Toilettenfrau an Schulen: Frage


Heute morgen habe gelesen das an einer Gesamtschule in Hessen die erste Toilettenfrau eingeführt wurde.
Die Kinder müssen für jeden Toilettengang 10 Cent bezahlen
Ich bin hin und her gerissen und weis nicht so richtig was ich davon halten soll
Habt ihr eine Meinung dazu ?


Hilfreichste Antwort

Zitat (Kampfente @ 11.02.2018 17:04:59)
Mir hängt der Datenschutz oftmals aus dem Hals (im übertragenen Sinne). Einerseits will jeder mehr Sicherheit, wird aber eine Überwachungskamera installiert, wird wieder nach Datenschutz geschrien. Wenn ich nichts zu verbergen habe, kann es mir eigentlich egal sein, ob ich beim überqueren eines öffentlichen Platzes gefilmt werde oder nicht :pfeifen:

Das sehe ich absolut genauso! :daumenhoch:

Sehe ich auch zwiegespalten.
Auf der einen Seite sollte das Bedürfnis für Kinder natürlich nichts kosten, auf der anderen geht es um Sauberkeit, Benehmen und Respekt.


Das ist ja wohl völlig daneben!

Schul-PFLICHT ist ein Zwangsaufenthalt -- und der Befehlsinhaber hat die AufsichtsPFLICHT und GewährleistungPFLICHT von Schadensabwendung.

Menschen einzusperren und ihnen dann die unbeschränkte NOTDURFT-Verrichtung zu verweigern, ist aktive Körperverletzung.

Könnte man ja mal im Bundes-/Landes-tag etc. mit 10E pro Gang einführen und das Geld in Schulsanierung investieren.


:blink: Finde ich auch total daneben. Die Kinder sollten dazu erzogen werden die Toiletten selbst sauberzuhalten.

Und die tägliche normale Reinigung wird jawohl kostenlos durchgeführt.


Zitat (molch @ 10.02.2018 11:30:25)
Das ist ja wohl völlig daneben!

Schul-PFLICHT ist ein Zwangsaufenthalt -- und der Befehlsinhaber hat die AufsichtsPFLICHT und GewährleistungPFLICHT von Schadensabwendung.

Menschen einzusperren und ihnen dann die unbeschränkte NOTDURFT-Verrichtung zu verweigern, ist aktive Körperverletzung.

Könnte man ja mal im Bundes-/Landes-tag etc. mit 10E pro Gang einführen und das Geld in Schulsanierung investieren.

Dieser Gedanke kam mir im ersten Moment auch und ich habe erst mal geschimpft... :labern:
Aber auf der anderen Seite möchte ich schon fast Arjenjoris recht geben. So würden die Kinder
Sauberkeit und Benehmen lernen .Normalerweise sollten die Kinder das ja von zuhause schon mitbringen,
aber wie Kinder eben so sind.
Nur mit den 10 Cent, ich weis nicht. Sollte da nicht eine andere Lösung gefunden werden ?

Ich fürchte fast, der Schuss wird nach hinten losgehen. Denn: was passiert, wenn ein Kind keine 10ct bei sich hat? Muss es dann in die Hose machen? Vermutlich gibt es dann auf dem Gelände 'Wildpinkelecken

Eventuell kann man ja mal einen Projektmonat "Toilettenputzen" durchführen, in der jedes Kind (egal welche Stufe, wirklich jedes) Putzdienst hat. Jede Stufe putzt einen Monat sämtliche Toiletten in der Schule. Vielleicht lernen die Kinder dann, was Sauberkeit und Restekt bedeuten.


Welch kultiviert und weit entwickelte Gesellschaft sind wir eigentlich, wenn wir keine gewaltfreien Methoden kennen, unseren Kindern gesellschaftskonformes Verhalten beizubringen?

Warum sollen Kinder die Schulklo's sauber halten, wenn die Schule seit 10 Jahren oder länger dem Verfall preisgegeben wird? -- die helfen doch nur mir, daß es schneller geht.

Warum sollen Kinder die Schulklo's sauber halten, wenn die öffentlichen Klo's üblicherweise verdreckt sind? -- die tun doch genau das, was ihnen die Erwachsenen vorleben.

Ich finde, die Kinder sollten turnunsmäßig die Klo's seber reinigen !!! :sabber:
ABER -- das ist in DE verboten. :ruege:

Bearbeitet von molch am 10.02.2018 12:17:54


Zitat (Binefant @ 10.02.2018 12:05:20)
Eventuell kann man ja mal einen Projektmonat "Toilettenputzen" durchführen, in der jedes Kind (egal welche Stufe, wirklich jedes) Putzdienst hat. Jede Stufe putzt einen Monat sämtliche Toiletten in der Schule. Vielleicht lernen die Kinder dann, was Sauberkeit und Restekt bedeuten.

Die Idee könnte mir gefallen... :daumenhoch:

In welch kultivierter Gesellschaft leben wir, wenn es nicht geschafft wird, den Kindern im Elternhaus beizubringen, wie man sich benimmt? Weshalb können die Eltern ihrem Nachwuchs nicht beibringen, dass man nicht alles einfach in die Gegend wirft? Dann man - sofern man mal Dreck macht - diesen selbst beseitigt und nicht anderen die Arbeit überlässt? In einer Gesellschaft, in der Respekt und Höflichkeit gegenüber anderen bei vielen (und NICHT nur Kindern) ein Fremdwort ist.

