Hausgemachte Markklößchen: und andere Suppeneinlagen


Also,
am Wochenende hatte ich mir sooooooo viel Mühe gemacht und eine richtig schöne Fleischsuppe gekocht. Alles schon langsam köcheln lassen, Eierstich dazu gemacht. Und dann ist es passiert. Ich wollte Markklößchen machen, bzw. habe welche gemacht, die sich dann allerdings in "der Suppe auflösten" und 1. keinerlei Formen mehr hatten die auch nur annähernd an ein Klößchen erinnern und 2. was noch viel schlimmer ist, meine ganze Suppe ruiniert habe.

Was habe ich verkehrt gemacht.... Mhmhmhm.
Vielleicht kann mir jemand das ein oder andere Rezept zur Verfügung stellen. Bei Chefkoch.de war ich schon. Nur, am liebsten wären mir Rezepte, die auch schon selbst ausprobiert worden sind.

Und auf dem Wege noch schnell gefragt, was macht Ihr denn noch alles als Einlage in eine Klare Suppe, gibts da noch ein paar "Hausrezepte?"
(Außer Nudeln natürlich)


Viele Grüße
Kochgenuss


Zitat (kochgenuss @ 16.11.2005 - 14:50:25)


...Und auf dem Wege noch schnell gefragt, was macht Ihr denn noch alles als Einlage in eine Klare Suppe, gibts da noch ein paar "Hausrezepte?"
(Außer Nudeln natürlich)


...einen Spätzleteig zubereiten, und zusätzlich pro verwendetem Ei, 1 EL Parmesan oder Grana Padano ( genauso gut und viel billiger) und etwas abgeriebene Zitronenschale
( Biozitrone oder mit kochendem Wasser überbrüht...) und eine Prise Musaktnuss zugeben.

Dann wie gewohnt Spätzle , dieses Mal aber in die kräftige Brühe schaben, pressen, hobeln, was auch immer....! Wer die Suppe ganz klar haben will, bereitet die Spätzle einfach vorher zu und gibt sie dann in die heiße Brühe.

Guten Appetit :gestatten:

...ach ja die Markklößchen...!

Also bei mir hat´s so funktioniert:

Mark mit Semmelbrösel, Kräutern, 1 Ei u. einer Prise Salz, sowie Pfeffer und Muskatnuss mischen; kalt stellen (!) und mit beiden Händen zu einer Rolle ausrollen; Stücke abstechen u. die wiederrum zu Klößchen abziehen; wieder kalt stellen (!) und die simmernde Brühe geben.

Nur ziehen lassen! :daumenhoch:

hope it helps


Liebe Frau Kochgenuß,

ich habe sehr gute Erfahrungen mit folgenden Rezepten gemacht:

www.nachttopf.de/suppeneinlagen.htm

Viel Spaß beim Suppenlöffeln.............

Ich mache mir immer so 2 Klößchen zur Probe. Wenn die in Ordnung sind, verbrauche ich erst die restliche Masse.

Suppeneinlagen kann man auch in einem extra Topf herstellen (Klößchen in Salzwasser) später dann in die fertige Brühe.


Schöne Grüße von der rauhen Ostalb

Sophie-Charlotte :blumen:

Bearbeitet von sophie-charlotte am 16.11.2005 17:09:38


Meine Markklösschen mache ich wie zeffix.Ganz wichtig ist:immer kalt stellen.Und dann mach ich wie sophie auch immer erst einen Test mit einem oder zwei "Probeklösschen".Ist mir nämlich auch schon einmal passiert, dass sie total zerfallen sind, obwohl ich die seit 20 Jahren immer auf dieselbe Art und Weise mache :blink:
Die Fleischbasis ist bei mir immer Rinderbrust.Finde ich, gibt den besten Geschmack.Und als Gemüse alles, was da ist.Meist Porree, Blumenkohl, Sellerie (Knolle), Möhren.Und natürlich Nudeln.

