Wohnung umgestalten - wie?


Hallo Forumsteilnehmer,

ich wohne schon seit einigen Jahren in einer relativ kleinen Altbauwohnung (44 qm). Und ich fühle mich einfach nicht richtig wohl dort, was aber nicht (nur) an der Wohnung liegt, sondern daran, dass ich einfach kein Händchen für eine schöne Gestaltung der Wohnung habe. Ich schaffe es nicht, Einrichtungsgegenstände gut auszuwählen, und sie dann auch so anzuordnen, dass es gut aussieht. Bei mir siehts immer aus wie zufällig hingestellt.

Eigentlich bräuchte ich da Hilfe von einer weiteren Person. Weiß jemand, welche Art von Dienstleistungen es gibt, die einem bei der Neugestaltung einer Wohnung helfen können? Klar, es gibt Innenarchitekten, aber das würde vielleicht übers Ziel hinausschießen (und auch mein Budget sprengen). Außerdem würde mir eine komplett durchgestylte Wohnung gar nicht so gut gefallen. Es sollte schon noch individuell aussehen, aber halt nicht mehr so zufällig und durcheinander wie bisher...

Momentan ist es so, dass ich keine Lust habe, Gäste zu empfangen, weil ich meine Wohnung nicht schön finde (und weil die meisten anderen Leute so schöne Wohnungen haben, da würde ich mich schämen...)

Vielen Dank und viele Grüße...


Schnapp dir einen guten Freund/eine gute Freundin (von der WIRKLICH guten Sorte, die einem auch die Wahrheit ins Gesicht sagen kann), das hat den Vorteil, dass es billiger ist als jede Dienstleistung. Mit einem selbstgekochten Essen lassen sich die meisten Freunde "bestechen" ;) und die Beratung ist viel individueller als bei jedem eingekauften Dekomaxe.

Macht euch einen Plan und besorgt euch Kataloge von großen Einrichtungshäusern (Schwedisch, Rollend, XXXtra groß,...)
Welches Möbelstück möchtest du behalten? Anhand dessen wird dann das neue Mobiliar ausgesucht.
Wenn du zum Beispiel einen schönen großen Jugendstilschrank behalten möchtest, würde das 90er-Glas-und-Edelstahl Möbel aus dem Rennen kicken (versteh mich nicht falsch - meine Eltern haben auch Antiquitäten mit Hochglanz kram kombiniert und es sieht toll aus, aber das ist immer eher schwer...).
Die Neuen Möbel sollten im Stil oder Farblich dazu passen.
Vielleicht machst du auch direkt einen großen Rundumschlag und legst dir auch neue Bodenbeläge zu? Für 44qm ist das ja kein allzuteures Unterfangen.
Achte nur drauf, dass die Farben zu den Möbeln passen, sonst sieht es schnell unruhig aus.

Wenn du das Grobe ausgesucht hast, mach dich an das feinteiligere - achte darauf, dass du genügend Stauraum hast, in dem du Sachen vor Blicken verborgen wegpacken kannst.

In meiner ehemaligen Wohnung (33qm) sah es auch immer unordentlich aus - aber nicht weil es unordentlich war (meistens jedenfalls nicht ;) ), sondern weil ich zu wenig Schubladen und Schranktüren hatte - viel offene Regalfläche. Das sieht zwar klasse aus, aber... boah... das erfordert mehr Disziplin als ich aufbringen konnte.

Verzichte weitestehend auf Stehrümchen. Keine kleinen Väschen mit Kunstblumen drin, keine Schälchen mit Steinchen auf einem Deckchen... für sowas hast du in einer Miniwohnung keinen Platz und es sieht eher chaotisch als niedlich aus.

Achte auf klare Farbgebung und verwende möglcihst wenig Muster (ob in der Tapete oder im Teppich oder sonstwo). Muster brauchen Platz, den du offensichtlich in einer 44qm Wohnung nicht hast :)

Und wenn du sowieso grade dabei bist, deine Bude auf den Kopf zu stellen, kannst du direkt auch das große Ausmisten starten. Mir ging es so, dass ich meine Wohnung umso unordentlicher empfunden habe, je mehr unntützes Zeug sich im Laufe der Zeit angesammelt hat.

Frag dich: "Was hatte ich seit mehr als 6 Monaten nicht mehr in der Hand?" - Wech damit! Es sei denn, es ist der alte Familienschmuck oder ein Reisepass :)


Hasz du nicht ein paar Freunde die ein wenig beraten können? Andere haben oft einen besseren Blick dafür, bei uns sind schon viele Möbel gewandert weil wir den Vorschlag bekammen, "Dort würde es besser wirken", auch bevor ich neue Bilder aufhänge lasse ich gern von Freunden mal nen Blick drauf werfen.


Hallo,

wenn Du in oder nahe einem Ort wohnst, wo (Innen-) Architektur als Studium angeboten wird, suche Dir doch einen solchen Studenten aus höheren Semestern. Die sind sicherlich froh, wenn sie "üben" können und sollten auch nicht die Welt kosten. Und als höherer Semester sollte der Student auch schon ein gewisses "Händchen" haben.

Gruß

Highlander


Hallo wischmops :blumen: ,
geh erst einmal "in dich" sozusagen: Was gefällt dir, welcher Stil, welche Farben usw. - was hat dir in den Wohnungen deiner Bekannten gut gefallen? Was stört deiner Meinung nach in deiner Wohnung - dann weg damit, auch wenn es teuer war. Vllt. kannst du etwas mit Freunden tauschen und verschiedene Dinge vom andern passen besser in die jeweilige Behausung. Auch auf Flohmärkten würde ich mich mal umsehen - aber Vorsicht bei Polstern und Textilien (dies eher nicht... :wacko: )!
Wenn du dann ungefähr so eine Linie drin hast, hole dir immer mal wieder etwas passendes Neues - man findet auch schöne Accessoires in diesen Billig-Shops. Oft reichen auch nur neue Textilien, wie Decken, Vorhänge, Kissen usw, dazu schöne Vasen und Behälter wie Körbe. Nicht so viel kleinen Schnick-Schnack oder wenn, dann alle nur in einer bestimmten Ecke - lieber größere Teile, davon dann vielleicht 2-3 gleiche oder ähnliche nebeneinander...