Ich, ich und nochmal ich ... und dann iiiirgendwann mal die anderen. Das ist doch unsere heutige Gesellschaft, die sogar von den Politikern so vorgelebt wird. Und wenn die Kinder sowas nicht zu Hause lernen, muss man es ihnen eben anders beibringen. Wenn sie mal eine Weile die Klos sauber gemacht haben, sehen diese hoffentlich nicht mehr so schlimm aus (mal vom Renovierungszustand abgesehen, aber selbst solche muss man nicht zusätzlich verdrecken)

Bearbeitet von Binefant am 10.02.2018 12:22:33


Zitat (Binefant @ 10.02.2018 12:05:20)
Ich fürchte fast, der Schuss wird nach hinten losgehen. Denn: was passiert, wenn ein Kind keine 10ct bei sich hat? Muss es dann in die Hose machen? Vermutlich gibt es dann auf dem Gelände 'Wildpinkelecken

Eventuell kann man ja mal einen Projektmonat "Toilettenputzen" durchführen, in der jedes Kind (egal welche Stufe, wirklich jedes) Putzdienst hat. Jede Stufe putzt einen Monat sämtliche Toiletten in der Schule. Vielleicht lernen die Kinder dann, was Sauberkeit und Restekt bedeuten.

Der Gedanke mit dem Wildpinkeln ist nicht zu verachten.

Und der Testmonat gefällt mir auch.

Kinder sind Kinder, die benehmen sich nicht immer, wie man versucht, es ihnen beizubringen.

Und was noch wichtiger ist: habt ihr schon mal in öffentl. bzw. HotelDAMENtoiletten geschaut?:kotz:

Ich weiss nicht, ob man den Kindern zumuten sollte, die Sauerei von anderen wegzumachen: ist ja auch ein Gesundheitsproblem und Ferkel wird es immer geben..
Andererseits werden sich genau die "Problem"kinder auch gegenüber einer Klofrau / eines Klomannes benehmen, als wären das ihre persönlichen Sklaven.
Es würde vielleicht helfen, wenn die Angestellten auch Autorität gegenüber den Kindern hätten: hinter dem Toilettengang kontrollieren und ggfs. nachputzen lassen. Aber wenn auch die Lehrer schon keine Autorität mehr haben...
Die Angestellten sollten vom Staat bezahlt werden: es gibt im Bereich der Billig-Arbeitskräfte unendlich viel zu tun, es wird nur kein Geld bereitgestellt. Hier auf den Straßen wird kaum noch gekehrt, in den Büschen liegt Müll, der gerade fertiggestellte Parkplatz vor dem Einkaufszentrum ist schon voll mit Kaugummis.

Bearbeitet von chris35 am 10.02.2018 14:44:21


Zitat (Arjenjoris @ 10.02.2018 14:14:52)
Der Gedanke mit dem Wildpinkeln ist nicht zu verachten.


Und was noch wichtiger ist: habt ihr schon mal in öffentl. bzw. HotelDAMENtoiletten geschaut?:kotz:

Das mit den Wildpinkeln kann ich mir auch vorstellen und das ein Kind die 10 Cent , wenn es sie dann von zuhause mitbekommt ,lieber für was anderes ausgibt kann ich mir auch gut vorstellen.
Ich komme immer mehr zu der Erkenntnis das eine Toilettenfrau eine schlechte Lösung ist... :(

Ja, schlechte Hotel oder Restauranttoiletten habe ich auch schon gesehen, aber das ist nicht die Regel.
Verdreckte Schultoiletten schon...
Die Kinder von Heute sind die Erwachsenen von Morgen. Darum sollte man ihnen frühzeitig beibringen was Hygiene , Sauberkeit bedeutet. Aber ob das mit 10 Cent für die Toilettenfrau funktioniert ? ... :hmm: ... :wacko:

Nun, Wildpinkeln wird wohl nicht stattfinden an dieser Schule, denn es gibt neben der ganztägig gepflegten Toilettenanlage noch sieben weitere frei zugängliche Anlagen, bei deren Benutzung keine 10 ct. bezahlt werden müssen. Diese weiteren Toiletten sehen allerdings auch nach wie vor dementsprechend aus!! :wacko:

Die meisten Kinder benutzen sehr gern die ganztägig gepflegte Toilette und bezahlen auch die 10 ct. bereitwillig. Auf Nachfrage teilten sie auch mit, daß sie es gut und sehr angenehm finden, daß die Toilette so sauber gehalten wird und daß sie diese Toilette weitaus lieber benutzen, als die anderen kostenfreien Toiletten. :D

Die Dame, welche sich um die Pflege der Toilettenanlage kümmert, reinigt auch im üblichen Rhythmus, einmal täglich, die anderen Toilettenanlagen. Aber eben nur einmal täglich und es zeigt sich doch, daß es keinesfalls ausreicht, die Toiletten nur einmal am Tag zu reinigen. :blink:

Ich meine, hier sind auch die Eltern so mancher Schulkinder gefragt, sie sollten ihrem hoffnungsvollen Nachwuchs doch einfach mal die einfachsten Begriffe von Sauberkeit und Hygiene vermitteln! Und es soll mir niemand sagen, daß man das den Kindern doch bitte in der Schule beibringen sollte! :ruege:
Für die Vermittlung des grundlegenden Umgangs mit anderen Menschen, fremden Dingen und Sachen, die allen Mitschülern in der Schule und auch im Leben nach der Schule zur Nutzung zur Verfügung stehen, sind in erster Linie mal die Eltern zuständig und nicht die Lehrer. Die sollten vordringlich Wissen vermitteln und für alles Weitere sollte der Grundstein zu Hause in den eigenen vier Wänden gelegt werden! :daumenhoch:


Zitat (Brandy @ 10.02.2018 14:49:18)
Nun, Wildpinkeln wird wohl nicht stattfinden an dieser Schule, denn es gibt neben der ganztägig gepflegten Toilettenanlage noch sieben weitere frei zugängliche Anlagen, bei deren Benutzung keine 10 ct. bezahlt werden müssen. Diese weiteren Toiletten sehen allerdings auch nach wie vor dementsprechend aus!! :wacko:

Die meisten Kinder benutzen sehr gern die ganztägig gepflegte Toilette und bezahlen auch die 10 ct. bereitwillig. Auf Nachfrage teilten sie auch mit, daß sie es gut und sehr angenehm finden, daß die Toilette so sauber gehalten wird und daß sie diese Toilette weitaus lieber benutzen, als die anderen kostenfreien Toiletten. :D

Die Dame, welche sich um die Pflege der Toilettenanlage kümmert, reinigt auch im üblichen Rhythmus, einmal täglich, die anderen Toilettenanlagen. Aber eben nur einmal täglich und es zeigt sich doch, daß es keinesfalls ausreicht, die Toiletten nur einmal am Tag zu reinigen. :blink:

Das würde ja schon ganz anders aussehen, aber woher hast du diese
Informationen ???

Es stand in der Zeitung, Geli68 und daraus hab ich es entnommen.


Muß da noch etwas erklärendes dazuschreiben:

Ich zitiere: "An der Alfred-Wegener-Gesamtschule in Kirchhain (Hessen), sitzt Angelika Mantler (64), Deutschlands erste Schul-Klofrau. Sie kümmert sich schon seit langer Zeit um eine der acht Toilettenanlagen, die es für die 1500 Schüler und 150 Lehrer gibt. 10 ct. werden pro Toilettenbesuch fällig.
Täglich zahlen rund 80 Kinder für das Angebot. Und sie sind begeistert, sagt Frau Mantler. Die anderen Toiletten sind frei zugänglich - und sehen leider auch so aus....
Immer nach den großen Pausen reinigt Frau Mantler die Räumlichkeiten, Toilettenpapier, Papierhandtücher und Seife werden regelmäßig aufgefüllt." Zitat Ende.

Das war das Wesentliche aus dem Artikel. Die anderen Toiletten werden im normalen Reinigungsrhythmus vermutlich extern gereinigt. Da hatte ich wohl etwas falsch interprätiert. Sorry!

Bearbeitet von Brandy am 10.02.2018 16:32:10


Zitat (Geli68 @ 10.02.2018 15:12:09)
woher hast du diese Informationen ???

Gib mal "Toilettenfrau an Schule" in eine Suchmaschine ein.

Zitat (Brandy @ 10.02.2018 16:21:21)
Muß da noch etwas erklärendes dazuschreiben:

Ich zitiere: "An der Alfred-Wegener-Gesamtschule in Kirchhain (Hessen), sitzt Angelika Mantler (64), Deutschlands erste Schul-Klofrau. Sie kümmert sich schon seit langer Zeit um eine der acht Toilettenanlagen, die es für die 1500 Schüler und 150 Lehrer gibt. 10 ct. werden pro Toilettenbesuch fällig.
Täglich zahlen rund 80 Kinder für das Angebot. Und sie sind begeistert, sagt Frau Mantler. Die anderen Toiletten sind frei zugänglich - und sehen leider auch so aus....
Immer nach den großen Pausen reinigt Frau Mantler die Räumlichkeiten, Toilettenpapier, Papierhandtücher und Seife werden regelmäßig aufgefüllt." Zitat Ende.

Das war das Wesentliche aus dem Artikel. Die anderen Toiletten werden im normalen Reinigungsrhythmus vermutlich extern gereinigt. Da hatte ich wohl etwas falsch interprätiert. Sorry!

Ich habe heute morgen nur in der Zeitung gelesen das an einer Gesamtschule in Hessen die erste Schulklofrau in Deutschland eingesetzt wurde. Die Kinder müssten nun 10 Cent für die Toilettenbenutzung zahlen. Von einer
zweiten Toilettenanlage stand da nichts. Finde ich für eine Schule auch recht ungewöhnlich.
Aber wenn du es so gelesen hast .
Die Zeitungen schreiben ja manchmal alle was anderes. :pfeifen:


Das ist wie bei der Wettervorhersage im Fernsehen. Jedes Programm macht sein eigenes Wetter. :pfeifen:

Morgen kommt Töchterchen zu Besuch, werde sie mal fragen, sie haben an ihrer Schule nämlich ein System, bei dem der Hausmeister nachvollziehen kann, wer zuletzt die Tois benutzt hat.
Nur will ich hier nichts falsches schreiben und deshalb erkundige ich mich und werde dann berichten.


Zitat (Brandy @ 10.02.2018 14:49:18)
Für die Vermittlung des grundlegenden Umgangs mit anderen Menschen, fremden Dingen und Sachen, die allen Mitschülern in der Schule und auch im Leben nach der Schule zur Nutzung zur Verfügung stehen, sind in erster Linie mal die Eltern zuständig und nicht die Lehrer. Die sollten vordringlich Wissen vermitteln und für alles Weitere sollte der Grundstein zu Hause in den eigenen vier Wänden gelegt werden!  :daumenhoch:

Ja, so sollte es sein.

Aber die Realität sieht leider anders aus und dann sollten schon die Schule bzw. die Lehrer dazu beitragen, dass bei den Kinder nicht nur Wissen abgefragt wird, sondern auch der soziale Umgang miteinander geübt wird.

Bearbeitet von VIVAESPAÑA am 10.02.2018 19:16:13

Zitat (molch @ 10.02.2018 11:30:25)
Schul-PFLICHT ist ein Zwangsaufenthalt -- und der Befehlsinhaber hat die AufsichtsPFLICHT und GewährleistungPFLICHT von Schadensabwendung.