Und wieso ist die Suppe ruiniert?Sieht zwar nicht mehr wirklich toll aus, aber geschmacklich macht das doch nix.

Bearbeitet von BetaAngel am 17.11.2005 07:57:51


Hmmmm...ich krieg Hunger auf Suppe!! Hab ich schon ewig lange nicht mehr gemacht, leider ist mein Mann ein Suppenhasser....

Anmerk: Markklösschen kann man auch mit Margarine statt Mark machen, nennen sich dann (logischerweise) "falsche Markklösschen". Ist erstens meistens leichter zur Hand und zweitens halt vegetarisch. Ich muss aber nochmal nachgucken, ob die gleiche Menge nötig ist.

Weitere Einlagen für Suppen sind z. B. (ausser Nudeln): Reis, Sago, Flädle (dünne Pfannkuchen, in Streifen geschnitten), Eierstich, Eierflöckchen, Backerbsen, Grießnockerln, Maultaschen, Fleischklösschen aus Hack oder grober Bratwurst....hm, was noch??

Schnegge


Zitat (Schnegge @ 17.11.2005 - 11:22:09)
Flädle (dünne Pfannkuchen, in Streifen geschnitten)

sogenannte Fritatten bei uns im Ösi-Land :rolleyes:

Zitat (BetaAngel @ 17.11.2005 - 07:56:43)
Meine Markklösschen mache ich wie zeffix.Ganz wichtig ist:immer kalt stellen.Und dann mach ich wie sophie auch immer erst einen Test mit einem oder zwei "Probeklösschen".Ist mir nämlich auch schon einmal passiert, dass sie total zerfallen sind, obwohl ich die seit 20 Jahren immer auf dieselbe Art und Weise mache :blink:
Die Fleischbasis ist bei mir immer Rinderbrust.Finde ich, gibt den besten Geschmack.Und als Gemüse alles, was da ist.Meist Porree, Blumenkohl, Sellerie (Knolle), Möhren.Und natürlich Nudeln.

Und wieso ist die Suppe ruiniert?Sieht zwar nicht mehr wirklich toll aus, aber geschmacklich macht das doch nix.

Also, normalerweise mache ich ja auch immer erst ein oder 2 zur Probe, und da ich wie Du, diese auch schon seit Ewigkeiten gemacht hatte, war ich dann doch völligst überrascht das es daneben ging. Aber, irgendwann ist ja bekanntlich immer das erste mal.... :wub:
Und diese ging dann letztendlich deswegen in die Hose weil ich einen "RIESEN POTT " gekocht hatte, wollte davon noch Portionen fertig einfrieren. Und wenn man dann da hinein so ca. 30 Klößchen schmeißt schmeckt die Suppe anders, vor allem sieht es nur noch nach Pampe aus..... Das war mein Problem.....

Vielen lieben Dank an Euch für die Tipps.
Vor allem den mit den Spätzlen und dem "Tick Käse dran" schmeckt bestimmt hervorragend!

MERCI!

Zitat (Schnegge @ 17.11.2005 - 11:22:09)
Hmmmm...ich krieg Hunger auf Suppe!! Hab ich schon ewig lange nicht mehr gemacht, leider ist mein Mann ein Suppenhasser....

Anmerk: Markklösschen kann man auch mit Margarine statt Mark machen, nennen sich dann (logischerweise) "falsche Markklösschen". Ist erstens meistens leichter zur Hand und zweitens halt vegetarisch. Ich muss aber nochmal nachgucken, ob die gleiche Menge nötig ist.

Weitere Einlagen für Suppen sind z. B. (ausser Nudeln): Reis, Sago, Flädle (dünne Pfannkuchen, in Streifen geschnitten), Eierstich, Eierflöckchen, Backerbsen, Grießnockerln, Maultaschen, Fleischklösschen aus Hack oder grober Bratwurst....hm, was noch??

