Tochter will nicht schwimmen gehen...


Hallo, liebe Muttis

Mein Problem sieht folgendermaßen aus: Meine Tochter, Susanne (17), wird in drei Wochen mit der Schule schwimmen gehen. Zweimal werden sie blocken und ins Freibad gehen. Einmal die Woche (also insgesamt spannt sich der Horror über zwei Wochen) und sie weigert sich wie eine Katze vor dem Bad, denn sie ist nicht sonderlich gut im Schwimmen und hatte dieses Problem bereits vor fünf Jahren. Damals sind sie auch mit der Schule schwimmen gegangen und während die anderen ihre Runden geschwommen sind, hat sie aussetzen müssen, weil ihr ziemlich am Anfang die Puste ausgegangen ist (was ihr natürlich sehr peinlich war).
Jedenfalls will sie deshalb nicht mehr mit der Schule schwimmen und ich würde ihr auch eine Entschuldigung schreiben, das wäre nicht das Problem. Nur ist es dieses Jahr bei ihnen so, dass sie Quartale haben und in einem Quartal nur viermal und wenn sie jetzt nicht zu den Schwimmstunden erscheinen würde, dann müsste sie eine Prüfung machen, da man mindestens dreimal am Unterricht teilnehmen müsste oder zumindest dort sein (ohne dem Schwimmen würde sie bloß zweimal gehen können).
Jetzt meine Frage: Ich bräuchte einen guten Grund für sie, dass sie nicht schwimmen könnte und trotzdem zum Unterricht erscheinen. Ich hatte schon an die Periode und Bauchkrämpfe gedacht, aber das würde nur eine Schwimmstunde davon decken, denn die zwei Schwimmstunden sind eine Woche auseinander. Hättet ihr daher vielleicht eine Idee, weshalb sie nicht ins Wasser dürfte, aber trotzdem zumindest einmal anwesend sein könnte?

Ich bin für jede Antwort, jeden hilfreichen Vorschlag dankbar :bussi:


Hilfreichste Antwort

Hallo Misses-Hildegard,

eine treffende Ausrede kann ich dir leider auch nicht liefern, aber ich kann deine Tochter sehr gut verstehen, weil es mir in dem Alter auch so gegangen ist und ich habe bis heute noch Probleme in sehr tiefem Wasser mit der richtigen Atemtechnik zu schwimmen.
Wenn ich weiß, dass es nicht so sehr tief ist und ich jederzeit wieder stehen könnte, schwimme ich einwandfrei, auch mit der richtigen Atemtechnik, aber wenn es zu tief ist, habe ich Panik.

Ich bin mal als so als Erst- oder Zweitklässler mit meinem großen Bruder mit und bin von einem größeren Jungen getaucht worden und fast ertrunken, wenn mich nicht mein Bruder gerettet hätte. Seit dem hatte ich panische Angst und bin nicht mehr mit baden. Im Schwimmunterricht habe ich mich auch gedrückt, wo ich konnte und habe nur das Nötigste geschafft und dementsprechend eine schlechte Note bekommen.

Ich würde es an deiner Stelle auch wie Mueze handhaben und mit der Tochter erst mal reden und dann versuchen, ob sie nicht irgendwie Einzelunterricht bekommen könnte. Das ist ja heutzutage alles möglich. Vielleicht gibt es auch jemand in der Familie, der sich deiner Tochter annimmt.
Ich denke mal, dass es auch ein Erlebnis sein muss, was sie davon abhält.

Alles Gute dafür.

Bearbeitet von Dora am 05.05.2014 21:13:17


Hallo und willkommen hier!

Ich würde einfach bei der Wahrheit bleiben und das Problem mit dem Lehrer/Lehrerin besprechen! Aber ich denke mal, Deine Tochter dürfte das durchaus selbst in die Hand nehmen, denn mit 17 Jahren ist sie dafür alt genug!

Wenn Du Ihr eine Entschuldigung schreibst unter Vorspiegelung einer Erkrankung oder ähnlichem, so wird das Problem nur hinausgeschoben und nicht auf Dauer gelöst!!!!

Für die Zukunft empfehle ich Deiner Tochter, ihre Angst vor dem Schwimmen mal mit einem Arzt ihres Vertrauens zu besprechen. Eventuell hat sie Probleme mit dem Atmen/der Lungenluft! Vielleicht gibt es auch eine Möglichkeit, auf psychologischem Wege diese Angst zu mindern oder gar zu verlieren.