Menschen einzusperren und ihnen dann die unbeschränkte NOTDURFT-Verrichtung zu verweigern, ist aktive Körperverletzung.

Also sei doch froh, dass in Europa ein freier Zugang zu den Schulen möglich ist.
Es gibt Millionen Menschen auf der Welt, die für einen kostenlosen Schulbesuch alles geben würden. :blink: :blink:
Das finde ich schon sehr harte Worte. :ph34r:

Zum Thema: Ich nehme an, dass es an der besagten Schule wohl ziemliche Probleme diesbezüglich gab.

Zitat (VIVAESPAÑA @ 10.02.2018 11:48:45)
:blink: Finde ich auch total daneben. Die Kinder sollten dazu erzogen werden die Toiletten selbst sauberzuhalten.

Und die tägliche normale Reinigung wird jawohl kostenlos durchgeführt.

Tägliche Reinigung in Schultoiletten gibt es, aber als "normal" kann man die nicht bezeichnen, und kostenlos schon mal gar nicht, sie kostet nämlich unsere Steuergelder. Was die Reinigungskräfte täglich an Dingen aus Toilettentöpfen und Toilettenkabinenecken herausholen müssen, kann und will man sich gar nicht vorstellen. An der Schule, an der ich mein halbes Leben gearbeitet habe (ein Gymnasium!), musste der Hausmeister durchschnittlich einmal pro Woche den Rohrreinigungsdienst bestellen, u.a. weil Schüler mit Schuhen ganze Papierrollen in den Kloabgang getreten und dann darauf gesch.... hatten. Das zu Reinigen kann man keiner Reinigungskraft zumuten!
Wenn ich eines im Bereich Schule gelernt habe, dann, dass viele Schüler ebenso wie ihre Eltern nach dem Prinzip leben: was mich nichts kostet, ist auch nichts wert (und braucht auch nicht anständig behandelt zu werden). Das beginnt beim kostenlosen Schulunterricht (Schule Schwänzen), reicht über kostenfreie Bücher (zerfleddert), und endet noch nicht beim Mobiliar (bemalt, Löcher reingebohrt, mit Kaugummis beklebt) und den sonstigen Einrichtungen (beschmiert und mutwiilig kaputtgemacht) der Schule. Vom Umgang mit Personal ganz zu schweigen: Lehrer, denen Schüler in die Tasche rotzen, Hausmeister, die just for fun der Schüler immer wieder Bälle aus einem bepflanzten Innenhof holen und die zerstörten Pflanzen erneuern müssen, oder Putzfrauen, die, über den Schulhof gehend, von in den Klassenzimmerfenster hängenden 12-Jährigen mit Wasser überschüttet und dann noch ausgelacht und beleidigt werden. Pädagogischen und disziplinarischen Maßnahmen der Schule treten Eltern mit Juristenhilfe entgegen, die obersten Schulbehörden entscheiden in 4 von 5 Fällen gegen die Entscheidung der Schule, was solche Rotzlöffel natürlich in ihrem Tun bestärkt. Dazu gehört auch, dass es nicht zulässig ist, Schüler den Dreck oder Schaden, den sie angerichtet haben, selbst beseitigen zu lassen. Den lieben Kleinen könnte ja ein gesundheitlicher Schaden dadurch entstehen ( das bekam ich von der Schulleitung zu hören, als ich die Edding-Schmierereien auf nagelneuen Tischen vom Verursacher beseitigen lassen wollte, was nur mit Alkohol ging).

Vor einigen Jahren gab es in einer kleineren Stadt am Rande des Ruhrgebiets einen Schulversuch bezüglich der Toiletten. Die Schülertoiletten wurden in Ferien einer Grundsanierung unterzogen, danach den Schülern wieder zur Verfügung gestellt: ein Teil der Toiletten war frei zugänglich, ein anderer, gleichgroßer Teil war nur gebührenpfichtig (10 Cent) nutzbar. Eine Toilettenfrau kontrollierte und reinigte hier während der morgendlichen Unterrichtszeit. Darüberhinaus erfolgte in beiden Toiletten die täglich vorgeschriebene Reinigung.
Der Probelauf dauerte ein halbes Jahr, bereits 10 Tage nach Beginn der Probezeit war der Zulauf zu den kostenpflichtigen Toiletten größer als der zu den nicht kostenpflichtigen. Ein halbes Jahr nach Versuchsbeginn waren die nicht kostenpflichtigen Toiletten renovierungsbedürftig, die kostenpflichtigen nicht. Eltern wie der größte Teil der Kinder sprachen sich nach der Probezeit für den Fortbestand der gebührenpflichtigen Toiletten aus.

Wenn ich mir vor Augen führe für welchen Mist Kinder Geld zur Verfügung haben und ausgeben, gerade auch Kinder, deren Elternhaus finanziell wenig gesegnet ist, dann halte ich das Argument, es sei zu teuer oder für Notdurft dürfte man keine Gebühren verlangen, für hinfällig. Ich empfinde den gebührenpflichtigen Toilettengang als eine sehr gute Sache. Sie hilft (unsere!) Steuern zu sparen, weil KInder nicht so viel Unfug anstellen oder Toiletten zerstören. Kinder lernen einerseits, dass man im Leben kaum etwas erreicht, ohne etwas dafür geben oder leisten zu müssen, andererseits hört die ständige Toilettenrennerei von Schülern, die sich vor bestimmten Unterrichtsinhalten drücken wollen, und die damit verbundene Störung des Unterrichtes auf.

Bearbeitet von whirlwind am 10.02.2018 22:05:20

wohin geht das noch alles ?

in meiner kindheit gabs sowas nicht.

da war alles sauber, wir hatten respekt vor allem und behandelten alles pfleglich !

lehrer waren respektpersonen und wurden morgens begrüßt und wir standen dazu auf im klassenraum.


