt doch die nette Werbung wegen dem Internet, wo einer nach dem anderen nach den Sohnemann frägt und dann in sein Zimmer geht.
Da heißt es zum Schluss : Im wahren Leben würden sie ihre Kinder davor beschützen

Das Prob ist doch, dass die kontrollen und die Überwachung derjenigen die Waffen haben nicht funktioniert, also ergo sollten die Waffen an wenigen Punkten gesammelt werden und nur da herausgegeben werden.
Für was brauchst du deine Waffe zuhause du schießt doch nur im Verein mit ihr???

Ich glaub dir das du verantwortlich mit deinen Waffen umgehst, aber leider nicht alle. Gerade dann verstehe ich nicht was dagegen spricht Waffen im Verein zu lassen, gut wenn einer unbedingt will besorgt er sich eine, vielleicht kann man aber 1-2 solche Taten damit verhindern--> und dabei rettet man Leben.

@schwaller ... war spaßig gemeint, wir haben da wohl verschiedene Meinungen, find ic h aber auch okay, ich lese genau was du schreibst und will es verstehen.


Zitat (grizzabella @ 22.09.2010 07:44:07)
Gerade dann verstehe ich nicht was dagegen spricht Waffen im Verein zu lassen, gut wenn einer unbedingt will besorgt er sich eine, vielleicht kann man aber 1-2 solche Taten damit verhindern--> und dabei rettet man Leben.


Das wäre wünschenswert, aber auch nicht praxistauglich. Die "Waffenkammern" müssten mit großem Aufwand gebaut, bewacht und verwaltet werden. Die Waffenlobby ist auch nicht gerade klein.
Außerdem gibt es auch noch genug andere Möglichkeiten um Menschen zu töten. Dem Jungen hätte es eh nicht geholfen und welche Mutter tötet ihr eigenes Kind. Nach dem heutigen Gesetz dürfte sie gar keine Waffen mehr besitzen, aber es gibt nicht genug Personal die das alles genau kontrollieren können.
Ich befürchte solche Taten sind nie ganz zu verhindern.

[QUOTE=grizzabella,22.09.2010 07:44:07]Für was brauchst du deine Waffe zuhause du schießt doch nur im Verein mit ihr???[/QUOTE]

Ich schieß in verschiedenen Vereinen und bei verschiendenen Wettkämpfen. unter Anderem auch auf Schießbahnen die kein Schützenhaus dabei haben. Ich möchte einfach nicht jedes Mal einen heiden Umweg in kauf nehmen müssen um vorher meine Waffen abzuholen. Ein Tennisspieler will seinen Schläger auch nicht erst im Vereinsheim holen wenn er auf einen anderen Platz will, oder?

Außerdem muss man die Waffen auch reinigen oder reparieren oder umbauen (z.B. andere Griffschalen dran machen) und das ganze Gerödel möcht ich nicht immer mit mir rumschleppen müssen. Ich hab nur einen PKW. ;)

Übrigends gibt es auch noch Jäger, deren Waldstücke (Jagden) sind auch nicht immer in der Nähe einer "Waffensammelstelle"... und wenn die bei einem Wildunfall hinzugerufen werden zur Nachsuche und müssen erst noch ne Stunde fahren um ihr Gewehr zu holen ist weder Mensch (verletzte Tiere können unberechenbar sein) noch dem Tier geholfen.

[QUOTE=grizzabella,22.09.2010 07:44:07Ich glaub dir das du verantwortlich mit deinen Waffen umgehst, aber leider nicht alle. Gerade dann verstehe ich nicht was dagegen spricht Waffen im Verein zu lassen, gut wenn einer unbedingt will besorgt er sich eine, vielleicht kann man aber 1-2 solche Taten damit verhindern--> und dabei rettet man Leben.[/QUOTE]

Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht animiert man dann noch mehr sich die Waffen durch Einbrüche ins Schützenhaus zu beschaffen... denn die wissen dann dass da 100%ig Waffen zu finden sind.
Ich kann leider nicht in die Zukunft blicken, aber wenn man mir garantieren könnte, dass es keine Amokläufe mehr geben würde wenn ich meine Waffen in irgendeiner Zentralen Stelle abgebe und nur zum Schießen hole, dann würd ich das machen... aber solange "nur" ein vielleicht und Mutmaßungen rauskommt hoffe ich einfach dass unsere Politiker sich nicht zu irgendwelchen "Schnellschüssen" in der Gesetzgebung hinreisen lassen die nacher eh wieder nach hinten los gehen!