Schnegge

Apropo Maultaschen,
hat jemand von Euch schon einmal Maultaschen "SELBST"
gemacht und ein Rezept für mich was er aus eigener Kocherfahrung
selbst schon einmal gemacht hat? Denn, Rezepte die man liest sind ja schon toll, noch besser aber sind die die auch selbst schon einmal gemacht wurden.
Würde mich sehr drüber freuen!

Echte schwäbische Maultaschen, bitteschön:

http://www.kochbaeren.de/Rezepte/04_11_Maultaschensuppe.html


Grüße vom

Sophiele :blumen::P

Bearbeitet von sophie-charlotte am 17.11.2005 16:04:28


Zitat (sophie-charlotte @ 17.11.2005 - 16:01:51)
Echte schwäbische Maultaschen, bitteschön:

http://www.kochbaeren.de/Rezepte/04_11_Maultaschensuppe.html


Grüße vom

Sophiele :blumen::P

MERCI!
Hast DU die auch schon selbst einmal versucht.
Frage deswegen weil manchesmal die Mengenangaben nicht stimmen und es dann entweder zerfällt oder zu fest ist....

Markklößchen habe ich selbst noch nie gemacht, daher kann ich dir auch nicht raten. Bei mir kommen Grießklößchen in die Suppe, ich koche Milch mit etwas Butter auf, dann kommt der Grieß rein und wird untergerührt. Wenn es etwas abgekühlt ist, kommen je nach Menge noch ein bis zwei Eier hinein. Das ganze kann man dann zu Klößchen formen.
Alternativ mache ich auch Eischaum, ich schlage zwei Eiweiss mit Salz steif und hebe dann zwei EL Mehl und die beiden Eigelb mit etwas Salz und Muskat unter. Die Masse kommt dann auf die fertige Suppe und stockt da.


Liebe Frau Kochgenuss,

also die Füllung von den "Kochbären-Maultaschen" ist echt o.k. Es gibt zwar jede Menge Abwandlungen, je nach Familienrezepte. Aber obige habe ich schon selbst gemacht, und die ist gut und einfach.

So und jetzt Rezept für

Nudelteig, sebstgemacht:
500 g Mehl
4 Eier
2 Eßl. Öl
Salz

geschmeiden Nudelteig herstellen. Geht am besten mit den Händen und immer feste kneten. Erst den Teig machen, den ruhen lassen, in der Zwischenzeit die Füllung bereiten.

Den Teig welle ich dann zu 2 gleich großen Platten aus. Gebe auf eine Platte mit einem Löffel die Füllung. (Schachbrettartig) Zwischenräume mit Eißweiß auspinseln.
2. Teigplatte oben drauf, und die "Zwischenstege"mit einem Kochlöffelstiel fest abdrücken, dann erst mit einem Teigrädchen ausradeln, oder evtl. schneiden. Dann halten die Dinger im Kochwasser fest zu. Ich hoffe ich habe es gut beschrieben.

Noch was Schwäbisches

Riebelessuppe
2 Eier
1 Eigelb
250 g Mehl
Salz

Wieder mal festen Nudelteig herstellen. Diesen dann mit einem groben Reibeisen stets nach einer Seite reiben. Das Ergebnis sind dann "Riebele" also Reiberchen.
Wenn die Körnchen abgetrocknet sind, 5 Minuten aufkochen lassen (Salzwasser) und dann in die Brühe geben.

Es grüßt

Suppen-Sophie :blumen:

Bearbeitet von sophie-charlotte am 17.11.2005 19:52:19


Schwäbische Brotsuppe

2 Scheiben Landbrot
2 Eier
Salz
1 gewürfelte Zwiebel

Das Landbrot in zentimetergroße Würfel schneiden. Die Eier verquirlen, salzen, die Brotwürfel dazugeben und 10 Minuten ziehen lassen.

Die Brotwürfel in Fett in einer Pfanne rösten, dann zur Fleischbrühe geben.
Zwiebelwürfel auch rösten und über die Suppe streuen.