@whirlwind :daumenhoch:


Ich schließe mich @whirlwind in allen Punkten an.
Was sie über die Zustände in Schultoiletten mitteilt ist eher noch dezent beschrieben.

Warum geht eigentlich niemand auf meinen Vorschlag ein, das Thema mal in einer Suchmaschine aufzurufen?
Dann wäre nämlich schnell klar, dass es sich bei der von der TE erwähnten Schule durchaus nicht um eine Neuerung handelt. Toilettenfrauen gibt es schon seit Jahren in vielen Schulen.
Allerdings gehen Schulbehörden unterschiedlich damit um.

Bearbeitet von Jeannie am 10.02.2018 22:25:11


Danke Brandy für die zusätzlichen Informationen :)

Da bin ich aber erleichtert, daß es auch noch frei zugängliche Klo's an der betroffenen Schule gibt.
Aber 1500 Schüler find' ich schon ganzschön heftig viel für eine Schule.

Wie auch immer, finde ich bezahl-Klos für Schüler unannehmbar ... und es spaltet die Gesellschaft nur noch weiter.


@Sammy
Freier Schulzugang gilt nicht für ganz Europa ... und davon ist auch überhaupt nicht die Rede ... auch nicht davon, ich sei nicht froh über freien Schulzugang.

Es geht hier aber um Notdurft und dem Mißbrauch für diese Not eine ZwangsHürde zu errichten.
Das ich sehr dagegen bin, impliziert keine Undankbarkeit.

Der moralische Zeigefinger zu devoter Dankbarkeit gehört in die Vergangenheit oder eine Diktatur. Das sind miese Geschäfte, um Mißstände zu legimitieren / akzeptabel zu machen.

Der Schulbesuch ist nicht kostenlos, denn die Gesellschaft hat dafür gekämpft und finanziert sie. Und das tut sie zum reinen Selbstzweck, damit die Gesllschaft sich weiter entwickeln kann.


mein älterer sohn findet die toiletten in der schule regelmäßig verdreckt vor. darüber ärgert er sich sehr. und ihm ist vor einigen wochen der kragen geplatzt, als er einen jungen auf frischer tat ertappte.

alle toiletten waren besetzt, die kinder warteten in der schlange. der junge, der vor ihm auf der toilette war, huschte rasch hinaus, mein sohn schnell hinein, weil es dringend war. und fand seinen worten nach eine nasse brille und einen nicht hinuntergespülten haufen vor.

er lief dem übeltäter hinterher und verkündete lauthals, dass dieser ein ekelhaftes ferkel sei, er SOFORT seine sch.... wegmachen und sich außerdem die hände waschen solle. vor versammelter mannschaft auf dem schulhof.

das soll dem jungen sehr peinlich gewesen sein. andere jungen, die die gunst der stunde nutzen wollten, als mein sohn und der vornutzer so plötzlich weg waren, waren auch wütend auf den zurückkehrenden übeltäter. der war sich jedoch kaum einer schuld bewusst. daheim mache das die mama weg. und seine hände seien nicht schmutzig, er habe ja toilettenpapier benutzt. die kinder hatten darauf bestanden, dass er die toilette säubert, alles notwendige war dort vorhanden.

meine tochter, die die selbe schule besucht, hat mir auch schon öfter berichtet, dass manche der mädchen "schweineprinzessinnen" seien, nach denen man nicht mehr die toilette benutzen wolle. "die ziehen sich immer schön an, aber die pinkeln alles voll!"

da frage ich mich, was deren eltern den kindern beibringen. :angry:

ich befürchte, viele eltern würden sich weigern, diesen betrag zu bezahlen, und es würde eskalieren, als verlange man etwas ganz entsetzliches, wenn man erwarte, dass die kinder sich pfleglich um die toiletten kümmern.


Ein Klo ist die ganze Zeit bewacht - ein anderes Klo ist nie überwacht.
In ersten Klo wird nicht vandaliert -- im anderen aber doch.

Wen wundert dieser Unterschied?

Und die Kinder die bezahlen lernen:
--- Mit Geld kann man alles kaufen! --- Andere machen den Dreck weg!


Ich hab mal gegoogelt. Der Beitrag, den ich fand, handelte von einer Kölner Gesamtschule und war von 2001. :o
Da ging es um 20 Pfennig und die Initiative kam von den Eltern.


meine eigene erfahrung mit öffentlichen toiletten ist, dass die der frauen schlimmer aussehen als die der männer. da wünsche ich mir beinahe, dass auf jeder toilette überwachungskameras eingesetzt werden. in den kabinen.

mein mann hat gerade laut überlegt, ob er sich demnächst auch ein "p.ö.k.-set" zulegen solle. ich wollte wissen, was das ist. das ist aus der serie "the big bang theory" und bedeutet "pinkeln auf öffentlichen klos-set".

es ist ein rucksack, in dem der charakter sheldon cooper verschiedene nützliche dinge aufbewahrt und den er mitnimmt, wenn er öffentliche toiletten benutzen will. darin befinden sich desinfektionsspray, toilettenpapier, eine wäscheklammer für die nase, ein mehrsprachiges "besetzt"-schild, überzieher für die schuhe, raumspray, einweghandschuhe, geräuschdämmende kopfhörer und einiges mehr. am besten gefällt mir der teleskopspiegel, den er nutzen will, um nachzusehen, ob sich in den nebenkabinen perverse aufhalten. :lol:


Es gibt mittlerweile zahlreiche Schulen, die die Praktik des Toiletten-Cents erfolgreich durchführen.