Wichtig ist halt für kleine Wohnungen, daß der Gesamt-Eindruck hell sein sollte, also Wände, Böden und Decken, dann kann die Einrichtung freier gewählt werden. Schön finde ich auch leichte Paravents zum Abtrennen verschiedener Bereiche. Hat den Vorteil, daß diese flexibel sind und man öfter umgestalten kann.

Viel Spaß beim Ideen-Sammeln!
Noch was: Sei nicht sooo streng mit dir selbst - verfahre nach dem Motto: was mich stört, wird abgeschafft...dann wird der Blick auch wieder freier :pfeifen: :blumen:


Hallo Wischmops,
viele Antworten, viele Tipps, viele verschiedene Geschmäcker - da kann man sich schon die ein oder andere Veränderung draus basteln... ;)
Ich räume total gerne bei/mit anderen Leuten die Wohnung um. Am Ende sind immer alle ganz happy weil man manchmal innerhalb von Stunden ein neues Lebensgefühl geschaffen hat, und gar nicht begreifen kann, wie man das manchmal Jahre ausgehalten hat. :rolleyes:
Meistens muss der Druck schon ganz schön groß sein um sich an eine Veränderung zu wagen. Wenn du dich schon schämst Freunde einzuladen, dann solltest du dringend was machen!
Du bist jedenfalls nicht alleine, es gibt viele Leute denen es so geht! ****Unerwünschte Eigenwerbung entfernt**** Mit Freunden kann es auch gut gehen, sie dürfen dir nur nicht ihr Ding überstülpen, es muss deine Wohnung und dein Stil bleiben! ^_^
Ich kaufe auch z.B. nichts neu, die Devise ist eher ausmisten, verschwinden lassen, umstellen...höchstens wird mal neu gestrichen.
Also, pack es an, es kann nur besser werden und es kann Spaß machen! :P

Bearbeitet von Cambria am 15.02.2011 11:32:39


Vielen Dank für Eure Antworten.

Vielleicht sollte ich wirklich erstmal ausmisten. Eines meiner Probleme ist nämlich, dass es in dieser Wohnung keinerlei Abstellkammer gibt, weswegen aller möglicher Krimskrams in den Wohnungsecken herumsteht (z.B. die Putz-Utensilien), und für einen Abstell-Schrank ist einfach kein Platz. Also muss ich vielleicht Platz schaffen, indem ich alten Kram wegwerfe.

P.S.: Darf ich noch ne andere Frage dranhängen: was hat es eigentlich mit dieser Bewertung bei meinem Profilnamen auf sich? Da steht eine Kombination aus spitzen und runden Klammern mit Ziffern drin. Wie muss ich die lesen, und woher kommen die Werte? In der Hilfefunktion lässt sich unter dem Schlagwort "Bewertung" nichts finden...

Bearbeitet von wischmops am 15.02.2011 13:32:28


Klammerfrage: Guckst du hier :)


Joa, das kenne ich! Ausmisten ist auf jeden Fall eine gute Idee, danach fühlt mach sich selber wieder ganz wie neu. ich stehe auf Schwamm und Wickeltechniken, damit kann man tolle Wände gestalten. Allerdings sollte man da etwas Bastellust mitbringen. Ansonsten einfach mal das Feng-Shui durchblättern da bekommt man auch ab und an gute Ideen. Es ist ja auch bald wieder Frühling, da gibt es im Internet genug Gestaltungsideen, ein paar Anregungen z.B. kann man hier finden **Werbelink entfernt** Die grundlegende Regel beim ausmisten ist jedoch, wenn man überlegt ob man irgendetwas irgendwann einmal brauchen könnte, dann sofort in den Müll damit. Bei mir Sammeln sich immer sehr viele alte Zeitschriften an, die zwar nicht wegwerfen will, aber im Prinzip eh nie wieder in die Hand nimmt. Weiß ja nicht wie das bei Dir so ist. Auf jeden Fall ist bei mir Zuhaus auch höchste Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, oder "Spring Cleaning" wie die Amerikaner sagen.

Also rann an den Mop liebe Mutties :D

Bearbeitet von Jeanette am 01.03.2011 10:18:17


Beim Möbelschweden kann man ein Foto der Wohnung an eine Beraterin schicken und sich beraten lassen. Vielleicht ist das was für Dich?


Zitat (Gift @ 16.02.2011 21:03:05)
Beim Möbelschweden kann man ein Foto der Wohnung an eine Beraterin schicken und sich beraten lassen. Vielleicht ist das was für Dich?

Auch eine gute Idee.

Am besten fände ich es, wenn es eine Dienstleistung geben würde, die mich bei der Umgestaltung unterstützt (also nicht nur eine einmalige Beratung, sondern die mich begleitet, bis die Wohnung fertig umgestaltet ist).

... kauf Dir möglichst keine dunklen (schwarze dunkelgraue oder dunkelbraune) Möbel, da siehst Du jedes Staubkorn...

Empfehlenswert ist "Buche hell" oder ein dezenter (etwas hellerer) Grauton und laß, auch bitte die Finger von übergroßen Glasfläschen, sonst bist du ständig am Putzen, auch wenn Du es nicht willst...


Zitat (Katrina Schnurz @ 17.02.2011 14:30:06)
... kauf Dir möglichst keine dunklen (schwarze dunkelgraue oder dunkelbraune) Möbel, da siehst Du jedes Staubkorn...

Diese Erfahrung musste ich auch schon machen. In meiner früheren Wohnung hatte ich überwiegend schwarze Möbel, weil ich das damals schön fand. Aber ich hatte den Eindruck, dass bereits wenige Stunden nach dem Staubwischen wieder alles mit einer grauen Schicht überzogen war, und das sah immer gleich ein wenig gammlig aus...

