Fragestellung in Englisch-Arbeit falsch?


Liebes Forum,

meine Tochter besucht die 7. Klasse eines Gymnasiums. Die letzte Englischarbeit ist sehr schlecht ausgefallen. Ich habe mir diese angesehen und bin über folgende Aufgabenstellung gestolpert. Abgebildet war eine Art Kreuzworträtsel, in welchem englische Begriffe versteckt waren. Die Aufgabe lautete: "Wenn Du gut bis, findest Du 15 Begriffe." Soweit ist auch alles klar, aber die Punkteverteilung ist ungerecht: Meine Tochter hat die 15 Begriffe gefunden und dafür 7 von 10 möglichen Punkten bekommen. Auf meine Nachfrage beim Lehrer erhielt ich folgende Auskunft: Es seien im Rätsel 20 Wörter versteckt gewesen, darauf hätte es die volle Punktzahl gegeben. Meinen Einwand, dass er das dann hätte bitteschön hinschreiben müssen, tat er ab mit der Bemerkung, ich sei keine Pädagogin und er könne von den Schülern verlangen, etwas mehr als das geforderte für eine 1 zu tun. Ich möchte das eigentlich so nicht hinnehmen, beim Lesen so einer Aufgabenstellung geht man doch davon aus, dass 15 Begriffe versteckt sind und keiner mehr, oder?

Mich würde jetzt interessieren, wie andere Eltern darüber denken, evtl. auch Lehrer, ist so etwas denn korrekt? Oder stehe ich auf der Leitung und bin nicht mehr "zeitgemäß?"

lg Mia


Hallo mia1234.
Jetzt hast Du ein echtes Problem.
Die Entscheidung des Lehres ist so fragwürdig, daß ein Gespräch mit dem Rektor erforderlich ist.
Im Falle, daß der Rektor der merkwürdige Lehrer ist, ist es ein Fall für den Schuhlrat.
ABER Deine Tochter müßte danach die Schule wechseln. Ein solcher Lehrer würde sich an Deiner Tochter rächen. Es gibt sehr gute Lehrer , der genannte ist es nicht.


hm....wenn man es ganz genau nimmt, hat er in der Aufgabenstellung ja tatsächlich gesagt "bei 15 Begriffen gibts ein *gut*", kein sehr gut.

ABER: ich finde, dass so eine Aufgabenstellung leicht irreführend ist und in einer Klausur nichts zu suchen hat....höchstens vielleicht in Rätselheftchen, in denen "um die Ecke denken" angebracht ist...aber darum sollte es in der Klausur nicht gehen. Meiner Meinung nach hätte er sich klar und deutlich ausdrücken müssen. Wir sind hier doch nicht beim Ratespiel, was er wohl tatsächlich gemeint haben könnte. Ich würde zu anderen Eltern Kontakt aufnehmen und gemeinsam bei der Schulleitung aufkreuzen.


"Wenn Du gut bist, findest Du 15 Begriffe". Also weitergedacht: wenn Du sehr gut bist, findest Du mehr..................

Sorry, aber ich würde das nicht als Anlass für einen Aufstand nehmen. Lehrer sitzen am längeren Hebel, und um einen Aufstand zu veranstalten müsste mehr passieren.

Evtl. geh zum Elternvertreter in Deiner Klasse, damit er das nochmals anspricht. Und damit würde ich es belassen.


Ich finde, es lohnt nicht, da die Welle zu machen: die Arbeit ist "sehr schlecht" ausgefallen und Deine Tochter hat bei dieser Aufgabe immerhin 7 Punkte geholt. Wie schwer waren denn die anderen Aufgaben? Nur Vokabeln wiedererkennen ohne die Übersetzung wissen zu müssen ist doch nicht so schwer.


Angenommen, der Lehrer meint "gut" im Sinne von "Note 2 bei 15 gefundenen Begriffen", dann wundert mich, dass er 7 von 10 Bewertungseinheiten vergibt. Denn: eine 2 bekommt man, wenn man 80-95% [so war es zumindestens im Mathe-Leistungskurs und ich denke, das ist meistens so] der Leistung erbracht hat --> eigentlich müsste es für eine "gute" Leistung mindestens 8 Bewertungseinheiten geben.