Ich finde die Idee, die Schultoiletten-Benutzung mit 10 ct. zu bezahlen, vollkommen in Ordnung. Wenn zahlreiche Schulkinder meinen, sich auf den Toiletten wie die Ferkel benehmen zu müssen, sollen sie eben merken, daß die Reinigung nur mit Geld vollzogen werden kann. Allerdings sollte man - unter Einbeziehung der Eltern - den qMiniferkeln klarmachen, daß auch die "kostenfrei" zugänglichen Toiletten nur gegen Bezahlung einer externen Reinigungsfirma einigermaßen "sauber" gehalten werden.
Ich denke, manchen Eltern sollte das sicher auch mal klargemacht werden, daß nichts, weder Bildung, noch Schulbücher, noch saubere Toiletten in der Schule kostenlos zu haben sind!

Bearbeitet von Brandy am 10.02.2018 23:07:52


Zitat (seidenloeckchen @ 10.02.2018 23:03:39)
...es ist ein rucksack, in dem der charakter sheldon cooper verschiedene nützliche dinge ....

:lol: :lol:
Alles klar - jetzt weiß ich auch, dass Sheldon, in dieser Sache, durch seine Schulzeit so geworden ist, wie er ist.

Zitat (seidenloeckchen @ 10.02.2018 22:36:37)
...mein sohn schnell hinein, weil es dringend war...

...er lief dem übeltäter hinterher


Lese ich hier einen Widerspruch?

Meine Güte, ich bin jetzt echt entsetzt von dem was ich hier so lese. Das ist ja schlimm was heute so in den Schulen so vor sich geht. .. :( Leider kann ich da jetzt nicht mehr mitreden da mein Sohn seit 30 Jahren aus dem
Schulalter raus ist. Ich war heute morgen nur ziemlich irritiert als ich den Artikel gelesen habe. Kinder sollen für die Toilettenbenutzung bezahlen, es gibt demnächst Schultoilettenfrauen und die erste wurde jetzt in Hessen eingestellt. . Weil ich ihm Zwiespalt war ob es richtig ist oder nicht wollte ich eure Meinung hören. Aber was jetzt da zu Tage kommt entsetzt mich... :labern: Das es so an Schulen zugeht hätte ich im Traum nicht vermutet.

Aber ich freue mich das diese Diskussion so friedlich abgeht. Das ist ja in letzter Zeit und vor allem auf der Tippseite gar nicht mehr möglich... :daumenhoch:


Zitat (Brandy @ 10.02.2018 23:06:14)
...sollen sie eben merken, daß die Reinigung nur mit Geld vollzogen werden kann.

Wie dekadent... :lol:

Zitat (Kaffee @ 10.02.2018 23:11:13)
Lese ich hier einen Widerspruch?

inwiefern?

Zitat (Geli68 @ 10.02.2018 23:12:56)
es gibt demnächst Schultoilettenfrauen und die erste wurde jetzt in Hessen eingestellt.

Nein.
Und wenn du es noch so oft betonst - es stimmt nicht.
Es gibt sie schon sehr viel länger. :winkewinke:

Bearbeitet von Jeannie am 10.02.2018 23:21:24

Zitat (Jeannie @ 10.02.2018 23:20:02)
Nein.
Und wenn du es noch so oft betonst - es stimmt nicht.
Es gibt sie schon sehr viel länger. :winkewinke:

Ich habe es noch nicht ein einziges mal behauptet, sondern nur geschrieben was ich gelesen habe,... :nene:

Zitat (Geli68 @ 10.02.2018 23:26:37)
Ich habe es noch nicht ein einziges mal behauptet, sondern nur geschrieben was ich gelesen habe,... :nene:

Kam in deinem Beitrag so rüber, als wäre das deine eigene Ansicht.
Sorry, wenn ich das falsch verstanden habe. :blumen:

bei dm gibt es Einmaltoiletten rofl


Zitat (Arjenjoris @ 11.02.2018 08:56:22)
bei dm gibt es Einmaltoiletten rofl

Für 10 Cent ?... :sarkastisch:

Zitat (Kaffee @ 10.02.2018 23:11:13)
Lese ich hier einen Widerspruch?

Ja, ich auch... :(

Zitat (molch @ 10.02.2018 22:47:36)
Ein Klo ist die ganze Zeit bewacht - ein anderes Klo ist nie überwacht.
In ersten Klo wird nicht vandaliert -- im anderen aber doch.

Wen wundert dieser Unterschied?

Und die Kinder die bezahlen lernen:
--- Mit Geld kann man alles kaufen! --- Andere machen den Dreck weg!

sehe ich genauso ... 2-Klassen-Toiletten an öffentlichen Schulen, je nach Elternhaus :ph34r: ?

Zitat (Agnetha @ 11.02.2018 09:32:35)
sehe ich genauso ... 2-Klassen-Toiletten an öffentlichen Schulen, je nach Elternhaus  :ph34r: ?

2-Klassengesellschaft auf den Schultoiletten?? Dem kann ich wirklich nicht zustimmen.

Was hat denn Sauberkeit und pflegliche Behandlung von Sachen, die der Allgemeinheit - hier den Schulkindern - zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden, mit mehr oder weniger finanziellen Möglichkeiten zu tun?

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, daß auch die Toilettenanlagen ohne zusätzliche Wartung nur gegen Geldzahlung "instandgehalten" werden können. Aber das - so glauben wahrscheinlich einige - zahlt ja die Schule, die Stadt, das Land usw.
Ja, was glauben diese Menschen denn, wo dieses Geld herkommt? Nein, es wächst nicht auf den Bäumen, es kommt von uns allen, der Allgemeinheit! Und die Allgemeinheit hat sicher ein gewisses Recht darauf, daß solche Einrichtungen wie Schultoiletten ohne Einschränkungen und Ekelgefühle genutzt werden können.