Ich bin sicher, daß hier fachmännische Hilfe angebracht ist und die kann nur ein Arzt bzw. Psychologe geben, nicht die Muttis, so gern sie auch ansonsten helfen!


@ Murmeltier:
soweit würde ich gar nicht gehen, sondern erstmal
die Tochter fragen, warum sie sich wie eine Katze wehrt,
und zweitens das Schwimmen einfach vorher üben?


Hallo Misses-Hildegard,

eine treffende Ausrede kann ich dir leider auch nicht liefern, aber ich kann deine Tochter sehr gut verstehen, weil es mir in dem Alter auch so gegangen ist und ich habe bis heute noch Probleme in sehr tiefem Wasser mit der richtigen Atemtechnik zu schwimmen.
Wenn ich weiß, dass es nicht so sehr tief ist und ich jederzeit wieder stehen könnte, schwimme ich einwandfrei, auch mit der richtigen Atemtechnik, aber wenn es zu tief ist, habe ich Panik.

Ich bin mal als so als Erst- oder Zweitklässler mit meinem großen Bruder mit und bin von einem größeren Jungen getaucht worden und fast ertrunken, wenn mich nicht mein Bruder gerettet hätte. Seit dem hatte ich panische Angst und bin nicht mehr mit baden. Im Schwimmunterricht habe ich mich auch gedrückt, wo ich konnte und habe nur das Nötigste geschafft und dementsprechend eine schlechte Note bekommen.

Ich würde es an deiner Stelle auch wie Mueze handhaben und mit der Tochter erst mal reden und dann versuchen, ob sie nicht irgendwie Einzelunterricht bekommen könnte. Das ist ja heutzutage alles möglich. Vielleicht gibt es auch jemand in der Familie, der sich deiner Tochter annimmt.
Ich denke mal, dass es auch ein Erlebnis sein muss, was sie davon abhält.

Alles Gute dafür.

Bearbeitet von Dora am 05.05.2014 21:13:17


Kurzfristige Abhilfe: Dornwarzen ("Fußwarzen", "Schwimmwarzen") vorschützen.
Die sind so ansteckend, dass man damit nicht ins Wasser sollte, um die Viren nicht auf andere Schwimmbadbesucher zu verteilen.
Am Beckenrand antreten kann deine Tochter ja - mit Badelatschen. Und evtl. mit Söckchen, damit niemand ihre gesunden Füße sieht. B)

Unehrlich ist das aber allemal. Daher wäre langfristig eher ein Schwimmkurs anzuraten.


Nachtrag: Ihr solltet euch allerdings überlegen was ihr tut, wenn ein Attest verlangt wird.

Bearbeitet von Jeannie am 05.05.2014 21:27:50


Meine Tochter geht mittlerweile freiwillig schwimmen. Sie kann auch schon jahrelang gut schwimmen und tauchen. Aber als sie 17 war, hätten sie keine 10 Pferde zum Schwimmunterricht gebracht. Zum einen war es die Pubertät und Töchterchen schämte sich maßlos (in diesem Alter trugen ihre Schwestern gerne übergroße Klamotten), zum anderen hatte sie kein gutes Verhältnis zu ihrer Klasse.

Mein Mann durfte sowas nicht wissen, er hätte ordentlich geschimpft. Aber ich als gut erzogene Mutter :ph34r: schrieb ihr Entschuldigungen. Einmal hatte sie ihre Tage, einmal einen Husten oder Fieber in der Nacht (sie soll aber bitte etwas schauspielern, damit man ihr - und Dir - auch glaubt)


Zitat (Jeannie @ 05.05.2014 21:26:13)
Nachtrag: Ihr solltet euch allerdings überlegen was ihr tut, wenn ein Attest verlangt wird.

Das Attest sollte man sich tunlichst vorher besorgen. ;)

In Ordnung ist das jetzt natürlich nicht und man sollte der Sache auf den Grund gehen. Ob es etwas bringt mit der Lehrerin zu reden oder nicht, da können wir hier nichts zu sagen.