Ich würd mich da allerdings nicht drum streiten. Auch wenn ich die Aufgabenstellung für die 7. Klasse irreführend finde.


Zitat (Tetris @ 25.06.2011 00:42:17)
... Auch wenn ich die Aufgabenstellung für die 7. Klasse irreführend finde

ich auch

selbst ich als Erwachsenen hätte mich nach 15 gefundenen Begriffen gefreut und das Rätsel als gelöst betrachtet

mich würde interessieren, ob andere Kinder mehr Begriffe gefunden haben ... weisst du das ?

Zitat (Agnetha @ 25.06.2011 13:22:03)
mich würde interessieren, ob andere Kinder mehr Begriffe gefunden haben

Das würde mich auch mal interessieren...

Hat der Lehrer vielleicht bei der mündlichen Erklärung des Tests hervorgehoben, dass mehr als nur 15 Wörter versteckt sein können?


Ich denke, dass die Diskussion müssig ist.

Erstens ist der Test vorbei. Geändert werden kann nichts mehr.

Zweitens ist dere Test ja wohl ziemlich mau ausgefallen. Also müsste doch mal hinterfragt werden, ob der Test mit dem Unterricht korrelierte.

Drittens kennen die Schüler ihren Lehrer besser als wir alle und sie sollten ungefähr wissen, was sie von ihm in so einem Test zu erwarten haben.

Ob das Testniveau mit dem Wissenniveau korrelierte können wir nicht entscheiden.

Das Einzige, was Du machen könntest wäre mit dem Rektor zu sprechen. Der sollte in der Lage sein, anhand der Klassenbuchaufzeichnungen zu erkennen, ob das Testniveau über das Ziel hinausgeschossen ist oder nicht.

Der Lehrer selber wird nichts ändern. Denn das hiesse ja, einen Fehler einzugestehen. Und dass würde sich schlecht auf sein "Wohlwollen" dieser Klasse gegenüber auswirken (wie möglicherweise auch ein Gespräch mit dem Rektor).

Gruß

Highlander


Sind Lehrer Roboter???
Ich denke, sie können auch mal einen Fehler machen - ohne sofort auf dem Scheiterhof zu landen... - nur sollten sie es auch einsehen können...

Bearbeitet von Claude am 25.06.2011 23:29:03


Oh, hallo in die Runde,

das sind ja viele Antworten, vielen Dank....

Ich habe ehrlich gesagt das ganze WE drüber nachgedacht, es lässt mich nicht los... Ich finde einfach immer noch, dass bei einem Test die Fragestellung klar und deutlich formuliert werden sollte...

Ich habe einige Eltern gesprochen und auch Schüler - Einige haben 16 und 17 gefunden... was jedoch zur Folge hatte, dass es für jedes weitere gefundene Wort nur einen halben Punkt mehr gab.... Die Erklärung, dass in der Aufgabe 20 Wörter waren, hat er erst nach Abgabe des Tests mündlich gegeben...

Am Telefon hat mir der Lehrer erklärt, dass ein "Gut" mit 75 % gleichzusetzen wäre und die Schüler bitteschön im Vorhinein einschätzen könnten, wieviele Punkte die Arbeit bringen würde... Das hat mich noch mehr auf die Palme gebracht, worauf ich entgegnete, ja, klar, die Schüler rechnen vor der Arbeit erst zehn Minuten die möglichen zu holenden Punkte zusammen, damit dann am Ende des Tests die 10 Minuten von der Arbeitszeit fehlen ... Er hat gefälligst zu sagen, wieviele Punkte es worauf gibt oder nicht?

Was mir aber auch noch sehr sauer aufstößt - das habe ich erst gestern erfahren - ist, dass der gute Mann zum Beispiel im Unterricht bestimmten Schülern eine Frage stellt. Können diese die Frage nicht beantworten, müssen sie aufstehen, vor der Klasse stehen und werden dann mindestens 20 Minuten nach der Antwort gefragt. Es kann doch nicht sein, wenn ich die Antwort nicht weiß, weiß ich sie auch nicht 20 Minuten später. Mit anderen Worten, er führt die Schüler regelrecht vor! Hätte ich das am Freitag bereits während unseres Telefonats gewusst, ich hätte ihm noch andere Takte gesagt. Nun werde ich auf jeden Fall zum Rektor gehen...

lg Mia



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