... schön, haben wir doch eine Sache schon mal geklärt... :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:


Gehe doch einfach mal in Möbelhäuser spazieren, dort findest du wirklich genügend Anregungen.


Hallo Wischmops,

ich bin auch der Meinung, dass der Spaß mit Ausmisten beginnen sollte :-) Weniger ist grundsätzlich mehr in einer kleinen Wohnung. Der Schwede ist meiner 40jährigen Erfahrung nach der Ausstatter, der dazu auch die meisten geeignetsten Möbel anbietet, weil er sich aufs luftig-leichte spezielaisiert hat. Das ist nötig, um bei wenig Platz viel Raum und Licht zu haben. Ich wohne z.B. seit 10 Jahren zu zweit in einem schmalen 53 Quadratmeter Haus und hatte davor noch viel kleinere Buden. Ich weiß, wovon ich rede ;-). Leute, die zum ersten Mal zu Besuch kommen, machen meist kugelrunde Augen und sagen etwas wie: "Was? Das sind nur 53 Quadratmeter?! Ich hätte mir das viel kleiner vorgestellt!"

Also, such dir einen Freund oder eine Freundin, ein Familienmitglied oder Bekannte, deren Wohnungseinrichtung dir gefällt und bitte sie, dir bei der Umgestaltung zu helfen. Ich habe mit ein paar Prinzipien zu Eigen gemacht, die dir vielleicht auch dabei helfen können:

Regel Nummer 1: Der Trick ist, so wenig Möbel wie möglich zu besitzen - was natürlich beinhaltet, auch wenig Kram zu besitzen, der in und auf Möbeln untergebracht werden muss. Bücher, Filme und Musik nur verwahren, wenn es sich um Favoriten handelt, ansonsten in Tauschbörsen, Flohmärkten oder Intenrnet-Auktionen entsorgen.

Regel Nummer 2: Nur möglichst kleine, wenig massiv wirkende Möbel aufstellen. Auf keinen Fall Schrank- oder Wohnwände, fette Polstersofas, dunkle Dreisitzer, quadratmetergroße Couchtische, gigantische Fernseher oder ähnliches kaufen. Sehr sparsam mit der Deko sein.

Regel Nummer 3: Hässliche Dinge müssen aus dem Wohnbereich verschwinden. Hässlich sind Sachen wie z.B. Trimmräder, ungenutzte Aquarien, Wäscheständer, Staubsauger. Zuerst dafür einen sichtgeschützen Platz finden (oder, soweit möglich, Alternativen finden und das Zeug verkaufen, verschenken oder wegwerfen).

Regel Nummer 4: Nicht einfach losgehen und Sachen kaufen, sondern gründlich drüber nachdenken. Richtig doll gründlich darüber nachdenken. Lange. Ruhig mehrere Monate. Kataloge wälzen, surfen, nach Meinungen und Tests zum Produkt suchen, Nase an Schaufensterscheiben plattdrücken - das volle Programm. Bevor man sich nicht 100% sicher ist, dass das Teil, was man haben will, genau das richtige ist, bleibt es im Laden - ging ja bis jetzt auch ohne. Solange kann man alte Sachen umgestalten oder umstellen. Es kann sehr glücklich machen, etwas NICHT zu kaufen.

Regel Nummer 5: Immer eine Antwort parat haben, wenn dich jemand fragt, was er dir schenken soll. Diese Antwort beginnt immer mit: "Du weißt ja, dass meine Wohung winzig ist, deshalb freue ich mich am meisten über etwas, das ich verbrauchen kann." Es folgt der individuelle Text wie z.B.: "Eine Flasche Wein/ein Buch/eine CD/ein Gutschien für XY wäre toll". Das bewahrt dich vor Tonnen von Windlichtern, Dekopüppchen, Blumentöpfen und Kerzenhaltern, die dir im Laufe der Zeit wieder ddie Bude vollknallen.

Regel Nummer 6: Einige dich bei der Einrichtung mit dir auf zwei bis drei miteinander harmonisierende Farben. Dazu zählen die Farben aller Gegenstände im Raum, die größer als ein großer Schuhkarton sind - auch die Farben der Wände, der Fensterrahmen, Türen und des Bodens. Wenn man nicht alles umgestalten will, hat man meist ist irgendwo Weiß und Holzfarben dabei, dann bleibt noch maximal eine Farbe zur Wahl. Natürlich gelten da auch unterschiedliche Schattierungen der Farbe. Auch bei der Wahl der Materialien sollte man sich einschränken, denn Holz ist z.B. nicht gleich Holz, schließlich passt Buche nicht zu Eiche usw.

Ich hoffe, das war hilfreich, wenn nicht, habe ich mich wenigstens warm getippt :-)

Liebe Grüße

Donnawetta

Bearbeitet von donnawetta am 01.03.2011 09:20:06


donnawetta :daumenhoch: , eine tolle Zusammenfassung und sicher für jeden hilfreich.


Hey, das sind ja wirklich gute Tipps, vielen Dank!

Ich denke, als erstes werde ich mal mit Ausmisten anfangen. Damit lässt sich vermutlich schon mal viel erreichen. Denn mich nervt der herumliegende Kram selber am allermeisten. Es gibt einfach viel Zeug, das nur deshalb die Wohnung verstopft, weil ich gar nicht mehr drüber nachdenke, ob ich es überhaupt brauche, oder weil ein undeutlich spürbarer nostalgischer Wert damit verbunden ist.

Beispiele:
Ich habe jede Menge veralteter Reiseführer im Bücherregal stehen. An jedes Buch ist natürlich eine Erinnerung an die betreffende Reise geknüpft, aber das Buch an sich ist schon lange wertlos geworden. Selbst, wenn ich wieder an dasselbe Reiseziel fahren würde, müsste ich mir eine Neuauflage besorgen.
Besonders raumgreifend sind die vielen Diakästen, die sich noch in den Zeiten der Analogfotografie angesammelt haben. Leider weiß ich nicht so recht, was ich damit tun könnte. Wegwerfen mag ich die Dias nicht, aber ich habe die meisten auch schon seit Jahren nicht mehr angeschaut.