[QUOTE=grizzabella,22.09.2010 07:44:07]@schwaller ... war spaßig gemeint, wir haben da wohl verschiedene Meinungen, find ic h aber auch okay, ich lese genau was du schreibst und will es verstehen.[/QUOTE]

:freunde: Passt schon. Ich möcht auch niemand von seiner Meinung abbringen, ich möchte lediglich dass die Waffengegner nicht unbedingt das "Bildzeitungsgewäsch" nachplappern, sondern sich Gedanken machen warum es so gemacht wird es evtl. mal aus Sportschützensicht betrachten... ich kann mich z.B. sehr gut in die Lage der Waffengegner versetzen. Schließlich bin ich nicht nur Sportschütze sondern auch Vater!

Allerdings rege ich mich mindestens genau so auf wenn ein Kind den Eltern die Wagenschlüssel mopst und einen Unfall baut wie wenn der Teanager seinem alten Herrn die Waffe abnimmt. Beides Mal ist nämlich genau das gleiche Vergehen begangen worden... und ob der Lütte nun 5 Menschen umfährt oder umballert spielt dann auch keine Rolle mehr! Trotzdem wissen die Kids in der Regel wo die Schlüssel liegen... oder?

Bearbeitet von Schwaller am 22.09.2010 16:46:35


stimmt du hast recht mit den Autoschlüsseln ............. was könnte man dann deiner Meinung nach verbessern, mehr Aufklärung, Schießunterricht in der Schule? :blink: wie Drogenaufklärung und Sexualunterricht.
mmmmmmmm ........ vielleicht wäre es aber auch ganz gut mehr gegen Mobbing an den Schulen zu unternehmen

Ich bin der Meinung egal ob Schußwaffe, Messer oder Auto ............ keiner von uns ist davor gefeit, wir sollten es nur auch vor uns selber zugeben ................ es gibt keine allgemein gültigen Auffälligkeiten ........... und nicht jeder der auffällig ist tilt so.

@schwaller ............. ich war Hundebesitzerin ich hab so meine Probs mit Jägern ........ da find ich offizielle Förster und Jäger besser wie Privatreviere


Schießunterricht an der Schule??? NEIN!
Aufklärung über die sichere Aufbewahrung??? Schon eher, denn die Kids treten dann ihren Eltern auf die Füße! ;)

Ich würde (Namenlos) jedes Vergehen im Gemeindeblatt publik machen und die dazugehörige Strafe. Das schreckt Nachahmer eher ab.
Bei jedem Verstoß harte Strafen die auch richtig weh tun. Aber bitte nicht pauschal 100€ oder so, sondern beispielsweise 10% vom Netto... dann triffts jeden gleich schlimm!

Ich geb natürlich zu, dass es jederzeit und jedem (also auch mir) passieren kann. Ich kann ja nicht in die Zukunft schauen... wenn ich in 10 Jahren psychisch labil bin und noch meine Waffen hab ist das eine genau so gefährliche Situation wie bei jedem anderen auch, allerdings hoffe ich, dass andere dann so vernünftig sind und mich Melden.
Ich kann auch nicht die Hand für meinen Sohn (3) ins Feuer legen, wenn sich der in 15 Jahren (evtl. m)eine Waffen besorgt und um sich ballert werd ich es bestimmt auch nicht verhindern können... aber deshalb 15 Jahre auf den Sport verzichten möcht ich genau so wenig. Ich kann nur alles mir mögliche tun um meine Waffen so sicher wie möglich zu verstauen und meine Familie auf zu klären wie gefährlich das ist!

Jaja, Hundebesitzer und Jäger sind manchmal 2 Welten... aber auch nichtprivate Reviere können Jäger haben die da allergisch sind... ;)


Niemand ist generell für etwas verantwortlich, solange man ihm nicht die Verletzung zutreffender Normen beweisen kann. Nach meiner Auffasung wäre der Vater des Amokläufers nur wegen Vertoß gegen das Waffengesetz anzuklagen und nicht wegen fahrlässiger Tötung. Hier fehlt jegliche Kausalität bzw. wird an den Haaren herbeigezogen. Eine derartige Anklage befriedigt den allgemeinen Volkszorn, ist aber sachlich nicht zu begründen. M.E verlagert der anklagende StA diese Entscheidung nur zum Gericht, um sagen zu können, ich hab es versucht.



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