Wird das aber ignoriert und die Anlagen werden verschmutzt, beschmiert und wie scheinst immer unbenutzbar verschandelt, muß eben eine andere Lösung her und da ist die Zahlung von 10 ct. mit Sicherheit eine gute Alternative, Kinder und ja - auch Eltern - anzuhalten, die Sauberkeit und Hygiene auf den Toiletten zu beachten!

Bearbeitet von Brandy am 11.02.2018 10:21:48

Was zerfledderte Bü cher angeht: In Andalusien sind die Schulbücher kostenfrei, müssen aber am Ende des Schuljahres in einwandfreiem Zustand abgegeben werden. Ist dies nicht der Fall, müssen die Eltern die Bü cher ersetzen. Da liegt es dann bei den Eltern diese Kosten vom Taschengeld der Kids abzuziehen.

Bearbeitet von VIVAESPAÑA am 11.02.2018 11:07:14


So ist das auch richtig, VIVA! Denn auch die "kostenfreien" Schulbücher müssen erst mal gegen Bezahlung angeschafft werden und dies geschieht mit Steuergeldern, also dem Geld der Allgemeinheit.
Da ist es nur logisch und normal, daß bei nicht pfleglicher Behandlung der Bücher die Nutzer bzw. deren Eltern zum Ersatz der Bücher herangezogen werden!

Genau so verhält es sich vom Prinzip her auch mit den Schultoiletten!


Zitat (VIVAESPAÑA @ 11.02.2018 11:05:57)
Ist dies nicht der Fall, müssen die Eltern die Bücher ersetzen.

Das ist hier auch nicht anders, wenn ich das kurz einwerfen darf. :pfeifen:
Nicht umsonst sind vorne Stempel in jedem Buch, wo Name und Klasse des Kindes einzutragen sind, damit das kontrolliert werden kann.
Wenn aber das 5. oder 6. Kind ein Schulbuch mit sich führt, dann sieht das einfach nicht mehr aus wie neu und das kann auch mal stark mitgenommen aussehen. Schultaschen sind meist so überfrachtet mit Büchern, Heften und inzwischen auch Ordnern oder Schnellheftern, weil ja täglich zig kopierte Arbeitsblätter verteilt werden, dass jedes Buch unter dem fast täglichen Transport leiden muss.

Topic
Das Thema Klofrau und Pinkelgeld kenne ich von der Gesamtschule im Nachbarort auch so, die unsere Söhne vor ca. 8 Jahren in der Oberstufe besuchten. Allerdings hielt es sich dort trotz des Erfolgs des Konzepts nicht auf Dauer, da die gute Frau ja irgendwie finanziert werden musste. Von 10 Cent pro Nutzung kann man keine Klofrau bezahlen. Selbst für den Mindestlohn hätten dann ja je Std. gut 90 Schüler diese Toilette besuchen müssen. Sprich: Das Gehalt der Reinigungskraft musste von der Elternschaft finanziert werden und daran ist es letztlich auf Dauer gescheitert. Denn genau die Eltern, die was von 2-Klassen-Gesellschaft monierten, sorgten dafür, dass zukünftig alle wieder gleichberechtigt auf verdreckte, kaputte und heruntergekommene Toiletten gehen mussten. Vor allem die Kinder wird das extrem gefreut haben! :kotz:

So blöd es sich liest: Eigentlich gehörten da Türsteher an die Schul-Toiletten statt einer Klofrau. Welche, die in jede Kabine nach der Nutzung gucken und falls die nicht so sein sollte, wie es sich gehört den Übeltäter gleich zum Direx schleppen für eine Strafmaßnahme in Sachen Toilettensäuberung nach Schulschluss. Das hätte vielleicht Aussicht auf Änderung der rauen Sitten am Stillen Örtchen. Aber das geht ja nunmal nicht. Und dass die, die sich korrekt benehmen zumindest die Chance auf 1 saubere Toilette bekommen, geht offenbar auch nicht wegen 2-Klassen-Gesellschaft.
Hier gab es Kinder auf der Grundschule, die den ganzen Tag nicht zur Toilette gingen, weil sie sich dort immer so ekelten (verständlicherweise, wie den vorigen Schilderungen zu entnehmen ist) und im Laufschritt nachhause düsen mussten. Das ging bis zur Blasenentzündung oder so weit, dass 9jährige tatsächlich in die Hose machten, weil sie nicht mehr aufhalten konnten. Da könnte man jetzt auch über eine 2-Klassen-Gesellschaft philosophieren - die Klasse die sich ekelt und da nicht hingehen kann und die Klasse, denen es nichts ausmacht wie ein Toilettenbecken aussieht oder mieft.

Zitat (Brandy @ 11.02.2018 11:30:22)
Da ist es nur logisch und normal, daß bei nicht pfleglicher Behandlung der Bücher die Nutzer bzw. deren Eltern zum Ersatz der Bücher herangezogen werden!

Genau so verhält es sich vom Prinzip her auch mit den Schultoiletten!