Zu den Möbeln:
ich habe gar nicht allzu viele Möbel - und auf das Prinzip Ikea bin ich schon umgestiegen, auch wenn manche darüber die Nase rümpfen. Aber eigentlich mag ich das einfache, unprätentiöse Aussehen dieser Möbel ganz gern. Wuchtige Designersofas sind sowieso nicht mein Fall.

zu den "hässlichen Dingen":
Leider gibt es einige Gegenstände, auf die man nicht verzichten kann (Wäscheständer, Putzeimer, etc.), aber es gibt keinen sichtgeschützten Abstellraum, weswegen ich derzeit keine Alternative weiß, außer sie in der Küche herumstehen zu lassen. Es gibt zwar einen Keller, aber der ist muffig-feucht.

Naja, als erstes fange ich mal mit der großen Ausmist-Aktion an, dann sehe ich weiter...


Ich würde mich einfach von guten Freunden und Mitarbeitern im Möbelhaus beraten lassen. Auch Bekannte oder Nachbarn können gute Tipps geben. Am besten man holt sich von Personen Rat, die selbst eine sehr schöne Wohnung haben.


Hallo Wischmops,

ha, da sind ja richtig greifbare Sachen dabei :-)

> Ich habe jede Menge veralteter Reiseführer im Bücherregal stehen. An jedes Buch ist natürlich eine Erinnerung an die betreffende Reise geknüpft, aber das Buch an sich ist schon lange wertlos geworden. Selbst, wenn ich wieder an dasselbe Reiseziel fahren würde, müsste ich mir eine Neuauflage besorgen.

Ich würde versuchen, die Dinger per Internet-Tauschbörse zu tauschen oder zu verkaufen. Gewinn wirst du wahrscheinlich nicht damit machen, aber auf diese Weise hat noch jemand etwas davon und er Müllberg wächst zunächst nicht weiter.

> Besonders raumgreifend sind die vielen Diakästen, die sich noch in den Zeiten der Analogfotografie angesammelt haben. Leider weiß ich nicht so recht, was ich damit tun könnte. Wegwerfen mag ich die Dias nicht, aber ich habe die meisten auch schon seit Jahren nicht mehr angeschaut.

Wegwerfen ist nicht leicht, aber wenn man einmal in Schwung kommt...Wie wäre es mit verschenken? Möglicherweise hast du ja Dias von Familie oder Freunden dabei, aus Urlauben oder von Parties - das wäre doch ein nettes Mitbringsel. Vermutlich kann man die Dias auch digitalisieren, das spart auch viel Platz. Und falls das zu teuer ist, würde ich mich dann doch von einigen trennen... Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass bei Bildern am Ende immer nur die Leute interessieren, die drauf sind. Also habe ich schon vor Jahren meine Fotografien von fernen Landschaften, Häusern und Straßen weggeworfen und bis heute nicht vermisst. Wenn ich mir den Snodown oder Baton Rouge angucken will, gehe ich eh ins Netz. Aufgebhoben habe ich vielleicht 30 oder 40 Bilder :-)

> Leider gibt es einige Gegenstände, auf die man nicht verzichten kann (Wäscheständer, Putzeimer, etc.), aber es gibt keinen sichtgeschützten Abstellraum, weswegen ich derzeit keine Alternative weiß, außer sie in der Küche herumstehen zu lassen. Es gibt zwar einen Keller, aber der ist muffig-feucht.

Du kannst statt des Wäscheständers so ein Teleskop-Wandmontage-Dings für's Bad kaufen. Sieht nicht unbedingt hinreißend aus, ist aber allemal besser als ein Wäscheständer im Wohnzimmer oder in der Küche. Der Putzeimer sollte eigentlich zusammen mit den Reinigungsmitteln, Schwämmen und Lappen problemlos unter die Spüle passen (bei mir passt das jedenfalls). Und was genau ist "etc."? :-) Was auch helfen kann, ist ein zusätzlicher Schrank, vielleicht ein Hochschrank, in der Küche.

> Naja, als erstes fange ich mal mit der großen Ausmist-Aktion an, dann sehe ich weiter...

Genau :-) Ich wünsche dir viel Erfolg dabei - vielleicht macht's dir ja sogar Spaß!

Liebe Grüße

Donnawetta

EDIT: Unser Keller ist auch nicht vertrauenswürdig, aber Dinge, die luftdicht verpackt sind, kann man dort natürlich unterstellen. Eine Sache, die uns sehr viel neuen Platz beschert hat, sind diese Vacuum-Beutel, in die man Textilien packen und sie mit Hilfe eines Staubsaugers vacuumisieren kann. Die Sachen schrumpfen zu ganz flachen Paketen und können dann auch in nicht ganz trockenen Räumen gelagert werden. Wirklich eine tolle sache, z.B. für Federbetten, Winterkleidung, Spezialschuhwerk, Sportzeug etc.

Bearbeitet von donnawetta am 01.03.2011 10:11:53


Aus den alten Dias ließe sich doch auch noch was hübsches basteln, mir fallen da Mobiles ein....kann man sicher auch gut verschenken! ^_^


Zitat (donnawetta @ 01.03.2011 10:07:37)

Du kannst statt des Wäscheständers so ein Teleskop-Wandmontage-Dings für's Bad kaufen. Sieht nicht unbedingt hinreißend aus, ist aber allemal besser als ein Wäscheständer im Wohnzimmer oder in der Küche. Der Putzeimer sollte eigentlich zusammen mit den Reinigungsmitteln, Schwämmen und Lappen problemlos unter die Spüle passen (bei mir passt das jedenfalls). Und was genau ist "etc."? :-) Was auch helfen kann, ist ein zusätzlicher Schrank, vielleicht ein Hochschrank, in der Küche.