:blumen:

Zitat (sophie-charlotte @ 18.11.2005 - 19:16:38)
Schwäbische Brotsuppe

2 Scheiben Landbrot
2 Eier
Salz
1 gewürfelte Zwiebel

Das Landbrot in zentimetergroße Würfel schneiden. Die Eier verquirlen, salzen, die Brotwürfel dazugeben und 10 Minuten ziehen lassen.

Die Brotwürfel in Fett in einer Pfanne rösten, dann zur Fleischbrühe geben.
Zwiebelwürfel auch rösten und über die Suppe streuen.

:blumen:

Das hört sich lecker an mit der Brotvariante.
Kommt bestimmt gut in einer schönen Cremesuppe....
Mhmhmh, ich glaube ich mach heute Abend doch kein Spinat sondern einen schönen großen Topf mit Suppe.

:blumen: "Dank Eurer Hilfe und den Tipps" :blumen:
habe ich ja nun genügend "Einlagen".
MERCI DAFÜR!

Zitat (kochgenuss @ 21.11.2005 - 17:23:54)


:blumen: "Dank Eurer Hilfe und den Tipps" :blumen:
habe ich ja nun genügend "Einlagen".
MERCI DAFÜR!

:lol: Da fällt mir mein Lehrer für Fachkunde Küche ein, der es mit den Bezeichnungen sehr genau nahm. "Einlagen kommen in die Schuhe, nicht in die Suppe"
Auch gegen das Zigeunerschnitzel hatte er was, das heißt:" Schnitzel Zigeuner Art". Besonders aufgeregt hat ihn der Hirtenspieß, kein Wunder, er hieß mit Nachnamen Hirt.

Zitat (Karen @ 21.11.2005 - 19:14:43)
Besonders aufgeregt hat ihn der Hirtenspieß, kein Wunder, er hieß mit Nachnamen Hirt.

Manche sind aber schon sehr kleinlich rofl rofl

Ich hänge mich hier mal dran, weil ich im www noch keine passende Antwort gefunden habe.

Ich habe Markklößchen nach diesem Rezept gemacht. Der Teig stand über Nacht im Kühli und war beim rausholen sehr fest, wird aber beim abdrehen der Klößchen schnell wieder relativ weich. Die Probeklößchen sind mir samt und sonders zerfallen.
Habe schon reichlich Mehl (geschätzte 150g auf das Rezept) zugefügt. Möchte gerne den Markgeschmack erhalten, deshalb bin ich unschlüssig ob ich noch mehr Mehl zugeben soll.

Hat jemand eine Idee, was ich noch tun kann?

:blumen:


Hallo Blattlaus,

das Rezept finde ich zwar so recht gut, andererseits aber wenig schlüssig, was die Mengenangabe bzgl. "Mark" betrifft, sofern du genauere Angaben benötigst. Das kann in Bezug auf das zuzugebende Paniermehl nämlich zu viel oder zu wenig sein.
50 g Mark und ca. 10 g mehr als das Mark, also ca. 60 g, Paniermehl würde ich im Verhältnis nehmen, Salz, Pfeffer, Muskat, Petersilie, 1 Ei und ein wenig eingeweichtes Brötchen. Ok, das ist auch nicht supergenau, aber die Menge Mark und Paniermehl ist stimmig :) In der Brühe gar ziehen lassen, nicht kochen - das sollte was werden und der Geschmack bleibt erhalten.

Bearbeitet von Wecker am 17.12.2011 11:48:14


Ja, so würde ich die Markklößchen auch herstellen, Wecker. Was mich bei dem vorgegebenen Rezept - ehrlich gesagt - doch sehr wunderte, war die Zugabe von Mehl und Backpulver :hmm: Das hab ich noch nie gehört. Dagegen ist mir eingeweichtes Brötchen durchaus geläufig. Ich verwende allerdings nur Paniermehl, aber nicht das fertige aus dem Supermarkt, sondern richtige Semmelbrösel, entweder vom Bäcker, aber am liebsten von selbstdurchgedrehten trockenen Brötchen.

Bisher hab ich immer Glück gehabt, meine Markklößchen sind noch nie zerfallen.

Murmeltier