Ich kenne von meinen Kindern zwar nur :D solche Lehrer/innen, aber privat :ph34r: was bin ich froh, dass unsere Kinder nicht Frau Zutexten-Kannichsuper als Lehrein hatten

Zitat (tante ju @ 05.05.2014 22:09:47)
Das Attest sollte man sich tunlichst vorher besorgen. ;)



Du hast Recht, tante ju: Es kann nichts schaden, sich vorher schon mal Gedanken drüber zu machen. :D

Ein Attest wird in der Regel erst bei längerer Nicht-Teilnahme am Sport- oder Schwimmunterricht verlangt. Bei nur zwei Fehlstunden würde ich es drauf ankommen lassen. Zumal das Mädchen ja erscheint, aber sich verantwortungsbewusst zeigt, indem es nicht ins Wasser geht. ;)

Zitat (Jeannie @ 05.05.2014 22:32:39)


Ein Attest wird in der Regel erst bei längerer Nicht-Teilnahme am Sport- oder Schwimmunterricht verlangt.

Ein Attest wird zum Beispiel auch schon verlangt, wenn Noten gemacht werden und man nicht mitturnen oder mitschwimmen kann.

Also, meine Tochter nahm seinerzeit die "6" im Schwimmen an, die immer dann vergeben wurde, wenn die Schülerin bei der Notenvergabe nicht mitmachen konnte. Allerdings wurden ihr auch zwei Ersatz-Termine angeboten, aber sie war ja immer krank oder verhindert. Ein Attest wurde nicht verlangt.

Da sie im übrigen Turnunterricht recht gut war, fiel der eine Sechser nicht arg ins Gewicht.


Vielleicht helfen ein paar einfache Tricks, Tochter Misses-Hildegard ins Wasser zu bewegen. Ich denke da an Maske und Schnorchel, Flossen und einen Neopren-Shorty. Dann eventuell noch heimlich mit einem Schwimmlehrer üben, damit sie sich nicht blamiert. Und außerdem wasserfeste Farbe fürs Gesicht, so sie sich schminkt.

Durch den Neopren-Shorty macht sie eine supercoole Figur, außerdem hat das Zeuchs positiven Auftrieb, so dass sie leichter schwimmen kann. Die Maske verhindert, dass sie das Chlorwasser in die Augen bekommt. Also nicht mit Albino-Augen rumlaufen muss. Durch die Flossen hat sie mehr Vortrieb und ist schneller als die Klassenkameraden.

Dieses Equipment wird regelmäßig von den einschlägig bekannten Discountern für kleines Geld angeboten. Nennt sich auch ABC-Ausrüstung. A = Flossen. B = Maske. C = Schnorchel. Das muss für den Anfang keine Markenware sein. Möglicherweise braucht sie für das Neopren einen zusätzlichen Bleigürtel mit zwei Ein-Kilo-Stücken Blei drauf. Damit müsste sie die optimale Schwimmlage haben. Und abgehen wie eine Rakete. ;)

Wenn sie mit dem Schwimmtraining anfangen sollte, ist es keine Schande, erstmal nur zwei Bahnen zu schwimmen. Am nächsten Tag könnte sie sich auf drei Bahnen steigern. Es ist wie mit dem joggen: Gaaaaanz langsam anfangen und genauso langsam steigern. Alles andere gibt nur Muskelkater und jede Menge Frust.

Grüßle,

Egeria

Tante Edit ergänzt noch: Herzlich willkommen bei den Muttis.

Bearbeitet von Egeria am 06.05.2014 00:24:24


Aber ob dieses Outfit erlaubt ist?????? Lehrer haben gerne einheitlich gekleidete Schüler beim Schwimmen. So ein Röckchen oder eine halblange Badehose, wie sie bei den Jungen modern ist und auch für Mädchen gibt, durfte meine Tochter z. B. nicht anziehen.


Guten Morgen @SissyJo,

nimm es mir bitte nicht krumm, aber um Bekleidungsvorschriften würde ich mich im vorliegenden Fall nicht scheren. Das wäre mir sowas von egal.

Neopren hat Vorteile, aber auch Nachteile.

Vorteile: Positiver Auftrieb. Für einen Schwimmer, der noch übt, erleichtert er das Schwimmen. In Verbindung mit Maske, Schnorchel und Flossen ist das ein unschlagbares Team. Außerdem kommt noch der Kälteschutz hinzu. Der menschliche Körper kühlt im Wasser ungleich schneller ab. So ungefähr drei- bis viermal so schnell als in der Luft im trockenen Zustand.

Nachteile: Jedes Speckröllchen wird gnadenlos offengelegt.

Grüßle und allzeit Gut Luft,

Egeria


Hallo Misses-Hildegard,

wie ist denn das Problem mit deiner Tochter ausgegangen?

Das würde mich, und sicher auch die anderen hier, schon interessieren, wie ihr das Problem "gelöst" habt?

LG Dora

Bearbeitet von Dora am 15.05.2014 08:14:11



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