Das geht leider bei mir nicht, denn mein Bad ist ultraschmal. Zur Montage blieben nur die beiden Seitenwände, da sich am vorderen Ende des Bades die Tür befindet (und die Tür ist ungefähr so breit wie das gesamte Bad), und am hinteren Ende des Bades ist die Duschkabine (die ebenfalls die gesamte Breite des Bades ausfüllt). Würde ich das Gestell aber an die Seitenwand montieren, dann wäre gar nicht genug Platz da, um es für den Gebrauch auszuklappen oder auszuziehen. Ausserdem würde es mit dem Waschbecken oder der Toilette kollidieren. (Man muss sich das so vorstellen: wenn ich am Waschbecken vorbei will, muss ich mich quer drehen, da nur so wenig Platz zwischen Waschbecken und gegenüberliegender Wand ist).

Zum Platz unter der Spüle: Zurzeit stehen da die Packungen mit Waschmittel, Spülmitteltabs, Hygienespüler. Mal sehen, ob der Eimer noch dazu passt. Ein weiterer Hochschrank in der Küche wäre eine Idee. Um hierfür Platz zu schaffen könnte ich mein kleines Tiefkühlgerät und die daraufstehende Mikrowelle unter der Gastherme platzieren (bisher war der Platz unter der Gastherme ungenutzt).

Zu dem "etc": Moment, ich überlege grade mal, was da so alles herumsteht... Putzeimer, Besen, Wischmop, Koffer, Rucksäcke, Taschen, Diaprojektionsleinwand, Kamerastativ...

Bearbeitet von wischmops am 01.03.2011 10:32:01

Zitat (BMWGirl1972 @ 01.03.2011 10:11:28)
Aus den alten Dias ließe sich doch auch noch was hübsches basteln, mir fallen da Mobiles ein....kann man sicher auch gut verschenken!  ^_^


:lol:
Eine gute Idee. Da kann ich dann ungefähr 1000 Mobiles basteln... :P

wenn der Platz unter der Therme eh ungenutzt ist: wäre es möglich so eine Art Schrank UM die Therme zu bauen? Dann hast du die Therme versteckt und noch Stauraum den du gut nutzen kannst!


Zitat (BMWGirl1972 @ 01.03.2011 10:31:24)
wenn der Platz unter der Therme eh ungenutzt ist: wäre es möglich so eine Art Schrank UM die Therme zu bauen? Dann hast du die Therme versteckt und noch Stauraum den du gut nutzen kannst!

Das ist glaub ich nicht erlaubt, weil die Therme ausreichend Frischluftzufuhr braucht, und das wird auch einmal jährlich vom Kaminkehrer überprüft. Aber zumindest der Raum unter der Therme ist sicher besser nutzbar als bisher.

Hab mal ein Bild gemacht wie das bei uns aussieht:[URL=(IMG:http://www.bildercache.de/minibild/20110301-104355-72.jpg)]by bmwgirl[/URL]


Lieber Wischmops,

"Platz schaffen für den Hochschrank" klingt super. Bei uns steht die Waschmaschine unter der Therme, und weil ich zuerst überlegt habe, ob ich beides per Schrank unsichtbar machen soll, kann ich dir versichern, dass das nicht geht - aus genau dem Grund, den du genannt hast.

Wie sieht es mit dem Wandmontage-Wäscheständer in der Küche aus? Passt er da irgendwo hin? Oder hast du vielleicht einen Balkon?

Ach Manno, ich mache sowas so gern - wie schade für mich, dass du nicht in der Nähe wohnst :-)

Liebe Grüße

Donnawetta


Oh, BMWGirl, das ist aber fast ein Zimmer um die Therme :-) - oder sieht das nur so aus? Wenn Wischmops sich das Teil in die Küche baut, kann er wahrscheinlich nicht mehr durchgehen - es sei denn, der größte Teil seiner 44m2 entfällt auf die Küche!

Bearbeitet von donnawetta am 01.03.2011 10:53:19


Zitat (donnawetta @ 01.03.2011 10:50:27)
Lieber Wischmops,

"Platz schaffen für den Hochschrank" klingt super. Bei uns steht die Waschmaschine unter der Therme, und weil ich zuerst überlegt habe, ob ich beides per Schrank unsichtbar machen soll, kann ich dir versichern, dass das nicht geht - aus genau dem Grund, den du genannt hast.

Wie sieht es mit dem Wandmontage-Wäscheständer in der Küche aus? Passt er da irgendwo hin? Oder hast du vielleicht einen Balkon?

Ach Manno, ich mache sowas so gern - wie schade für mich, dass du nicht in der Nähe wohnst :-)

Liebe Grüße

Donnawetta

Ja, wirklich schade. Ich fände es klasse, gemeinsam mit jemandem wie Dir, der Spaß an einer Wohnungsneugestaltung hat, dieses kleine "Projekt" anzugehen... In meinem Bekanntenkreis konnte sich bisher noch niemand wirklich dafür erwärmen, mir zu helfen...

Einen Balkon habe ich, und im Sommer steht mein Wäscheständer auch auf dem Balkon.

Meine Waschmaschine ist übrigens in der Küchenzeile eingebaut - unter dem rechten Teil der Spüle, wo das Syphon nicht im Weg ist. Das ist der Grund, warum unter der Spüle nur so wenig Platz ist.

Zitat (donnawetta @ 01.03.2011 10:53:04)
Oh, BMWGirl, das ist aber fast ein Zimmer um die Therme :-) - oder sieht das nur so aus? Wenn Wischmops sich das Teil in die Küche baut, kann er wahrscheinlich nicht mehr durchgehen - es sei denn, der größte Teil seiner 44m2 entfällt auf die Küche!

Habn halt n büsschen mehr Platz.... :pfeifen: aber genau sind es "nur" 90cm breite und 48cm tiefe...und eben vom Boden zur Decke, die Türen selbst sind eine knapp 39cm...kommt halt auch auf die Therme an (is ne kleine)

Zitat (donnawetta @ 01.03.2011 10:53:04)
Oh, BMWGirl, das ist aber fast ein Zimmer um die Therme :-) - oder sieht das nur so aus? Wenn Wischmops sich das Teil in die Küche baut, kann er wahrscheinlich nicht mehr durchgehen - es sei denn, der größte Teil seiner 44m2 entfällt auf die Küche!