Und welche Eltern möchtest du bei 1500 Kindern dazu heranziehen? Videokameras in jeder Kabine? Zur Erbauung des Hausmeisters oder wer soll das kontrollieren?
Wenn nicht durch puren Zufall aussagewillige Zeugen (andere Kinder) parat stehen, um einen der Ferkel zu entlarven, dann sieht das ziemlich dumm aus mit dem Heranziehen zu den Säuberungs- oder Reparaturkosten. Bereits hier in der Grundschule (und ich lebe in einem größeren, harmlosen Dorf, keiner Großstadt!) wurden regelmäßig Toiletten zur geistigen Erbauung mutwillig mit Papier gefüttert bis sie verstopften, weil es so lustig war. Es wurden sogar Becken und Urinale von der Wand getreten und Löcher in die Kabinentüren. Einmal wurden 3 Jungs der 4. Klasse dabei beobachtet und es wurde sogar gemeldet. Zumindest 1 Mutter behauptete steif und fest, dass ihr Sohn so etwas niemals tun würde, die Kinder sich geirrt haben müssen bzw. bewusst falsch ausgesagt, weil sie etwas gegen ihr Mustersöhnchen hätten. :engel:
Leider weiß ich nicht, wie die Sache ausgegangen ist, also ob die Eltern den Schaden bezahlen mussten. Ich wollte nur mal hervorheben, dass das einfacher gesagt als durchgesetzt ist. Und dass alle Eltern für die Schäden zahlen müssen, das kann ja auch nicht die Lösung sein. Dann doch eher die Allgemeinheit als nur die Elternschaft der Schule.

Wo ich Anfang der 50 er Jahre in die Schule ging war alles immer Picobello Sauber. Da gab es einen Offiziant und seine Frau. Die waren für das Haus Zuständig. Sie machten nur ihre Arbeit und sonst nix. Heute muss ein Hausmeister alles mache. Die Putzfrau wischt nur denn Boden. Für das Waschbecken und Kloschüssel sind wider andere Zuständig. Kontrolliert wir hier aber überhaupt nicht mehr, jeden ist es Wurstig.


Ich musste vor einiger Zeit selbst die Hilfe eines Urologen in Anspruch nehmen, als der meiner Krankenakte entnahm, welchen Beruf ich ausübe, fragte er mich, wie es mit der Toilettensauberkeit an unserer Schule aussehe. Im Laufe des weiteren Gespräches berichtete er aus seiner Arbeit, dass die Anzahl der Schülerinnen, die er wegen Entzündungen der Harnwege oder krankhaften Harndranges in den letzten Jahren zu behandeln hatte, um mehr als das Doppelte angestiegen sei. Ursache in den meisten Fällen war, dass die Mädchen sich davor ekelten, in der Schule die Toiletten zu benutzen. Sie halten dann solange ein, bis sie nach Hause kommen. Mit Zunahme der Schulen, die auf Mittagsbetreuung und Nachmittagsunterrricht umstellen, ist das eine verdammt lange Zeit zwischen dem letzten Toilettengang zu Hause vor der Schule und dem ersten Gang zuhause nach der Schule und trifft immer mehr Schüler/innen.
Ich denke, dass man als Elternteil auch diesen Aspekt beachten sollte, bevor man groß verkündet, Toiletten in der Schule sollten gebührenfrei sein. Was sein sollte und was ist, das unterscheidet sich gewaltig in unserem Staate, ohne, dass es irgendeinen der Zuständigen stört. Die haben ihr sauberes Klo in den Schulverwaltungsbehörden, deren Mitarbeiter haben vermutlich noch nie eine der verdreckten und verwüsteten Schul-Toilettenanlagen am Ende eines Unterrichtstages gesehen. Beweist nicht die Schulpolitik der letzten Jahrzehnte, dass es nicht um das Wohl der KInder geht, sondern darum Parteiprogramme zu verwirklichen? ´Rin in die Kartoffeln` nach der einen Landtagswahl , `raus aus den Kartoffeln` nachdem bei der nächsten Landtagswahl eine andere Partei das Sagen hat - Kontinuität im Lernen, was ist das? Vielleicht ist es in NRW besonders schlimm und in anderen Bundesländern etwas überlegter und besser vorbereitet: wir haben es manchmal gerade eben geschafft die Regierungsvorgaben bezüglich der Unterrichtspläne für die einzelnen Fächer bis zur nächsten Wahl schulintern umzusetzen, da kamen mit einer neuen Regierungspartei bereits wieder andere, gegensätzliche Vorgaben. Vier Jahre Planung für den Papierkorb! Glaubt da wirklich einer noch an das Interesse unserer Schulpolitiker und Schulverwaltungsmenschen an den Kindern? Und die Pippiprobleme dieser KInder? Pippifax!
Unsere Kinder werden zerrieben in den Mühlen der Schulpolitik, da sollte man ihnen den Alltag nicht noch schwerer machen, indem man ihnen wegen ideologisch angehauchter Ansichten das Klogeld verweigert.

Man hat als Eltern ein nicht unerhebliches Mitspracherecht in Schulen. Sobald es aber darum geht, auch wirklich mitzusprechen und mitzuwirken (Klassenpflegschaften, Elternvertreter in Fachkonferenzen, Schulpflegschaften, Schulkonferenzen), drücken sich die meisten Eltern. Da darf man sich nicht wundern, wenn es nicht so läuft, wie man es gerne für die eigenen Kids hätte! Die Eltern, die sich am wenigsten in der Schule ihrer Kinder zeigen, sind die, die sich am lautesten über (angebliche) Missstände beschweren, und oft auch die, die den ganzen Tag nur zuhause ´rumhängen.
Schulleiter fürchten negative Schlagzeilen, sie führen dazu, dass die Anmeldezahlen für die Eingangklassen des nächsten Schuljahes sinken. Weniger Schüler, weniger Lehrerzuteilungen, um die Stellenbesetzung muss jeder Schulleiter in jedem Schuljahr kämpfen. Wenn Eltern aus ihrem Trägheitsmodus kommen und sich gemeinsam für ihre KInder gegenüber der Schulleitung für bessere Lern- und Arbeitsbedingungen einsetzen, dann wird daraus auch was - nicht in der nächsten Woche, aber längerfristig. Und das sollten einem die eigenen Kinder doch wert sein!