Stimmt... :lol:

Dazu kommt, dass die Therme gewissermaßen "eingeklemmt" ist zwischen der Balkontür links und einer Wand rechts. Da ist nicht viel Platz für so eine Ummantelung, es sei denn, sie umschließt die Therme sehr eng.

Ich hab mir grad nochmal das Bild angeschaut. Ok, es müsste schon gehen, aber es würde die Küche optisch deutlich verkleinern...

Ach, ich bräuchte eine größere Wohnung. Aber hier in München sind die Mieten so teuer, da lauten die Alternativen nur: neuer, besser bezahlter Job, oder Umziehen aufs Land...

Bearbeitet von wischmops am 01.03.2011 11:02:13

Zitat (wischmops @ 01.03.2011 10:59:18)
Stimmt... :lol:

Dazu kommt, dass die Therme gewissermaßen "eingeklemmt" ist zwischen der Balkontür links und einer Wand rechts. Da ist nicht viel Platz für so eine Ummantelung, es sei denn, sie umschließt die Therme sehr eng.

Ich hab mir grad nochmal das Bild angeschaut. Ok, es müsste schon gehen, aber es würde die Küche optisch deutlich verkleinern...

nee, dann ist das nix...würde dir dann wahrscheinlich auch zu viel Licht nehmen wenn da noch n Schrank an der Balkontür rumsteht.... :blumen:

Hallo Wischmop,

bzgl. Deiner DIAs:

die kann man digitalisieren lassen (bzw. selber digitalisieren, wenn Du genug Zeit hast) beim Profi. Meist ist das ein Fotostudio.

Zum selberdigitalisieren kannst Du z.B. sowas nehmen:

Selfmade Digitalisierer

oder hier die entsprechende Dienstleistung:

Digitalisierdienstleistungen

Gruß

Highlander

Bearbeitet von Highlander am 01.03.2011 11:19:28


Danke, das mit dem Digitalisieren ist gute Idee. Sollte ich aber alle Dias digitalisieren, dann brauche ich erstmal viel Zeit, und zweitens eine große Festplatte (da fällt mir ein, ich sollte mir einen neuen Rechner kaufen)...


>Meine Waschmaschine ist übrigens in der Küchenzeile eingebaut - unter dem rechten Teil der Spüle, wo das Syphon nicht im Weg ist. Das ist der Grund, warum unter der Spüle nur so wenig Platz ist.

Ah, okay. Der Hochschrank wird das Problem lösen :-)

> Einen Balkon habe ich, und im Sommer steht mein Wäscheständer auch auf dem Balkon.

Na ja, wenn du nicht jeden Tag wäschst (was unwahrscheinlich ist), steht das Teil ja auch im Winter nicht dauernd aufgeklappt in der Landschaft herum. Ich muss zwei bis drei Maschinen in der Woche machen, weil wir eine kleine Waschmaschine haben, die nur 40cm tief ist und entsprechend weniger Volumen hat. Da ist die Leine quasi dauernd geflaggt. Ich mache das in unserem Riesengarten *g* oder im Schlafzimmer und kann den zusammengeklappten Wäscheständer glücklicherweise vollständig hinter den Kleiderschrank (so ein frei stehendes Weichholzteil) schieben. Wenn man ihn da entdecken will, muss man sich eine Gesichtshälfte an der Wand plattdrücken :-)

Bearbeitet von donnawetta am 01.03.2011 11:26:11


Zitat (wischmops @ 01.03.2011 11:24:05)
Danke, das mit dem Digitalisieren ist gute Idee. Sollte ich aber alle Dias digitalisieren, dann brauche ich erstmal viel Zeit, und zweitens eine große Festplatte (da fällt mir ein, ich sollte mir einen neuen Rechner kaufen)...

Wischmop,

zunächst gibt es inzwischen 2 TB grosse Platten und ausserdem bekommst Du vom Profi die Daten auf DVD überreicht.

Ansonsten gibt es vielleicht auch automatisierte Scanner für den Heimbereich.
Das Ding aus meinem Link sollte ja nur ein Beispiel sein.
Ob Selberkaufen für Dich lohnender ist als machen lassen kannst nur Du beurteilen.

Gruß

Highlander

Hallo Wischmops, viel Spaß beim Umgestalten. Frau Donnawetta hat im Prinzip schon alles gesagt, tu was sie sagt. Wenn Du Dein Leben ändern willst, muss Du auch bereit sein zum loslassen, das gilt insbesondere für den Krims aud Deiner Vergangenheit. Alte Reisführer brauchst Du nicht mehr, Du bekommts heute alle Infos per Google auf Dein Handy, Deine CDs passen auf einen Ipod, die Klamotten die du wirklich brauchst passen in einen Koffer.

Bearbeitet von Nightingale am 01.03.2011 11:45:58


Aber, Nightingale, er wollte doch bloß die Bude umgestalten :blink:


Zitat (donnawetta @ 01.03.2011 12:31:08)
Aber, Nightingale, er wollte doch bloß die Bude umgestalten  :blink:

:lol:

Stimmt, sobald ich die Tipps von Nightingale strikt beherzigt habe, dann ist mein Hab und Gut auf einen Koffer, einen iPod und ein Handy zusammengeschnurrt... Danach ziehe ich dann in ein 10 qm- Appartment um....

Zitat (wischmops @ 01.03.2011 12:34:59)
Stimmt, sobald ich die Tipps von Nightingale strikt beherzigt habe, dann ist mein Hab und Gut auf einen Koffer, einen iPod und ein Handy zusammengeschnurrt... Danach ziehe ich dann in ein 10 qm- Appartment um....

So abwegig ist das gar nicht. Japaner wohnen auf sehr viel weniger Raum als Du, ohne dass es bei ihnen "verrümpelt" aussieht. Ich habe vor einiger Zeit ein Buch von einem Mann gelesen, der sich explizit mit dem Platzmanagement in Wohnräumen beschäftigt. Dein Fernseher nebst TV-Schrank, Stereoanlage, CD-ständer, Bücherregal, Videokassetten plus Dein PC passen heute in einen modernen Laptop. Man kann auf 10 qm wohnen, beispielsweise in einem Wohnmobil, wenn man konsequent ist. Auf jeden Fall erscheinen Deine 44 qm dann wie in Loft.

Zitat (Nightingale @ 01.03.2011 13:08:02)
Auf jeden Fall erscheinen Deine 44 qm dann wie in Loft.

Stimmt. Genaugenommen würde mir so ne minimalistische Wohnraumgestaltung sogar sehr gut gefallen.

Ihr macht mir inzwischen richtig Lust aufs Wegwerfen und Entrümpeln. Je länger ich nachdenke, umso mehr Gegenstände fallen mir ein, die eigentlich überflüssig sind, und die nur noch aus Gewohnheit da herumstehen.

Ich glaub, ohne den ganzen überflüssigen Mist siehts auch gleich mal besser aus...

Du kannst dir ja auch erstmal eine Liste machen frei nach dem Motto

"habe ich länger als 6 Monate nicht angesehen"

"habe ich in den letzten 3 Monaten mal gebraucht"

"habe ich erst gestern benutzt"

Und dann entfernst Du erstmal die Sachen, die schon eine dicke Staubschicht angesetzt haben.

Und wenn Du relativ hohe Decken hast, ist ein Hochbett ganz praktisch. Da passt dann Dein Schreibtisch und ein evtl. zu kaufender Besenschrank drunter.

Gruß

Highlander


> Auf jeden Fall erscheinen Deine 44 qm dann wie in Loft.

Na ja, ob das Wohnen auf 10 m2 dann aber für den Menschen angenehm ist, glaube ich nicht. Das japanische oder chinesische Wohnmodell mag für Leute geeignet sein, die extrem flexibel sein wollen und müssen und klaglos in einen neuen Container ziehen, wenn der Job oder die Ausbildung es erfordert, aber ich sehe mich da nicht. Schon allein deshalb, weil mein Nachbar immer 4 Schritt von mir entfernt ist und mein Hintern zu dick, um eine 180 Grad Drehung in einer 1,5-Quadratmter-Nasszelle mit Dusche, WC und Handwaschbecken hinzulegen. Nicht umsonst finden sich auch viele asiatische Großstädter mit Depressionen oder einem Strick um den Hals wieder. Ich hoffe also, dass unser Wischmops es nicht übertreibt :-)

Ich finde es übrigens befremdlich, dass der wichtigste Besitz der Rechner, das Telefon, die Stereonanlage, der Fernseher und Bücher oder das I-Tool für alles sein sollen. Es gibt noch so ein paar ewig gestrige Relikte, die Dinge für völlig unvirtuelle Tätigkeiten besitzen und einfach nicht davon lassen wollen.

Aber was die Reduktion auf das Wesentliche angeht, Nightingale, gebe ich dir recht.

Liebe Grüße

Donnawetta

Bearbeitet von donnawetta am 01.03.2011 14:24:59


Zitat (donnawetta @ 01.03.2011 14:23:45)

Ich finde es übrigens befremdlich, dass der wichtigste Besitz der Rechner, das Telefon, die Stereonanlage, der Fernseher und Bücher oder das I-Tool für alles sein sollen. Es gibt noch so ein paar ewig gestrige Relikte, die Dinge für völlig unvirtuelle Tätigkeiten besitzen und einfach nicht davon lassen wollen.

Also, zumindest Bücher werde ich sicher nicht abschaffen. Da bin ich nämlich etwas altmodisch, und ich liebe Bücher. Nur veraltete Reiseführer haben an sich keinen literarischen oder antiquarischen Wert, sodass es sich nicht lohnt, für sie extra Platz zu verschwenden. Eine Ausnahme mache ich vielleicht bei dem einen oder anderen Objekt mit inzwischen historischem Wert (z.B. einen Berliner Stadtplan von etwa 1989/90, noch mit eingezeichneter Mauer, oder einem Reiseführer über das Hong Kong zu Zeiten als britischer Kronkolonie).

Auf den Fernseher kann ich da schon eher verzichten - ich habe sowieso nur so ein Mini-Gerät, das ich hauptsächlich nur zum DVD-Schauen benutze.

Zitat (wischmops @ 01.03.2011 14:02:11)
Ich glaub, ohne den ganzen überflüssigen Mist siehts auch gleich mal besser aus...

Pack es an! Man kann auch auf Raten ausrümpeln, Dinge die man vielleicht doch behalten würde gehen einfach nochmal auf eine "Hoffnungsrunde" zurück in den Schrank.

Zitat (wischmops @ 01.03.2011 14:02:11)
Ihr macht mir inzwischen richtig Lust aufs Wegwerfen und Entrümpeln. Je länger ich nachdenke, umso mehr Gegenstände fallen mir ein, die eigentlich überflüssig sind, und die nur noch aus Gewohnheit da herumstehen.

Wischmops, Du bist nicht alleine B)

Zwar stehen bei mir 53 qm zur Verfügung, aber die werden zu zweit benutzt und die Wohnung ist WG-mässig eingerichtet. D.h. ich habe ca. 20 qm, in denen ich wohne, schlafe und mein Hab und Gut (außer Küchenutensilien) aufbewahre.

Und ich bin leider auch ein "Aufheber". Ein bayerischer Charakterzug? :D Nicht einmal, dass ich an den Teilen besonders hänge, sie sind einfach nur da und wandern nicht von alleine in den Müll oder auf den Wertstoffhof. *schäm*

Die Tipps von Donnawetta sind klasse! :daumenhoch: Ich glaube ich weiß, was ich heute Abend mache...

LG Körnle

Hey, Körnle, auch aus Bayern? (IMG:http://www.smilies.4-user.de/include/Winken/smilie_winke_053.gif)

Ich bin noch nicht mal ein besonders notorischer "Aufheber", aber irgendwie hänge ich an den alten Reiseführern, weil ich damit eben Erinnerungen an die jeweiligen Reisen verbinde. Abgesehen davon verhindere ich das "Zumüllen" meiner Wohnung dadurch, dass ich erst gar nicht mehr viel Neues kaufe, damit sich die Menge der Gegenstände in der Wohnung nicht erhöht. Bücher und CDs kaufe ich normalerweise nicht mehr, sondern leihe sie mir aus der Bibliothek. Zeitschriften lese ich nur noch während meiner Zugfahrten, und nach dem Lesen lasse ich sie gleich am Bahnhof im Papierkorb verschwinden. So verstopfen nicht irgendwelche Zeitschriftenstapel meine Wohnung.

Na, jedenfalls werd ich die kommenden Abende und Tage verstärkt der Müll- und Kramentsorgung widmen...
(IMG:http://www.smilies.4-user.de/include/Haushalt/smilie_muelltonne_174.gif)

Noch ne Frage aus gegebenem Anlass: gestern ist mir aufgefallen, dass meine Oleanderpflanze von Schildläusen befallen worden ist. Ich hasse diese Viecher, die haben mir schon mal ne andere Zimmerpflanze ruiniert. Weiß jemand, ob man die loswerden kann, oder ob ich die Pflanze lieber gleich entsorgen soll?

Welche Pflanzen würdet Ihr überhaupt für eine kleine, nicht allzu helle Wohnung empfehlen?


Bevor du den Oleander wegwirfst, mach dir bitte die Mühe und wasche die Blätter einzeln mit dicker Seifenlauge und einem Lappen oder Schwamm ab, das löst die Läuse quasi mechanisch und gefällt ihnen auch ansonsten nicht. Dann raus mit dem Busch auf den Balkon und gefühlte 27 mal mit Wasser aus einer Gießkanne, besser noch aus einem Schlauch abspülen/abspritzen (wie gesagt, das ist eher eine mechanische Lausaustreibung). Es macht nichts, wenn dabei Spüli in die Blumenerde kommt. Na ja, und dann würde ich den Burschen einfach draußen lassen. Falls München nicht unter gigantischen Minusgraden leidet, sollte ihm an geschützter Stelle und nahe an der Hauswand eigentlich nichts passieren. So kannst du den Oleander möglicherweise ohne Chemiekeule retten - und hast beim Aufräumen mehr Platz in der Wohnung ;-P

Ich würde den Oleander im Sommer generell nach draußen stellen und nur im Winter reinholen - so mache ich es mit meinem, der hatte vielleicht auch deshalb noch nie eine Laus. Weil es bei uns ebenfalls sehr eng und im Erdgeschoss auch nicht sehr hell ist, habe ich ansonsten gar keine Pflanzen. Und den Oleander trimme ich dahin, eher hoch als breit zu wachsen. Man muss allerdings in Kauf nehmen, dass er in dem "Beschneidungsjahr" nicht blüht.

Allerdings kann ich verstehen, dass du vielleicht mehr Grün in der Wohnung haben möchtest. Da bin ich aber kein guter Ratgeber - ich kann besser mit dem Grün draußen im Garten :-)

Bearbeitet von donnawetta am 03.03.2011 11:19:39


Zitat (donnawetta @ 03.03.2011 11:14:26)
Dann raus mit dem Busch auf den Balkon und gefühlte 27 mal mit Wasser aus einer Gießkanne, besser noch aus einem Schlauch abspülen/abspritzen (wie gesagt, das ist eher eine mechanische Lausaustreibung).

Ich fürchte, das wird auch den unter mir wohnenden Nachbarn nicht gefallen... Aber ich werde es mal mit Zuschneiden und Blätterabwischen probieren. Rausstellen wollte ich den Busch sowieso in Kürze, sobald es etwas wärmer geworden ist. Aber momentan friert es halt noch fast jede Nacht...

Danke für den Tipp... :daumenhoch:

:winkewinke: Jo, aus dem sehr südlichen Bayern.

Ich liebe auch Bücher! Zwar gehe ich auch wie Du regelmäßig in die Bibliothek, aber im Laufe der Zeit haben sich trotzdem viele angesammelt. Vor allem Länderbildbände, alle möglichen Naturbestimmungsbücher, Kochbücher und und und... Einfach zu schade zum wegwerfen.

Gestern Abend habe ich doch mal einen Anfang gemacht und einiges aus dem völlig überlandenen Bücherregal entfernt. Außerdem hab ich mal hier mal da ein Foto oder eine Postkarte aufgehängt und ja, es gibt bei mir auch sogenannte "Rumsteherchen". :pfeifen: Oft waren das Geschenke und hab ich sie halt aufgestellt, denn man hat es ja gut mit mir gemeint. :( Aber wenn man zuviel hat, ist es nicht mehr gemütlich sondern eher erdrückend.

Und ich bin leider auch nicht geschickt im Wohnungseinrichten und beneide viele Bekannte um ihren Geschmack. *schäm*

Wegen dem Oleander: Schildläuse sind übel und ich gebe zu, ich habe es meist irgendwann aufgegeben und die Pflanze entsorgt. Habe aber auch nie zu richtiger Chemie gegriffen. Frag doch mal einfach in der "Pflanzen-Rubrik" hier nach.

Ich habe in meinem Zimmer viele Pflanzen. Sehr problemlos und für dunklere Räume gut geeignet sind Grünlilien. Gerade die weiß/grün-gestreiften finde ich sehr hübsch und machen ein Zimmer freundlich. Wenig Platz brauchen auch die ganzen Drachenbäume (Dracaena). Sie wachsen säulenförmig und laden nicht aus. Außerdem sind auch sie sehr pflegeleicht.

LG Körnle :)



Kostenloser Newsletter